Startseite Foren Halle (Saale) Merseburger Straße einspurig?

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  • #90095

    @ SfK: Ein Anrecht auf Zweispurigkeit eine Bundesstraße gibt es nicht, sondern wird nach Anforderung/Verkehrsaufkommen festgelegt. Ich verweise hier auf die „Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen, Ausgabe 2006 (kurz RASt 06)“ und die „Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (kurz RIN)“.

    @ Kenno: Bitte nicht den Fehler begehen und beim Linksabbiegen aus der Dieselstraße auf die Merseburger Straße aus der linken Abbiegespur einfach auf die rechte Spur der Merseburger rüberziehen. Das zweispurige Linksabbiegen ist dort, wenn auch recht schlecht, durch Fahrbahnmarkierungen ersichtlich. Wenn man(n) also als Linksaußen einfach in die rechte Spur der Merseburger rüberzieht, ist das ein Spurwechsel. Der ist nur zulässig, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Also immer schön links außen bleiben.

    Ich erlebe dies tagtäglich, dass bei zweispurigen Linksabbiegen aus der Dieselstraße der Linksaußen gern im Bereich Straßenbahnhaltestelle/Fußgängerampel einfach nach rechts rüberzieht.

    Ich glaube im Übrigen nicht, dass eine vollständig befahrbare Europachausee und ein Linksabbiegen am Riebeckplatz in die R.-E.-Weise-Straße zur B6 eine Entlastung bringen würde, auch wenn man ab der B6 über die Europachausee zur Industriestraßenkreuzung Richtung Merseburg fahren könnte. Das Problem besteht stadteinwärts. Kommt es zu einem Unfall nördlich des Riebeckplatzes, dann staut sich der Verkehr oft bis zur Huttenstraße oder weiter zurück. Was passiert, wenn die Merseburger einspurig wäre? Stau auch auf den Nebenstrecken und den anliegenden Seitenstraßen? Und am besten im Sommer mit laufenden Motoren? Und das soll dann angenehm für die Anwohner der Seitenstraßen sein??

    #90173

    @Kenno: Ich will nicht belehren, sondern dich nur auf einen möglichen Irrglauben hinweisen. Du schriebst selber: „Zwei Linksabbiegespuren auf eine Spur geht garnicht…“ Und dem ist an dieser Stelle nicht so, hier gibt es zwei Linksabbiegespuren die wiederum auf zwei Fahrspuren einmünden. Aber widerum muss ich dir zustimmen, dass diese zwei extrem langen Linksabbiegespuren sehr sinnlos sind und eine Ummarkierung mit einer langen Rechtsabbiegespur sehr sinvoll wäre. Zumal alle Fahrspuren einen Versatz/Knick 50 m vor der Ampel aufweisen, an welchem regelmäßig abparkende Autos dazu führen, dass ein Fahrer der geradeaus möchte, in die rechte der Linksabbiegespuren ausweichen muss. Sehr schön für den der sich gerade in dieser Spur befindet, wenn er geschnitten wird.

    Da fällt mir ein, wurde dies nicht schon einmal bei unserm „Sags-uns-einfach“-Meckerkasten schon einmal angefragt?

    #90195

    @Gork vom Ork,
    grobes Mißverständnis deinerseits.
    Wenn ich geschrieben habe : “Zwei Linksabbiegespuren auf eine Spur geht garnicht…”
    ..dann meine ich den Zustand nach Reduzierung der Fahrspuren auf der Merseburger Straße auf nur eine Spur und da wirst du mir ja wohl Recht geben!!!

    #90210

    @Kenno: ich gebe dir uneingeschränkt Recht. Nach nochmaligen Durchlesen deiner vorangegangenen Bemerkungen war ich fälschlicherweise der Annahme, dass du das Linksabbiegen auf den aktuellen Zeitpunkt bezogen hattest.

    Falls die Merseburger tatsächlich einspurig werden würde, müssten doch einige Kreuzungen vollständig umgebaut werden. Siehe auch Linksabbiegen aus der Europachausee auf die Merseburger Richtung Süden.

