Startseite Foren Halle (Saale) Grüne gegen „Green“: Stopp der Wasserentnahme aus dem Hufeisensee gefordert

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  • #350049

    Um etwas falsifizieren zu können, muss man die richtige Lösung nicht kennen.

    Die Aussage, der See erhalte durch Niederschläge 55 cm Zuwachs, kann nicht stimmen, denn das läge deutlich über dem langjährigen Niederschlagsdurchschnitt in Halle (450 mm).
    Im vergangenen Jahr war es extrem trocken, da waren es nur 25 cm Niederschlag. Dieses Jahr scheint es nicht besser zu werden.

    Und Zu-oder Abflüsse von Grundwasser kann man nicht einfach mal so behaupten, wenn keine Messungen vorliegen.

    #350050

    Schon mal § 46 WHG gelesen?

    „für den Haushalt, für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck“

    das dürfte auch unter Anwendung von viel Phantasie nicht auf eine Sport- und Freizeitanlage anwendbar sein.

    #350051

    Und Zu-oder Abflüsse von Grundwasser kann man nicht einfach mal so behaupten, wenn keine Messungen vorliegen.

    Es gibt hydrologische Modelle der Gegend. Darin ist das abgebildet. Ich weiß das es die gibt, kenne aber den Inhalt nicht. Die Verantwortlichen der Stadt sollten ihn kennen.

    #350052

    Nun wollen wir doch nicht verschweigen, wie der § heißt:“ Erlaubnisfreie Benutzungen des Grundwassers“.

    #350053

    Es hilft auch mal, über den Tellerrand zu schauen. Fast überall in Europa sind die Wasserstände von Seegewässern gesunken, weil es schlichtweg zu wenig regnet. Wenn dieser Trend anhalten sollte, muss die Wasserentnahme für unbedeutende Zwecke unterbleiben.

    #350058

    Schon mal § 46 WHG gelesen?

    „für den Haushalt, für den landwirtschaftlichen Hofbetrieb, für das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebs oder in geringen Mengen zu einem vorübergehenden Zweck“

    das dürfte auch unter Anwendung von viel Phantasie nicht auf eine Sport- und Freizeitanlage anwendbar sein.

    Da kauft sich der Golfverein ein Schaf, pflockt das auf irgendeinem Rough an und der Drops ist gelutscht. Man kann das Vieh ja nicht verdursten lassen wegen Tierschutz und so … 😉

    #350059

    Vielleicht denkt Ihr mal etwas weiter, der NABU macht es zumindest.

    https://www.nabu-muenster.de/ag-botanik/aktivit%C3%A4ten/golf-und-naturschutz-kein-widerspruch/

    https://nrw.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/sport/index.html

    Oder ist der NABU mittlerweile eine Lobbyorganisation der Golfer.

    #350080

    „Warum wohl kann man sich wohl denken .“
    Sicher wegen dem in Halle beliebten Gesellschaftsspiel „Investor vergraulen“.

    Nein, weil man die Gefahren erkannt hat, die von der nahen Giftmülldeponie ausgehen.

    #350082

    Nein, weil man die Gefahren erkannt hat, die von der nahen Giftmülldeponie ausgehen.

    Oh, gibt es etwas neues? Bisher ist doch nur vom Chemiehandel die Rede gewesen.“

    @Farbspektrum, es ist doch hinlänglich bekannt, was Alles in der Deponie verklappt worden ist und immer noch giftige Stoffe über Grundwasserleiter in den Hufi gelangen. Die Diskussion wird erneut beginnen, wenn der Golfplatzbetreiber, wie kürzlich gegenüber dem Wasserskiclub geäußert, auf der Mülldeponie eine weitere Golfbahn errichten möchte.
    https://up.picr.de/24222506hu.pdf

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von Kenno.
    #350083

    Ja, McPoldy, Artenvielfalt bis zum Horizont:

    #350089

    @hei-wu, bei dir in der Republik Gimmritz mag das ja funktionieren, dass du nur mit dem Finger schnipps und schwups ist aus einer 2 Jährigen Pflanze ein 100 Jähriger Mischwald geworden. In der Realität braucht Natur Pflege und Zeit, der Golfpark existiert gerade 3 Jahre davon 1,5 unter erschwerten Wetterbedingungen. Der Wörlitzer Park oder die Parkanlagen in Bad Muskau sind auch nicht per Fingerschnipps von Jetzt auf gleich entstanden die Bäume dort haben auch Jahrzehnte sogar Jahrhunderte gebraucht zum wachsen, aber in Halle muss das von Jetzt auf Gleich sein.

