Die Amis kommen: vor 70 Jahren befreiten die Timberwölfe Halle

18. April 2015 | Vermischtes | 3 Kommentare

Vor 70 Jahren endete für die Hallenser der 2. Weltkrieg. Die Stadt wurde von der 104. US-Division, den Timberwölfen, vom Nationalsozialismus befreit.

Am Samstag nun wurde an die damaligen Ereignisse gedacht und symbolisch mit historischen Uniformen nachgestellt. Am 15. April 1945 hatten amerikanische Truppen die nördliche Stadtgrenze von Halle erreicht. Eine Reihe von Bürgern hatte damals Gespräche mit den gegnerischen Truppen initiiert und so eine Zerstörung der Stadt verhindert, unter ihnen auch der heute nicht unumstrittene Graf Luckner. Die Gespräche fanden in einer Villa an der Kreuzung Köthener Straße / Trothaer Straße statt.

Weiter ging es zum Galgenberg. Hier hatten die Amerikaner bis Juni 1945 ein Feldlager. In originalgetreuen Uniformen und mit Army Field Lunch (Dosenfutter) wurde eine kleine Rast abgehalten. Ein Teilnehmer aus Bayern filmte und fotografierte mit originalen Geräten von damals, die allesamt auch noch funktionieren.

An der Ecke Albert-Schweitzer-Straße / Wolfensteinstraße steht versteckt in einem Vorgarten eine kleine Gedenksäule. Diese wollen die Organisatoren der Luckner-Gesellschaft nun in den öffentlichen Raum holen. An dieser Stelle war Luckner mit zwei US-Journalisten zusammengekommen, die der „Seeteufel“ bereits aus seiner Zeit in den USA kannte. Auch zum Luckner-Wohnhaus am Uniring ging es, bevor am Denkmal am Steintor Kränze niedergelegt wurden.

Am Sonntag geht es dann weiter. Auf dem Marktplatz wird eine Gedenkveranstaltung stattfinden, zu der Halles Ehrenbürger und Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher zugesagt hat. Eingeladen wurde zudem US-Botschafter John B. Emerson. Während der Veranstaltung sollen die damaligen Verhandlungen zwischen Felix Graf Luckner und General Terry de la Mesa Allen, Kommandeur der 104. US-Infanteriedivision „Timberwolf“ noch einmal von Schauspielern in historischen Uniformen dargestellt werden. Im Anschluß werden dann die Friedensglocken der Marktkirche läuten. Los geht es zunächst um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Marktkirche. Um 10.20 Uhr spielt der Posaunenchor von den Hausmannstürmen.

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