Startseite Foren Halle (Saale) Das neue Bürgergeld

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  • #425722

    Die Chefredakteurin der „WELT“ schreibt“
    „Das neue Bürgergeld ist eine Beleidigung von Menschen, die durch ihre Arbeit weniger zur Verfügung haben als das, was nun an Förderung ohne viel Forderung möglich ist. Eine Zumutung für die sehr vielen Steuerzahler, die das bezahlen müssen.“
    Nun werden sich noch mehr entschließen, keiner gerelten Arbeit nachzugehen, und das angesichts großen Personalmangels auch an Stellen für Ungelernte.
    Ein weiterer Irrsinn dieser Regierung.

    #425732

    Das ist tatsächlich ein schwieriges Thema. Am Ende ist es ein bedingungsloses Grundeinkommen und ohne weitere Steuerungsmaßnahmen setzt es die absolut falschen Anreize. Da wird es deutlich mehr Bürgergeldtourismus geben und auch der eigene Bürger überlegt sich ob er einen Vollzeitjob annimmt oder die soziale Hängematte nutzt.

    Leider neigte man in der Vergangenheit eher dazu die Mittelschicht auszuhöhlen anstatt sinnvolle Änderungen durchzusetzen.

    #425861

    Solange man sich noch groß damit tut, Ungelernte in sklavenähnlichen Bedingungen auszubeuten, wird sich nix ändern.
    Übrigens, wolli, war bisher die Förderung 5%, die Forderung mindestens 95%. Und das sagt ja wohl einiges über die Praktiken dieser Behörde. Es gab Leistungsprämien für jeden in eine irgendwie geartete Beschäftigung Gepreßten, und es gab Leistungsprämien für jeden eingesparten Euro, der nicht für Förder- und Bildungsmaßnahmen aufgewendet werden mußte… So sah es aus…

    #425880

    Wer gegen ein bedingungslosen Grundeinkommen ist, verhindert aus meiner Sicht auch Veränderungen in der Gesellschaft. Es ist doch in Wahrheit so, dass die Automatisierung, Digitalisierung schon jetzt eine ganze Menge Jobs überflüssig macht, sie aber aus Angst vor Arbetsplatzverlust dennoch zum Teil weiter bestehen bleiben. Ein Grundeinkommen würde diese Angst der Betroffenen erstmal auffangen und diejenigen, die es wollen, suchen sich stattdessen eine Tätigkeit.

    #425881

    Da ich die Tafel und das Sozialkaufhaus mit Lebensmitteln unterstütze, interessiert es mich, wie in diesen Einrichtungen nach Einführung des Bürgergeldes gehandelt wird. Jetzt haben Hartz4-Empfänger Zugang zu deren Leistungen, das fällt ja aber dann weg, und mit weiteren Vergünstigungen haben
    Empfänger von Bürgergeld mehr in der Tasche als Niedridlohnempfänger.
    Faulpelze in der sozialen Hängematte will ich nicht unterstützen.

    #425899

    Das bedingungslose Grundeinkommen suggeriert ja, dass die Bürger mit ihrer gewonnen Freiheit freiwillig der Volkswirtschaft dienen und aus Spaß an der Freude arbeiten.

    Nicht erzählt wird, wer die Steuern dafür erarbeiten soll.

    Stellt man sich vor, dass keiner mehr arbeitet und alle Bürger nur von bedlGEk leben, fragt man sich gleich, wer finanziert es? Es gäbe ja auch keine Wirtschaft, weil kein Bäcker mehr früh aufsteht, weil kein Handwerker arbeitet und kein Rad sich dreht.
    Auch wenn nur die Hälfte der der jetzigen AN weiter arbeiten würden, müsste der Steuersatz gegen 50% steigen, da neben den Staatskosten auch das bedlGEK finanziert werden muss.

    Es entspricht der Natur des Menschen Müssiggang zu leben. Nur das Überleben in der Natur und im Norden die harten Bedingungen der Vorratsspeicherung treibt den Menschen zu arbeiten.

