Startseite Foren Halle (Saale) Neuer Gimritzer Damm erst 2019 frühestens.

Dieses Thema enthält 130 Antworten und 19 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Profilbild von wolli wolli vor 2 Wochen, 2 Tagen.

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  • #282662

    Kenno, was haben Bäume auf einen Damm zu suchen?
    Die fallen irgendwann ins Gewässer und zerstören den Damm und bei Hochwasser behindern den Abfluß, wenn sie an Brücken hängen bleiben.

    #282664

    @redhall,
    dir kann ich dazu nur soviel antworten, dass wenn sie auf einem maroden Damm vorhanden sind, dann haben sie auch Bestandschutz und da muß ein neuer Deich nicht so dicht an den alten herangesetzt werden. Dann können auch keine Bäume ins Wasser fallen!!

    #282668

    Mannmann, @frank, der LWH und das LVA sind erst aus ihrem Tiefschlaf erwacht, als das Wasser hier an der Neustadt stand. Und hatten eben nichts auf der Pfanne… Die sind doch erst aufgetaut, als der OB „seinen“ Deich präsentiert hat. Da war er plötzlich der Böse. Hätten die ihre ureigenste Arbeit anständig gemacht, wäre sie nicht angreifbar gewesen…
    Erzähl uns nix vom Pferd…

    Und wann werden denn nun Retentionsräume abgebaggert? Oder muß da auch erst der OB den Wecker klingeln lassen?

    #282679

    Die Gerichte sind nicht von selbst tätig geworden und vieles ist Auslegungssache.
    Mir war nach der Wende nichts unheimlich. Ich kannte die Mentalität der Westdeutschen schon vorher.

    Dass Du mit rechtsstaatlichen Funktionen Probleme hast (böse sind die, die dessen Funktionen auch in Anspruch nehmen) ist hinreichend durch viele deiner Äußerungen hier im Forum bekannt. Auch, dass dir die mehrheitsdeutsche Mentalität nach wie vor suspekt ist. Du wirst Dich aber dran gewöhnen müssen. Nicht nur in der Auseinandersetzung mit dem Deichhbau.

    #282694

    Dass Du mit rechtsstaatlichen Funktionen Probleme hast (böse sind die, die dessen Funktionen auch in Anspruch nehmen) ist hinreichend durch viele deiner Äußerungen hier im Forum bekannt.

    Da ist nichts im Forum bekannt. Da kannst du behaupten, was du willst.

    Auch, dass dir die mehrheitsdeutsche Mentalität nach wie vor suspekt ist. Du wirst Dich aber dran gewöhnen müssen.

    Ich gewöhne mich nicht dran, ich bleibe lieber ehrlich.

    #282695

    Da war er plötzlich der Böse

    Aber nur für die Gutsherren und nicht für das Amt.

    #282723

    @kenno: Bei öffentlichen Baumaßnahmen haben Bäume keinen „Bestandschutz“. Für die Straßenerweiterung am Gimritzer Damm wurden weitaus mehr Bäume plattgemacht, da hat sich niemand aufgeregt. Und für Wiegand-Trasse nochmal so viel, davon redet merkwürdigerweise niemand.

    #282725

    Dieses Holz knistert jetzt bei jemanden im Kamin. 🙂

    #282730

    @Hei-wu,
    deine Argumentation zur Rechtfertigung weiterer Kahlschläge mit dem Deichbau am Gimmritzer Damm kann ich nicht teilen.
    Es kann doch nicht sein, dass gerade die umweltunverträglichste Variante der Linienführung zur Vorzugsvariante bestimmt und damit ein weiterer unnötiger Kahlschlag von Bäumen auf und unweit des alten Dammes zu Lasten der Natur und der Menschen zugelassen wird.
    Da haben doch noch die Untere Naturschutzbehörde, das städtische Umweltamt, die Baumschutzkommission und letztlich auch der Stadtrat ein Wörtchen mitzureden.
    Antworte doch mal auf meinem 5.Trassenvorschlag oder hat es dir die Sprache verschlagen.

    #282738

    Halt ich nichts von. Das angefangene Deichstück nimmrt schon zuviel Volumen und Fläche weg. Ich sehe auch nicht ein, dass dadurch nachträglich ein „Schwarzbau“ legitimiert wird.

