Startseite Foren Halle (Saale) Wegen untersagtem Künstlerhaus-Abriss: Halle fürchtet Scheitern des gesamten Stadtbahn-Programms

  • Dieses Thema hat 115 Antworten und 28 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 8 Jahre von eavier.
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  • #102338

    Kann mir jemand mal erklären wozu wir ein Stadtbahn-Programm brauchen? Das kostet viel zu viel und das Geld haben wir nicht.

    #102339

    Die Verantwortlichen bei der Stadt und der HAVAG scheinen weiterhin kein Problem damit zu haben, privaten Grundstückseigentümern eine Blaupause zur Missachtung des Denkmalschutzes bereitzustellen.

    #102340

    Die Verantwortlichen bei der Stadt und der HaVAG scheinen weiterhin kein Problem damit zu haben, privaten Grundstückseigentümern eine Blaupause zur Missachtung des Denkmalschutzes bereitzustellen.

    Die untere Denkmalbehörde wird zukünftig im Sinne der Gleichbehandlung bei den privaten Eigentümern keine Mehrkosten für Dachdeckungen oder bestimmte Fensterrahmen durchsetzen. Ob das ein guter Weg ist?

    #102343

    Ist mit „Einbinden“ vielleicht „Einwickeln“ gemeint?

    #102353

    …ich schäme mich für den bürgermeister von halle, für den stadtwerke-geschäftsführer matthias krause, für den wirtschaftsderzenten wolfram neumann.

    so viel ignoranz, kleinkariertheit, borniertheit, das ist so peinlich…

    mit welchen unwahren behauptungen immer noch agiert wird, richtig kindergarten…

    muss man denn noch zu diesen deppen hin, denen ´ne telefonnummer abknöppen, um dann dort teleofonisch das mit diesem bescheuerten bahnkörper mal zu klären…

    diese dummheit hält man im kopf nicht aus…

    #102355

    Halle muss sich zwischen der Modernisierung seines Straßenbahnnetzes über das Stadtbahnprogramm und dem Erhalt des denkmalgeschützten Künstlerhauses entscheiden. Ein „sowohl …. als auch“ wird es nicht geben. Die Stadt kann auch nicht mit den FM-Gebern über Förderkonditionen verhandeln. Wie naiv ist das denn??? Wir sind doch hier nicht auf einem orientalischen Basar! Entweder sind die Kriterien für eine Förderung erfüllt oder eben nicht. Bund und Land finden mit Sicherheit andere Abnehmer für ihre Fördergelder. Halle könnte am Ende mal wieder leer ausgehen, Schienen, Plätze und Straßen bleiben unsaniert …. die Stadt verliert an Attraktivität.

    Es gehört leider in den Bereich der Legenden, dass man nur neue Varianten prüfen und über diese Kompromisse am runden Tischen aushandeln könne. Die HAVAG hat ihre Hausaufgaben für diese Stadt professionell gemacht. Alle technisch möglichen Varianten und Untervarianten wurden geprüft und letztlich als nicht förderkonform oder aus verschiedenen Gründen nicht durchführbar verworfen. Leider gibt es in diesem Fall nur schwarz oder weiß. Da es keine umsetzbare Kompromissvariante gibt, bleibt der Gesellschaft eben nur der Klageweg oder der Verzicht auf die Modernisierung der Verkehrswege. Die Öffentlichkeit sollte endlich aufhören, sich vorzumachen, dass es in diesem konkreten Fall einen dritten Weg gibt. Halle muss sich entscheiden …. und schließlich mit dieser Entscheidung leben.

    #102357

    Und ich persönlich schäme mich für die Kleinkariertheit der halleschen Bevölkerung, mal wieder. Es handelt sich hier um ein in Grenzen schönes Gebäude (um es mal vorsichtig auszudrücken), in dem die Mehrheit der dort schaffenden Künstler selbst keine Zukunft mehr sieht. Zudem gefährdet der Erhaltungswahn weniger Personen nun ein gesamtes Stadtbahnprojekt. Wie sehr es in Halle diesbezüglich jetzt bereits klemmt, kann man schon diesem Thread entnehmen.

    Und warum das Ganze? Nur um Personen zu huldigen, gegen die man woanders in der Republik Museen gegen das Vergessen errichtet hat. Wenn ich nochmal irgendwo das „Qualitätsmerkmal“ lese „Hier ist Margot Honecker zur Schule gegangen“, fliegt mir der Hut hoch.

