Startseite Foren Halle (Saale) Frechheit siegt? Neustadt-Center ignoriert Gerichtsbeschluss

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  • #304152
    #304157

    Für ein gepfeffertes Bußgeld ab 10 000 Euro aufwärts empfehle ich die Freunde der Stadtbibliothek Halle e.V., die kaufen neue Medien für unsere Stadtbibliothek.

    #304159

    Warum durften denn nun eigentlich das Center in Peißen und die Innenstadt öffnen und Halle Neustadt nicht?

    #304167

    Passt zur allgemeinen Stimmung, die ich jetzt offt beobachte, ich mach was ich will-leck mich am Arsch.

    #304176

    Und unser lokaler Blubberfunk war sich nicht zu schade, bei der Unterlaufung des Verbots indirekt mitzuwirken:
    https://www.mz-web.de/halle-saale/dschungelqueen-und-bussgeld-warum-haendlern-nun-juristischer-aerger-droht-29310404

    #304181

    Sag ich doch. passt.

    #304188

    hei-wu, die Fernsehaufzeichnung und der Verkaufsoffene Sonntag waren lange geplant, und der verkaufsoffene Sonntag auch von der Stadt genehmigt. Die Mitarbeiter hatten schon vor Wochen Ihren Einsatzplan und wussten das sie diesen Sonntag gehen sollen. Das Verbot kam erst 3 Tage vorher, also war es eher unerwartet doch frei zu haben.
    Einige Reaktionen zeigen nur das diejenigen null Ahnungen von den Abläufen haben. Die Mitarbeiter erfahren doch nicht erst Samstag Mittag das sie Sonntag kommen sollen. Und auch die Fernsehproduktion hat Monate Vorlauf, wie auch die Handelsunternehmeen die mit der Werbung locker 2 Monate Vorlauf haben.

    #304192

    Das mag ja sein, ich habe auch keine Ahnung von Abläufen im Handelsbereich und beim Fernsehen, aber soviel weiß ich, wenn es einen Gerichtsbeschluss gibt, egal wie lange vorher, dann ist dieser zu erfüllen.

    #304193

    Wenn das Ignorieren einer Gerichtsentscheidung künftig „Zivilcourage“ ist, dann ist die Nichtbeachtung von Gesetzen sogar Pflicht?

    #304208

    @wolli, es geht eher darum das hier und in anderen Posts behauptet wird die Mitarbeiter würden Ihrer Freizeit beraubt. Dieser Tag war lange geplant, und Mitarbeiter hatten Ihre Einsatzpläne, hatten teilweise vorher sogar frei. Dass sich da einzelne Unternehmer darüber hinweg gesetzt haben ist nicht okay, aber so zu tun das Mitarbeiter durch diesen Tag hätten auf Freizeit verzichten müssen ist quatsch. Zum anderen warum kämpft verdi nur in Neustadt, Peissen hatte auch auf da ist auch kein Weihnachtsmarkt, warum nur das Verbot für Neustadt und nicht für ganz Halle. Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt ist kein Grund für eine Sonntagsöffnung, wenn ja dann aber an allen Sonntagen wo Weihnachtsmarkt ist und genau so lange auf wie der Weihnachtsmarkt.

    #304209

    „aber so zu tun das Mitarbeiter durch diesen Tag hätten auf Freizeit verzichten müssen ist quatsch.“

    Hätten sich die Ladeninhaber an den Gerichtsbeschluss gehalten, hätten die Angestellten frei gehabt. Was sonst?

    #304215

    Es war doch aber von vorn herrein als Öffnungszeit geplant. Nur dank Verdi und Gericht kam es zur Absage des Verkaufsoffenen Sonntags.

    #304216

    Dies ist ein Prima Gradmesser für die Gesellschaft. Straftaten werden auch hier Gnadenlos relativiert aber wehe da begeht jemand eine Ordnungswidrigkeit.

    Wenn das Ignorieren einer Gerichtsentscheidung künftig „Zivilcourage“ ist, dann ist die Nichtbeachtung von Gesetzen sogar Pflicht?

