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  • #398331

    Ich bin kein Umweltexperte, aber was jedem überall auffiel: Ostdeutschland roch nach Braunkohle und war von einem Braunkohleschleier überzogen. Und ansonsten: Die Umwelt wird schon ein Grund dafür gewesen sein, warum die Lebenserwartung im Osten etwas mehr als 2 Jahre geringer war als im Westen.
    Tempi passati!

    #398335

    Vielleicht ist es auch so, dass Deutschland ganz einfach zu groß ist? Das Land dritteln wäre möglicherweise eine Idee und in einer Konföderation neu gründen. Denn ein Flensburger ist auch ganz anders als jemand aus Freilassing.
    Was sich aber immer mehr zeigt, dass der Ossi mehr Nähe zu Osteuropa hat und unsere Brüder und Schwestern eher Richtung Frongreisch. Von der Verliebtheit in den Schurkenstaat USA ganz abgesehen. Die Italienversessenheit ist in Ostdeutschland (anders als in der alten BRD) nie so da gewesen.
    Als gedritteltes Land würde Deutschland auch von seinen Nachbarn nicht mehr so als Gefahr wahrgenommen werden.

    #398339

    Wenn man Unterschiede und Vielfalt nicht erträgt, ist das eine großartige therapeutische Lösung.

    #398340

    Vielleicht ist es auch so, dass Deutschland ganz einfach zu groß ist? Das Land dritteln wäre möglicherweise eine Idee und in einer Konföderation neu gründen. Denn ein Flensburger ist auch ganz anders als jemand aus Freilassing.

    Aber was wird aus West-Berlin? Da bräuchte es vielleicht einen Sonderstatus, oder ganz Berlin wird in Sektoren der drei deutschen Einzelstaaten aufgeteilt.

    #398342

    Für alle, die jenseits der eigenen ideologischen Gewissheiten und sich immer wieder selbst bestätigenden Vorurteile das eigene Denken noch nicht ausgeschaltet haben, hier mal eine etwas sachlichere Auseinandersetzung mit der Währungsunion:

    https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/177-78/177_78Busch.pdf

    Der habilitierte Autor war seit 1987 Dozent an der HU Berlin, danach u.a. im Innovationsverbund Ostdeutschland an der TU Berlin wissenschaftlich tätig.

    #398367

    Für alle, die jenseits der eigenen ideologischen Gewissheiten und sich immer wieder selbst bestätigenden Vorurteile das eigene Denken noch nicht ausgeschaltet haben, hier mal eine etwas sachlichere Auseinandersetzung mit der Währungsunion:

    https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/177-78/177_78Busch.pdf

    Der habilitierte Autor war seit 1987 Dozent an der HU Berlin, danach u.a. im Innovationsverbund Ostdeutschland an der TU Berlin wissenschaftlich tätig.

    Meines Erachtens bleiben die entscheidenden Punkte in dem in Details sicher interessanten Artikel außen vor; eigentlich haben wir das im Forum auch schon besprochen. Hätte Ostdeutschland erst einmal seine eigene Währung behalten, hätte das die ostdeutsche Wirtschaft gestützt, weil Preise und Löhne wie in den östlichen Nachbarländern gegenüber dem Westniveau extrem niedrig gewesen wären. Das heißt aber auch, dass die Reallohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland noch einmal erheblich größer gewesen wären. Für Länder wie Tschechien war das ok, denn die Leute hatten ja im Westen keine Arbeitserlaubnis und hatten auch das Sprachproblem. Das war in Ostdeutschland anders.

    Bei Erhalt einer dann extrem schwachen Ost-Mark hätte der Westen dann Leuten, die bereit gewesen wären, im Osten zu arbeiten (auch Westdeutschen, die Arbeit im Osten aufgenommen hätten) eine hohe Aufenthaltsprämie zahlen müssen. Die Kritiker des Einigungsprozesses würden wohl sagen, das wäre ja wohl das allermindeste gewesen.

    #398378

    Den Östereichern musste keine große Prämie gezahlt werden, sie fühlten sich mit DDR Mark Pudelwohl.

    #398390

    Den Östereichern musste keine große Prämie gezahlt werden, sie fühlten sich mit DDR Mark Pudelwohl.

    Verstehe ich mal wieder nicht. In Österreich ist die Wirtschaft seit langem ungefähr so produktiv und die Löhne sind ungefähr so hoch wie in Deutschland.