    Leben ohne Leistung wird nicht funktionieren. Die Arbeit sozialer und gerechter zu verteilen und den damit erworbenen Wohlstand gerechter zu verteilen ist ein anderes Thema.

    Auch der Begriff Arbeit muss weiter gefasst werden.

    #425903

    Im Gaststättengewerbe herrscht doch riesiger Mangel, dieser Mangel wird durch das Bürgergeld noch vergrößert.

    #425923

    Ohne finanziellen Leidensdruck passiert da gar nichts.

    Es geht nicht um die ALGII Empfänger, welche durch Kinder, Krankheit u. a. guten Gründen Hilfe benötigen.

    Aber ein nicht unerheblicher Rest ist nicht gewillt einfache und körperlich harte Arbeit zu machen, wenn es für die Couch und ein klein wenig nebenbei auf dem Bau, die warme Wohnung bezahlt wird und das Geld gut reicht für Internet, Strom und sonstigen Anschaffungen.

    Die drehen nicht den Euro um, wie eine Alleinstehende Mutter oder kranken Menschen.

    #425958

    Die Chefredakteurin der „WELT“ schreibt“

    „Das neue Bürgergeld ist eine Beleidigung von Menschen, die durch ihre Arbeit weniger zur Verfügung haben als das, was nun an Förderung ohne viel Forderung möglich ist. Eine Zumutung für die sehr vielen Steuerzahler, die das bezahlen müssen.“

    Nun werden sich noch mehr entschließen, keiner gerelten Arbeit nachzugehen, und das angesichts großen Personalmangels auch an Stellen für Ungelernte.

    Ein weiterer Irrsinn dieser Regierung.

    Die gezahlten Löhne und Gehälter sind eine Beleidigung für die arbeitende Bevölkerung;
    dürfen die Rentner ins Bürgergeld wechseln?

    #425969

    Im Gaststättengewerbe herrscht doch riesiger Mangel, dieser Mangel wird durch das Bürgergeld noch vergrößert.

    Gegen den Mangel gibt es ein ganz einfaches Mittel: Tariflohn zahlen.

    #425984

    Gegen den Mangel gibt es ein ganz einfaches Mittel: Tariflohn zahlen.

    Erzähle das den schwarzarbeitenden Bevölkerungsanteilen und deren Arbeitgebern. Die lachen sich schlapp.

    #425985

    Alleine mit dem Mindestlohn ist das Problem jedenfalls nicht zu lösen

    #425986

    Übrigens wird meist offiziell der Mindestlohn gezahlt. Es gibt nicht wenige Arbeitgeber, die die erarbeiteten Zeiten nur teilweise offiziell vergüten oder geleistete Stunden nur teilweise als Arbeitszeit anerkennen. Der Einfallsreichtum ist da unermesslich.

    #425988

    Ich sprach von Tariflohn, nicht von Mindestlohn. Die Unternehmenn haben es doch in der Hand: entweder anständig zahlen, oder Laden schließen.

    #425993

    Ich sprach von Tariflohn,

    …der nur für tarifgebundene Gastrobetriebe gilt. Der Rest muss eigentlich den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. In tarifgebundenen Betrieben gibt es übrigens auch die Tricksereien, die ich erwähnte.

    #425994

    Wer gegen ein bedingungslosen Grundeinkommen ist, verhindert aus meiner Sicht auch Veränderungen in der Gesellschaft. Es ist doch in Wahrheit so, dass die Automatisierung, Digitalisierung schon jetzt eine ganze Menge Jobs überflüssig macht, sie aber aus Angst vor Arbetsplatzverlust dennoch zum Teil weiter bestehen bleiben. Ein Grundeinkommen würde diese Angst der Betroffenen erstmal auffangen und diejenigen, die es wollen, suchen sich stattdessen eine Tätigkeit.