    Was ich seitens der Stadt sinfrei finde, sich nicht an der Beseitigung eines Nadelöhrs (Rosengartenbrücken) zu beteiligen sondern vollständig auf den separat geführten Straßenbahnverkehr Richtung Merseburg zu setzten, obwohl bereits ab der Damaschkestraße kaum noch einer in der Linie 5 sitzt. Wie wäre es z.B. an der Stelle mit einer kurzen einspurigen Straßenbahnführung, ähnlich Brandbergweg oder Mühlweg?? Soviele Straßenbahnen fahren dort auch nicht.

    #90213

    Wenn man auf das Angebot der DB zur Finanzbeteiligung für eine Brückenverbreiterung am Rosengarten analog der schon in den 70èr Jahren von der EVH vorgenommenen Breite für die parallele Rohrbrücke für die Fernwärmerohrleitung der Trasse 63 nicht eingeht, dann verbaut man sich auch die von den Bürgern geforderte Linksabbiegung aus der Kasseler Straße in die Merseburger Straße!!

    #90321

    Ich habe den Passus der Ummarkirung schon dort angesprochen, bisher aber lediglich einen Bearbeitungsvermerk erhalten…

    Und ich kann Kenno nur zustimmen, wenn die Stadt da blauäugig Chancen vergibt, selbst wenn dort in zehn Jahren mal vierspurig Rag gefahren würde…

    #91189

    Merseburger Straße: ADFC begrüßt angedachte Einspurigkeit

    „Denn derzeit entspreche kein einziger Radweg in der Merseburger Str. den Anforderungen der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen. Zwei Meter plus Abstandsflächen sollten es sein, Teilstrecken sind derzeit aber nur 1 m und weniger breit.“

    Ich fordere von der Stadtverwaltung, den parasitären Straßen-Raumverbrauch zulasten der Sicherheit von Radfahrern zu beenden und die einspurige Verkehrsführung umzusetzen.

    #91190

    Anonym

    „Ich fordere von der Stadtverwaltung, den parasitären Straßen-Raumverbrauch zulasten der Sicherheit von Radfahrern zu beenden und die einspurige Verkehrsführung umzusetzen.“

    @sfk
    Dein Vokabular könnte aus den dreißiger Jahren stammen.
    Die einspurige Verkehrsführung ist zu entsprechender Zeit eigentlich ganz einfach umzusetzen. Man braucht nur die Linie in der FB-Mitte entfernen.

    #91193

    Der war gut… und wünschen wir sfk, daß sie dort nie auf die Gusche fällt und einen Rettungswagen braucht, der hat nämlich bei Einspurigkeit seine Probleme…

    #91196

    Man braucht nur die Linie in der FB-Mitte entfernen.

    Es ist lustig, dass du das schreibst, Bollwerk, denn genau sowas ähnliches hat jemand schon am 5. Februar bei Sags uns einfach vorgeschlagen.

    Und um gleich mal die „Notarzt-Keule“ zu entkräften, die Schulze hier gleich wieder rausholt: Konkret steht da in dem von mir verlinkten Vorschlag:

    D. h. der Straßenquerschnitt kann prinzipiell gleich bleiben, mit einer breiten KFZ-Spur, ähnlich wie in der Heideallee (dann ist immernoch genügend Platz für Notfälle oder falls es Hindernisse gibt) und einer ausreichend breiten Fahrradspur

    Überdies gehe ich aber davon aus, dass sowieso ein gepflastertes Gleisbett geplant wird wie in der LuWu oder der Delitzscher Straße, da können auch Rettungsfahrzeuge drauf langfahren ohne dass ein Radfahrer ihnen den Weg versperrt.

    Also macht euch mal nicht ins Hemd, nur weil einer „einspurig“ gesagt hat.

