AFD-Randale bei Landtags-Sommerfest als gezielte Einschüchterung von Abgeordneten?

21. Juni 2018 | Politik | 33 Kommentare

Anscheinend haben gestern Abend Mitarbeiter der AfD beim gestrigen Sommerfest des Landtags zu tief ins Glas geschaut. Es gab eine Belästigung einer Abgeordneten und einen tätlichen Angriff gegen einen Abgeordneten. Dazu die Stellungnahmen der Parteien:

Die Grünen: Übergriffiges Verhalten!

Zum gestrigen Vorfall auf dem Sommerfest des Landtages und zur Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Cornelia Lüddemann:

 „Ich bin sehr betroffen über die Berichte sowohl von Mitarbeitenden meiner Fraktion, die zum Zeitpunkt des Vorfalls auf dem Sommerfest waren, als auch von den Berichten der Kolleginnen und Kollegen der anderen Landtagsfraktionen.“

 „Übergriffigem Verhalten muss immer und überall strikt entgegengetreten werden. Das trifft sowohl auf berichtete Zudringlichkeiten gegenüber der Kollegin Buchheim als Frau, als auch auf Handgreiflichkeiten gegenüber dem Kollegen Höppner zu. Beides ist indiskutabel und nicht zu tolerieren. Nein heißt nein, immer und überall.“

 „Ich erwarte, dass aus diesem Vorfall Konsequenzen gezogen werden – auch zum Schutz aller Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeitenden im Hohen Hause.

Die Unterstützung für die Kolleginnen und Kollegen Buchheim, Höppner und Pähle durch meine Person und der gesamten grünen Landtagsfraktion möchte ich ausdrücklich aussprechen.“

SPD: Nein heißt nein!

Zu dem nächtlichen Vorfall beim Sommerfest des Landtages und den Vorwürfen der Linksfraktion an die AfD erklärt die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Katja Pähle:

 „Auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unserer Fraktion, die zum Ende der Veranstaltung noch anwesend waren, hat das diesjährige Sommerfest des Landtages einen sehr unangenehmen Beigeschmack erhalten. Das Verhalten zweier AfD-Mitarbeiter gegenüber Abgeordneten der Linksfraktion, die gemeinsam mit uns an einem Tisch saßen, war übergriffig und unverschämt. Sie ließen sich von diesem Verhalten trotz mehrmaliger Aufforderung nicht abbringen, sondern wurden im Gegenteil handgreiflich gegenüber dem Abgeordneten Andreas Höppner.

 Ein solches Verhalten hat auf dem Sommerfest des Landtages nichts zu suchen. Solche Teilnehmer haben auf dem Sommerfest nichts zu suchen. Auch im parlamentarischen Betrieb gilt: Nein heißt nein!

 Ich unterstütze die Abgeordneten Christina Buchheim und Andreas Höppner ausdrücklich darin, dass sie sich in der letzten Nacht gegen die provokative Zudringlichkeit der AfD-Mitarbeiter verwahrt haben und jetzt weiter dagegen vorgehen.“

Linke: Es wird Strafanzeige gestellt!

 Nach einem Vorfall auf dem gestrigen Sommerfest des Landtages erklärt der Fraktionsvorsitzende Thomas Lippmann:

„Beim Sommerfest des Landtages ist es zu später Stunde zu einer andauernden und gezielten Provokation von Mitarbeitern der AfD gegenüber Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE gekommen. Der Wahlkreismitarbeiter des MdL Tillschneider (Mitglied des Vorstandes der Patriotischen Plattform der AfD) setzte sich ungefragt an den Tisch mehrerer Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE, unter anderem Christina Buchheim, Andreas Höppner und Hendrik Lange. Er mischte sich trotz mehrfacher Aufforderung, den Tisch wieder zu verlassen, in die Gespräche ein und sprach mehrfach die Abgeordnete Christina Buchheim an, dass er sie kennenlernen wolle.

Die benannten Mitglieder der Fraktion DIE LINKE –  und vor allem Frau Buchheim –  fühlten sich belästigt, und wiesen dies zurück. Sie baten ihn, den Tisch zu verlassen. Trotz mehrfacher Aufforderung blieb der Mitarbeiter sitzen und mischte sich weiterhin in die Gespräche ein.

Daraufhin verließen die Abgeordneten der LINKEN den Tisch und setzen sich an einen Tisch zusammen mit Abgeordneten der SPD-Fraktion. Der Wahlkreismitarbeiter von MdL Tillschneider folgte aber und setzte sich nun neben Andreas Höppner. Die Abgeordneten forderten ihn wiederum – mittlerweile lautstark –  auf, den Platz zu verlassen, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin holte Frau Buchheim den Objektschutz, um die Situation zu klären. Auch dies reichte nicht aus, um die Situation zu befrieden.

