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  • Dieses Thema hat 326 Antworten und 52 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 8 Jahre, 3 Monaten von Anonym.
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  • #51476

    Anonym

    „Bier bewusst geniessen“ nicht missbrauchen, Schulze…

    #51477

    Bier? Ist es das, was man sich so beim Haarewaschen übergießt?

    Trinken tue ich sowas jedenfalls nicht… ;-))

    #51478

    @Schulze
    vermutlich wirst Du´s nicht glauben, aber ich kenne das nt und sogar von innen – daher solltest Du vorsichtig sein mit pauschalen Vorverurteilungen. Nur weil man Herrn Brenner sein Auftreten kritisiert, stempelst Du diese Leute als Kulturbanausen ab, die „ja eh von nichts eine Ahnung haben“.

    Und wenn Du schon beim Belehren anderer Rechtschreibung hier bist: in Deinem Beitrag #50631 wird das Wort „Menschen“ groß geschrieben – von daher bitte etwas zurückhaltender sein, wenn man selbst nicht fehlerfrei ist 🙂 Der Rest vom Forum hat sich danach auch nicht in einer Kritik Dir gegenüber ergossen, weil im Grunde jeder wusste, was Du da meinst.

    Im Übrigen hat auch der OB Fürsorge für die Einwohner von Halle getragen während des Katastrophenfalls. Es hat alles ein Für und ein Wider – und die „wahre Kunst“ besteht darin, das gegeneinander abzuwägen und nicht eine Seite mit brachialer Gewalt durchpeitschen zu wollen. Ich denke, dass auch sehr viele Leute, die die Entscheidung des OB mittragen, ein durchaus großes kulturelles Interesse haben, aber eben kein Verständnis für das, was derzeit inszeniert wird. Das ist nämlich ein Unterschied.

    #51479

    @Nachrichtenticker besitzt eine Schule? Herrmann’s Law hat sich mal wieder bewahrheitet.
    Gute Nacht!

    #51481

    @silbe
    komisch bloß, dass ich bis heute keinen kulturinteressierten Menschen in der Stadt getroffen habe, der die Absage befürwortet hätte. Ich sage noch mehr, die ganze Geschichte hat viel weniger mit der Flutkatastrophe zu tun, als man uns weis machen will, die war bloß am richtigen Platz zur richtigen Zeit, so etwa wie das Erdbeben in Japan für die Grünen. Sorry, wenn es zynisch klingt, Politik funktioniert nicht anders. Und dem werten Herrn OB glaube ich sowieso keine Silbe… 🙂

    #51484

    Anonym

    Was zeichnet einen kulturinteressierten Menschen eigentlich aus? Zum Beispiel unter anderem, daß er vernünftig, sachlich und vorbehaltlos argumentieren kann. Das was ihr beiden aber hier ablasst, ist genau das Gegenteil. Ihr wollt kulturintessiert sein? Schauspieler seid ihr, aber ganz schlechte.

    #51485

    Wer nicht für die Absage der Händelfestspiele war/ist, ist eben nicht kulturinteressiert. So einfach ist das (L)eben.

    #51492

    @Beobachter schrieb Und dem werten Herrn OB glaube ich sowieso keine Silbe…

    Wahrscheinlich gabs auch kein Hochwasser und der OB hat sich das nur ausgedacht? Wenn ihr „Künstler“ mal von eurem hohen Ross runtergekommen währt wüsstet ihr, was in dieser Stadt abging.

    Für mich bleibt nur eine Schlussfolgerung. Früher haben wir gerufen „Stasi in die Produktion. Heute könnte man diesen Spruch für das subventionierte Theatervolk sagen.

    #51498

    Mirror

    „…ob 0,1% des Haushalts, die Theater hier im Land ausmacht, zur Konsolidierung eines Haushalts verwendet werden sollen…“
    Bitte keine unseriösen Zahlenspiele, können andere auch: 9,5 Mio Stadtrendite der GWG und HWG, die durch die Mieter bezahlt werden, gehen zu 100% in gutbezahlte Posten der Kulturschaffenden. Umverteilung von unten nach oben! Die Linken dürften da wohl nicht engagiert sein oder haben den Parteitag in Dresden geschwänzt.

    #51505

    Anonym

    Die Theaterleute haben Angst. Angst fressen Seele auf, machen Nerven schwach.

