Startseite Foren Halle (Saale) Abriss vom Künstlerhaus 188

  • Dieses Thema hat 450 Antworten und 60 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Jahre, 6 Monaten von Anonym.
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  • #75459

    Kenno schreibt:
    „Die umfangreichen Diskussionen um das Künstlerhaus zeigen, dass dieses zu Schaffung einer regelkonformen Querschnittsgestaltung des Böllberger Weges abgerissen werden muß.“

    Ach? Ich lese in den Diskussionen was ganz anderes. Man sieht halt nur, was man sehen will.

    Um noch mal die merkwürdige Argumentation mit den Fördermitteln aufzugreifen. Die Förderrichtlinien waren bei Antragstellung bekannt. Da kann es also nicht sein, dass man jetzt erst feststellt, dass das Künstlerhaus im Wege steht.
    Entweder hat man im Stadtplanungsamt schon lange gewusst, dass das die Weinbergschule abgebrochen werden muss, und die untere Denkmalbehörde (die witziger Weise zum Dezernat gehört) nicht einbezogen, oder man hat unzureichende Planungsunterlagen dem Förderantrag beigelegt.

    #75464

    @Hei-wu schrieb:
    „Ach? Ich lese in den Diskussionen was ganz anderes. Man sieht halt nur, was man sehen will.“
    Wenn du auf der Bürgerversammlung im Stadthaus gewesen wärest, dann würdest du anders denken und nicht nur das „lesen“, was hier diskutiert worden ist!!!
    Klar, wie ich schon früher betonte, hat die Stadt schon vor über 20 Jahren gewußt, dass eine Lösung zum Erhalt des Künstlerhauses gefunden werden muß, aber nicht langfristig darauf hingearbeitet.
    Nunmehr ist es zu spät!!

    #75525

    Who

    @Kenno

    Wenn man Fernwärme mit Fernwärme vergleicht ist es schön, dass Halle so ein tolles Netz hat. Dieser Vergleich sagt aber nichts über die Effizienz gegenüber anderen Ansätzen aus.

    Man muss das im Komplex betrachten und da ist es nunmal so, dass nicht nur ein Kraftwerk jede Menge Holz bei Betrieb und Instandhaltung kostet sondern auch das benötigte Personal. Nicht umsonst legen E.ON, RWE und co jetzt hektisch Kraftwerke still. Wenn sich die Stromproduktion nicht mehr lohnt, betreibe ich das KW mit allem drumherum nur noch wegen Fernwärme. Das kann sich auf Dauer nicht rechnen.

    Eigentlich geht es hier ja nicht um Fernwärme sondern um das 188.
    Vielleicht sollten wir uns darauf wieder konzentrieren.

    #75528

    @Who,
    du befindest dich wieder im Irrtum, denn du kannst die Groß-Kraftwerke der 4 Großkonzerne nicht mit städtischen Heizkraftwerken vergleichen.Die HKW`s sind optimal für die Wärmeversorgung von Städten konzipiert und müssen nur flexibel auf die täglichen und jahreszeitlichen Schwankungen des Wärmebedarfs reagieren. Sie werden wärmegeführt betrieben und die Elektroenergie ist sozusagen „Abfallprodukt“.
    Solltest du noch weitere Fragen haben, dann schicke mir eine PM, um das Thema 188 nicht unnötig zu belasten!

    #75560

    Kann das „188“ eigentlich stehen bleiben und gleichzeitig der Böllberger Weg mit dem gleichen Fördergelderbetrag aus teilweise vielleicht anderen Fördertöpfen saniert werden?
    Welche anderen Fördertöpfe wären das? Habe mal so etwas mitbekommen…
    Wie hoch wird die Ersparnis für die Stadt Halle sein, wenn kein Abriß stattfindet und die Abrißkosten gespart werden?!
    Was würde die Stadt bei Verkauf des „188“ einnehmen? Oder ist die Stadt in der Lage das „188“ einer wirtschaftlich sinnvollen Weiternutzung zuzuführen? Und wenn, welcher Weiternutzung?
    Ich habe das Gefühl, dass noch nicht alle Möglichkeiten überdacht worden sind, um sowohl den Abriß des „188“ zu verhindern als auch die Sanierung des Böllis mit größtenteils Fördergeldern zu gefährden…

    #75576

    Ob wohl die Fördertopfverwalter unsere Diskussion kennen? oder sollte man ihnen einen diskreten Hinweis geben?

