Sachsen-Anhalt ist Tabellenführer in Raucherhusten

7. November 2016 | Umwelt + Verkehr | 6 Kommentare

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Welt-COPD-Tages am 9. November mitteilt, verstarben nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik im Jahr 2015 insgesamt 939 Sachsen-Anhalter (380 Frauen, 559 Männer) an einer COPD. Das waren 163 Verstorbene mehr als im Vorjahr und 437 mehr als im Jahr 2005. Die meisten COPD-Sterbefälle wurden in den Altersgruppen der 70- bis unter 80-Jährigen und der 80- bis unter 90-Jährigen mit 338 bzw. 309 Todesfällen gezählt. Bei den unter 60-Jährigen wurden mit 52 COPD-Sterbefällen die wenigsten registriert.
Der Altmarkkreis Salzwedel hatte mit 57 Sterbefällen je 100 000 Einwohner bzw. mit 4,3 Prozent aller Sterbefälle im Landkreis die meisten COPD-Toten, der Landkreis Börde dagegen mit 24 Sterbefällen je 100 000 Einwohner bzw. 1,8 Prozent der Sterbefälle im Landkreis die wenigsten.
Die COPD entsteht durch eine dauerhafte Reizung der Lunge mit Luftschadstoffen (Feinstaub). Auch wenn nicht automatisch jeder Raucher daran erkrankt, die Hauptursache der COPD ist das Zigarettenrauchen. COPD ist die medizinische Bezeichnung für einen chronischen Raucherhusten, bei dem die entstandenen Lungenschäden nicht mehr reparabel sind. Aber auch Passivraucher können an einer COPD erkranken.
Der erste Welt-COPD-Tag wurde 2002 von der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Diseases (GOLD) ins Leben gerufen. Seitdem findet er jedes Jahr am zweiten oder dritten Mittwoch des Monats November statt.

(Quelle: StaLa LSA)

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