    #282747

    Klar, aber daß man wertvolle Ressorcen an Boden und Pflanzen platt macht… du entpuppst dich halt immer mehr… aber vielleicht platzt die Bombe noch.

    #282748

    Halt ich nichts von. Das angefangene Deichstück nimmrt schon zuviel Volumen und Fläche weg. Ich sehe auch nicht ein, dass dadurch nachträglich ein „Schwarzbau“ legitimiert wird.

    Das war aber kein Schwarzbau, denn wie sich jetzt nach dem Vorliegen des Umweltverträglichkeits-Gutachten (- nicht -Prüfung) zeigt, wäre diese garnicht nötig gewesen, da man wieder so bauen möchte, wie es Einigen besser gefällt, schön teuer und umweltzerstörend.

    #282749

    Das war kein Schwarzbau, aber typische Salamitaktik, wie man sie sich auch bei den Autobahnen ansehen kann. Da werden stückchenweise Fakten hinbetoniert, die zu verbinden dann kaum noch Kompromisse zulässt. Und daran sind dann wieder „die Grünen“ schuld oder wie hier „die Kläger“.
    Privat würde sowas keiner machen, aber hier blecht ja die Allgemeinheit.

    #282761

    Das war aber kein Schwarzbau

    Er war rechtswidrig, und wurde deshalb gerichtlich gestoppt.

    #282762

    Klar, aber daß man wertvolle Ressorcen an Boden und Pflanzen platt macht

    Gerade das ist nicht gerade eine wertvolle „Ressource“. Der Boden ist zusammengeschobener Schutt. Und der „wertvolle Baumbestand ist gerade mal ca 20 Jahre altes Baum- und Buschwerk, teils wild angesamt, teils sind es fremde 08/15 Ziergehölze. Wertvoller Baumbestand auf wertvollen Böden sieht anders aus. Aber wenn es um den Deich geht, werden manche Leute plötzlich dogmatischer als der AHA. Auffälligerweise nur da.

    #282763

    @Hei-wu, ich bin etwas älter und laß dir sagen, dass der Schutt woanders liegt und bei Bohrpfahlgründungen keine Rolle spielt.
    Die wertvollen Bäume sind aber schon über 50 Jahre alt!
    Ansonsten lenkst das nur von dem eigentlichen Problem ab.

    #282764

    Das LHW will einen rechtssicheren Neubau des Gimritzer Damms gewährleisten – mit allen Folgen. Dazu wurde am Dienstag, 14.02.2017 in der Beigeordnetenkonferenz, von dem verantwortlichen und dazu qualifizierten Mitarbeiter des LHW der aktuelle Stand dargelegt und erläutert. Die Möglichkeiten einer schnelleren Deichbau-Lösung sind sicher gering, so gering, dass man nach anderen Wegen suchen sollte und die eigentlichen Hintergründe des für Halle-Neustadt katastrophalen Urteils ans Tageslicht ziehen müßte.

    Juristen haben massenweise Gesetze, samt den Durchführungsbestimmungen, Novellierungen, sonstige Ergänzungen – der Entwicklung angepaßte – erarbeitet. Dies sind die Grundlagen für Urteilsfindungen, sofern man über Klagen zu entscheiden hat.

    Leider gibt immer wieder Personen, welche schlauer sein wollen als die dazu beauftragten Juristen. Leider gibt es auch Juristen, welche ohne exakte Prüfung der Umstände sich nur auf die Paragraphen stützen – die dann zur Urteilsfindung herangezogen werden, egal wer eigentlich der Schuldige ist.

