Gebiet zwischen Altstadt und Paulusviertel soll künftig „Steintorviertel“ heißen

20. Januar 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Vor zwei Jahren hatte die SPD den Vorschlag gemacht, einen offiziellen Namen für das Stadtgebiet zwischen Altstadt und Paulusviertel zu finden. Nun liegt ein Vorschlag der Stadtverwaltung auf dem Tisch. So wird dem Stadtrat nun der Name „Steintorviertel“ vorgeschlagen.

„Im Zusammenhang mit dem derzeit in der Öffentlichkeit viel diskutieren Straßenbauvorhaben Am Steintor, dem derzeit einer viel beachteten Sanierungsmaßnahme unterzogenen Steintor-Varieté und dem neugestalteten Campus am GSZ, für den bereits jetzt schon der Begriff „Steintor-Campus“ häufig verwendet wird, liegt es nahe hier die Thematik Steintor aufzugreifen2, begründet Baudezernent Uwe Stäglin die Intention. „Der Bekanntheitsgrad ist in der Bevölkerung sehr hoch und auch historisch gesehen ragt zumindest ein Teil der ehemaligen Steintorvorstadt in das Gebiet hinein.“ Zudem genieße die Begrifflichkeit „Steintor“ in der halleschen Bevölkerung, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus, einen „unstrittig positiv behafteten Bekanntheitsgrad“, so Stäglin.

Geprüft wurde von der Verwaltung auch, ob man alte Namen wie Friedrichstraßenviertel oder Luckenviertel aufgreifen könnte, wie Teile des Areals früher hießen. Doch seien diese Begrifflichkeiten heute aus dem Sprachgebrauch verschwunden, so die Stadt. Weil sich im Zentrum des Gebiets der „August-Bebel-Platz“ befindet, wäre auch „August-Bebel-Viertel“ möglich. „Hier sind möglicherweise Vorbehalte gegenüber der Verwendung eines Personennamens zu erwarten“, begründet Stäglin aber die ablehnende Meinung der Stadtverwaltung dazu. Geprüft wurden zudem Theater-/ Kultur-/ Universitäts- oder Uni-Viertel. „Aufgrund der nicht in einem ausreichenden Maße vorhandenen gebietsprägenden Eigenschaften, sind diese Bezeichnungen für eine Benennung des Gesamtareals nach Auffassung der Verwaltung nicht geeignet“, meint Stäglin hierzu.

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