„Bertolt Brecht: Flüchtlingsgespräche“ – eine szenische Lesung

5. April 2016 | Veranstaltungen | 2 Kommentare
v.l.n.r.: Martin Reik, Florian Stauch, Karl-Fred Müller. Foto: Falk Wenzel

v.l.n.r.: Martin Reik, Florian Stauch, Karl-Fred Müller. Foto: Falk Wenzel

Am Mittwoch, 6. April 2016, um 20:15 Uhr, gelangt am neuen theater Halle aus aktuellem Anlass eine außerplanmäßige Premiere auf die Bühne: Die szenische Lesung „Bertolt Brecht: Flüchtlingsgespräche“ wird mitten in der Jubiläumswoche „35 Jahre nt“ im Schaufenster präsentiert. Unter der Regie von Katharina Brankatschk lesen u.a. Florian Stauch, Karl-Fred Müller und Martin Reik aus den von Brecht in den 1940er Jahren geschriebenen Dialogen.

Bertolt Brechts „Flüchtlingsgespräche“ erzählen vom Alltag der aus Deutschland Vertriebenen, zu denen der Autor selbst auch gehörte. Bereits 1933 verließ Brecht Deutschland und suchte Exil in Prag, Wien, Zürich, Dänemark und den USA. Seine Eindrücke verarbeitete er in einer Art „Selbstgespräch zu zweit“ in besagtem Fragment „Flüchtlingsgespräche“:

Dort unterhalten sich der Physiker Ziffel und der Arbeiter Kalle in einem finnischen Bahnhofsrestaurant über Pässe, Pornografie, Zigarren und Demokratie. Sie befinden sich als politische Flüchtlinge zwischen den Welten, zwischen den Möglichkeiten einer Heimat. Der Text legt in humoristisch-verzweifeltem Ton die Verhältnisse geflüchteter Menschen während des Zweiten Weltkrieges frei, ohne in eine moralische Ästhetik abzugleiten. Der Stoff ist von erschütternder Aktualität: Die Würde des (schutzlosen) Menschen bleibt ein stets zu bewahrendes Gut und die Verantwortung der Schutzgebenden.

Regie: Katharina Brankatschk | Dramaturgie: Sophie Scherer | Bühne: Jens Richter | Kostüme: Claudia Hoppe | Mit: Karl-Fred Müller, Florian Stauch, Martin Reik | Gast: Salar Hassan

Premiere: Mittwoch, 6. April, 20:15 Uhr

Nächste Vorstellung: 22. April, 20:15 Uhr | jeweils im Schaufenster

Karten für die Lesung (zum Preis von 10,- Euro / erm. 5,- Euro) gibt es an der Theater- und Konzertkasse, unter 0345 – 5110 777 sowie www.buehnen-halle.de.

(Quelle: neues theater Halle)

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