    Von Hei-Wu habe ich schon viel „wunderliches“ gelesen, so auch „dass Halle-Neustadt vor 50 Jahren gebaut wurde, ohne Damm“. Er wird recht behalten – der Damm war schon da ( 1937 gebaut ). Halle-Neustadt hatte bisher keine Probleme mit Hochwasser – die Altstadt Halle und die Enklave ( wird Gut Gimritz genannt ) eigentlich immer. Während es in Alt-Halle geschätzte 5.000 Einwohner betroffen hat ( leider ist jeder Betroffene einer zuviel ) sind es in Halle-Neustadt, ebenfalls geschätzt, 30.000 Einwohner. Alle Betroffenen erleiden persönlichen Schaden, materieller Art und auch die psychischen Belastungen sind nicht zu negieren. Die Folgeschäden, der Wohnungsgesellschaften, der ansässigen Unternehmen, der Einwohner usw., sind in Alt-Halle bei den Einwohnern wesentlich geringer ( geschätzte 50 Mio € ) plus den größeren Unternehmen ( z.B. Multimedia-Zentrum usw. ). In Halle-Neustadt beträgt die Schadenssumme in dem voraussichtlichen Überschwemmungsgebiet ca. 270 – 300 Mio €.

    Der OB hat aus der Sicht „Gefahr im Verzug – Notfall“ mit dem Schutz von dem größten Stadtteil begonnen – ohne die Einhaltung rechtlicher Vorschriften.
    Konnten die Juristen vorausahnen, dass es zu diesem Notfall kommen kann? Nein! Aber sie glauben immer noch daran, dass das Recht auf Klagen „ein für allemal“ „in Stein gemeißelt ist“ . Dies halte ich für falsch. Es ist alles in Bewegung, es sei denn, wir entwickeln uns nicht mehr.

    Von diesem Standpunkt aus haben die Kläger und prominente Sponsoren, mit juristischer Beratung, die Chance genutzt gegen den als Notdeich zu bezeichnenden Damm-Neubau zu klagen, wohl wissend, das mit dem alten Deich der größte Stadtteil Halle-Neustadt nicht mehr gegen Hochwasser geschützt ist.
    Die Kläger haben öffentlich „kund und zu wissen getan“, dass Halle-Neustadt die größte städtebauliche „Katastrophe“ der DDR ist. Das derzeitige Klagerecht gibt ihnen Recht auf die Hoffnung, dass ein Neubau des Deiches auf Jahre verzögert werden kann. Sie haben damit die Hoffnung, dass das Hochwasser in der Altstadt, Sophienhafen, Gut Gimritz usw. nicht mehr so hoch werden kann bzw. besser beherrschbar wird. Dies stellt sich als ein Irrtum heraus, spätestens bei einem Hochwasser mit nur 7,50 m. Es gibt einen klugen Spruch, der da heißt: „Wer am Wasser baut, muß auch mit dem Wasser leben können“.

    Was war bei dem Urteil, welches zum Baustopp führte, vorher zu tun? Eine gründliche Prüfung! Auf welcher Seite des Deiches ensteht der größere Schaden, wer ist alles betroffen, kann das öffentliche Leben weitmöglichst fortgeführt werden usw. Die Schlußfolgerung hätte sein können: Ja! Der Bau darf weitergeführt werden – die Klage wegen fehlender Umweltverträglichkeitsprüfung, Planungsprobleme oder ähnliches wird zu Gunsten des Allgemeinwohles abgewiesen. Damit hätte das Urteil zu mindestens bei dem überwiegenden Teil der Betroffenen mehr Verständnis hervorgebracht. Meines Erachtens sind das auch Gründe für die katastrophalen Wahlergebnisse.

    Einschätzen muß man auch die derzeitige Diskussion, welche zum Teil auch berechtigt ist, dass mit dem Urteil die Betroffenen zu Geiseln geworden sind. Wenigstens so lange bis schnelle Maßnahmen greifen und die Gefahr gebannt ist – auf beiden Seiten der Saale.
    Es nützt nichts mit wiederholten und neuen Schuldzuweisungen die Arbeit anderer zu erschweren, sinnlose Diskussionen führen. Wo war denn der Führungsanspruch der SPD-Fraktion und des Stadtrates 2013, 2014, 2015, 2016 und auf der letzten Beigeordnetenkonferenz im Februar zu hören und zu sehen? Hat der ständig Kritisierende kein Geld, um sich externen Sachverstand einzukaufen?

    Ich hoffe auf Verständnis für die Zeilen – sicher wird es einige „wunderliche“ Bemerkungen geben – also immer schön neugierig bleiben.