    #102364

    Wer hat eigentlich das Ammenmärchen in die Welt gesetzt das das ganze Stadtbahnprogramm gefährdet sei ? Das sind jeweils getrennt bewilligte Einzel-Projekte und wenn die Stadt jetzt anführt das die Genehmigung fürs Steintor immer noch nicht da sei (MZ Artikel) dann hat dies nichts mit dem Künstlerhaus zu tun sondern mit der eingereichten Einzelplanung fürs Steintor. Wie leichtgläubig muss man eingentlich sein so etwas auch noch nachzuplappern ?

    Wirklich amüsiert bin ich immer wieder von den „Experten“ die Denkmal mit Schönheit oder sonstigen Eigenschaften versehen oder das die derzeitigen Nutzer es nicht mehr benötigen. Mehr Inkompetenz zum Thema kann man gar nicht äußern.



    @eichner

    Was soll Halle entscheiden ? Die Planer der Stadt haben entschieden eine Sondergenehmigung zu beantragen welche abgelehnt wurde. Dies übrigens analog zu den letzten großen Aufregern von privaten Bauherrn welche Baudenkmäler in der Stadt vernichten wollten. Dort hat aber schon die untere Behörde abgelehnt und ich habe (zum Glück) niemanden protestieren hören. Entschieden wird nun in der Stadt zum Thema nichts mehr sondern in Gerichten wenn wirklich geklagt wird.

    #102365

    Ich schäme mich für Halle, weil ständig eine  kleine Minderheit gegen Änderungen protestiert und alles miefig provinziell halten will.

    #102366

    Wenn ich nochmal irgendwo das “Qualitätsmerkmal” lese “Hier ist Margot Honecker zur Schule gegangen”, fliegt mir der Hut hoch.

    Schau mal genauer hin wer in welchem Zusammenhang diese Bemerkungen macht.

    #102367

    Ich schäme mich für Halle, weil ständig eine kleine Minderheit gegen Änderungen protestiert und alles miefig provinziell halten will.

    Und wenn dieses Teilstück 4 spurig wäre dann ist Halle Weltstadt und …was ist eigentlich das Gegenteil von miefig? Douglas?

    #102368

    was ist eigentlich das Gegenteil von miefig

    Leipzig

    #102369

    Dort ist allermiefigste Provinz denn die haben nicht mal ein Stadtbahnprogramm.

    #102370

    Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich entscheiden, welchen Weg Halle nehmen soll?! Den Rest klären die Gerichte schon.

    #102371

    Dort ist allermiefigste Provinz denn die haben nicht mal ein Stadtbahnprogramm.

    Doch, das ist aber unterirdisch.

    #102372

    Warum kaufen die Erhalter nicht einfach die Ruine und setzen sie um?

    Ein Stück weiter stehen auch noch die Reste der Brauerrei, warum können sie sich nicht daran erfreuen?

    #102375

    Hm komischer Weise geht es bei Baudenkmälern immer um die Pflichten des Eigentümers, an andere Stelle fällt Dir so etwas immer sofort ein.

    #102378

    Amüsant, es kann in Kooperation Stadt/Land keine geförderte Lösung ohne Abriss gefunden werden. Praktikum in Italien, Frankreich oder Griechenland zum Einsatz von Fördergeldern gefällig 🙂

    #102385

    Da es sämtliche Generationen von Baudezernenten und Stadtplaner in Halle nach „Wolfgang Heinrich“ wissentlich um den Denkmalschutz des 188 es bisher nicht geschafft haben, eine andere Lösung an der Engstelle des Böllberger Weges zu finden, bleibt jetzt nur noch „zur Strafe“ der unsichere Klageweg übrig.

    #102392

    Kann nur sagen HILFE, HILFE!

    Nachrichtenticker schrieb:

    Wer hat eigentlich das Ammenmärchen in die Welt gesetzt das das ganze Stadtbahnprogramm gefährdet sei ? Das sind jeweils getrennt bewilligte Einzel-Projekte und wenn die Stadt jetzt anführt das die Genehmigung fürs Steintor immer noch nicht da sei (MZ Artikel) dann hat dies nichts mit dem Künstlerhaus zu tun sondern mit der eingereichten Einzelplanung fürs Steintor. Wie leichtgläubig muss man eingentlich sein so etwas auch noch nachzuplappern ?

    Woher nimmst du eigentlich deine Kenntnisse? Das ist doch totaler Schwachsinn was du den Leuten hier rüberbringen willst. Null Ahnung.

    Es gibt einen Antrag mit ca. 15 Vorhaben unter der Bezeichnung Stadtbahnprogramm Halle der gegenüber dem Bund zur Beantragung von Fördermitteln eingereicht wurde. Aufgenommen in das Förderprogramm des Bundes wird man nämlich nur, wenn das Vorhaben ein Investitionsvolumen von mind. 50 Mio.€ hat und wenn mittels einer Standardisierten Bewertung ein Nutzen-Kosten-Faktor von über 1,0 ausgewiesen werden kann.