    Angstmacherin Die Schamanin

    #51506

    Wo ihr nur immer die subventionierten oder gut bezahlten Posten der Kulturschaffenden sehen wollt. Macht euch besser mal schlau, wie diese heute arbeiten müssen und was sie dabei bezahlt bekommen, dann würdet ihr anders schwätzen.
    Oder ihr meint natürlich andere „Kulturschaffende“…

    #51511

    @Beobachter

    Hast Du überhaupt registriert das der OB die Mittel für die GmbH seitens der Stadt konstant halten will ? Ist es das was Du nicht glaubst weil das eigentlich positiv ist ? Wie siehst Du denn nun die Situation ? Laut GF (der Kulturretter) und den 2 Damen aus dem Kulturauschuss ist ja die GmbH nun Pleite da die beiden Parteien der Damen das so beschlossen haben. (gab es schon Parteiaustritte?)

    Denkst Du immer noch allen Ernstes das es für einen Versuch die ausgefallenen Landesgelder in Höhe von 2,85 Mio. € auf anderem Weg zu besorgen richtig war solch ein Zinnober abzuziehen ? Grundsätzlich wäre das ja möglich nur wer um alles in der Welt soll sich denn jetzt noch dafür einsetzen ?

    @Schulze

    Ja Du bist ein echter „Insider“, versuche doch mal zu erklären warum der Theaterindendant jetzt neben der Politik auch die anderen Sparten angeht. Eventuell könnest Du dann auch etwas verstehen.

    #51512

    Die Antwort ist eigentlich offensichtlich: Der Sparten-Kriegszustand ist ausgerufen. Der letzte Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt.

    #51514

    Mirror

    Frage. sind die Angestellten der TOO wirklich so unterbezahlt? ich nehme an so um E11 bis E14? Ohne Verantwortung für die Erlöse, ein hinreichendes Auskommen.

    #51516

    Der „Beobachter“ entlarvt seine Kulturferne schon durch seinen Sprachgebrauch.

    #51518

    Das geht wieder voll in die Neidschiene und hilft auch nicht weiter. Innerhalb der GmbH gibt es große Unterschiede die aber nicht Halle spezifisch sind sondern in ganz Deutschland so. Der Zusammenhalt in der GmbH ist seit der letzten Haustarifrunde für einen Teil der MA sowieso vorbei weil da der Letzte gemerkt hat das die anderen (deutlich teureren) Bereiche (Laufzeit Haustarif bis 2016 ohne! Kürzungen von persönlichen Bezügen) da außen vor sind. Kompliziert wird das Ganze durch ein besonderes Tarifrecht und Unkündbarkeiten. Das klingt für einige sicherlich nach Zuckerschlecken aber z.B. im technischen Bereichen ist das hartes Arbeiten zu absolut Familienfeindlichen Zeiten für wenig Geld.

    Das Problem ist das niemand seitens der Stadt dem GF Vorgaben gemacht hat mit welchen Schwerpunkten er das Geld ausgeben soll. Dies ist aber indirekt (gewollt oder ungewollt kann ja mal @Beobachter sagen) geschehen denn wenn ich intern Zusagen über die Laufzeiten der externen Zusagen hinaus mache dann kann ich diese nur intern ausgleichen in dem der Bereich mit den langfristigen Zusagen alle anderen immer mehr verdrängt.

    Was fehlt politisch seitens des Stadtrates/Politik ? -> klare Ansagen

    1. Wie viel Kultur will sich die Stadt in € leisten ? (bisher kamen die Mehreinnahmen für den Titel Kulturhauptstadt vom Land was jetzt vorbei ist)
    2. Wie soll dieses Geld auf die Sparten verteilt werden ? (dies kann man offensichtlich nicht der GmbH überlassen)
    3. War die GmbH die richtige Entscheidung ?

    #51519

    Die Kulturschaffenden behaupten:
    – Städte, die in die Kultur investieren blühen auf, erzielen mehr Steuern etc.
    – Mit Investitionen in die Kultur werden 7 bis 8 fache Investitionen/Ergebnisse in anderen Bereichen erzielt.

    Kann das ein Nichtkulturschaffender bestätigen?