    #75577

    man sollte alles versuchen, damit die entscheidungsträger diese falsche entscheidung zurücknehmen…

    #75578

    Die Entscheidung ist nicht falsch, denn der Baudezernent Uwe Stäglin hat sowohl auf der letzten Bürgerversammlung als auch im letzten Stadtrat eindeutig nach Rücksprache mit dem Fördermittelgeber für den Böllberger Weg erklärt, dass es ohne einen eigenen Gleiskörper für die Straba keine Fördermittel geben wird.
    Die Fördermittelbereitstellung für die Sanierung der Torstraße erfolgte letztmalig aus einem anderen Topf (EFRE) und ist ausgelaufen.
    Die Stadt hat sich die Misere durch langjährige Untätigkeit bei Immobiliengeschäften selbst eingebrockt und muß nun in den saueren Apfel beißen.

    #75597

    „Baudezernent Uwe Stäglin hat … nach Rücksprache mit dem Fördermittelgeber für den Böllberger Weg erklärt, dass es ohne einen eigenen Gleiskörper für die Straba keine Fördermittel geben wird.“

    Sorry, aber dann ist der „Fördermittelgeber“ bekloppt.
    Der einzige Effekt ist doch, dass Rentner aus der Innenstadt eine Minute schneller mit der Straßenbahn im südstädtischen Kaufland sind.

    Das Gebäude des 188 ist als Schule konzipiert und m.E. auch für nichts anderes zu gebrauchen. Es war schon zu DDR-Zeiten Blödsinn, darin das „Zentrum für bildende Kunst“ anzusiedeln. Aus Klassenräumen mit vier Meter Deckenhöhe entstanden Ateliers und Büros, für diesen Zweck eine Energieverschwendung ohnegleichen.
    Aus dem Gebäude wieder eine Schule zu machen, ist ein unterstützenswerter Vorschlag.

    #75614

    Das Gebäude wurde auch nach der Wende als Schule genutzt,Ich habe da beim Haus der Technik Essen einen Lehrgang absolviert.

    #75615

    Wer gibt eigentlich die Foerdermittel? Man koennte ja dort selber mal nachfragen, statt Herrn Staeglin alles zu glauben.

    #75616

    Leider dürften die Reste des Gebäudes in keiner Weise den Anforderungen an ein heutiges Schulgebäude genügen, von der exponierten Lage direkt an der Straße ganz zu schweigen!Und: Wie groß ist das Gebäude? (heißt: wieviele Klassenräume würde es hergeben?)

    #75618

    Who

    Die Nutzung als Schule ist ja nur ein Gedanke.
    Grundsätzlich muss man ein fundiertes Konzept haben.
    So zwischen Tür und Angel mal irgendwas draus machen führt gegen den Baum.

    Die Stadtplaner verkaufen ihre Variante als alternativlos. (Schönes Wort übrigens).
    Und vor allem ohne Diskussion. Ich denke, das ist es auch, was die Hallenser so stört.
    Diskutiert werden sollten Alternativen für die Nutzung, die das Gebäude auch langfristig erhalten, nicht von Verkehrsführung. Alternative Verkehrsführung ist möglich.

    #75625

    Um das Haus herum? Oder darüber hinweg? Oder wie?

    Mir fiele da nur ein, auf 200+x m eingleisig zu fahren wie im Brandbergsweg… dann könnte man die Trasse in der Straßenmitte stecken…

    #75631

    @Schulze,
    auch der Antrag von 2-CDU-Stadträten zur Realisierung einer eingleisigen Straba-Führung im Bereich des 188 wurde zurückgenommen, weil auch diese Variante vom Stadtbahn-Fördermittelgeber nicht akzeptiert wird.

    #75633

    Mag sein @redhall. Es gibt dort zwei Räume, die für Schulungen genutzt wurden/werden.

    Definitiv wurde die Schule aber schon zu DDR-Zeiten mit Druckwerkstätten und -maschinen zum Zentrum für Bildende Kunst gemacht. Nach der Wende gab es konkurrierende Konzepte für das Haus. Das Künstlerhaus-Konzept siegte. Aus der Turn- wurde eine Ausstellunngshalle, aus dem Kohlenkeller eine Gaststätte. Keiner der Pächter hat länger als ein Jahr durchgehalten, weil in dem Haus zu wenig los war.
    Die Idee von Konrad Potthoff & Co. war gut, das Künstlerhaus wenigstens zum Teil durch die Kneipe im Haus zu finanzieren. Das funktionierte leider nicht und so dümpelt das 188 seit Jahren vor sich hin…

    #75636

    Ja nun, muß eigentlch alles gefördert werden? Kann man auch mal was aus eigener wirtschaftskraft bezahlen? und wenn das nicht geht, es halt bleiben lassen???

    insofern scheint mir auch der Fördernde etwas weltfremd zu sein…

    Und warum wird der Fußweg, wie schon mal angedacht, nicht durch das Gebäude geführt??? Arkaden gibt es doch anderswo aus Platzgründen auch…

