Stadtmarketing-Chef: Halle braucht mehr Kongresse und Hotelbetten

5. Mai 2015 | Wirtschaft | 14 Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) braucht mehr größere Kongresse. Das sagte Stadtmarketing-Chef Stefan Voss am Dienstag zur Beigeordnetenkonferenz. „Im Kongressbereich hinken wir gnadenlos hinterher.“

Im vergangenen Jahr hätten in Halle gerade einmal sechs größere Tagungen mit 1.363 Teilnehmern stattgefunden. Problem sei zum einen der Mangel an größeren Tagungsstätten, zum anderen an größeren Hotels. Voss kramte dazu seine zwei Jahre alte Studie hervor. Demnach brauche Halle ein Kongresshotel mit bis zu 300 Zimmern. Dieses soll es ermöglichen, dass in Halle Einzeltagungen für bis zu 1.500 Teilnehmer stattfinden können. 25 Fachexperten habe man dazu befragt.

Halle habe die geringste Anzahl an Betten und Hotels. Gerade einmal über 2.738 Hotelbetten verfüge die Stadt. Das neue geplante Hotel an der Spitze mit 100 Zimmern könne zwar etwas helfen, insbesondere durch die nahegelegene Händelhalle. Doch für Großtagungen ist dies nicht ausreichend, befand Voss. Aussagen aus der Hotelbranche, jedes weitere Haus würde den anderen Einrichtungen Gäste wegnehmen, bezeichnete Voss als „glatte Lüge“. Dies würden Zahlen aus anderen Städten zeigen. Dort gebe es eine Zunahme an Hotels, gleichzeitig steige aber auch die Auslastung. Großes Manko sei aber auch, dass die Händelhalle nur über 1.2000 Plätze verfüge und auch zu wenig Nebenräume für Workshops besitze. Hier könnte allerdings künftig das MMZ zur Seite springen. Dort wird gerade das zum Hochwasser 2013 überflutete Untergeschoss zu Veranstaltungsräumen umgebaut.

Voss will jetzt eine Imagekampagne starten, um Halle für Kongressveranstalter interessant zu machen. Die Anbieter müssten mehr auf Empfehlungsmarketing und Fachmessen setzen. Und auch der Fachbereich Wissenschaft akquiriert bereits kräftig, wie Vertreter Steffen Drenkelfuss sagte. So finde in diesem Jahr der Fachkongress Geriatrie mit 1.000 Teilnehmern in Halle statt, auch die Zahnärztliche Vereinigung führe einen größeren Kongress durch. „Wir bieten uns aktiv an“, so Drenkelfuss.

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  • #151786

    Die Stadt Halle (Saale) braucht mehr größere Kongresse. Das sagte Stadtmarketing-Chef Stefan Voss am Dienstag zur Beigeordnetenkonferenz. „Im Kongress
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    #151787

    Und was ist dann mit den anderen Städten, denen Halle dann die Kongresse „wegnimmt“ ?

    #151791

    Wenn man noch ein bisschen lauter schreit, hat man im Dorf einen Grund, das MDR Funkhaus zu schließen.
    Also, Ball schön flach halten! 😉

    #151807

    Drenkelfuß: „So finde in diesem Jahr der Fachkongress Geriatrie mit 1.000 Teilnehmern in Halle statt,“

    Der war letztes Jahr:
    http://www.dggeriatrie.de/91-fortbildungsakademie/programm-halle-2014.html#/
    Dieses Jahr ist er in Frankfurt.

    #151813

    @heiwu in diesem Jahr findet er wohl auch wieder in Halle statt

    #151811

    Bei diesem Artikel bekomme ich das Gefühl Herr Voss leidet unter (erhöhten) Minderwertigkeitskomplexen!? Ihm sind Tagungsstätten zu klein, zu wenig große Hotels, viel zu wenig Hotelbetten.
    Da kann man sich nur mit den flachen Hand vor die Stirn schlagen. Vllt. sollte er sich zuerst einmal dafür einsetzen, das nicht Hotelzimmer gebaut werden sonder Fabrikhallen (Arbeitsplätze) in Halle geschaffen werden. Dann können/ kommen auch Kongressteilnehmer.

    Oh wei…

    #151855

    Was wird denn nun mit dem alten Polizeipräsidium? *ungeduldig mit den Füßen trampelnd*
    Macht denn die Stadt nun Vorschriften bezüglich der Gestaltung der Papenburg-Hotel-Betonschachtel?
    Ich bin nicht der Meinung, dass es aussehen muss wie ein altes Haus. Aber Touristen, die die Hallmarkttreppe herunterkommen, sollten schon sagen: „Wow, was ist denn das?“ und nicht denken: „Ach, dort ist die Innenstadt zu Ende“.
    Falls der Hallmarkt aber Busparkplatz wird, was ich auch begrüßen würde, wäre der Hallmarkt als gestalteter Platz sowieso abgeschrieben. Aber irgendwo in Altstadtnähe und nicht im Nirgendwo müssen Touristenbusse auch halten und parken können.