Danach legte der Wahlkreismitarbeiter von MdL Tillschneider seinen Arm um Andreas Höppner. Gegen diesen Übergriff wehrte sich Herr Höppner, indem er versuchte, aufzustehen. Daraufhin packte ein Referent der AfD-Fraktion, der die ganze Zeit am Nachbartisch saß, Blickkontakt suchte, und sich ebenfalls in die Gespräche einmischte, Herrn Höppner an den Schultern und riss ihn zu Boden. Am gleichen Tisch des AfD-Referenten saß ebenfalls AfD-MdL Loth und nahm die Situation belustigt zur Kenntnis. Diese gesamte Situation wurde vom Abgeordneten der AfD Daniel Roi und von mindestens einem weiteren Mitarbeiter der AfD mit dem Handy gefilmt. Daraufhin hat auch MdL Hendrik Lange die Situation mit dem Handy gefilmt, um entsprechende Beweise zu sichern.

Sowohl MdL Andreas Höppner als auch Christina Buchheim werden gegen die betreffenden AfD-Mitarbeiter Strafanzeige stellen.

Bei diesem Vorgang handelte es sich nicht nur um die Verletzung von elementaren Anstandsregeln von stark alkoholisierten Mitarbeitern der AfD sondern offensichtlich um eine gezielte Provokation zur Einschüchterung von Mitgliedern der Fraktion DIE LINKE durch Mitarbeiter der AfD. Sie schrecken vor der Anwendung von Gewalt nicht zurück. Der inhaltlichen Radikalisierung folgt jetzt offensichtlich auch die Radikalisierung ihrer Methoden.

Wir lassen uns jedoch nicht einschüchtern sondern werden uns mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, gegen diese Strategie der Einschüchterung zur Wehr setzen.“

 

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  • #317790

    Anscheinend haben gestern Abend Mitarbeiter der AfD beim gestrigen Sommerfest des Landtags zu tief ins Glas geschaut. Es gab eine Belästigung einer Ab
    [Der komplette Artikel: AFD-Randale bei Landtags-Sommerfest als gezielte Einschüchterung von Abgeordneten?]

    #317791

    teu

    Tillschneider ist Islamist, öhm….wissenschaftler!
    Tillschneider ist eigentlich Rumäne, wuchs in Freudenstadt (BaWü) und wohnt jetzt in Bad Dürrenberg, vermutlich, weil der Islam dort ausgebrochen ist.
    Aber der war es ja nicht. Also eigentlich.
    Besoffene Schnellrodaer sind nicht leicht zu händeln, besonders dann, wenn sie nach einer Identität suchen.

    #317792

    Was für ein dummer Proletenhaufen.

    #317793

    Besoffene wittern überall Morgenluft. Manche können sich halt nicht in der Öffentlichkeit benehmen, die sollte man…

    #317794

    Ich habe Schwierigkeiten mit dem von hei-wu verwendetem Begriff „Prolet“.
    Wiki erklärt mir den Begriff doch anders.

    #317796

    Nicht nur das „Benehmen“ von Teilen der AfD ist eine Provokation, sondern die AfD selbst. Sie gehört auf den Müllhaufen der Geschichte, da sie ein großer Kindergarten ist.

    #317797

    Diese Wohlstandskinderchen ohne Kinderstube sind ganz sicher keine Proleten. Die AfD ist ein halbseidener Kleinbürgerverein.

    #317798

    Die Gegendarstellung spiegelt einen etwas anderen Ablauf der Geschehnisse wider. Aber Altersstarrsinn und linke Ignoranz verbieten selbstverständlich eine Kenntnisnahme davon. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte beider Darstellungen liegen, was aber den Scheinmoralisten egal ist, gell hei-wu, teu, fractus und SfK?!

    #317799

    Wenn betrunkene Männer Frauen anmachen und ein Nein nicht akzeptieren, liegt „die Wahrheit in der Mitte“, oder wie? Ich habe die Nase voll von dem Macho-Gehabe und der anschließenden Rechtfertigung „Der will doch bloß spielen…“

    #317800

    Ringelblümchen, du warst wohl dabei um das beurteilen zu können, qwas tatsächlich geschah? Achso, ich vergaß, Linke lügen nicht, trinken kein Alkohol und verdrehen auch keine Tatsachen.

    #317801

    @porbi: Es gibt Zeugen der SPD-Fraktion. Das die #AFD es gerne anders dargestellt hätte, kann ich mir denken. Allerdings sind die Tillschneider-Jungs für so ein Verhalten bereits bekannt, auch deswegen glaube ich den Zeugen. Aber wenn Du Deine braunen Helden behalten möchtest, bitte schön, vielleicht gibt es bald eine #AFD-Helden-Sonderedition mit Gaumerlin, Schneestorch und den sieben braunen Zwergen.