    Damit bei einem solchen Vorhaben der Überblick bei der Verwendung und Abrechnung der Fördermittel nicht verloren geht hat sich das Land dazu entschieden die Vorhaben als Teilvorhaben zu bewilligen. Beispiel:

    Vorhabensbezeichnung:  Stadtbahnprogramm Halle – Teilvorhaben: Aus- und Umbau Böllberger Weg

    Dies ist nicht Außergewöhnlich. Größere Bauvorhaben werden prinzipiell in Bauabschnitte unterteilt und bewilligt.

    Gibt es mit einem Vorhaben Probleme (z.B. Torstraße – hier hat der Bund aufgrund des fehlendes Bahnkörpers eine Förderung ausgeschlossen) muss die Standardisierte Bewertung angepasst werden.

    Das heißt nun konkret: Der Antrag der HAVAG kann aufgrund der Abrissversagung nicht mehr bezuschusst werden, da sich ja die Rahmenbedingungen geändert haben. Also muss die HAVAG einen erneuten Antrag mit einer anderen Variante gegenüber dem Bund zur Prüfung einreichen oder aber Klagen und gewinnen, damit der Antrag in der jetzigen Form beschieden werden kann.

    Da die HAVAG die Auffassung vertritt, dass lt. ihrer umfassenden Untersuchungen keine andere Variante in Frage kommt beschreitet sie nun den Klageweg.  Der Fördermittelgeber kann daher auch keine weitere Bewilligung für das Stadtbahnprogramm aussprechen. Auch nicht für das Steintor.

    So jetzt weißt auch du was die Vorhaben des Stadtbahnprogramms, nämlich Steintor und Böllberger Weg, miteinander zu tun haben. 😉

    #102394

    .. nämlich „Stadtbahnprogramm Stufe 1“, identisch mit der Straba „Linie 1“, wozu der Steintorumbau und der Umbau des Rannischen Platzes aber auch der Rückbau der Schleife „Südstadtring“ gehören.

    #102396

    @Kenno

    vollkommen recht 🙂

    #102402

    Ja lange Texte ohne Informationsinhalt zu formulieren kenne ich nur von einer speziellen Interessengruppe. Hier das Statement der zuständigen Fachleute beim Landesministerium:

    Eine Herauslösung der Teilmaßnahme „Böllberger Weg“ aus der Bundesförderung ist grundsätzlich möglich, die Herauslösung eines Teilstückes nur dann,wenn die übrige Maßnahme danach noch eine eigene Verkehrsbedeutung aufweist.

    Nur so als überraschende Vorabinformation, genau danach wird das Gericht fragen und windige Vorzugsrechnung aus geschlossenen Kreisen fallen da schnell unangenehm auf.

    #102407

    Der Antrag der HAVAG kann aufgrund der Abrissversagung nicht mehr bezuschusst werden, da sich ja die Rahmenbedingungen geändert haben. Also muss die HAVAG einen erneuten Antrag mit einer anderen Variante gegenüber dem Bund zur Prüfung einreichen oder aber Klagen und gewinnen, damit der Antrag in der jetzigen Form beschieden werden kann.

    Somit muss die HAVAG Hausaufgaben machen, einen neuen Antrag stellen, hierbei das „188“ so wie es steht akzeptieren, die Planung neu erstellen und die minimalen Mehrkosten (es wird der Teil vor dem „188“ halt nicht so üppig gefördert usw.), klagen dagegen kostet und wird wohl nicht den Erfolg bringen…

    Und, eigentlich ganz schön dämlich, unbedingt das Stadtbahnprogramm MIT Abriss des „188“ zu planen. War denen nicht klar, dass das evtl. in die Hose gehen kann??? Jetzt will man unbedingt auf Teufel komm raus doch den Abriß genehmigt kriegen, nur wegen der Förderbedingungen, das tut voll weh, was das für eine Scheiße ist…

    Das das Stadtbahnprojekt in seiner Gesamtheit gefährdet ist glaube ich nicht.

    Mir ist mal zu Ohren gekommen, dass niemals alle angedachten Stadtbahnprojekte gefördert werden, Halle ist nicht die einzigste Stadt, die sich um das Stadtbahnprogamm bewirbt und die Mittel sind begrenzt…

    Ich hoffe, dass der (Menschen)verstand sich durchsetzt, man sich zusammensetzt und eine einvernehmliche Lösung findet.

    #102412

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch Richter hier mitlesen und den Diskussionsstand ganz gut mitbekommen.  Also nur weiter so.

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