Dieses Thema enthält 302 Antworten und 22 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  farbspektrum vor 3 Jahre.

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  • #162893

    Anonym

    Meines Wissens sind die Reparationszahlungen wirklich abschließend geregelt. Nicht geregelt ist aber die Rückzahlung des Zwangskredites, den der deutsche Stadt für seine Kriegskosten nach der Besetzung von Griechenland erpresst hat. Hier macht es sich die deutsche Regierung einfach und behauptet, dieser würde unter die Regelung der Reparationen fallen. Da es aber eine Kredit gewesen ist (und kein einfacher Raub) steht diese Behauptungen auf (hoffentlich) sehr tönernen Füßen.

    #162895

    Hier näheres zum sog. „Zwangskredit“
    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/griechenland-deutschland-zwangskredite-zweiter-weltkrieg-reparationen/

    Entscheidend ist u.a. dass dieser zinslos gewährt wurde und wohl im Einklag mit dem damals geltenden Kriegsvölkerrecht stand.
    Sollte letzteres nicht der Fall sein, bleibt immer noch der fehlende Zins, dann müsste Deutschland bei 476 Mio Reichsmark, nach Währungsreform 47,6 Mio DM in Euro 24,34 Mio Euro zurück zahlen.
    Dies Ganze unter dem Vorbehalt dass die Forderungen überhaupt Rechtes sind.
    Griechenland kann ja klagen und in 7-10 Jahren gibt es eine Entscheidung.

    Aber die EU hat sich angeblich mit Griechenland geeinigt
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-offenbar-einigung-bei-krisengipfel-in-bruessel-a-1043334.html

    Nun fließen die Milliarden und Deutschland muß für den „Moussaka-Sozialismus“ weiter zahlen.

    #162896

    Dass die Entschädigungen abschließend geregelt seien, wird immer wieder gerne herbeigebetet, Wissenschaftler sehen das jedoch anders.

    http://www.presseportal.de/pm/110520/2970496

    #162898

    Anonym

    @heiwu,

    danke,

    Ich errinnere mich nun auch ganz schwach wieder, dass der 2+4 Vertrag offiziell nicht Friedensvertrag heißen durfte (Forderung der Bundesregierung), da dann ja wohl die alten, berechtigten Forderungen auf den Tisch kämen?

    #162900

    Na sags ichs doch der Marshall Plan kommt auch noch als „Argument“. Wer Willens ist nachzuschauen entdeckt das dieser einen Bruchteil dessen ausgemacht hat was Griechenland schon bekommen hat. (und natürlich Deutschland trotzdem sehr geholfen hat!)

    Spannend ist natürlich das die Balten Vasallen von Deutschland seien. (eventuell gleich noch die Skandinavier, Holländer und ganz vergessen die Osteuropäer gleich mit in den Topf?) Wieder was gelernt … in Bezug auf den Zustand eines einzelnen Foren-Mitglieds.

    @fractus

    Was ist denn nun mit „nichts angekommen bei den Griechen“ und „90%“? Wird Dir langsam klar das von den 75% für die Banken direkt 33% für die griechischen Banken ausgegeben worden sind damit die Spareinlagen der Griechen nicht platzen? (Thema Haircut Zypern) Aktuell sind es wieder 25Mrd. welche wieder neu für die griechischen Banken benötigt werden.

    Oder reicht es Dir aus andere Troll zu nennen wenn Du kein Argument mehr hast ? Gab es denn am Wochenende keine neue Comedian-Sendung als Argumentations-Lieferant ?

    In jedem Fall folgt der Deal der gerade bekannt gegeben wird dem finnischen Vorbild. Diese hatten beim 2. Rettungsprogramm nur gegen eine gesonderte Absicherung zugestimmt. Und hoffentlich platzt er auch wirklich wenn eine Seite sich nicht an Zusagen hält.

    Welchen Spagat jetzt die griechische Regierung macht ist wirklich spannend. Welchen Willen gibt es denn in Griechenland eine Mentalität zu ändern ?