    #151941

    Bei diesem Artikel bekomme ich das Gefühl Herr Voss leidet unter (erhöhten) Minderwertigkeitskomplexen!? Ihm sind Tagungsstätten zu klein, zu wenig große Hotels, viel zu wenig Hotelbetten.
    Da kann man sich nur mit den flachen Hand vor die Stirn schlagen. Vllt. sollte er sich zuerst einmal dafür einsetzen, das nicht Hotelzimmer gebaut werden sonder Fabrikhallen (Arbeitsplätze) in Halle geschaffen werden. Dann können/ kommen auch Kongressteilnehmer.

    Oh wei…

    Versuch es doch besser nochmal… Hauptschule abgebrochen?

    #151953

    Versuch es doch besser nochmal… Hauptschule abgebrochen?

    Gut genug für dich?

    M.M. als Hauptschüler: Mit einer höheren (an)Zahl an verfügbaren Betten in Halle/S. werden wir das Image der Saalestadt kräftig verbessern und es für Kongressteilnehmer attraktiver machen.

    #151972

    Herr Voss hat völlig recht. Halle braucht mehr Hotelkapazitäten. Dieses ewige Klein-Klein ist unwürdig. Die Händelhalle ist schon zu klein – und sie sollte bei den ursprünglichen Planungen noch kleiner werden, weil gewisse Leute Bedenken hatten. Da kann man sich vorstellen, was für Gestalten in Halle in Verantwortung waren und sind.
    Halle kann mit seinen Vorzügen eine wunderbare Wissenschafts-, Kultur- und Touristenstadt sein.
    Dazu muß man einfach nur mal ausschlafen und die Ärmel hochkrempeln. Schafft endlich die richtige Infrastruktur (verkehrs- und übernachtungstechnisch).

    Nee, nee, wer sich über „Klein-klein“ beschwert, der leidet unter Minderwertigkeitskomplexen. Wohin Größenwahnsinn führt, hat ein gewisser Adolf Hitler ja gezeigt. Und auch diverse Modelle der Stadtplanung sind an ihrem Größenwahnsinn gescheitert (Stichwort „autogerechte Stadt“).

    Man muss nach einem Bedarf bauen, nicht erstmal was riesengroßes hinklatschen und dann erst überlegen, wie man es nutzen könnte. Wenn es unbedingt einen wiederholten Bedarf dafür gibt, riesen Kongresse in Halle abzuhalten, dann kann man über entsprechende Infrastruktur nachdenken. Aber es ist die typische Ideologie heutzutage: Erstmal produzieren, dann nachdenken, wie man Bedarf generiert. Erstmal Autobahnen bauen, und dann darauf spekulieren, dass das Unternehmensansiedlungen erzeugt. Erstmal einen Flughafen in der Provinz bauen, dann hoffen, dass er angeflogen wird.

    Du baust dir doch auch keine Villa mit 20 Zimmern und überlegst danach, wie du die Zimmer nutzen kannst? Wir reden hier von Millionen und Abermillionen an öffentlichen Geldern, die verschwendet werden.

    #152046

    Halle hat den Bedarf […]

    Und ich habe den Bedarf nach einer Million Euro. Schenkt die mir irgendjemand? Nein.
    Halle kann sich wünschen, soviel es will. Es liegt aber nicht im Ermessen von Halle, ob jemand Interesse daran hat, hier Kongresse abzuhalten, es muss von der Wirtschaft und/oder Wissenschaft ein Bedarf da sein, nicht von der Stadt.

    Zeigst du mir jetzt deine Villa mit den 20 Räumen, die du dir auf Pump gekauft hast, in der Hoffnung, irgendwann mal eine Nutzung dafür zu finden? Du musst doch groß auftrumpfen, was sollen denn sonst die anderen Leute von dir denken!

    #152058
    #152203

    Der Kongressmarkt ist im Wachsen.

    #152205

    Anonym

    Du hast Westen falsch geschrieben!

    #152207

    Mein Großhirn assoziiert immer, wenn es „Stadtmarketing & Voss“ verarbeitet: Muppet Show & Fozzie Bär. Warum auch immer… Die Logik „Halle braucht mehr Kongresse & Hotelbetten“ müsste doch lauten, „Halle braucht mehr Hotelbetten, weil es so viele Kongresse auf Halle abgesehen haben“. Berufsbedingt treibe ich mich ausnehmend häufig auf Veranstaltungen der gewünschten Art rum und habe genau das Ansinnen noch nicht erlebt. Leider!

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