Startseite Foren Halle (Saale) Steinschüttung am Saaleufer

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  • #408376

    Man darf sich schon mal freuen. Ich tippe auf: Steine kommen weg, leider muss aber niemand persönlich haften.

    Wer hat eigentlich den Auftrag unterschrieben?

    Was hat eigentlich die untere Naturschutzbehörde gesagt?

    Der Stadtrat kann ja dafür haften, die Müller könnte vielleicht ihr Zebra verpfänden.

    #408379

    Da der Ökoverein aber generell wenig Ahnung und offensichtlich keinen Zugang zu Akten etc. hat,

    Das gehört zum Alltagsgeschäft jedes Anwalts, diesen Zugang als erstes herzustellen.

    #408380

    Bitte mal hier nachlesen:
    Seit Inkrafttreten
    der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) im Jahr 2000
    erhalten ökologische Gesichtspunkte bei allen Aus- und Neubaumaßnahmen an Bundeswasserstraßen zunehmend einen größeren
    Stellenwert. Auch im Rahmen der Unterhaltung sind technische und
    ökologische Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen. Dementsprechend sind verstärkt technisch-biologische Ufersicherungen als
    ökologisch verträglichere Alternative zur klassischen Steinschüttung
    anzuwenden. Für deren Einsatz an Wasserstraßen gibt es bisher
    allerdings nur sehr wenig Erfahrungen und keine Regelwerke. Aus
    diesem Grund werden seit einigen Jahren Untersuchungen zur hydraulischen Belastbarkeit technisch-biologischer Ufersicherungen
    unter Berücksichtigung der Schifffahrt und gleichzeitig zum ökologischen Potenzial dieser Bauweisen mit dem Ziel durchgeführt,
    Anwendungsempfehlungen und Bemessungsgrundlagen für deren
    Einsatz an Bundeswasserstraßen zu erarbeiten.
    Erfahrungen mit pflanzlichen Ufersicherungen liegen bisher überwiegend nur für kleinere Fließgewässer vor. Im Bereich der WSV
    existieren zwar bereits lokal einzelne, in der Regel kurze Versuchsstrecken mit pflanzlichen Ufersicherungskomponenten, die
    probeweise eingebaut und beobachtet wurden. Jedoch wurden die
    in diesen Strecken gesammelten Erfahrungen bisher nicht gebündelt und zentral ausgewertet. Systematische Untersuchungen zur
    hydraulischen Belastbarkeit von alternativen Ufersicherungen unter
    Schifffahrtsbelastung wurden bislang nicht durchgeführt. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Bundesanstalt
    für Wasserbau (BAW) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde
    (BfG) wird erstmals die Anwendbarkeit technisch-biologischer Ufersicherungen an Wasserstraßen unter technischen, ökologischen und
    naturschutzfachlichen Gesichtspunkten untersucht.
    Rhein, rechtes Ufer, km 441,000 – km 441,110
    (Röhrichtgabionen, Steinmatratzen)
    Rhein, rechtes Ufer, km 440,820 – km 440,95

    #408381

    Das gehört zum Alltagsgeschäft jedes Anwalts, diesen Zugang als erstes herzustellen.

    Da man es noch versucht, gilt dann wohl meine Aussage. Ich meine mich zu erinnern, da es Instandsetzungsarbeiten sind wäre eine Umweltverträglichkeitsprüfung auch nicht nötig.

    #408382

    Die Stadt gehört uns – nicht wenigen Deppen.

    Nur weil die Stadträte das Vorhaben durchgewunken haben, sind es nicht unbedingt Deppen!

    Nur lesefaul…

    Korrekt! Vor allem bei solch „langweiligen“ Thema mit Fördergeld. Einem geschenkten Gaul….

    Die Verwaltung arbeitet das Thema einfach ab und fertig.

    Ein Verfahren von BUND wird nichts bringen! Alles korrekt, vom Beschluss bis zur Ausführung. Wenn der Richter nicht gerade ein Wassergrundsütck hat, bleibt es wie es jetzt ist. Sollen jetzt Bagger die Steine wieder weg baggern? Und die Stadt zahlt zusätzlich die Fördermittel zurück. Ganz großes Kino.

