Steintor-Campus: mehr als 300 Parkplätze fehlen

5. Januar 2015 | Vermischtes | 27 Kommentare

In wenigen Wochen werden die ersten Gebäude eingeräumt, im Oktober beginnt dann der vollständige Lehrbetrieb am neuen Steintor Campus mit den Philosophischen Fakultäten I und II. Doch was weiterhin fehlt sind Parkplätze.

(Entwurf: Eßmann/Gärtner/Nieper Architekten GbR)

(Entwurf: Eßmann/Gärtner/Nieper Architekten GbR)


„Für das Vorhaben sind 422 notwendige Stellplätze erforderlich“, erklärt Baudezernent Uwe Stäglin auf Stadtratanfrage der Grünen. 52 Parkplätze würden aus dem Bestand angerechnet, sprich die vorhandenen Stellflächen im Bereich Luisenstraße, Emil-Abderhalden-Straße und Adam-Kuckhoff-Straße. Sicher zum Leidwesen der Anwohner. 46 weitere werden auf dem Gelände des Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Zentrums geschaffen. Vollmundig wurde auch ein Parkhaus an der Ludwig-Wucherer-Straße versprochen im Bereich des ehemaligen Bauernclubs. Doch es mangelt weiterhin an einem Investor. „Das Land Sachsen-Anhalt bemüht sich derzeit, einen Investor für die Errichtung eines Parkhauses zu finden“, so Stäglin. Vorstellungen gab es beispielweise, im Erdgeschoss einen Supermarkt unterzubringen. Doch bislang hat sich niemand auf das Vorhaben eingelassen. Die Parkplätze sind auch nötig. Schließlich sollen einmal 3.000 Studenten und 350 Mitarbeiter das Areal bevölkern. Immerhin, können die nun noch fehlenden 324 Parkplätze nicht nachgewiesen werden, ist eine Stellplatzablöse fällig. Und die Beträg 2,1 Millionen Euro.

Für den Neubau und die Sanierung stehen mehr als 36 Mio. Euro zur Verfügung. Daneben wird für 16 Mio. Euro eine neue 4.600 Quadratmeter große Zweigbibliothek der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) errichtet. 2014 soll das neue Unizentrum stehen.

Auf ca. 3.600 m² Hauptnutzflächen werden das Institut für Altertumswissenschaften (teilweise), das Institut für Kunstgeschichte und Archäologie Europas (teilweise), das Institut für Politwissenschaften und Japanologie, das Institut für Psychologie, das Institut für Philosophie und Ethnologie, das Institut für Soziologie, das Institut für Sprechwissenschaften sowie das Dekanat untergebracht. Insgesamt 1.600 Arbeitsplätze wie PC-Pools, Leseplätze und in Seminarräumen sollen hier geschaffen werden.

Die neue Bibliothek mit 4.400 Quadratmetern Nutzfläche soll der zentrale Punkt auf dem neuen Campus werden, auch wenn ursprünglich mal 5.500 Quadratmeter vorgesehen waren und die Bibliothek aus Kostengründen gekürzt wurde. Auch in Anlehnung an die Universitäts- und Landesbibliothek bekommt die kubusartige Bibliothek eine Fassade aus gelbem Klinker. Fenster wird es nicht so viele geben. Stattdessen soll das fünfgeschossige Gebäude durch großzügige Oberlichter mit Sonnenlicht durchflutet werden.

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Dieses Thema enthält 27 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  nix idee vor 2 Jahre, 9 Monate.

Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 28)
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  • #131507

    In wenigen Wochen werden die ersten Gebäude eingeräumt, im Oktober beginnt dann der vollständige Lehrbetrieb am neuen Steintor Campus mit den Philosop
    [Der komplette Artikel: Steintor-Campus: mehr als 300 Parkplätze fehlen]

    #131508

    „…mehr als 300 Parkplätze fehlen…“

    Es fehlen dort allenfalls 300 Bänke und 300 Bäume.

    #131509

    Na, für dich sicher nicht, du studierst ja nicht mehr…

    #131510

    Automobile studieren?

    #131511

    … und für Bäume gibt es Baumschulen.