    #162902

    Sind eigentlich alle Reparationsforderungen aus der Schlacht im Teutoburger Wald bezahlt?
    *SCNR*

    #162905

    Schäuble wird wohl in die Tischkante gebissen haben,
    das plattmachen Griechenlands ist gescheitert.
    Die schwarze Null kann ja weiter mit Statement das Land verbal niedermachen, es wird ihm nichts nützen.
    Dafür hat er jetzt schriftlich, das er keine Ahnung hat. 😉

    #162907

    @nachrichtenticker: Morgenthauplan habe ich gesagt. Mußt schon genau gucken.

    #162908

    Tsipras „Die Lasten für das griechische Volk würden künftig gerechter verteilt.“

    Heißt auf deutsch, wir dürfen weiter bis in alle Ewigkeit zahlen.
    Mal sehen wie das „Hilfspaket“ aussieht und wie sich der Bundestag dazu positioniert oder besser gesagt, heraus redet.

    Schade das sich die AfD selbst zerstört hat.

    #162909

    Tsipras „Die Lasten für das griechische Volk würden künftig gerechter verteilt.“
    Heißt auf deutsch, wir dürfen weiter bis in alle Ewigkeit zahlen. Mal sehen wie das „Hilfspaket“ aussieht und wie sich der Bundestag dazu positioniert oder besser gesagt, heraus redet.
    Schade das sich die AfD selbst zerstört hat.

    Edit: Schade, dass in Deutschland darüber keine Volksabstimung gibt.

    #162910

    Nein, die Griechen nehmen einfach Deine Logik zu den angeblich nicht berechtigten Reparationsforderungen an, und wenden sie auf ihre angebliche Schuldenlast an.
    Viele südeuropäische Staaten werden dann das selbe tun. Da Schäuble-Deutschland sich in Europa wegen seiner starren Haltung nicht gerade beliebt gemacht hat, wäre ich gespannt: da ist noch was drin.

    #162917

    Bei all dem Rätselraten, wie Griechenland einmal seine Schulden tilgen oder den Grexit bewerkstelligen könnte, würde sich ein Blick in die Geschichtsbücher lohnen. Vor allem in Bänden zur bayerischen Geschichte könnten Wolfgang Schäuble und Co. dazu interessante Details lernen.So ließe sich in Brüssel zur Kenntnis nehmen, dass die Griechen – kaum hatten sie ihren Nationalstaat errichtet – bereits deutlich über ihre Verhältnisse lebten, die internationale Gemeinschaft um Kredite angingen und sich anschließend weigerten, die Schulden zu begleichen.

    Bayern lieh dem Staat Griechenland einst viel Geld, einmal 1,8Mio Gulden, einmal 2Mio Gulden, welches die Griechen zwar dankbar annahmen, jedoch niemals vollständig zurückzahlten.
    Es waren 1849 1.233.333 Gulden Restschuld und die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Zinsen von 296.000 Gulden. Vertraglich vereinbart waren 4% Zinsen, als die Griechen die Zahlung stoppten.

    Gemäß der normalen Zinseszinsfomel wären das bis heute 1.028.102.423 Gulden.

    Kann man irgendwie ein Wertverhältnis vom damaligen bayrischen Gulden auf den heutigen Euro bilden? Versuchen wir es einfach übers Material.
    Die Gulden des Münchner Münzvertrags 1837–1856 hatten ein Feingewicht von 9,545g Gold je Gulden.
    Wenn ich mich auf diesen Goldgehalt beziehe, könnte man den heutigen Goldpreis ja als Grundlage für die Wertberechnung nehmen.

    1g Gold kostet aktuell rund 34€. Mit Schwankungen. Rechnen wir einfach mal mit 35€, auch wenn der jetzt gerade etwas drunter liegt.
    1.028.102.423 Gulden wären 9.813.237.627 g Gold.
    Das macht dann nach Adam Riese rund rund 333,5 Milliarden Euro.

    Ich wäre dafür, diese Note als Antwort auf etwaige Reparationsforderungen an Athen zu übermitteln. König Horst (Seehofer) von Bayern und Kaiser Wolfgang (Schäuble), das wär doch die Steilvorlage…

    Hans-Dietrich Genscher bekannte auch freimütig, man habe Griechenland 1980 in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft – wie sie damals noch hieß – aufgenommen, um die „historische Aufgabe“ der „Einheit unseres Kontinents“ zu lösen. Zugleich musste er bekennen, dass es „nicht immer leicht ist, die Probleme und Wege der griechischen Innenpolitik zu verstehen“.

