Startseite Foren Halle (Saale) Stellungnahme des Zeitgeschichten e.V. zum „Sigmund-Jähn“-Planetarium

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  • #390418

    Wenn du kein Mitglied des Stadtrates bist, farbspektrum, ist es belanglos für die Namensgebung,ob dir das reicht oder nicht.

    #390419

    @hei-wu
    Wo ist denn Dein Kommentar, dass der Stadtrat Sigmund Jähn nicht mag geblieben?

    #390420

    Das neue Planetarium hat mit dem alten Planetarium auf der Peißnitz in Hinsicht Technik, Größe und Möglichkeiten nichts zu tun, auch nicht mit Siegmund Jähn, dessen Name dem Peißnitz-Planetarium propagandamäßig aufgedrückt wurde, wer hätte da in der DDR schon gewagt zu widersprechen.
    Der frei gewählte Stadtrat hat jetzt die Möglichkeit, den Namen des neuen Planetariums in freier Selbstbestimmung festzulegen. Die Fraktion „Die LINKE“ hat sich m.W. bereits auf Siegmund Jähn festgelegt, das entspricht ihrer politischen Grundeinstellung, möglichst viel von der DDR zu retten. Es geht da gar nicht mehr um den Namen für das Planetarium, sondern um eine politische Signalwirkung. Sollten die Bündnisgrünen und die SPD auch für Siegmund Jähn stimmen, so ist das ein politisches Signal für ein linkes Bündnis im Stadtrat. Um Siegmund Jähn geht es da gar nicht.

    Dann hätte sich die MZ nicht so aus dem Fenster lehnen dürfen – die scheinheilige „demokratische Meinungsumfrage“ in der Zeitung, wo 85% Prozent für einen bestimmten Namen abgestimmt haben ist das Problem. Wenn man ein bestimmtes Ergebnis nicht duldet, dann bitte gar nicht erst Fragen. Bringt Ärger und führt zu Unmut, Aufruhr, Diktatur und Zensur… Was unterscheidet das vom Handeln der Stasi? Wieder mal heiligt der Zweck?

    #390421

    @hei-wu

    Wo ist denn Dein Kommentar, dass der Stadtrat Sigmund Jähn nicht mag geblieben?

    Wohl auch versehntlich mitgelöscht worden. Egal.

    Was haltet Ihr von „Tanja-Planetarium“? Das wäre ja auch genderkorrekt.

    #390422

    @hei-wu

    Wo ist denn Dein Kommentar, dass der Stadtrat Sigmund Jähn nicht mag geblieben?

    Wohl auch versehntlich mitgelöscht worden. Egal.

    Was haltet Ihr von „Tanja-Planetarium“? Das wäre ja auch genderkorrekt.

    Vielleicht wäre es geschickt, wenn der Stadtrat die Schulen anschreibt und Kinder um Ideen bittet. Inklusive Popkorn und kostenloser Planetariumnutzung, als Gewinn, für die Schule mit dem besten Vorschlag. Sie sind die Zukunft und müssen länger mit der Entscheidung leben. Mittlerweile ist es glaube schon fast egal – hauptsache kein Vorschlag von, vor 1990geborenen, ewig Gestrigen, Kalten Kriegern.
    Vielleicht erkennen Kinder Naheliegendes, z.B. dass die Saale in der Nähe fließt und wir alle Halle gut finden – Halle-Saale-Planetarium

    #390424

    Vielleicht wäre es geschickt, wenn der Stadtrat die Schulen anschreibt und Kinder um Ideen bittet.

    Die Mädchen würden irgendeine KlamottenInfluenzerin vorschlagen und die Jungen einen Fußballer.

    #390425

    Die Mädchen würden irgendeine KlamottenInfluenzerin vorschlagen und die Jungen einen Fußballer.