    Im Übrigen hoffe ich mit vielen anderen, dass die Saale nicht vor 2020 ihr Bett verlässt.

    #282765

    Klar, aber daß man wertvolle Ressorcen an Boden und Pflanzen platt macht

    Gerade das ist nicht gerade eine wertvolle „Ressource“. Der Boden ist zusammengeschobener Schutt. Und der „wertvolle Baumbestand ist gerade mal ca 20 Jahre altes Baum- und Buschwerk, teils wild angesamt, teils sind es fremde 08/15 Ziergehölze. Wertvoller Baumbestand auf wertvollen Böden sieht anders aus. Aber wenn es um den Deich geht, werden manche Leute plötzlich dogmatischer als der AHA. Auffälligerweise nur da.

    #282766

    Redet mir das Grün auf der Ostseite des alten Deiches nicht schlecht, schließlich fahre ich da gern lang und als Inhaber des Bundesverdienstkreuzes am Bande verlange ich, dass diese Gewächse bleiben wo sie sind und in Ruhe gelassen werden.

    #282767

    @Hei-wu,

    Da haben doch noch die Untere Naturschutzbehörde, das städtische Umweltamt, die Baumschutzkommission und letztlich auch der Stadtrat ein Wörtchen mitzureden.
    Antworte doch mal auf meinem 5.Trassenvorschlag oder hat es dir die Sprache verschlagen.

    Es handelt sich um ein Planfeststellungsverfahren.

    Der obige Verfasser stellt einmal mehr seine „Kenntnisse“ unter Beweis. Ohne Worte.

    Die Stadt wird als Träger öffentlicher Belange gehört werden und deren Belange von Planfeststellungsbehörde abgewogen. Die Entscheidung trifft eben diese Behörde, sprich das Landesverwaltungsamt.

    PS. Eine Baumschutzkommission findet in diesem Verfahren nicht statt.

    #282768

    @tanc,
    hier spricht der Oberlehrer in dir und bis jetzt ist es, ohne die Öffentlichkeit einzubeziehen, noch nicht zu einer Entscheidung durch das Landesverwaltungsamt zu der angekündeten umweltunverträglichsten Deichlinienvariante gekommen.

    #282769

    @wolli,
    Ich bin ganz deiner Meinung zur Erhaltung des Grüns auf der Ostseite und des Rad-und Fußweges auf der alten Dammkrone ohne Beeintächtigungen durch eine Deichverteidigungsstraße.

    #282772

    Im Übrigen haben Bäume nichts auf Dämmen und Deichen zu suchen – auf Deichen darf es nur Gras und Schafe geben! Sofern die nicht von Wölfen gerissen werden.
    Schafe haben den „goldenen Tritt“ und werden als „Pfennigsucher“ bezeichnet.
    Der „goldene Tritt“: sie treten mit ihren hufen Mäuselöcher zu und sonstige Unebenheiten werden geglättet.
    „Pfennigsucher“: sie halten das Gras kurz und fördern das Verdichten der Grasnarbe.

    Auf dem Gimritzer Damm wurde nichts angepflanzt. Alles hat sich selbst ausgesamt, einschließlich der Bäume – heute ca. 20 cm Durchmesser in Augenhöhe.

    #282774

    Nun, sie wachsen da, da darf ich korrigieren, seit bereits 1935… als der Gimritzer Damm zur Hermann-Göring-Straße wurde…

    #282775

    dass Halle-Neustadt vor 50 Jahren gebaut wurde, ohne Damm“. Er wird recht behalten – der Damm war schon da ( 1937 gebaut ). Halle-Neustadt hatte bisher keine Probleme mit Hochwasser –

    OK. Ich habe mich geirrt. Halle-Neustadt hat also schon einen Danm, sogar schon seit 1937. Da der Damm wahrscheinlich nie verschwunden ist, müssen wir ihn nur suchen. Lange Rede, kurzer Sinn. Das böse Gimritz und die Altstadt können dagegen gar nicht existieren, weil schon von den Fluten der Vergangenheit mehrfach fortgespült sein müßten.

    Ich glaube mittlerweile auch, dass die Mondlandung gefälscht ist, und intelligentes Leben in Halle unmöglich ist.

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