    #131512

    Welche Gebäude werden damit in der Stadt frei?

    #131515

    Die meisten Leute, die dort arbeiten oder studieren werden, können laufen und radfahren und die Bahn benutzen. Das sollten sie auch tun, denn Bewegung ist gesund. Es wird ja sogar mit der Passage ein kurzer Weg vom Steintor zum Campus geschaffen.
    Und auch ein paar Mehreinnahmen für die HAVAG täten letztendlich dem Stadtsäckl gut.
    Das Ganze zeigt, dass die Stellplatzsatzung Mist ist, weil sie stur und pauschal angelegt ist. Die muss geändert werden.

    Im Übrigen haben die Grünen und die BürgerInnen des Viertels vor Jahren schon vor dem Stellplatzmangel gewarnt, falls das GWZ dort hin kommt, wo es inzwischen steht.

    #131516

    @klara die HAVAG wird keinerlei Mehreinnahmen bekommen, da sowieso alle Stdenten ein Semesterticket kaufen müssen. Es wird lediglich vollere Straßenbahnen geben. Außerdem gibt es bei ca. 3500 Studenten / Mitarbeitern, die den Campus nutzen werden, durchaus welche, die auf das Auto angewiesen sind (Behinderungen, Wohnort außerhalb von Halle, etc. pp.)…

    #131532

    Det kann de Clara nich so nachvollziehen, weil se wohl gleich im Paulus wohnt…

    Und bis zur Passage ist es noch hin… die kommt nicht so bald…

    Außerdem kommt dann erst der Umbau des Steintors…

    #131534

    Da die HAVAG zu untalentiert ist, eine ausreichende Verbindung zu schaffen, ist man auf alternativen angewiesen. Bleibt nur Rad oder Auto. So ein Rad ist aber weit weg von Allwettertauglich. Wobei die Parkplätze eher für die arbeitende Bevölkerung sein dürften.

    #131535

    Sollen doch alle mit dem Auto fahren. Die Stadt wird riesige Mehreinnahmen durch Bußgelder haben. Garantiert.

    #131537

    Anonym

    Sollen doch alle mit dem Auto fahren

    Wie seid ihr damals eigentlich auf Arbeit gekommen?

    #131538

    Mit den Bus-Verkehrsbetrieben, der S-Bahn, Fahrrad oder gepflegt zu Fuss. Autos waren ohnehin limitiert.

    #131540

    Anonym

    Ja, damals war nicht alles schlecht. Aber nun, 30 Jahre später: Man kann kaum atmen, so verpestet ist die Luft, und auf der Saale schwimmt der Schaum. Füürchterlich!

    #131545

    Wie seid ihr damals eigentlich auf Arbeit gekommen?

    Erst ca.30 Minuten stehend in der vollgestopften Straßenbahn. Später ca. 5 Minuten bequem im Trabi.

    #131562

    @pinollek also entweder bin ich zu blöd, die Ironie in Deinem Betrag zu erkennen oder Du bist komplett Realitätsfremd und hast lokale Erinnerungslücken bezüglich der Zeit von vor 30 Jahren. Weitere Möglichkeit: Du bist ein „Wessi“ und warst vor 30 Jahren noch nie im Osten.
    In jedem Fall ist es eine Farce, die heutige Luftqualität und den Zustand der Flüsse, insbesondere der Saale als schlechter als vor 30 Jahren zu bezeichnen!
    Der Smog, die giftigen Auswürfe der Schornsteine der Industrie und der Haushalte sowie die eingeleitenden Schadstoffe in die Flüsse damals waren aus heutiger Sicht unbeschreiblich! Die Schaumberge auf den Flüssen waren giftig, meterhoch und haben fürchterlich gestunken. Ich zumindestens habe in den letzten Jahren keinen vergleichbaren Schaum auf der Saale oder Elbe gesehen!
    Also, kommen wir doch zum eigentlichen Treadthema zurück…

    #131569

    Anonym

    Du bist nicht blöd. SfK beschweren sich über die grenzenlose Umweltverschmutzung durch zu viele Autos – ich verwies auf die Zeit vor ca. 30 Jahren, als die Umwelt gerade im Chemiedreieck am kippen war. Eben gerade kein Vergleich zu heute.