    #398504

    Bei Erhalt einer dann extrem schwachen Ost-Mark hätte der Westen dann Leuten, die bereit gewesen wären, im Osten zu arbeiten (auch Westdeutschen, die Arbeit im Osten aufgenommen hätten) eine hohe Aufenthaltsprämie zahlen müssen.

    Eine Buschprämie gab es doch. Zudem wurde in Behörden systematisch oberhalb der nominellen beamtenrechtlichen Eingruppierungsregelung eingestuft. Das gab es natürlich nur für Wessis.

    #398505

    Als Hallenser dürfte man den Smog noch gekannt haben, die Saale war im wahrsten Sinne des Wortes giftig. Aber klar, man verdrängt ja die schlechten Erinnerungen.

    https://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/umweltpolitik-in-der-ddr/%5B/quote%5D

    Ich verstehe Dein ewiges Gehetze nicht. Gut, Du magst der/die Geschädigste der DDR sein. Umweltverschmutzung hat wenig mit Ost/West, Kapitalismus/Sozialismus zu tun. Die findest sogar in Monarchien, oder in Märchen. Wenn Du wenigstens ein Mal objektiv nachdenken würdest, dann könntest Du erkennen, dass egal welches System herrscht, hinter der Industrie und Wirtschaft ständig aufgeräumt werden muss. Ob es nun Krieg, billige Rohstoffe, Ausbeutung, was auch immer ist, die „gutgesinnte, wohlwollende Gesellschaft innerhalb Bevölkerung“ hat, seit dem Anfang der Industrialisierung, immer und immer wieder das Nachsehen. Der Gegner politisch geschützt. „Warum muss das Kind immer erst in den Brunnen fallen? – Wohl, weil Schuldige Gönner haben, Korruption herrscht, Systemgegner blind auf die falschen zeigen, Mist bauen einfacher ist, als anständig zu arbeiten, es Spaß macht, die Sau raushängen zu lassen, es sich einfach lohnt. Man erkennt es an der Sprache – Dekadenz ist unser größtes Handicap.“

    https://www.geo.de/magazine/geo-epoche-kollektion/16539-rtkl-deutschland-die-geschichte-der-umweltverschmutzung

    #398516

    Die Wessis, die in den 80ern in der Südstadt als Aufbauhelfer für BUNA II gewohnt haben, haben ja auch nur in den ganz normalen Kaufhallen mit Alu-Chips eingekauft. Dass einer von denen verhungert wäre, ist nicht bekannt 🙂

    #398518

    Den Östereichern musste keine große Prämie gezahlt werden, sie fühlten sich mit DDR Mark Pudelwohl.

    Verstehe ich mal wieder nicht. In Österreich ist die Wirtschaft seit langem ungefähr so produktiv und die Löhne sind ungefähr so hoch wie in Deutschland.

    War Ende der 80iger.Baustelle Heizwerk.
    Da waren wir noch führende Industrienation.

    #398526

    Den Östereichern musste keine große Prämie gezahlt werden, sie fühlten sich mit DDR Mark Pudelwohl.

    Verstehe ich mal wieder nicht. In Österreich ist die Wirtschaft seit langem ungefähr so produktiv und die Löhne sind ungefähr so hoch wie in Deutschland.

    War Ende der 80iger.Baustelle Heizwerk.

    Da waren wir noch führende Industrienation.

    Wenn die Österreicher, die in der DDR gearbeitet haben, nicht zu einem erheblichen Teil in Schilling bezahlt wurden, sondern nur in Mark der DDR, würde mich das sehr überraschen.

    #398542

    Zur Ostmark dürfte so manch Österreicher gewisse nostalgische Bezüge gehabt haben.

    #398547

    B2B

    War Ende der 80iger.Baustelle Heizwerk.
    Da waren wir noch führende Industrienation.

    Unter den Blinden ist der Einäugige König.

    #398549

    Zur Ostmark dürfte so manch Österreicher gewisse nostalgische Bezüge gehabt haben.

    Ja, die marcha orientalis war ab etwa 800 der östliche Teil des fränkischen Stammesherzogtums Baiern (mit i und nicht y!).

    Medival is in!

    #398550

    Zur Ostmark dürfte so manch Österreicher gewisse nostalgische Bezüge gehabt haben.

    Umtauschkurs?

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