    #317811

    @riosal, glaube doch was du willst. Deine parteiischen Zeugen lügen selbstverständlich auch nicht und stellen selbstverständlich alles richtig dar. Alkohol kennen auch die nicht. Sie alle wissen wie auch die Linke genau, dass ihnen sonst eine lange Nase wachsen würde.

    Mal im Ernst. Ausgerechnet deine Zeugen als erklärte Gegner der AfD sollen in dem geschilderten Fall die Wahrheit wiedergeben?! Zitronenfalter falten tatsächlich auch Zitronen?!

    Meine braunen Helden?! Ich dachte eigentlich, dass du so ein Müll eher nicht von dir gibst. Um es klar zu sagen: Ich versuche mir zumindest ein gesundes Urteil zu bilden, da ich meine, dass beide Seiten und auch deine Zeugen die Wahrheit verwässern.

    Alleine schon die Tatsache, dass der Name von dem unbeteiligten Tillschneider hier permanent hervorgehoben wird, lässt an der Intention des medial aufgebauschten Ereignisses wenig Zweifel.

    Und Ihr wundert euch, dass eure (Linksgrünrot-Phantasten) Glaubwürdigkeit ins Bodenlose sinkt?

    #317812

    Was für ein dummer Proletenhaufen.

    Stimmt, wie der Sicherheitsdienst festgestellt hat. Alles Kindergarten. Aber in ihrer limitiertheit passen die Ränder doch zusammen.

    #317816

    Es menschelt halt auch im Landtag.

    #317820

    Manch einer zeigt hier sein wahres Gesicht.

    #317836

    Und Frauen lügen nicht. Punkt.

    #317837

    Ich würde asoziales Benehmen nicht als „menscheln“ bezeichnen.

    #317839

    Da muß man dir uneingeschränkt zustimmen. Besoffene fühlen(!) sich immer stark und wahrhaftig. Ist wie mit den Psychatriefällen: Nur alle anderen sind verrückt.

    #317840

    Ich würde asoziales Benehmen nicht als „menscheln“ bezeichnen.

    Was willst du machen, wenn die Linke sich an soziale Grundzüge nicht hält. Weniger Ausgrenzung hätte die Situation sicher gar nicht hoch kochen lassen.

    #317842

    teu

    Ich würde asoziales Benehmen nicht als „menscheln“ bezeichnen.

    Was willst du machen, wenn die Linke sich an soziale Grundzüge nicht hält. Weniger Ausgrenzung hätte die Situation sicher gar nicht hoch kochen lassen.

    Du meinst, man sollte Pöbeleien von Blödianen ertragen, nur weil sie Mitglied der AfD sind ?

    #317843

    Wenn wundert es, wo doch allgemein bekannt ist, dass die AfD nur dann was gegen sexuelle Belästigungen hat, wenn diese von Ausländern ausgehen.

    Erschreckend ist aber, welches Gesindel durch diese Partei in die Parlamente gespült wird.

    #317844

    Du meinst, man sollte Pöbeleien von Blödianen ertragen, nur weil sie Mitglied der AfD sind ?

    Nein. Auch keine Pöbeleien und Profilierungsversuche von Links. Ich glaube der Wachschutz hat es schon am besten bewertet. Es war Kindergarten und man kennt es, Pack schlägt sich und Pack verdrägt sich. Nüchtern werden die Beteiligten sicher wissen wie dämlich sie waren.

    Wenn wundert es, wo doch allgemein bekannt ist, dass die AfD nur dann was gegen sexuelle Belästigungen hat, wenn diese von Ausländern ausgehen.

    Erschreckend ist aber, welches Gesindel durch diese Partei in die Parlamente gespült wird.

    Du hast Recht, man muss Frau Buchheim und Co eben tolerieren. Diese angebliche Belästigung ist aber wirklich hart:

    Er mischte sich trotz mehrfacher Aufforderung, den Tisch wieder zu verlassen, in die Gespräche ein und sprach mehrfach die Abgeordnete Christina Buchheim an, dass er sie kennenlernen wolle.

    Die benannten Mitglieder der Fraktion DIE LINKE – und vor allem Frau Buchheim – fühlten sich belästigt

    #317845

    du scheinst offenbar ein ernsthaftes Problem mit Grenzen zu haben?

    Was bitte verstehst du an einem NEIN nicht? War das zu kompliziert?

    #317846

    @fractus, mutmaßlich besoffene Linke haben schon rein ideologisch die Nase vorn, weil die angetüterten Zeugen das bestätigen, gell?!

    #317847

    Vor allem, wenn sie sichtlich weniger „besoffen“ waren als die Störer. Die waren nämlich schon so zu, daß sie nix mehr geschnallt haben.
    Und der „Sicherheitsdienst“ wäre zu ersetzen; solche Hampelmänner braucht dort niemand.

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