    So viel Rechtstreue von dir. Ich bin überrascht.

    #304217

    „Nur dank Verdi und Gericht kam es zur Absage des Verkaufsoffenen Sonntags.“

    Und das ist auch gut so.
    Sonst gäbe es bald keine Feiertage mehr.

    #304218

    Anonym

    hatte nicht das Center in seinem heroischen Kampf gegen einen erholsamen Sonntag seiner Mitarbeiter in diesem Jahr schon mehr als die vier gesetzlich erlaubten Sonntage geöffnet, so dass der Verdi-Beschluss nur mehr folgerichtig, erwartbar und logisch war?

    #304220

    Dann sollte auch der Weihnachtsmarkt sonntags geschlossen bleiben, da haben die Geschäfte in der Innenstadt keinen Grund zur Sonntagsöffnung.
    Analog die anderen Märkte.

    Und verdi sollte sich um die von SPD und Grün eingeführten Leihfirmen und Subunternehmen kmern. Ist doch ein Skandal, was OBS und Havag da abgezogen haben https://mobil.mz-web.de/halle-saale/linienbus-in-halle-entfuehrt-was-mit-dem-busfahrer-nach-der-horror-fahrt-geschah-29310324

    Spielbanken und Spiel-Automaten abschaffen.

    #304221

    Für Halle-Neustadt gibt es für folgende Sonntage Sonderregelungen:
    Neustadt Centrum, Neustädter Passage 17
    30. April 2017 (Tanz in den Mai)
    10. September 2017 (17. Centergeburtstag)
    17. Dezember 2017 (Lichterglanz, Jahresrückblickfest)
    Die Geschäfte haben dann jeweils von 13 bis 18 Uhr geöffnet.



    @fractus
    , eindeutig nein. Für das Neustadtcenter waren nur 3 Sonntage vorgesehen, davon wurden 2 Termine von Verdi und den Gerichten untersagt.
    Da könnte man von geschmäckle reden. Warum 2 Verbote in Neustadt und keines in der City oder Peissen, da kommt Verdi und das Gericht langsam in Erklärungsnot warum so einseitig agiert wird.

    #304222

    Anonym

    Dies ist ein Prima Gradmesser für die Gesellschaft. Straftaten werden auch hier Gnadenlos relativiert aber wehe da begeht jemand eine Ordnungswidrigkeit.

    Jetzt relativiest du aber selbst in ungeheurem Maß. Es geht hier nicht um spontanes „bei Rot über die Ampel Gehen“, sondern um demonstrative Missachtung einer gerichtliche Entscheidung. Das ist eine unerträgliche Dreistigkeit! Der Erklärungsversuch der Akteure nur grotesk!

    Ich frage mich auf welcher geistigen und mentalen Grundlage Leute wie du und McPoldy, die ansonsten, selbst bei Kindereien, für die stramme Einhaltung von Recht und Ordnung sind und das in unserem Rechtssystem verankerte Opportunitätsprinzip am liebsten abgeschafft wissen wollen, in so einer Situation Verständnis für Menschen aufbringen, die das Rechtssystem kaltschnauzig außer Kraft setzen und unsere Rechtsordnung bewusst desavouieren.

    #304223

    „Und verdi sollte sich um die von SPD und Grün eingeführten Leihfirmen und Subunternehmen kmern.“

    Die wurden von Rotgrün erfunden? Mach mal halblang.

    #304224

    Anonym

    @McPoldy, deine Entschuldigungsversuche greifen nicht. Wenn der Herr Geschäftsführer vom Neustadt Center und einige Geschäftsleute dort im Recht zu sein meinen, bleibt es ihnen unbenommen, ihr Recht auf dem vorgesehenen Rechtsweg durchzusetzen. Der Rechtsbruch, den sie bewusst und gewollt begangen haben, ist nicht hinnehmbar. Ich hoffe, dass sie sehr bald die Konsequenzen ihres „anarchistischen“ Handelns spüren.

