Startseite Foren Halle (Saale) Das neue Bürgergeld

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  • #426085

    Klar, gegen Schwache hetzen, ist Dein Programm. Hauptsache, Du hast den Arsch warm.

    Den Arsch haben nur die Bundestagsabgeordneten warm, den kann Robert nichts befehlen!

    #426981

    Ohne meine Gedanken allgemein zu äußern, weil sie hier schon zum Ausdruck gebracht wurden, stoße ich mich an dem Begriff B ü r g e r g e l d. Also hat jeder B ü r g e r ohne einschränkende Bedingungungen ein Anrecht darauf. Jeder von uns ist eine Bürger*in. Dann muss eben ein Adjektiv davor zur Kennzeichnung.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 3 Wochen von Elfriede.
    #427042

    Elfriede, „Bürgergeld“ ist ein Lehnwort direkt aus dem Orwellschen Neusprech. Es heißt soviel wie „Geld, welches ich dem arbeitenden Bürger abgepresst habe.“ Es ist also nicht für den Bürger, sondern es kommt vom Bürger.

    #427047

    Anonym

    Elfriede, „Bürgergeld“ ist ein Lehnwort direkt aus dem Orwellschen Neusprech. Es heißt soviel wie „Geld, welches ich dem arbeitenden Bürger abgepresst habe.“ Es ist also nicht für den Bürger, sondern es kommt vom Bürger.

    Vom Bürger, für den Bürger.

    Nur es gibt auch Bürger, mit 2 gesunden Händen ohne sonstige soz. Verpflichtungen, welche nicht die Not sehen arbeiten zu gehen.
    Es gibt immer diese undifferenzierte Meinungen, 1. alle ALGII Bezieher sind faul oder 2. alle ALGII Bezieher sind die Armen und müssen um jeden Preis unterstützt werden.
    Jeder kennt die Realität und die liegt zu 90% dazwischen.
    Es gibt die behinderten, Kranken und Alleinstehenden mit Kindern, welche auf dem Arbeitsmarkt leider geringe Chancen haben und selbst im öffentlichen Dienst nicht genommen werden, weil auch dieser mittlerweile nach wirtschaftlichen Personalaspekten vorranging einstellt.
    Und es gibt jene, welche gesund und munter KU kassieren, ihre 400,-Euro bekommen und sich den ein oder anderen Euro nebenbei ohne Kenntnis des Jobcenters dazu verdienen und gut zurecht kommen.

    Die Kategorie 1 müssten maximial ein möbiliertes Zimmer von 20 qm mit fester Raumtemperatur von 21 Grad zugewiesen und bezahlt bekommen und sich täglich zu einer bestimmten Zeit physisch per elektronischer Erfassung mit Bild beim Amt melden.(sonst schicken die einen Vertreter, damit man genug Zeit für „andere Beschäftigungen“ hat).
    Für jeden nicht gemeldeten unentschuldigten Tag (Krankenschein), kein Geld! Bei wiederholten nicht nachvollziehbaren AU Schein, gehts ab zum Amtsarzt, so wie es Unternehmen auch machen.

    Das Prinzip, fördern und fordern muss weiterhin gelten!
    Ein Scoring und Monitoring mit Alter, Status und berufl. Initiativen des Betroffenen unterstützt dabei! Auch Alleinstehende Mütter können mit einer Kinderbetreuung einer Arbeit nachgehen und müssen nicht am Vormittag mit Kippe vor der Glotze sitzen.

    Alle aus der Kategorie 2 bedürfen größere und langfristigere Unterstützung und Teilhabemöglichkeiten am gesell. Leben. Aber selbst BuT hilft nicht, wenn dies nicht in Anspruch genommen wird, weil man keine Lust auf Antrag und Unterstützung hat, so lange es Geld gibt.