    #408387

    Erstmal wird altes Liedgut umgedichtet:

    An der Saale zugeschütteten Strande
    Stehen Burgen stolz und kühn…

    #408388

    Das holpert noch zu sehr, ein klein wenig verbessert wäre so

    An der Saale steingem Strande
    stehen Burgen stolz und kühn…

    Und nach Eichendorff:

    Da steht ein Burg überm Tale
    uns schaut in den Strom hinein
    das ist die steinige Saale
    so wie der Giebichenstein.

    #408390

    Heine war schon immer besser als Eichendorff:

    Viel Steine,
    Einsicht keine,

    (Heinrich Heine)

    #408393

    Im der alten Dichtkunst ist Wolli ein Experte, aber die Heinriche sind ihm suspekt. 🙂

    #408395

    Heine war nicht besser sondern anders, ein Spötter, der liegt dir natürlich mahr.
    „Viele Steine – Einsicht keine“ ist typisch Heine, gut getroffen heinewu.

    #408397

    Schon früher wurden an das Ufer im Amselgrund Steine geschüttet,davon muss es doch Fotos geben, wer kann sie beschaffen?
    l
    Wird wird das Fussufer an vergleichbaren Flüssen und vergleichbaren Städten aktuell befestigt,z.B. am Neckar, am Maim, an der Mosel? Wer kann dazu aktuelle Fotos senden?

    #408399

    Schon früher wurden an das Ufer im Amselgrund

    Man erkennt die schmale Steinschüttung.
    http://m.halle.de/images/de/Kultur/Stadtgeschichte/Historische-Orte/amselgrund_blick_von_giebichenstein-xLarge.jpg

    #408401

    Das scheinen mir die Ausläufer des Porphyrfelsens zu sein. Im weiteren Verlauf hat die Saale auf dem Bild keine Steinschüttung.

    #408403

    Dann lass dir mal von Wolli das Foto der badenden Kinder zeigen.

    #408404

    Ich bezweifele, dass die alte Steinschüttung überhaupt mit dem Hochwasser 2013 überhaupt Schaden genommen hat.

    #408418

    Nutrias mögen diese Steine sicher nicht.
    Also, die Peisnitz ist groß…

    #408422

    Hier sieht man deutlich, wie schon Wurzeln freigespült wurden.
    https://bilderupload.org/bild/e8de98580-saale2

    #408423

    Und hier sieht man, wie weit die Uferböschung schon abgetragen wurde:
    https://bilderupload.org/bild/bff699393-saale1
    Sieht man auf dem saale-2-Bild noch besser

    #408430

    @farbspektrum,
    die Baumwurzeln dienen aber auch der Ufersicherung.

    #408431

    Dann schau dir mal die Wilde Saale an.

    #408432

    Willst Du da auch Steine?

    Was Befestigungen durch Baumwurzeln betrifft: funktioniert. Lies einfach mal den Text von Kenno durch.

    #408434

    Die Zweifel von Kenno sind voll berechtigt. Die Stadtverwaltung behauptet aber, dass sie die Schäden dokumentiert haben und nur eine Schadensbeseitigung stattgefunden hat. Da müssten am Ufer im Amselgrund überall Schäden gewesen sein.
    Das viele Flutgeld hat offenbar nach Schäden geschrien.

    #408435

    Da müssten am Ufer im Amselgrund überall Schäden gewesen sein.

    Foto saale-1 stammt vom Amselgrund, Foto saale-2 ist gegenüber.
    Das ist der Baum an der Mündung der wilden Saale:
    https://bmg-images.imgix.net/2021/4/5/654423de-70bd-44a7-8646-7ec969d82a4f.jpeg
    Tatsächlich, die Wurzeln sichern das Ufer. Nur das Ufer hat den Baum nicht gesichert. Man stelle sich vor, dieser Baum hätte sich 2013 in der Giebichensteinbrücke verkeilt.

    #408436

    ich würde sagen, auf die eingebrachten Schottersteine der Größe CP 90-250 mm Schotterrasen ansähen und gut ist es.

    #408439

    Also einfach warten, bis Gras über den versenkten Schotter gewachsen ist.

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