    Wohl nicht alle – aber lustig wäre es schon, wenn wir ein Rihanna-Rezo-Planetarium bekämen.
    (Obwohl Rezo der Jungen Union ein Dorn im Auge wäre)

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monaten von Hans.
    #390430

    Hallo zusammen,

    wir drehen uns im Kreis! Es gibt nichts wirklich Neues unter der Sonne im Vergleich zum „alten“ Diskussionsstrang. Daher verweise ich auf meinen dort formulierten Beitrag:

    Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gegen Sigmund Jähn als Namenspatron

    page/5/#post-388434

    Eigentlich ist es zu begrüßen, dass politische Entscheidungsträger ein Gutachten an Fachleute in Auftrag geben, was viel öfter geschehen sollte. Im vorliegendem Fall freilich war es wohl nicht von Nöten und der Vorgang zeugt eher von Unsicherheit der Verantwortlichen. Die Sachlage zu JÄHN im allgemeinen war seit nämlich geraumer Zeit klar und eine mögliche Interpretation und Bewertungauch.
    Nichts desto weniger halte ich das Gutachten, sollte es sich bei der Veröffentlichung um das vollständige Papier handeln, für unausgewogen und einseitig. Allein zur Charakterisierung der NVA gäbe es auch sicher mehr und etwas Differenzierteres zu sagen. Ich bin sehr im Zweifel ob gerade diese Armee so einzigartig war oder ob es sich hier- zumindest in Zeiten des sogen. kalten Krieges – nicht um generell wesensimmanente Züge einer Armee handelt. Aber das wäre ein neuer Diskussionsstrang.

    Was nun?
    Die Benennung nach einer anderen Person, vorzugsweise nach einem amerikanischen Astronauten, scheidet meiner Meinung nach aus. Niemand erfüllt die Ansprüche an eine solche Heiligenfigur. Und ein Astronaut wäre m.E. noch weniger in der Region verankert als Siegmund Jähn.

    Eine neutrale Benennung wäre nur auf den ersten Blick eine gute Lösung. Wir verschenken damit aber eine Möglichkeit,uns dauerhaft und nachhaltig mit der Ambivalenz historischer Persönlichkeiten auseinanderzusetzen und tilgen die Geschichte einfach aus unserem Alltag. Am Ende ist das nichts Anderes als die Umbenennung der BEUTH-Hochschule in Berlin oder diverser Mohrenstraßen etc.

    Insofern wäre tatsächlich die Benennung nach Siegmund Jähn ein Zeichen von Reife und Mut, zumal – und das ist zumindest ein Argument – die Vorgängereinrichtung seinen Namen trug und auch die MZ-Umfrage zu seinen Gunsten ausfiel. Wohlgemerkt, nicht als Zeiche kritikloser Heldenverehrung, sondern um uns auch und gerade mit den Schattenseiten Jähns auseinandersetzen zu können. Ich fürchte jedoch , so weit sind wir noch nicht.

    Ich teile nun zwar die gegenteilige Meinung nicht, halte aber die ursprüngliche, und zwar politische Argumentation z.B. von Wolli, für in sich plausibel. Deshalb muss man jetzt nicht als Nebenargumente anführen, dass der potentielle Name die Unendlichkeit und Schönheit des Alls möglichst adäquat in Worte fassen sollte, was nicht gelingen kann. Und auch der Verweis auf einige nicht mit Personen benannte ähnliche Einrichtungen in Deutschland, an denen man sich orientieren möge, hilft nicht weiter; ebensowenig, wie der Hinweis, dass dn Neubau inhaltlich nichts mit dem Vorgängerbau verbände.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monaten von Emil.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monaten von Emil.
    #390442

    Eigentlich ist es zu begrüßen, dass politische Entscheidungsträger ein Gutachten an Fachleute in Auftrag geben,

    Das sind ja keine Fachleute, das ist ein abhängiger Verein.

    #390437

    Zu Planetarium Halle:
    Wo liegt eigentlich das“große“ Problem bei der Namensvergabe?
    Sigmund Jähn wäre für mich kein Problem; um ins All zu fliegen, mußte er Flieger werden und somit irgendwann auch hoher Offizier! Jeder DDR-Bürger hat letztendlich auch diesem Staate irgenwie zugearbeitet.
    Mir erscheint die Bennenung nach dem Begründer des 1. Planetariums in Halle-Kanena würdig und in seinem Andenken mit Dank verbunden!
    Ich schlage vor: „Karl Kockel“.
    Es muß kein „Ami“ sein; wenn doch dann: 104. US Infanterie-Division „Timberwolf“.
    MfG aus dem Exil HH Halligalli.