    Meine persönliche Konsequenz ist, meine Treue zu „Thalia“ Halle zu kündigen.

    #304225

    @Lou, lies noch mal richtig. Ich relativiere nirgends den Verstoß. Ich gebe nur zu denken das es bei weitem nicht so ist das die Leute alle von vorn herrein Sonntag frei hatten. Am Jahresanfang wurden die 3 Termine für das Neustadtcenter beantragt und genehmigt. Daraufhin wurden mit den Mitarbeitern die Arbeitspläne für diese Tage gemacht, die Mitarbeiter hätten also geplant gearbeitet. Nun wurden 2 von 3 genehmigten Terminen untersagt.
    In einigen Beiträgen und auch durch einige unserer Lokalpolitiker wird es so hin gestellt das den Mitarbeitern Freizeit geraubt werde, das ist ganz klar falsch, denn die Stadt hatte anhand des geltenden Ladenschlussgesetzes genhemigt. Ein Gericht war der Meinung das unser Ladenschlussgesetzt also von der Stadt falsch ausgelegt wurde und hob die Genehmigung auf. Wie wurden die Läden den überhaupt vom Gericht informiert.
    Wenn man den Mitarbeitern im Neustadtcenter nicht zumuten kann an 3 von der Stadt genehmigten Terminen zu arbeiten, warum kann man es dann den Mitarbeitern in Peissen oder der City zumuten. Gut für Peissen kann die Stadt Halle nix, das ist Saalekreis. Ich möchte ganz klar das verdi nächsets Jahr die Verkaufsoffenen Sonntage der Citygemeinschaft genau so untersagen lässt wie die im Neustadtcenter. Weihnachtsmarkt, Osetermarkt oder Lichterfest sind keine hinreichenden Gründe für eine Sonntagsöffnung. Dann kann man auch ne Walpurgisfeier/ Tanz in den Mai durchgehen lassen das ist genau so erfunden wie das Lichterfest in der City.

    #304227

    Mc Poldy schrieb: Daraufhin wurden mit den Mitarbeitern die Arbeitspläne für diese Tage gemacht, die Mitarbeiter hätten also geplant gearbeitet. Nun wurden 2 von 3 genehmigten Terminen untersagt“

    Ab diesem Punkt waren die Arbeitspläne hinfällig, und die Mitarbeiter konnten ihren Sonntag frei planen.
    Die Entscheidung eines Gerichtes steht über der Weisung des Arbeitgebers.

    #304228

    Anonym

    @McPoldy: Schön, dass du den Verstoß nicht relativieren möchtest. Das freut mich. Sollte trotzdem deiner Meinung nach eine Reaktion seitens der Behörden erfolgen oder nicht? Das ist jetzt allein die Frage, die sich für mich stellt.
    Ansonsten will und kann ich nicht deine Argumente zur Sache in Frage stellen. Ich kenne die Akten und die darin enthaltenen konträren Argumenten der Parteien nicht. Sie abzuwägen und darüber zu entscheiden, ist originäre Aufgabe des erkennenden Richters.

    Und zum Schluss nur eine Randbemerkung:Ich traue Richtern mehr als Stadtbediensteten. Letztere können sich u.U. nicht immer nach eigenem Wissen und Gewissen positionieren, deshalb auch die Gewaltenteilung.

    #304229

    Anonym

    Die Entscheidung eines Gerichtes steht über der Weisung des Arbeitgebers.

    Aber das Interesse des Kapitaleigentums steht letztlich über dem Rechtsstaat, wie wir ganz sicher an der staatlichen Reaktion auf diese Zumutung sehen werden. (Es sei denn, der Kapitalbesitz ist gesellschaftlich zu marginal und nicht mit dem Autobauer VW oder einen staatlich gestütztem Rüstungsexporteur /Freispruch Akte Mauss/ vergleichbar.

    #304230

    Gegen totalitären Kapitalismus kann man sich wehren. Ich gebs nicht auf, und du?

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