    Wir sind, offensichtlich, sehr weit von einer erwähnenswerten Automatisierung entfernt. Entweder gibt es einen Fachkräftemanfel oder eben nicht. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist und bleibt Zukunftsmusik. Wer das jetzt fordert setzt eben die völlig falschen Anreize.

    #426003

    Im Gaststättengewerbe herrscht doch riesiger Mangel, dieser Mangel wird durch das Bürgergeld noch vergrößert.

    Gegen den Mangel gibt es ein ganz einfaches Mittel: Tariflohn zahlen.

    Wenn du eine Stadt ohne Gastronomie möchtest, dann geht dies natürlich.

    #426004

    Das Bürgergeld ist eine gute Sache, wenn diese auch gut gemacht wäre.

    Bürgergeld ist Steuergeld und ein Staat ist dazu aufgerufen mit Steuergeld sorgsam umzugehen.

    Die Palette des Anspruches auf ein „Notgeld“, wenn man sich seinen Lebensunterhalt nicht selbst ausreichend oder überhaupt erarbeiten kann ist sehr groß und da darf ein Anspruch, wenn dieser besteht nicht zu einer Bettelveranstaltung werden. ALG II war zu unrecht verpönt, aber eben auch nie gut gemacht.

    Letztendlich löst ALGII und Bürgergeld das traditionelle Betteln der vergangenen Jahrtausnde ab, da wir uns in der aktuellen Zeit der sozialen Marktwirtschaft und einer sozialen Gesellschaft verschrieben haben. Ob wir dies auf Dauer wollen, ist eine andere Frage. Stell dir vor es gibt Arbeit und keiner geht hin, wäre der Untergang einer Gesellschaft und wie im alten Rom, ein dekadenter Untergang 1. Klasse.

    Bei einer alleinstehenden Mutter ohne Ausbildung mit Kindern und sozialen Problemen, muss ein Bürgergeld schon im Sinne der Entwicklung Kinder auskömmlich sein, allerdings sollte das Unterstützungskorsett und die Mitwirkungspflicht für die Zeit der Erziehung der Kinder und einer möglichen Ausbildung grundlegend eng gefasst sein.

    Im Gegensatz dazu ein langzeiterkrankter oder schwerbehinderter Mensch, welcher durch seine gesundheitlichen Probleme eher eine auskömmliche Fürsorge und gesellschaftl. Integration als Fördermaßnahmen benötigt.

    Und dann die Bürger, welche gesund und munter durch das Leben torkeln, Bürgergeld gerne beanspruchen, immer wieder im Amt betonen wie schlecht es ihnen geht und wie schwer es diese haben und nebenbei sich den einen oder anderen Euro unter der Hand dazu verdienen.

    Warme Wohnung plus Bürgergeld plus „Zusatzverdienst“ motiviert nicht einer geregelten Arbeit nachzugehen.

    Das Prinzip fördern und fordern muss nicht abgeschwächt, sondern verstärkt werden, vor allem stärker und besser differenziert in der Bewertung.

    Die Jobcenter sollten dazu eine transparente Klassenstruktur aufbauen und die Bezieher in diese Klassen einordnen und diese den Bürgern auch mitteilen.

    Wenn jemand bereit ist einen Schulabschluss nachzuholen oder eine Ausbildung macht und nachweislich erscheint, hohe Einstufung mit viel Unterstützung. Bummelt einer und kommt wie ihm gefällt, rutscht dieser nach unten. Schafft er den Abschluss wegen Bummelei nicht, ganz nach unten. Erscheint jemand mehrfach nicht zum einem Termin, geht es abwärts.

    Ampel- oder Punktesystem und jeder kann über eine APP im Handy nach Anmeldung sehen, wie die Ampel leuchtet oder sein Punktestand gerade für ihn steht. Handy haben alle.

    Hinter jeden Ampelphase sind konkrete Maßnahmen (Leistungen, Leistungsdauer und Kürzungen hinterlegt).
    Weniger reden, mehr entscheiden. In dieser APP könnten auch regelmäßige Angebote hinterlegt werden usw.

