Zirkusse mit Wildtieren: Kontrollen durch Halles Stadtverwaltung

23. Januar 2015 | Vermischtes | 2 Kommentare

Für die einen gehören Tiere zu einem Zoo dazu, andere wiederum kämpfen gegen die Zurschaustellung. Tierschützer fordern ein Wildtierverbot. Initiativen wollen durchsetzen, dass die Stadt Halle zumindest keine kommunalen Flächen mehr an Zirkusse vergeben darf, die Wildtiere mitführen.
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Einen Mehrheitsbeschluss gab es dazu im Stadtrat noch nicht. Doch die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen fragt nun schon einmal, zu welchen Vorkommnissen es mit diesen Zirkussen in den vergangenen beiden Jahren in Halle kam.

Der wohl im Osten bekannteste Zirkus ist Probst, der auch tatsächlich städtische Flächen genutzt hat. Der Zirkus, der in diesem Jahr wegen des Mindestlohns keine Gastspielreisen durchführt, hatte in Halle Tiger, Großkamele, Zebras, Lamas, Watussirinder und Elenantilopen. Eine Kontrolle der Behörden hat beim Gastspiel stattgefunden. Dabei wurde die mangelhafte Hufpflege eines Zebras angemerkt. Einer Kontrolle musste sich auch der Zirkus Aeros mit seinen Groß- und Kleinkamelen unterziehen, hier gab es keine Beanstandungen.

Elefanten, Flußpferd, Nashorn und Giraffen hat der Circus Voyage. Bei der Kontrolle wurde das Fehlen einer Scheuermöglichkeit und Sandfläche für Giraffen bemängelt, zudem musste noch ein Temperaturlogger im Stallzelt angebracht werden. Der Circus Crocofant hat Löwen, Tiger und ein Stachelschwein. Für letzteres gab es keine Rückzugsmöglichkeit, was die Behörden bei ihrer Kontrolle bemängelten.

Elefant von Circus Africa auf dem Markt in Halle

Elefant von Circus Africa auf dem Markt in Halle


Besonders im Fokus von Tierschützern steht der Circus Africa, der schon mehrfach seinen Namen änderte. Hier hatten die einiges zu tun. So wurde das Gastspiel nicht rechtzeitig angemeldet. Ein Elefant war angekettet, ein zweiter fehlte komplett. Auch war die Dokumentation nicht vollständig, ein Temperaturlogger wurde angebracht. Insgesamt hat die Stadtverwaltung vier Nachkontrollen durchgeführt und den Zirkus mit Ordnungsverfügungen mit Androhung von Zwang belegt. Dies sei im Widerspruchsverfahren im Wesentlichen durch die Fachaufsicht bestätigt worden, so die Stadt.

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