    #75933

    @Schulze,
    schau dir den Regelquerschnitt für die jetzt nochmals untersuchte „Arkadenlösung“ an und da wirdst du sehen, dass die Schienenaußenkante ca. mit der Fassade des 188 übereinstimmt. Dies besagt doch alles und vergiß nicht, die Stadt Halle hat kein Geld dafür.
    Wenn sich zudem die Verkehrplaner hier am Böllberger Weg eine Engstelle einbauen, dann vergeben sie auch zukünftig die Chance, bei einem späteren Abriss der Hochstraße über den Franckeplatz den Böllberger Weg als Alternative zu nutzen und nochmals auszubauen.
    Dann wird die Verkehrslast nicht 20 000 Kfz/Tag sondern viel höher sein!!
    Mich wundert, dass die BI Hochstraße hierzu noch nicht in die Diskussion eingestiegen ist!!

    #75935

    ayo

    Auch die Gr. Ulrichstraße wurde für die Straßenbahn (damals Verbreiterung von 1 auf 2 Gleise) gravierend verändert. Sicher sind dafür einige wertvolle Gebäude gefallen. Warum fällt das heute kaum auf? Weil die danach errichteten Gebäude der Straße ein anspruchsvolles neues Gesicht gaben. Und weil die Straße mit einer eingleisigen Straßenbahn heute undenkbar wäre.

    So bitter das für das „188“ sein mag.

    #75947

    Na sicher doch. Dreckige Hinterhöfe und Schotterparkplätze geben dem Böllberger Weg ganz bestimmt ein anspruchsvolles neues Gesicht. Denn genau das wird zu sehen sein, wenn die Gebäude abgerissen werden.

    Und da du schon die Große Ulrichstraße ins Gespräch bringst: die wird übrigens auch saniert, ohne sämtliche Gebäude drumherum abzureißen und ohne ein eigenes Gleisbett. Wie ist das nur möglich?

    #75955

    Um es nochmals klarzustellen, die Sanierungen der Großen Ulrichstraße und des Böllberger Weges werden aus unterschiedlichen Fördertöpfen finanziert und sind deshalb nicht vergleichbar.
    Die Stadt Halle hätte es selber in der Hand gehabt, das Künstlerhaus zu retten.
    Dazu hätte man an die Vorplanungen von vor über 20 Jahren anknüpfen müssen und die Trassenfreihaltung auf der Ostseite durch langfristige Immobilienaufkäufe organisieren müssen.
    Das derzeitige Argument mit den dreckigen Hinterhöfen und den Schotterparkplätzen hätte man auch mit der Erstellung eines neuen Bebauungsplanes mit Erstellung einer geschlossenen rückversetzten östliche Häuserfront durchaus lösen können.
    Nunmehr drängt die Zeit und als weiteres Argument dagegen wird die Gleisverschwenkung ab der Geseniusstraße und dem damit verbundene Zeitverlust im Fahrplan der Straba als Scheinargument angeführt.

    #75976

    Leute, macht nicht so ein Theater um diesen hässlichen Klotz.

    #75964

    Die Hinterhöfe sind auch nur dreckig, weil deren Eigentümer das über Jahrzehnte haben hinlottern lassen… Willst du das jetzt den Machern am Böllberger anlasten??? Und, Schotterparkplätze gibt es anderswo auch… aber besser wären ja Ruinengrundstücke…

    #76072

    ayo

    @10010110beta: Du musst die Texte auch lesen, wenn Du sie verstehen willst. Aber hier für 0-en und 1-en kompatibel: Die große Ulrichstraße wurde (Vergangenheit!) von 1 auf 2 Gleise verbreitert. Das ist über hundert Jahre her. Dafür mussten Häuser abgerissen werden. Die damals neu gebauten gehören heute ganz selbstverständlich zum Stadtbild.

    #76088

    ayo, du musst aber auch die Texte verstehen wollen, statt nur das gleiche zu wiederholen, was du bereits gesagt hast.

    Als die Große Ulli (damals!) verbreitert wurde, stand Halle in bester Blüte und eine Neubebauung war so sicher wie das Amen in der Kirche. Wenn heute in Halle was abgerissen wird, dann passiert da gar nix mehr. Guck’ dir an, was in der Klaustorvorstadt los ist (Mansfelder und Ankerstraße). Und das ist noch eine der besseren Lagen in der Stadt. Was meinst du, was in Glaucha passiert, noch dazu rechts und links des Böllberger Wegs?

    Du willst wohl, dass in hundert Jahren eine zerstückelte ehemalige Blockrandbebauung und sichtbare Hinterhäuser/-höfe ganz selbstverständlich zum Stadbild gehören?

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