    #51520

    E11 bis E14 nach TV Bund und Kommune? Gewiss, aber nur für wen… einige ganz wenige, die anderen sind drunter, die Schauspieler etc. haben, wenn überhaupt nur Einzel- und Zeitverträge, oder sind sonstwie temporär oder auf Gage bezahlt…
    Der Haustarif beinhaltet ohnehin eine Tarifabsenkung über die Laufzeit, allerdings mit Beschäftigungssicherung….

    Und nein, die GmbH war damals nur politisch gewollt… und das sind meist keine guten Entscheidungen … seh ich mal so

    Und wolli, man kann das eine nicht losgelöst vom anderen betrachten; es hängt zusammen

    #51523

    @wolli
    Ich kann dir nur sagen, dass die Gewerbesteuereinnahmen (ca. 45 Millionen pro Jahr) sich mit den Kulturausgaben (8% Gesamtanteil am Haushalt) in etwa decken

    Das Problem sind aber nicht die Kulturausgaben, sondern die erschreckend niedrigen Gewerbesteuereinnahmen.

    #51525

    @Wolli

    Das kann niemand bestätigen weil dies alles unter die sogenannten weichen Faktoren gehört und die Begründungskette nur indirekt läuft.

    Unser Nachbarland Sachsen gibt signifikant mehr Geld pro Kopf für Kultur (einer der Spitzenwerte Deutschlands) aus. Das ist eine bewusste politische Entscheidung und genau darum geht es. Niemand kann ernsthaft behaupten das Sachsen deswegen heute wirtschaftlich besser da steht. Sachsen-Anhalt liegt derzeit im guten oberen Mittelfeld der Kulturausgaben, nach diesen Kürzungen muss man neu schauen.

    #51541

    Diese GmbH war der größte Mist und eigentlich nur Frau S. zu verdanken, die sich damit ein Denkmal setzen wollte. Ich erinnere mich noch genau wie sie von einer: „finanziell opulent ausgestatteten GmbH“ sprach….

    Im übrigen ist die allergrößte Mehrheit der TVöD Beschäftigten in der TOO zwischen E4 und E7 angesiedelt, Minus 10% für den Haustarifvertrag versteht sich.
    E11+ erhalten nur die allerwenigsten in der Leitungsebene.

    @Nachrichtenticker:
    Zu deinem Post #51518 Absatz 1 kann ich dir nur zu 100% zustimmen.
    Genauso sieht es aus. Ich glaube kaum, daß besagte Klientel nach 2016 noch Solidarität der dann noch dort Beschäftigten anderer Bereiche erhält.

    #51544

    @Trotharian Diese GmbH war der größte Mist und eigentlich nur Frau S. zu verdanken, die sich damit ein Denkmal setzen wollte.

    Die GmbH wurde nur geschaffen, um so viel wie möglich im Kulturbereich zu sparen.

    Und damit sie nicht die Böse ist, holte sie einen Geschäftsführer, der schon vorher für Kulturabbau stand.
    Und sich für die „Drecksarbeit“ nicht zu schade war.
    Jetzt ist er eh der Buhmann, und kann ruhig bleiben. Niemand erwartet von ihm einen positiven Beitrag.

    #51545

    Sich in piekfeiner Seide in irgend einem klimatisierten Konzertraum Händels Wassermusik anzuhören, während an anderswo in der Stadt Tausende Menschen bis zur Erschöpfung und darüber hinaus gegen das Hochwasser kämpfen, ist für mich keine Kultur, sondern Arroganz. Die Absage der Handelfestspiele war richtig. Und wer daraus eine Absage der Stadt zur Kultur generell herleitet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Die Kulturschaffenden und -interessierten die ich gesprochen habe, hatten durchaus Verständnis für die Absage. Aber vielleicht verkehre ich auch nicht in solch abgehobenen Kreisen wie mancher Beobachter.

    #51616

    Mirror

    Eine Plausibilisierung:
    – 13,5 Mio Etat für Staatskapelle (MZ) + geschätzt 1 Mio Einnahmen
    – 80% Personalausgaben(GF TOO in MZ) = 11,60 Mio
    – 100 Vollzeitstellen Orchester -> 116.000 € pro Mitarbeiter
    Entweder laufen da zu viele Mitarbeiter als Notenträger rum oder mein Mitleid für die schlechte Bezahlung hält sich in Grenzen.

    #51618

    @mirror
    falsche Zahlen zu verbreiten, was bezweckst du damit?

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