    #350090

    UPS! Wieso kann Kenno unter meinem Namen schreiben?

    #350092

    @farbspektrum, Entschuldigung, da ist was schief gelaufen.Lag nicht bei mir.

    #350478

    In der MZ sagt er, er zahlt. Wieviel es ist, bleibt aber offen.

    Laut Wassergesetz des Landes Sachsen-Anhalt (https://lvwa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/LVWA/LVwA/Dokumente/4_landwirtschaftumwelt/404/Wasserentnahmeentgelt/WasEE-VO_LSA.pdf) zahlt er für 42.000 m³ (die ursprünglich genehmigte Entnahmemenge) 210 € pro Jahr (in Worten zweihundertzehn).

    In der MZ stand, dass der Betreiber bewässern muss, da ihm sonst sechsstellige Verluste drohen. Die Stadt kommt ihm großzügig entgegen und nimmt dadurch noch nicht mal 300 € ein. Währenddessen verdorrt die Umgebung und entstehen überall Trockenheitsschäden.

    Die Stadtverwaltung hat hier grundsätzlich falsche Entscheidungen getroffen – die unbedingt revidiert werden müssen. Ich verweise deshalb nochmal auf die Petition: https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/keine-weitere-wasserentnahme-aus-dem-hufeisensee-fuer-die-bewaesserung-des-golfplatzes#petition-main

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von micha06de.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von micha06de.
    #350491

    @micha06de. für die Gebürensatzung kann aber der Golfplatzbetreiber nichts, die wurde vom Land Sachsen Anhalt so beschlossen und gilt für alle. Die grüne Umweltministerin hat doch die Macht darüber die Gebührensatzung für alle hoch zu ändern.
    Da der See ja hauptsächlich aus Grundwasser gespeist ist würden aber auch die Werte unter Tabelle 3 in Frage kommen. Aber auch da gilt die Gebühren wurden durch das Land Sachsen Anhalt festgelegt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von McPoldy.
    #350494

    „Währenddessen verdorrt die Umgebung und entstehen überall Trockenheitsschäden.“
    Kannst du mal Fotos von Schäden machen, die auf den Golfplatz zurückzuführen sind?

    #350505

    Schnapp Dir Dein Fahrrad und fahr selbst hin.

    #350632

    Irgendjemand hat hier (oder einem anderen Forum) geschrieben „soll sich doch der Golfplatzbetreiber einen Tankwagen hinstellen“. Einer reicht nicht, auch 100 reichen nicht. Allein für die mit der ersten Ausnahmegenehmigung erlaubten Menge von 67.000 m³ wären 1000 (!) vierachsige Eisenbahnkesselwagen notwendig. Würde man Straßentankwagen verwenden, wären es über 3000 (!!).

    Kesselwagen dieser Größenordnung sind gemeint:

    Nur um mal eine Vorstellung zu vermitteln, wie viel Wasser für die Bewässerung des Golfplatzes entnommen werden soll. Um beim Beispiel Eisenbahnkesselwagen zu bleiben – der Zug wäre über 14 km lang.

