Startseite Foren Halle (Saale) Kümmeltürken

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  • #427006

    Man kann im er wieder Neues lernen, wenn man den Ursprung rassistischer Ausdrücke ergoogelt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCmmelt%C3%BCrke

    Mich hatte das Wort immer gewundert, weil die türkische Küche eigentlich keinen Kümmel verwendet. In Sangerhausen aber -das weiß ich von Freunden und aus gelegentlicher eigenen Erfahrung, kommt überall Kümmel dran, egal ob Bratkartoffeln oder Wurst….

    #427011

    Ich mag Kümmelbrot sehr. Gibt es aber leider kaum zu kaufen.

    #427019

    Auf ein Kümmelkorn zu beißen, ist wie wenn ein Stück Seife im Mund explodiert.

    #427275

    Wikipedia verweist auf das Katapult Magazin. Das gibt keine Quelle an. Ich gucke immer gerne
    im Wörterbuch der Brüder Grimm nach der Herkunft solcher Wörter. Und siehe da, der Rassismus geht weiter.
    Das Grimmsche Wörterbuch :
    KÜMMELTÜRKE, m. studentisch gleich philister, oder was die guten Deutschen sonst noch kümmeltürkenartig an den schändlichen ausdruck ‚besoffen‘ anknüpfen.

    …..bekannt als schimpfwort, z. b. im Rheinlande. vgl. malztürken bei Luther scherzhaft scheltend von vögeln, weil sie in den malz einfallen, wie die Türken ins land?

    Phillister werden definiert:
    1) einer der nicht oder nicht mehr student ist: das es unter denen herren studenten so viele burse gibt, die einen philister (so nennen sie uns bürger) wie einen floh achten.
    2) der hauswirt eines studenten, auch hausphilister; der pferdeverleiher, auch pferdephilister .
    3) ähnlich wie pfahl- und spieszbürger, ein nüchterner, pedantischer, beschränkter, lederner mensch ohne sinn für eine höhere und freiere auffassung: für einen leichtgläubigen …, in einer gemeinen vorstellungsart befangenen philister angesehen zu werden.

    Kopiert und gekürzt aus dem digitalen Grimm

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monaten, 2 Wochen von Malefiz. Grund: Korrektur
    #427277

    Quelle:
    „Bemerkungen eines Akademikers über Halle und dessen Bewohner, in Briefen nebst einem Anhange, enthaltend die Statuten und Gesetze der Friedrichuniversität, ein Idiotikon der Burschensprache, und den sogenannten Burschen komment“
    Von Christian-Friedrich-Bernhard Augustin · 1795

    #427329

    In meiner Studienzeit in Bonn haben wir diese furchtbaren Spießer „Schitzelstudenten“ genannt.

    War aber interessant zu beobachten, dass die kommunistischen Sektierer gerade unter denen besondere Fangquoten hatten. Man hat sich halt nach festen Strukturen gesehnt.
    Der erste kriegt den Hof, die Zweite heiratet den Nachbarhof, der Dritte muss schalt studieren, ist aber zu blöd, aber in der MLPD erfährt er seine Heilsbotschaft.

    #427346

    Gümüldür= eine Ortschaft, las ich auf dem ersten Wegweiser bei der Fahrt vom Flughafen ins türkische Urlaubsgebiet und musste grinsen.
    Müdürlügü= Direktion, zu lustig.

    Und noch dies aus dem Sächsischen:

    Gaiser Garl gonnte geine Gümmelgörner gaun,
    awwer Gäseguchen gonnte gatschen.

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