    #390446

    teu

    Der Stadtrat vertritt die Bürger Halles.
    Der Mehrheit der Bürger sind für den Namen „Sigmund Jähn“.
    Wird der Stadtrat sich dem Willen der Bürger entziehen?

    #390447

    Das interessiert die lokale CDU ebenso wenig wie ein Sack Reis. Idelogie im feinsten Sinne Nordkoreas.

    #390451

    Mehrheiten werden durch freie allgemeine Wahlen festgestellt, nicht durch Umfragen in einer Zeitung, die von immer weniger Hallensern bezogen wird.
    Und Wähleraufträge gibt es nicht mehr, selbst wenn eine Mehrheit der Hallenser für Sigmund Jähn wäre, die Stadräte stimmen nur nach ihrer eigenen Überzeugung ab.

    #390454

    Und den damaligen Antrag der gewählten Mehrheit, auch von der CDU unterschrieben, ignorierst du wohl?

    #390455

    B2B

    Bei so einem unkritischen Thema wäre es im Hinblick auf die nächste Wahl für jeden Stadtrat ein Versuch wert, die Bürgermeinung zu erfühlen und sich danach zu richten.

    #390461

    die Bürgermeinung zu erfühlen und sich danach zu richten.

    „Bürgermeinung erfühlen“: eine bessere Umschreibung von Populismus fiel Dir gerade nicht ein?

    #390474

    Es ist doch echt nicht zu fassen, wie die letzten guten Errungenschaften der DDR auch noch aus dem heutigen Leben und der Geschichte getilgt werden sollen… 😡😡😡

    Für mich ist Sigmund Jähn ein Held der Kindheit, als er 1978 als erster Deutscher ins All flog. Er hat wie viele einen Weg gewählt, den er für richtig gehalten hat und wo man ihn auch hin gesteuert hat. Ich hatte nach der Wende auf einem Kolloquium an der Hochschule die Möglichkeit, ihn zusammen mit Waleri Bykowski persönlich zu sprechen und ich fand, er hatte auch rückblickend auf die DDR-Zeit eine vernünftige Sicht der Dinge. Für mich ist er als Held von uns gegangen und da rüttelt auch nicht ein Verein für Zeitgeschichte daran…

    #390492

    Eine DDR-Errungenschaft war das nicht, welchen Beitrag hat denn die DDR am Weltraumflug von Jähn geleistet? Es war eine Leistung der Sowjetunion und ein DDR-Bürger, der in der SU dafür vorbeitet wurde, durfte aus prpopagandistischn Gründen mitfliegen, wie nach ihm Bürger anderer Satelittenstaaten der SU.

    #390493

    Eine DDR-Errungenschaft war das nicht, welchen Beitrag hat denn die DDR am Weltraumflug von Jähn geleistet? Es war eine Leistung der Sowjetunion und ein DDR-Bürger, der in der SU dafür vorbeitet wurde, durfte aus prpopagandistischn Gründen mitfliegen, wie nach ihm Bürger anderer Satelittenstaaten der SU.