    Bitte helft mit diesen Wahnsinn zu stoppen – unterzeichnet die Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/keine-weitere-wasserentnahme-aus-dem-hufeisensee-fuer-die-bewaesserung-des-golfplatzes.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von micha06de.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr von micha06de.
    #350643

    Das Internet sagt mir, dass der abgebildete Kesselwaggon 120 m³ Volumen hat. Es wären also 559 Stück notwendig und nicht 1000 (!), kleine Abweichung.
    Um dieses Bild mal in ein Verhältnis zu setzten, mit dem jeder etwas anfangen kann:
    Bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von gut 100l/Tag braucht die deutsche Kleinfamilie mit 3 Personen einen Kesselwagen pro Jahr.
    Man könnte natürlich auch so drastische Vergleiche wählen wie folgenden:
    Die Bewässerung des Golfplatzes verbraucht in etwa so viel Wasser wie eine halbe Million Autowäschen. Gut, da hat sich beim Verbrauch wohl eine Menge getan.
    Interessanter wird es vielleicht, wenn man im Bereich der Landwirtschaft bleibt. Mit 67.000 m³ Wasser lassen sich nur lediglich 4323 kg Rindfleisch „herstellen“. Also doch nicht so viel.
    Daher immer her mit bildhaften Vergleichen, aber vielleicht auch mal ehrlich zu sich selbst sein dabei. 😉

    #350646

    Daher immer her mit bildhaften Vergleichen, aber vielleicht auch mal ehrlich zu sich selbst sein dabei

    Da der Golfplatz weder einen Gleisanschluss für Tankzüge hat, noch Rinder darauf weiden, hier eine anschauliche Berechnung: Man könnte mit 67.000 m³ Wasser den Seespiegel um 9,8 cm steigen lassen.

    #350647

    @hei-wu, und trotzdem würde der Wasserspiegel bei dem Wetter weiter um etwa 50 cm absinken, nur wem gibt man dann die Schuld wenn der Golfplatz als Buhmann ausscheidet.

    Eigenartig das Micha06de. lieber Bilder von Kesselwagen postet als darauf einzugehen das die Preise die für die Wasserentnahme anfallen vom Land Sachsen Anhalt festgelegt werden und nicht am grünen Tisch ausgewürfelt werden. Derzeit ist eine Grüne Umweltministerin, sie hätte die Macht die Preise anzuheben die dann natürlich Landesweit für alle Wasserabnehmer gelten.

    #350648
    #350649

    Golfspielen mag sicher eine intellektuelle Sportart sein. Und zB mit dem Smartphone vertippt man sich schnell mal, bzw das macht schnell mal das, was man nicht will. Einmal ist keinmal, aber zweimal ist einmal zu viel.
    McPoldy, ist dir bewusst, dass die deutsche Sprache zwischen DAS und DASS (mancher schreibt auch daß) unterscheidet? Auch im Englischen (Irisch kann ich nicht) ist das der Fall.

    #350653

    Das Internet sagt mir, dass der abgebildete Kesselwaggon 120 m³ Volumen hat. Es wären also 559 Stück notwendig und nicht 1000 (!), kleine Abweichung.

    Ich weiß nicht, wo Du die Daten her hast. Bei Eisenbahnwagen ist die Ladung durch die zulässige Achslast begrenzt. Die beträgt maximal 25 t.
    Die Nutzlast bei 4-achsigen Kesselwagen beträgt (abhängig von der Konstruktion und vom Eigengewicht) etwa 65 t (was bei Wasser 65³ entspricht). Der Vergleich stimmt schon.

    #350656

    Da der Golfplatz weder einen Gleisanschluss für Tankzüge hat, noch Rinder darauf weiden, hier eine anschauliche Berechnung: Man könnte mit 67.000 m³ Wasser den Seespiegel um 9,8 cm steigen lassen.

    Durch die Entnahme der insgesamt genehmigten Wassermenge sinkt das Wasserspiegel um knapp 20 cm (zusammengerechnet aus Daten verschiedener aktueller Veröffentlichungen zum Thema), das ist schon erheblich. Zumal der Seespiegel jetzt unter 91,4 m liegt und der Überlauf in die Reide nicht mehr gewährleistet ist (das ist in anderen Bundesländern Grund, auch genehmigte Entnahmen zu stoppen – https://twitter.com/micha06de/status/1152602994879471617?s=20). Eigentlich darf beim Hufeisensee unterhalb 91,5 m keine Entnahme mehr stattfinden.

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