    #91217

    Schulze, man könnte meinen, du lebst nicht in Halle. Wenn du deine Augen öffnest, dann siehst du doch in Reilstraße, Delitzscher Straße oder Ludwig-Wucherer-Straße klar und deutlich, wie man ein Gleibsbett führen kann, so dass es auch noch von PKWs in Notfällen oder bei Verkehrsstörungen befahren kann.

    Und nochmal: Die Zweispurigkeit bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile, weil sich ungehobelte Autofahrer gegenseitig behindern.

    Statt vielspuriger Straßen sollte eine Abnahme des Autoverkehrs im städtischen Bereich forciert werden.

    Schließlich planen wir die Straßen von morgen und nicht vorgestern und da ist von einer Abnahme des Autoverkehrs auszugehen, weil es in Zukunft so teuer wird, dass sich für viele gar nicht mehr die Frage stellt, ob sie Auto fahren oder nicht.

    #91218

    @schulze dass du ein Autoverfechter bist wissen wir. Willst du hier wieder ein von der Tätärätä (DDR) geschaffenes Monstrum verteidigen? Wahrscheinlich, so wie immer bei Dir.

    Bei den hier vorgelegten Planungen geht es um die Zeit NACH der Fertigstellung der Osttangente, also nicht um die aktuelle Verkehrssituation. Wahrscheinlich wird es auf die Lösung wie am Südstadtring hinauslaufen: eine breite Fahrspur und ein breiter Radweg. Im Notfall (Staufall) könnten Rettungskräfte dann über den Radweg fahren. Leider sind Leute mit eingeschränktem Blickfeld nicht in der Lage, soweit zu denken.

    #91223

    Anonym

    @eseppelt
    und was nützt die osttangente??? wer will schon vom süden nach büschdorf oder aufn dautsch? die R.-E.-Weise-Straße ist schon jetzt mit dem verkehr der b6 überlastet, kapazitäten für den verkehr vom süden gibts da eigentlich nicht mehr. überall wird die b91 2spurig ausgebaut, nur an der stadtgrenze halle ist dann damit schluss – toller plan!
    immer diese schnellschüsse der stadtverwaltung. bekommen kein projekt auf die reihe und planen immer fleißig neue.

    #91224

    Anonym

    Irgendwann mal soll die Osttangente bis zur B100 reichen. Erst dann kann wirklich ernsthaft über die Einspurigkeit der Merseburger nachgedacht werden. Denkbar wäre es auf jeden Fall.

    #91237

    Wenn das mal so sein sollte(!), könnte man ggf. drüber nachdenken.

    Und enrico, nicht immer von sich auf andere schließen. Dein verkürztes Weltbild ist ja inzwischen sattsam bekannt. Werd mal erstmal älter, und lebenserfahrener…

    #91244

    Selbst als Radfahrer find ich die einspurige Merseburger unsinnig. Zwei Meter breiten Radweg brauch ich auch nur in Extrem-Situationen. Wichtiger wäre es die Radwege in Stand zu halten, gerade in der Merseburger und am Böllberger Weg sprengen Baumwurzeln immer wieder den Asphalt, so dass man auf die Straße ausweichen muss.

    Und als Radfahrer ist es mir wichtiger den Radweg durchgängig bis Merseburg ordentlich befahrbar zu machen, gerade um Schkopau ist er immer wieder zugewuchert und durch Baustellen eingeschränkt gewesen. Was nutzt es mir die halbe Strecke einen Deluxe-Radweg nutzen zu können, wenn die andere Hälfte völlig verwildert ist.

    #91250

    recht hast du, das ist dann dort aber Sache des Saalekreises …

    #91252

    Des wegen brauchen wir Bundesradwege und Radautobahnen.

    #91257

    Anonym

    Radautobahnen gibts erst bei 30 tsd Rädern pro Tag

    #91276

    @Schulze: An sich hast du recht, aber Radwegkonzepte erarbeitet man ja mit den Nachbarn zusammen. Klar baut die Stadt Halle bspw. keinen Radweg durch den Saalkreis parallel zur B100, aber die halleschen Bürger gucken am Ende in die Röhre, weil sie Richtung Landsberg/Brehna/Bitterfeld umständlichste Routen fahren müssen.