    Das macht es sogar noch überragender. Sigmund Jähn, dem seine Fluglaufbahn von den DDR-Bürgern finanziert wurde, war einer der ersten Menschen der gesamten Weltbevölkerung, die körperlich in der Lage waren die Strapazen des Trainings, des Fluges, der Sprache, der Technik, Widerlichkeiten der Physik und der gegnerischen Systeme zu ertragen. (selbst bis heute einer der Elitärsten Menschen – oder gibt es hier viele Raumfahrer (Kosmonauten und Astronauten) im Forum? Nicht mal mit extrem viel Geld ist dies überbietbar) Das als erster Gesamtdeutscher. Die USA hätten einen Westdeutschen Zivilisten mitnehmen können – hat es aber anscheinend keinen qualifizierten Bewerber gegeben. Haben die USA denn eigene Zivilisten geschickt? Warum nicht? Weil spezielle Grenz-Flugerfahrung eine Qualifikation darstellte. Die lernt man nun mal nur beim Militär. Warum also nicht den ersten Deutschen, der hervorragend fliegen konnte und im All war, ehren? Gewinner des Kalten Krieges sollten auch mal aufhören können zu kämpfen – sie haben gewonnen – sie haben ein Wohlstandsgefälle, Ost-West, in Einkommen, Besitz und Rente bis heute 2021 absichtlich bewahrt, was sie jetzt noch wollen ist anscheinend weiter Demütigen. Jeder der da mitspielt, macht sich zum Mittäter – zum Täter. Auch ein kleines, oder geringes Übel, bleibt ein Übel. Die Leistungen des ersten Marathonläufers, des griechischen Hemerodromos Pheidippides, werden auch nicht geschmälert, nur weil heute schnellere Zeiten gestoppt werden, sein Volk den Krieg verloren hat, oder er „unchristlich“ als Kriegsverlängerer für mehr Soldaten gelaufen ist.
    Wir leben aber in einer pietätlosen, Hass- und Hetze-Gesellschaft – Vom Kopf her stink der Fisch. Der Spruch hat schon seinen Grund. Alle haben sich mit Sigmund Jähn geschmückt – jetzt nur noch Hetze – hoffentlich liest seine Familie hier nicht mit.
    Jeder, der hier gegen die DDR energisch hetzt, wie man schön im Forum nachlesen kann, wäre höchstwahrscheinlich eine Spitzenkraft im Geheimdienst – jedes Systems – mit den entsprechenden verdienten Vergünstigungen. Beamte leben prima, ohne Wertschöpfung, mit Vergünstigungen, auf Kosten des Systems, sammeln Daten, entscheiden für oder gegen andere Bürger nach geltendem Recht. Recht sollte Recht bleiben – nur ist das nicht so. Bsp.: Die bisherigen knallharten Gesetze, gegen „Faulpelze“, „Systemausnützer“, was auch immer die Forum-Armen-Kranken-Pechvogel-Hetzer so meinen, von Hartz4 scheinen plötzlich, für „Fleißige“, „Ausnahmsweise-Nur-Durch-die-Pandemie-in-Not-Geratene“, „Rechtschaffende“ usw. sehr angenehm weich zu werden…

    #390495

    Wenn ich den Artikel in der MZ richtig verstehe, ist doch die Entscheidung gefallen (Planetarium Halle) und ihr könnt euch alle wieder
    hinlegen. Wollis Idee war die Beste, das Planetarium nicht nach Personen zu benennen.

    #390496

    Wollis Idee war die Beste, das Planetarium nicht nach Personen zu benennen.

    Das betrifft aber nur DDR-Namen. Frag ihn doch mal, was er davon hält, Kasernen nach Nazi-Generälen zu benennen.
    Außerdem ist noch keine Entscheidung gefallen. Das war der Kulturausschuss.

    #390497

    B2B

    „Bürgermeinung erfühlen“: eine bessere Umschreibung von Populismus fiel Dir gerade nicht ein?

    Eine Partei, die die Interessen und Meinungen ihrer Wähler als Populismus abtut und nach der Wahl nur noch die eigenen Interessen verfolgt, wird wohl von einer stolzen Arbeiterpartei zu einer unbedeutenden Sammlung von Beamten mutieren. Eigentlich logisch, ein Blick auf die Mitgliederstruktur ist deutlich genug.

    https://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/140358/soziale-zusammensetzung

    #390522

    Der Kulturausschuss darf nur eine Empfehlung abgeben, entscheiden wird der gesamte Stadtrat in seiner nächsten Sitzung, es ist also noch nicht entschieden. Mit der Empfehlung des Kulturausschusses „Planetarium Halle-Saale“ können m.E. alle leben.

    #390531

    Mit der Empfehlung des Kulturausschusses „Planetarium Halle-Saale“ können m.E. alle leben.

    Nein, mit der Verdrängung ostdeutscher Geschichte können nicht alle leben. Schon früher und jetzt erst recht, gibt es in den ehemaligen Kolonien Widerstand.

    #390533

    Für mich ist Sigmund Jähn ein Held der Kindheit

    Das ist es, was ich Pittiplatsch-Romantik nenne.

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