Maulkorb für Bürgermeister? OB-Büro weist ver.di-Vorwurf zurück

19. Oktober 2014 | Politik | 2 Kommentare

Um die 4. ordentliche Bezirkskonferenz ver.di Sachsen Anhalt Süd im Maritim-Hotel am Freitag bahnt sich Ärger an.

Anlass sind Vorwürfe von ver.di-Bezirkschef Lothar Philipp, wonach Oberbürgermeister Bernd Wiegand seinem Stellvertreter Bürgermeister Egbert Geier verboten habe, „zu unserer Konferenz zu gehen und ein Grußwort zu halten.“ Geier sei eingeladen gewesen und habe auch schon zugesagt. Wiegands Verhalten bezeichnet Philipp als „gekränkte Eitelkeit“.

Das klingt aus dem OB-Büro ganz anders. „Es wurde nichts untersagt“, meint Stadtsprecher Drago Bock. „Jeder Beigeordnete entscheidet eigenverantwortlich über seine Termine.“

Der Streit zwischen Wiegand und Philipp schwelt schon länger. So hatte Philipp 2010, damals war Wiegand noch Innendezernent und lag im Streit mit der damaligen Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados, dessen Abwahl gefordert. In diesem Jahr hatte ver.di eine Arbeitsüberlastung in der Stadtverwaltung ausgemacht. Und dann ist da ja noch der Prozess gegen Wiegand wegen Untreue wegen der Einstellung dreier Mitarbeiter, hier fühlt sich der Personalrat übergangen.

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