    Und das obwohl:

    Autos waren ohnehin limitiert

    #131574

    Jedenfalls konnte man noch in der Stadt arbeiten, heute hingegen muß man raus und sogar noch weiter…

    #131575

    Für diesen Fall von fehlenden Parkplätzen kann ich eine Lösung des Energiekombinates Halle aus DDR-Zeiten weitergeben:
    Jedes Institut bekommt eine bestimmte Anzahl Parkkarten, die werden im Institut demokratisch vergeben, d.h. Vergabe mit dem höchsten Gehalt beginnend bis sie vergeben sind.

    #131580

    Anonym

    Diese „demokratische“ Verteilung wird seit Menschengedenken praktiziert. Die Frage ist ja hier, wo sollen all die ihr Auto lassen, die keine Karte bzw. keinen Stellplatz ergattern können?

    Das (nicht mehr?) geplante Parkhaus wäre doch gut ausgelastet, oder? Aus dem südwestlichen Paulusviertel fänden sich bestimmt sogar Stellplatzmieter. Haben sich Bauvorschriften für Parkhäuser so nachteilig entwickelt, dass es nun gar nicht mehr lohnt? An zu hohen Kreditzinsen kann’s ja nun nicht liegen…

    #131581

    Anonym

    aber in der Stadt will doch keiner mehr arbeiten…die Industrie darf hier jedenfalls nicht rein. sieht Hafen und pyrolux (oder so).

    da sind ironischer weißse diejenigen dagegen, die sich sonst wegen zuviel Verkehr echauffieren. …nimby halt

    #131600

    Nunja, Hafen oder so war schon vorher nicht der bringer, eher Feha, Silobetrieb, SLV…
    Vom Süden gar nicht zu reden: Waggonbau, Kafa, Mafa, Pumpe, Lederfarben, Chemiewerk, Fernsehwerk, Teebude, Kafferösterei, Zuckerraff…

    Alles perdu… und Leuna/Buna mit eigenem Gleisanschluss …

    #131603

    …das Parkhaus in der Franz-Andres-Str. steht immer noch leer…

    #131615

    …das Parkhaus in der Franz-Andres-Str. steht immer noch leer…

    Weil das eine Technikruine ist.
    Aber man kann ahnen warum kein Privatinvestor hier ein neues Parkhaus bauen will. Die Stadtwerke machen doch sonst auch jeden Mist mit. Am Ende muss sich aber das Land bzw. die Stadt Gedanken machen. Man hat ja 2100000 Gründe da aktiv zu werden.

    Ansonsten würde es mich wundern wenn bei diesem Prachtbau irgendwas funktioniert. Die Gebäude zu klein, nicht genug Räume für die geplanten Lehrstühle, Bibliothek zu klein und zu dunkel, viel zu Spät fertig und nicht genug Parkplätze. Ob die Mensakapazitäten ausreichen weiß man auch nicht so genau und dann gibt es ja noch streitlustige Politikwissenschaftler.

    #131619

    <div class=“d4p-bbt-quote-title“>bkaushalle schrieb:</div>
    …das Parkhaus in der Franz-Andres-Str. steht immer noch leer…

    Weil das eine Technikruine ist.
    Aber man kann ahnen warum kein Privatinvestor hier ein neues Parkhaus bauen will. Die Stadtwerke machen doch sonst auch jeden Mist mit. Am Ende muss sich aber das Land bzw. die Stadt Gedanken machen. Man hat ja 2100000 Gründe da aktiv zu werden.

    Wer soll denn da parken? Im Paulusviertel gibt es tagsüber genügend kostenlose Parkplätze und nötigenfalls stellt man sich irgendwo auf den Geh- oder Radweg. Kontrolliert wird sowieso nicht, oder nur so selten, dass es günstiger ist, die Straftickets zu bezahlen als in ein Parkhaus zu fahren. Ein Privatunternehmen wird niemals ein Parkhaus an eine Stelle stellen, wo es derart viele konkurrenzlos billigere Parkmöglichkeiten gibt.

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