    In Diesem Sinne, Griechenland, Geld und Zahlungsmoral ist seit der Gründung der ersten Hellenischen Republik 1828 und seiner Entlassung aus der Herrschaft des Osmanischen Reiches ein unendliches Thema.

    #162918

    Aber gut, man hat sich ja nun geeinigt….wollen wir wetten, daß das Thema Athen bald wieder obsolet wird?

    #162920

    @knetterwilly: der erste griechische König war damals übrigens ein Bayer (!). Seine Nachfolger stammten aus Glücksburg (Oldenburg).

    Ob Schäuble sich nun auch zum griechischen Fremdherrscher aufschwingen will?

    #162928

    Im Windschatten des Griechenland-KPAX
    http://www.rottmeyer.de/jetzt-fallen-alle-masken/

    #162961

    Stefan Wege schrieb unter vielem Anderen:

    „..(die mit den Oligarchen) schuld ist. Auch das ist sicher. Aber diese wurden jahrzehntelang vom Volk gewählt und geduldig ertragen.“

    seit wann werden Oligarchen gewählt?
    Kann ich auch für das Amt des Oligarchen kandidieren?

    #162962

    als Gutsbesitzer bist Du doch das schon längst…. 😉

    #162966
    #162967

    Tsipras „Die Lasten für das griechische Volk würden künftig gerechter verteilt.“
    Heißt auf deutsch, wir dürfen weiter bis in alle Ewigkeit zahlen. Mal sehen wie das „Hilfspaket“ aussieht und wie sich der Bundestag dazu positioniert oder besser gesagt, heraus redet.
    Schade das sich die AfD selbst zerstört hat.

    Bisher zahlen nur die Griechen, Zinsen ohne Ende. Und das das so bleibt, dafür wird Schäuble schon sorgen.
    Eine Kuh, die man melken kann, schlachtet man nicht.

    #162975

    jetzt kommen gleich die Chemicaltrails, Reichsflugscheibe, jüdische Weltverschwörung und die Freimaurerei.
    Griechenland ist längst Sklave der Banken.

    Das Tsipras, als neuer Liebling der deutschen Linken bei sich zu Hause mit einer rechtsextremen Partei regiert, scheint seine hiesigen Bewunderer nicht zu stören.

    Und redhall, ich war schon immer für einen Schuldenschnitt verbunden mit dem Grexit…

    #162979

    ich hatte die Bilderberger vergessen

    #162986

    … und niemand war auf dem Mond (-;

    #162994

    Ach so meinst du das. Dann wählen wir hier auch nicht mehr die, die mit dem Finanzkapital kungeln ? Nur zu !

    #162995

    Wie Deutsche den einfachen Griechen und nicht den griechischen Banken helfen:
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/150709-quer-griechenland-102.html

    #163003

    Wie Deutsche den einfachen Griechen und nicht den griechischen Banken helfen: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/150709-quer-griechenland-102.html

    Es wäre ehrlicher gewesen die Banken kolabieren zu lassen bloß wären dann anschließend die Griechen glücklich gewesen wenn sie so wie heute „nur“ max 50 €/Tag vom Konto abheben zu können weil nämlich die Spareinlagen weg gewesen wären.
    Anschließend hätten sie wählen und abstimmen können wen und wie sie wollen, es hätte nichts gebracht.
    Doch dann wären es die europäischen Linken gewesen die kritisiert hätten, dass die EU, EZB und sonst wer nichts unternommen hat, die Spareinlagen der Griechen zu retten.
    Wie ich schon schrieb, die meisten Linken sind grundsätzlich unfähig in wirtschaftlichen Zusammenhängen zu denken.

    Die jetzige Position der Linkspartei wird ihnen „noch schwer auf die Füße fallen“ weil auch deren Wähler mehrheitlich der Meinung sind, kein neues Geld nach Griechenland zu pumpen.

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