    #427056

    Ich kann nicht begreifen, dass Menschen einfach so in den Tag hineinleben können und ohne Arbeit, ohne eine zielgerichtete Beschäftigung glücklich und zufrieden leben können. Wenn sie wenigstens die zur Verfügung stehende Zeit nutzen würden, ihren Kindern klarzumachen, dass man nur durch Lernbereitschaft und Fleiß etwas werden kann, zunächst einen Berufsabschluss erreichen,um sich ernähren zu können. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass andere für einen sorgen.
    Ich spreche hier nur von gesunden, arbeitsfähigen Menschen.
    Was schafft es für eine Genugtuung und Freude, an etwas mitarbeiten zu können, etwas fertigzustellen, Erfolge zu sehen! Ich würde darauf nicht verzichten wollen.
    Wenn ich aber nachdenke, wer mir diese Einstellung beigebracht hat, kann ich nur sagen: Meine Eltern und Großeltern durch ihre Lebensweise. Sparen und Geldeinteilen war immer notwendig. Irgendwie „färbt das ab“ und die eigene Entwicklung in schweren Zeiten trug entscheidend dazu bei. „Umsonst“ gab es einfach nicht.

    #427061

    Es war außerhalb unserer Denkweise, ohne zu arbeiten und Geld zu verdienen,leben zu können. Dieser Bürgergeldgedanke zeigt alle Anzeichen einer im Wohlstand untergehenden Gesellschaft wie das alte Rom.

    #427070

    weitere Gedanken bei “ Wie es Elfriede sieht“

    #427071

    Ich sehe hier eher alle Anzeichen für Altersstarrsinn.

    #427089
    #427090

    nö, er hat bei rechnung nr. 1 zum beispiel seine holde „vergessen“ – ist alles ziemlich … durchsichtig

    #427091

    Ja , das stimmt, ich habe mal nachgerechnet:
    Wenn seine Frau nicht berufstätig ist und beide nach der Splittingtabelle versteuert werden, hat das Malerehepaar ca. 400 Euro/Monat mehr in der Tasche als der Maler angibt, also ca. 3000 Euro/Monat.
    Beim Bürgergeld sind es nach der Rechnung des Malers 2791 Euro, als nur 200 Euro weniger.

    (Oder ist das falsch?)

    #427162

    B2B

    Bundesrechnungshof zerpflückt Bürgergeld, wird aber keinen interessieren.
    https://zeitung.faz.net/faz/wirtschaft/2022-10-18/3f6aefd7f477e0c95811f9664b3f1c20/?GEPC=s10

    #427177

    Ich habe MdB Diaby zum Bürgergeld gefragt und er hat mir folgendes geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Kupke,

    gern antworte ich auf Ihre Mail vom 17. Oktober 2022.

    Berechnungen wie die beispielhaft ausgeführte, die das Bürgergeld mit geringen (Erwerbs-)Einkommen vergleichen, wollen häufig zeigen, dass sich Arbeit nicht mehr lohnen würde und die Regelsätze des Bürgergeldes demnach zu hoch seien. Dem will ich entschieden entgegnen.

    Zunächst halte ich nichts davon, Menschen ohne Erwerbseinkommen und solche mit niedrigem Erwerbseinkommen (hier: eine Alleinverdienerfamilie mit relativ niedrigem Einkommen – die Realität ist im Jahr 2022 vielfach eine andere) gegeneinander auszuspielen. Das polarisiert einseitig und spaltet unsere Gesellschaft. Und vor allem ist es inhaltlich ganz einfach falsch. Denn derlei Rechnungen lassen viele Faktoren außer Acht: Unterstützungsleistungen und unterstützende Regelungen für Menschen mit niedrigem Einkommen, wie etwa das Wohngeld, werden oftmals unterschlagen (immerhin schwingt das Ehegattensplitting mit). Vergessen wird auch, dass das Bürgergeld eine nachrangige Sozialleistung ist, also erst beantragt werden darf, wenn andere Sozialleistungen ausgeschöpft wurden (Arbeitslosengeld, Wohngeld, Elterngeld etc.). Die Vorstellung, einfach den Job zu kündigen und im Anschluss entspannt Bürgergeld zu beziehen, entspricht auch mit Blick auf die weiterhin bestehenden Mitwirkungspflichten nicht der Realität.

