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  • #392373

    Reden von Einheitlichkeit und dann sind 2 Schreibweisen erlaubt…..oor, nee

    ’s macht keen Schbaß mehr ofde.

    Am besten mr schreim so, wie mir hier schbrechen, das macht Laune, sorcht for Schbaß un alle genn se uns emah im Mondschein bejejnen, dämliche Bagasche allemittenander…..
    Ausnahm beschdädjen de Rejel. Un das sinn mir Schbeckelatzjen, mir drozzen allm!! Am besten mah alle mittenander dreffen, mah richtch lachen…1,5 m Abschtand… Farwi e Farbdobb schengken, Hei-wi e Glas Rodwein, mir enne Jose, Wolli- ich weeß nich was und die andern, das, wasse wolln….Was meentern, wie se alle neidsch sinn off uns, weilses selwer nich genn… Nuh habter was zum Bequaddern!

    #392376

    Elfriede
    (217.86.69.63)

    Reden von Einheitlichkeit und dann sind 2 Schreibweisen erlaubt…..oor, nee

    Man sollte im Leben schon mit Ambivalenzen klar kommen.

    #392385

    Der Jugend ist Rechtschreibung sowieso wurscht.

    #392806

    Zum Thema Sprachkultur ein sehr lesenwerter Artikel aus dem Freitag über die Veröffentlichung von Pipi Langstrumpf in der DDR anfang der 70er Jahre. Letzteres erschien nur sehr stark gekürzt, aus den politischen Gründen der rassistischen Sprachkultur von in Pipi Langstrumpf. Eine Debatte, die dann in der BRD mehr als 30 Jahre länger brauchte.

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/1975-koenig-der-takatuken

    #392807

    Wurde in der DDR eigentlich auch Martin Luther Kings „I havè a dream“-Rede nur sprachlich korrigiert gedruckt? Da ist ja ständig von negroes die Rede.

    #392808

    Im Artikel stand etwas zum Kontext der Begriffe, es ging definitiv nicht nur um das Wort, sondern den Gebrauch in seinem Zusammenhang. Aber sei unbesorgt. Ich habe im Kindergarten fleißig Karten für die Freiheit von Angela Davis geschickt.

    #392809

    über die Veröffentlichung von Pipi Langstrumpf in der DDR anfang der 70er Jahre. Letzteres erschien nur sehr stark gekürzt, aus den politischen Gründen der rassistischen Sprachkultur von in Pipi Langstrumpf. Eine Debatte, die dann in der BRD mehr als 30 Jahre länger brauchte.

    Da werden wohl eher andere Gründe eine Rolle gespielt gaben:

    So durfte beispielsweise die Geschichte der, laut DDR-Regierung, viel zu anarchistischen Pippi Langstrumpf zwar gelesen, lange Zeit aber nicht gedruckt werden. Als es endlich eine Druckgenehmigung für das Buch gab, kam es nur mit vielen Auslassungen und in geringer Stückzahl auf den Markt.
    (Mareike Gries: Verbotene Lektüre, Deutschlandfunk Kultur, 27.09.2007)

    Pipi legt sich anarchistisch mit Obrigkeiten an – seien es nun Lehrerinnen, Polizisten oder amtlich bestellte „Fürsorgerinnen“. Derweil kehrt „Timo und sein Trupp“ nachts die Straßen und macht sich nützlich im sozialistischen Sinne.

    #392811

    @heiwu
    Das ist die propagandahafte holzschnittartige Klischee – Argumentation. Pöse DDR-Diktatur.

    Die reale Veröffentlichungsgeschichte liest sich dann wohl doch etwas anders, als es in den westlichen Propangandamärchen auf DlF Kultur zu hören ist. Dafür der Artikel. Interessant auch die Position von Frau Lindgren in der Veröffentlichungsgeschichte.

    #392812

    Wer Pippi Langstrumpf nicht kennt, hat nichts verpasst. Ich hatte nie Sehnsucht nach ihrer versponnenen, irrealen Welt. Vielleicht ist Pippi Langstrumpf eine Psychotherapie für in Zwängen Aufgewachsener.

    #392814

    Es ist halt so, dass man heute Kindern so lang wie möglich verborgen halten möchte, dass es früher andere Vorstellungswelten als die unsere gab, und anderswo auch heute gibt.
    „Und führe uns nicht in Versuchung“ ist das Motto.

    #392816

    Ich hatte nie Sehnsucht nach ihrer versponnenen, irrealen Welt. Vielleicht ist Pippi Langstrumpf eine Psychotherapie für in Zwängen Aufgewachsener.

    Da hast du ja eine glückliche Kindheit in der DDR gehabt, ohne Zwänge. Geblieben ist die Angst, das dich heute jemand auf die Ledercouch bittet.