    In meinen Augen sollte der ADFC sich zunächst für ein flächendeckendes Netz einsetzen und nicht die punktuell bereits vorhanden Radwege verschönern.

    #91388

    Im Gegensatz zu Kraftfahrzeugen, die fast alle 50km/h zustande bringen, ist das Leistungsniveau im Radverkehr sehr divergent. Neben besser trainierten Fahrern kommen inzwischen auch Pedelecs hinzu, beide fahren durchaus 25km/h, andere eher 15. Fahrradstreifen bzw. -wege sollten deswegen so breit sein, dass man gefahrlos überholen kann.

    #91392

    Ich finde die ganze Diskussion des Schaffens von Radwegen im Bereich der Stadt Halle mehr als inkonsequent.

    Auf der einen Seite werden bei Neubaumaßnahmen Radwege auf Kosten des Rückbaus von Fahrspuren geschaffen (in Bereichen, wo das Verkehrsaufkommen dies auch zulässt, sollte das auch kein Problem darstellen), auf der anderen Seite werden durch die Stadt neu (per roter Fahrbahnmarkierung) geschaffenen Radwege nach einigen Jahren wieder zurückgebaut (siehe z.B. Bernburger Straße). Zumal in Halle die Radwegbenutzungspflicht nicht mehr besteht. Das soll nun einer wieder verstehen.

    Ich selbst kann mir den zukünftigen Entlastungseffekt der Europachaussee bis jetzt nicht vorstellen.

    Denn sind wir ehrlich, allein auf den LKW-Verkehr bezogen ist festzustellen, dass viele Speditionen durch Halle fahren, um von Süden (A9/A38) Richtung Norden zur A14 jede Möglichkeit suchen, Mautkosten einzusparen.

    Und mit dem Fahrrad von Süden bis zum Norden zu fahren (bzw. umgekehrt), ist im Bereich des Riebeckplatzes schon dermaßen umständlich, dass man teilweise gezwungen ist, einige Verkehrsregelverstöße zu begehen (wenn man über die untere Ebene fährt, wer will schon oben fahren?).

    #91396

    Radstreifen, nicht Radwege.

    Der Rad-/Fußweg in der Bernburger stadteinwärts war ein Fehler; zu schmal, die Radfahrer tendenziell recht schnell, weil abschüssig.

    Gegen Mautvermeider gibt es Möglichkeiten, Halle muss solchen Durchgangsverkehr nicht dulden.

    Die Bausünden der Vergangenheit (Riebeckplatz) als Argument für neue heranzuziehen, erscheint mir nicht sonderlich sinnvoll.

    #91399

    @geraldo

    Ganzheitlichkeit und Planlosigkeit der Stadt:

    Genau deswegen habe ich die Bausünde Riebeckplatz und Bernburger Straße u.a. als Beispiele angeführt.

    Im Übrigem: mit welcher Rechtsgrundlage möchte die Stadt Halle den Durchgangsverkehr > 7,5 t denn vermeiden? Das sollten dann bitte auch stichhaltige sein. Ich hoffe nur, dass seitens des Bundes die anliegenden Bundesstraßen um Halle in die Planung zusätzlicher mautfähiger Bundesstraßen aufgenommen werden. Dann sollte sich die „Mautprellerei“ dann hoffentlich erledigt haben. Nichts ist schlimmer, als im Stau neben einem LKW zu stehen.

    #91400

    Anonym

    @gorkvomork
    volle zustimmung. die aktion in der bernburger straße verstehe ich auch nicht. stadtauswärts gibts nen radweg, stadteinwärts darf man auf die straße – insbesondere nachts ein wahres vergnügen. zudem denke ich auch, dass viele maut-schmarotzer die fertige osttangente dankbar annehmen um von buna/leuna zur a14 bei peißen oder a9 bei landsberg zu gelangen.

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