    Letztes Mittel bei völliger Ignoranz und Uneinsichtigkeit muss auch die letzte Maßnahme, nämlich KU-Entzug stehen dürfen. Die Linken werden wieder einen Aufschrei entfachen, aber wie oben beschrieben, Bürgergeld ist Steuergeld und dieses wird von Arbeitnehmern und Unternehmen erarbeitet und nicht vom verwalteten Staat. variante 2 wäre Geld drucken, wo dies hinführt sehen wir gerade. Es werden gerade viel „Fonds“ gegründet, übersetzt heißt dies, es wird Geld gedruckt.

    Bei Staatsanleihen muss man dies auch zurück zahlen, ohne Anleihen ist das Geld einfach da. Wäre auch kein Problem bei einer starken Wirtschaft, die uns gerade abhanden kommt.

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    #426033

    Gegen den Mangel gibt es ein ganz einfaches Mittel: Tariflohn zahlen.

    Wenn du eine Stadt ohne Gastronomie möchtest, dann geht dies natürlich.

    Ein Betrieb, der seinen Beschäftigten keinen auskömmlichen Lohn zahlen kann, ist volkswirtschaftlich unrentabel und muss vom Markt verschwinden.

    #426038

    Beispiel in Halle: Ich wollte mich heute abend mit einer alten Bekannten im Hotel TRYP by WYNDHAM Halle (Saale), Neustädter Passage 5 treffen, weil sie da übernachtet, es gibt dort aber wegen Personalmangel kein Restaurant mehr.

    #426045

    Nicht nur der Lohn in der Gastronomie ist eine Hürde, sondern auch die Arbeitszeit. Häufig ziemlich problematisch.

    Man kann Tarif zahlen, dann kostet das Essen eben nochmal 20% bis 50% mehr, so wie in der Schweiz, Island, Schweden oder Norwegen.

    Bei unseren Einkommen wird das Essen gehen zum Luxusgut. Bedeutet auch, dass sich dies die Masse nicht mehr leisten kann und Gaststätten massenhaft schließen.

    In 5 Jahren wird es in Halle nur noch die Hälfte an Gaststätten mit Essenangebot geben. Kneipen könnten überleben.

    Dann brauchen wir auch das Personal nicht mehr. Der erste Schwung ist während der Coronazeit abhanden gekommen.

    #426048

    Ja, während der Coronazeit abhanden gekommen, denn von irgendwas muß der Mensch auch leben. Und in der Gastro ist das eben nicht so gut möglich. der verweis auf die Schweiz ist gut, nur muß man eben auch dazusagen, daß dort alles tariflich ist, weil mit Allgemeingültigkeitsklausel. Diese hat man hier in GroßD noch immer nicht eingeführt, stattdessen müssen sich Gewerkschaften wegen haustarifverträgen rumzicken, oder es werden „Innungen“ bemüht, um das Ganze ad absurdum zu führen.
    Fazit: Anständige Arbeitsbedingungen, anständige Löhne, dann erledigt sich das mit dem Bürgergeld, oder wie immer die Almosen heißen, glatt von selbst. Aufstocken muß strafbewehrt sein für Arbeitgeber. Oder eben mal die Steuern für diese Sauger erhöhen, die Aufstockungen müssen ja wieder rein…

    #426059

    Wer so wenig zahlt, dass die Angestellten staatliche Zuschüsse benötigen, um leben zu können, lässt sich also seinen Betrieb von der öffentlichen Hand und den Beitragszahlungen der Versichtengemeinschaft subventionieren. Das sollte man verhindern.

    #426060

    B2B

    Dann mal gleich die Künstlersozialversicherung abschaffen. Die Künstler, Journalisten, etc. könne für Ihre Leistungen so wenig Geld von Ihren Kunden erlösen, dass der Staat ihre Krankenkasse bezuschussen muss.

    #426083

    Klar, gegen Schwache hetzen, ist Dein Programm. Hauptsache, Du hast den Arsch warm.

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