    Weiterhin unterstellt die behauptende Frage, ob sich das Arbeiten noch lohnen würden, dass Menschen bevorzugt nicht arbeiten wöllten. Wir beide wissen, dass das nicht stimmt. Im Gegenteil, Menschen wollen arbeiten. Arbeit ermöglicht nicht nur soziale Teilhabe, sondern sozialversicherungspflichte Beschäftigte können neben ihrem Einkommen Ansprüche auf Leistungen aus der Sozialversicherung, wie etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld, Kinderkrankengeld, Altersrente sowie Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrente erhalten bzw. aufbauen. Insbesondere in der Corona-Pandemie hat sich unser Sozialstaat mit dem Instrument des Kurzarbeitergeldes als sehr robust erwiesen.

    Mein Ansatz ist daher ein anderer, denn entscheidend für die Gewinnung von Arbeitskräften sind auch die Rahmenbedingungen der Arbeit: gute Löhne, Tarifverträge und betriebliche Mitbestimmung. Damit Arbeit sich lohnt, müssen die Löhne in Deutschland weiter steigen. Die Arbeitgeber:innen müssen stärker in die Verantwortung genommen und auch Elemente wie die Tarifbindung weiter gestärkt werden. Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein.

    Nette Grüße

    Karamba Diaby

    #427187

    Anonym

    Ich habe MdB Diaby zum Bürgergeld gefragt und er hat mir folgendes geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Kupke,

    gern antworte ich auf Ihre Mail vom 17. Oktober 2022.

    Weiterhin unterstellt die behauptende Frage, ob sich das Arbeiten noch lohnen würden, dass Menschen bevorzugt nicht arbeiten wöllten. Wir beide wissen, dass das nicht stimmt. Im Gegenteil, Menschen wollen arbeiten. Arbeit ermöglicht nicht nur soziale Teilhabe, sondern sozialversicherungspflichte Beschäftigte können neben ihrem Einkommen Ansprüche auf Leistungen aus der Sozialversicherung, wie etwa Krankengeld, Arbeitslosengeld, Kinderkrankengeld, Altersrente sowie Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrente erhalten bzw. aufbauen. Insbesondere in der Corona-Pandemie hat sich unser Sozialstaat mit dem Instrument des Kurzarbeitergeldes als sehr robust erwiesen.

    Mein Ansatz ist daher ein anderer, denn entscheidend für die Gewinnung von Arbeitskräften sind auch die Rahmenbedingungen der Arbeit: gute Löhne, Tarifverträge und betriebliche Mitbestimmung. Damit Arbeit sich lohnt, müssen die Löhne in Deutschland weiter steigen. Die Arbeitgeber:innen müssen stärker in die Verantwortung genommen und auch Elemente wie die Tarifbindung weiter gestärkt werden. Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein.

    Nette Grüße

    Karamba Diaby

    naja, da kenne ich reichlich Experten, welche lieber auf Arbeit verzichten, einen kleinen Job nebenbei, was ja auch Arbeit ist, organisieren und vor allem den Arbeits- und leistungsdruck nicht verspüren.

    Dieser Druck ist ja meistens des Pudels Kern, nicht das Thema Arbeit. So lange sich Arbeit im Kontext der Selbstbestimmung bewegt ist Arbeit attraktiv. Fremdbestimmte Arbeit ist eher lästig.

    #427222

    Anonym

    Tatsache ist, das Bürgergeld kann durchaus kommen wenn man die einen besser fördert ud die anderen mehr fordert.

    Arbeit ist reichlich da, auch wenn diese nicht immer schön ist.

    Fragt mal die Bauern und das Thema Erntehelfer. Man hatte es mit deutschen AK versucht, nur nach kürzester Zeit war der Schwund mit Hilfe der Ärzteschaft erheblich. Also doch wieder AK aus den Ländern, bei denen es weder ALGII oder anderes geschenktes Geld ausreichend vom Staat gibt. Zudem, es ist nicht das Geld des Staates, der es nur verwaltet und verteilt, sondern das Geld von all denen, welche einen wirtschaftlichen positiven Beitrag erbringen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber!

