Don´t worry! Add curry!

15. September 2016 | Nachrichten, Natur & Gesundheit | 1 Kommentar
Bild: V.M. Holt „Why not eat insects” 1885

Bild: V.M. Holt „Why not eat insects” 1885

Insekten so zubereitet, dass man sie noch gut erkennt, dürfte kein Renner in unserer abendländischen Küchenkultur werden. Jedoch pulverisiert untergemischt, da waren sich die bei der INSECTA 2016 in Magdeburg versammelten Wissenschaftler einig, verbessern sie den Nährwert und wecken keine Ekel. In dieser Form Insekten zu essen oder als Tierfutter zu verwenden findet steigende Akzeptanz. Allerdings fehlen noch die gesetzlichen Grundlagen hierfür. In der EU ist ja bekanntlich alles verboten, was nicht ausdrücklich geregelt und zugelassen ist.  Unverdrossen  explorieren aber Wissenschaftler in aller Welt die Zucht und Verwertung von Insekten.

Abfälle verwerten, als Ernährung dienen

Weit über 1 Million Insektenarten  sorgen auf unserem Planeten dafür, dass alle Biomaterialen irgendwie verwertet und recycled werden. Mit Pflanzen- und Essensresten, organischen Produktionsabfällen, scheinbar Ungenießbarem kann man die Sechsbeiner ernähren und deren Proteine, Fette und Chitin weiterverwerten. Bislang können aber nur wenige Insektenarten problemlos in großen Mengen gezüchtet werden. Ein junger chinesischer Forscher konkretisierte seine Visionen so: die Besiedelung von Mond, Mars und lange intergalaktische Reisen will er mit Insekten verwirklichen, die praktisch alle Abfälle fressen und dann selbst als Nahrung dienen. So hatten sich das Peterchen und sein Herr Sumsemann das natürlich nicht gedacht.

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