    #392817

    Fractus ist sicher meiner Meinung, dass wir auch den Genitiv aus der deutschen Sprache eliminieren sollten. Der Genitiv drückt ja meistens Besitzverhältnisse aus, die wir doch eigentlich als Linke überwinden sollten. Die Vorstellung, dass irgendetwas oder sogar irgendwer jemandem gehören könnte, wird durch die Sprache ja geradezu in die Köpfe hineingehämmert. Die Befreiung der Gesellschaft vor unterdrückenden Besitzverhältnissen kann nur durch die radikale Ausmerzung von dem Genitiv geschehen.

    #392818

    Vorsicht Hei-Wu, ich bin in einer totalitären, germanistisch geprägten Familie aufgewachsen. Da gab es nicht nur Sprachterror, sondern auch noch den Kulturterror, inkl. Theaterbesuchen etc., mit dazu. Hab sogar versucht, meine Kinder (Achtung Genitiv) ebenso zu terrorisieren.

    Da kann es schon vorkommen, dass man bei bestimmten Angeboten der kulturellen Massenware empfindlich wird. Wer gute Indianer-Bücher in der DDR gelesen hat, wird mit Karl May nicht viel anfangen können.

    Bei Frau Lindgren war interessant, dass sie sich zwar mit der Streichung des ‚N‘-Wortes einverstanden erklärt hatte, aber an der herablassenden, entwürdigenden und klischeebeladenen Darstellung dunkelhäutiger Menschen festgehalten hat. Unbegreiflicherweise hatten da die autoritären Zensoren des Kinderbuchverlages aus der totalitären DDR was dagegen, weswegen die Ausgabe mangels größerer Übereinkunft viel dünner als nötig ausfiel. Fürchterlich, dieser moralische Anspruch der DDR. Wie konnten dort humanistische Selbstverständlichkeiten schon mehr als 30 Jahre früher klar sein, als in der moralisch ach so überlegenen BRD.

    #392819

    Da hast du ja eine glückliche Kindheit in der DDR gehabt, ohne Zwänge.

    Yep, meine Jugend war von anderen Phantasien bestimmt. Wir haben in Gruppen zusammen gespielt. Später, der erste Mensch im Weltraum, die Mondlandung, die Beatles, Flower-Power. die Antikriegsdemos…
    Ich war auch keine Messdiener in der katholischen Kirche.
    Wie bedaure ich die heutige Jugend und ihre Phantasieleere.

    Geblieben ist die Angst, das dich heute jemand auf die Ledercouch bittet.

    Geblieben ist die Angst, dass wieder Ideologen. die wohlstandsfett eifrig auf Ledersofas diskutieren und keine Ahnung vom Leben haben, die Gesellschaft in eine Sackgasse des Stillstands führen.

    Ich gehöre zur ersten Generation, die keinen Krieg in Deutschland mehr erlebt hat.

    #392822

    Besitzverhältnisse drückt man dann eben heutzutage anders aus,
    da muss man mit der Zeit gehen….Beispiel folgt.
    Situationsschilderung: Wir sitzen in angeregter Runde beisammen,jeder hat sein Lieblingsgetrränk vor sich. Ich sehe, wie jemand Hei-wus Glas greift und weise ihn zurecht:“ Nee, das is Hei-wu sein Glas und SfK trinkt Ouzo, das da, das kleene drhinter, das is der ihr Glas!“

    #392828

    B2B

    Da muss man mit der Zeit gehen oder mit der Zeit gehen.

    #392900

    Alles hat seine Zeit. Deshalb gibt es Karl May Kinder, Pippi Kinder, Harry Potter Kinder und so weiter. Die Zeit ist vergangen und wird sich nicht mehr ändern. Lasst den Heutigen ihr Gendern und die Welt verändern und ihre Zukunft gestalten. Mich interessiert das nicht. Bei mir gibt es Mohren und Lehrer und Lehrerinnen und wenn ich zum Arzt muß ist es mir scheißegal ob Mann oder Frau. Es muß nicht mal ein Doktor sein. Die Zeit löst alle Probleme wenn es heißt :Prosit 2050

    #392954

    Zum Thema Sprachkultur ein sehr lesenwerter Artikel aus dem Freitag über die Veröffentlichung von Pipi Langstrumpf in der DDR anfang der 70er Jahre. Letzteres erschien nur sehr stark gekürzt, aus den politischen Gründen der rassistischen Sprachkultur von in Pipi Langstrumpf. Eine Debatte, die dann in der BRD mehr als 30 Jahre länger brauchte.

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/1975-koenig-der-takatuken

    Hast Du Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land eigentlich selbst gelesen, fractus?

    #393009

    War doch verboten. Was soll eigentlich an Takatuka-Land rassistisch sein?

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