    #427249

    Wenn es um eine konkrete Person aus der in Sachsen-Anhalt statistisch erfassten Bevölkerung geht, wird es zu 99,98 % Wahrscheinlichkeit entweder eine OberbürgermeisterInnenmeisterin oder ein OberbürgermeisterInnenmeister. Soviel Korrektheit muss sein.

    Meiner Meinung nach wäre der Satz korrekt:
    Unabhängig vom Genderstatus kann von einer Bürger*innenmeister*in korrektes Gendern erwartet werden.

    #427258

    @Blacklist verschweigt semilistig, dass diese Erntehelfer aus anderen Ländern vor Ort unter erbärmlichen Bedingungen hausen und das Geld nach Hause schicken, wo die Lebenshaltungskosten weitaus geringer sind als in Deutschland. Nur so geht die Rechnung überhaupt auf.

    #427272

    Ich kann nicht verstehen wie man bei dem derzeitigen Arbeitskräftemangel auch für einfache Arbeiten Anreize schafft, um nicht zu arbeiten.
    Und um auf das von mir genannte Beispiel des Malers zurückzukommen, gerade bei Malern blüht die Schwarzarbeit, denn sie geschieht in den Wohnungen im Verborgenen und sie wird hervorragend bezahlt.

    #427335

    Anonym

    @Blacklist verschweigt semilistig, dass diese Erntehelfer aus anderen Ländern vor Ort unter erbärmlichen Bedingungen hausen und das Geld nach Hause schicken, wo die Lebenshaltungskosten weitaus geringer sind als in Deutschland. Nur so geht die Rechnung überhaupt auf.

    Das ist nicht vollkommen korrekt! Aber der Leidensdruck ist eben höher als beim gut Versorgtem hier. In Polen ist der Lebensstandard nicht sehr niedrig, trotzdem kommen die AK her. Der Grund, die Grundversorgung ist viel kleiner.

    Wie geschrieben, es geht nicht um die echt Bedürftigten, sondern um die, welche sich vor einfacher Arbeit gerne mal drücken.

    Übrigens ist dies eher ein Phänomen deutscher Kundschaft

    #428316

    Es wird behauptet, das Prinzip „Fördern und Fordern“ bleibt erhalten, z.B können Bezieher von Bürgergeld mit Sanktionen belegt werden bis zu 30% Geldkürzung wenn sie zu Terminen beim Jobcenter nicht erscheinen. Warumm sollen sie denn erscheinen, sie müssen sich doch nicht um Arbeit bewerben und Bewerbungen vorlegen??

    #428318

    B2B

    Warum hat die Ampel die Erhöhung von HartzIV nicht vom Rest getrennt? Alle hätten der Erhöhung ohne Diskussion zugestimmt, da sie dringend notwendig ist. Über den Rest hätten sich dann Bundestag und Bundesrat ohne Hektik streiten können.
    Der Drang, den eigenen Willen vollumfänglich durchzusetzen, war mal wieder wichtiger als das Wohl der Bürger.

    #428321

    So ist es , unser lieber MdB Diaby gehört auch zu dieser sturen Parteiböcken.
    Das hätten die Geldforderer auch bei SPD, FDP und Grünen hinschreiben können:

    #428671

    Über die schnelle Einigung staune ich, das habe ich nicht erwartet, offenbar saß allen der Zorn der Hartzer im Nacken.

    #428780

    Die Lebensmittelpreise sind um ca. 20 % gestiegen, das Bürgergeld ist aber nur 10% höher als Hartz IV, da haben die Linken recht, dass das zu wenig ist, oder unterliege ich da einem Denkfehler?

    #428781

    B2B

    Ich dachte, die Hartz IV Sätze werden jedes Jahr zum Januar an Hand eines Warenkorbs neu berechnet. In der Sondersituation galoppierender Inflation, hätte ein halbjährige Neuberechnung zu einer deutlichen Steigerung über 50 EURO führen müssen. Alles ohne das Kaspertheater um ein propagiertes neues Bürgergeld.

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