Startseite Foren Halle (Saale) Offener Brief an die Bundeskanzlerin, 20.02.2020

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  • #368990

    Besser wäre es Technologien zu entwickeln, welche weltweit wirken.

    Gute Idee! Schau mal, was das Rot-Grüne EEG geschafft hat: es hat Technologien zur unglaublichen Billigware gemacht, die weltweit wirken. Solar- und Windkraft sind innerhalb weniger Jahre unglaublich billig geworden und werden weltweit massiv ausgebaut – nur nicht in Deutschland, das mit seinen Milliardeninvestitionen erst diesen Preisverfall ermöglicht hat.

    Noch mal zum Mitmeißeln:

    Deutschland investiert erst viele Milliarden, um die Erneuerbaren billig zu machen, und stoppt dann, als sie billig geworden sind, deren Ausbau. Dieser Ausbaustopp, der rein aus Ideologie und Lobbyinteressen begründet ist, vernichtet 100000 zukunftsfähige Jobs in der Windindustrie und sorgt für sehr hohe, unsinnige CO2-Emissionen aus Kohle- und Gaskraftwerken.

    Wer auch immer das in 30 Jahren im Geschichtsbuch liest, wird ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln über diese unglaublich falsche Politik bekommen.

    So ein Käse! Solarfelder brauchen landwirtschaftliche Flächen, Windräder will nicht jeder auf den Lande vor der Nase stehen haben.
    China hat mit Dumping die Solarmodule mit mieser Effizienz übernommen. Deutsche Module sind teurer aber besser und halten länger! Hier ist es wie bei landwirtschaftlichen Produkten, der Billigmist gewinnt den Markt.
    Windkraft in Größenordnung geht nur noch offshore oder in den Bergen. Beim 2. sträubt sich die grüne Regierung in BaWü. Bayern sowieso. Weshalb Schleswig und Meck Pomm zu pflastern und die anderen sagen einfach nö wollen wir nicht.

    #368992

    So ein Käse! Solarfelder brauchen landwirtschaftliche Flächen,

    Käse ist ein anderes Thema, bleiben wir bei Solarzellen.

    Dass es in Deutschland jede Menge versiegelte Flächen gibt, steht wohl nicht in deinem Propaganda-Handbuch?

    Übrigens gibt es längst Doppelnutzung mit Agrar und Photovoltaik, bei dem teilweise die Felder sogar profitieren (weniger Austrocknung). Aber von der Frage sind wir noch unglaublich weit weg, so lange die meisten Dächer und Parkplätze und Landstraßen und Supermärkte noch komplett ungenutzt sind.

    Windräder will nicht jeder auf den Lande vor der Nase stehen haben.

    „will nicht jeder“. Soso. Wir gehen also in allen Themen nach einer angeblich technischen Notwendigkeit, aber bei Windrädern plötzlich nach dem ästhetischen Empfinden Einzelner.

    Der Kampf gegen die Windkraft ist ein ideologischer Kampf, in dem zentrale Verbände und Lobbygruppen massiv Einfluss nehmen – bis hoch ins Wirtschaftsministerium. Windkraft bedroht Milliardengewinne der Fossilindustrie, also wird sie bekämpft („Vernunftkraft“). Genauso wie Solarenergie. Und Altmaier ist in dem Kampf gegen die Moderne (dem schon hunderttausend zukunftsfähige Jobs zum Opfer gefallen sind) ein ganz großer Don Quijote.

    Das bisschen Inszenierung von „Der Bürger will es aber“ ist reine Propaganda. Würde wirklich jemand gegen Infraschall vorgehen wollen, müsste man jede Menge Autobahnen schließen. Bergwerk mit Sprengung: 300m Abstand. Windrad: 1000m Abstand.

    Wer da noch irgend einen Funken von Verstand oder rationaler Begründung unterstellt, lässt sich total verkohlen.

    Windkraft in Größenordnung geht nur noch offshore oder in den Bergen.

    Aber nur, weil die Bundesregierung erfolgreich mit Unterstützung der INSM die Windkraft vorsätzlich zerstört hat. Windkraft kann massiv ausgebaut werden, sobald man die Antiwindkraftgesetze streicht.

    Der PV- Deckel wird ja grade als Erpressungsmittel eingesetzt. Die Bundesregierung erdreistet sich, die Aufhebung der sinnlosen Deckelung von Photovoltaik daran zu knüpfen, die Windkraft wirklich komplett zu zerstören.

    Dein Techno- Nationalismus ist mehr als niedlich. Eigentlich schon eher bedauerlich. Du glaubst, dass wir in Deutschland heute automatisch eine technologische Vorherrschaft haben, auf Gebieten, wo uns längst alle anderen abgehängt haben.

    Das ist auf einigen Gebieten der Fall, aber echt nicht bei solcher High-Tech. Bei Autos sind wir längst abgehängt (groß und schwer: Tesla, klein und leicht: die Inder, Elektrobusse: China). Bei IT sowieso schon ewig, bei Solarzellen sind die Chinesen auf jedem Gebiet führend.

    Warte noch 5 Jahre ab, dann sind wir hier reines Technikmuseum. Nationaler Protektionismus (Dieselskandal), Festhalten am Alten, Verhinderung jeder Modernisierung. So schaufelt man sich als Industrie- und Exportnation sein Grab.

    Und dazwischen spätrömische Dekadenz. Stromleitungen sind hässlich, Handymasten machen Kopfschmerzen, Windräder passen nicht in die Landschaft (aber Autobahnen sind toll!!!).

    Und genau so zerstören wir unsere Stellung im Weltmarkt und landen wieder bei eingelegten Birnen und Haferbrei. Im besten Falle.

    #368993

    Bei Autos sind wir längst abgehängt

    “ Frankreich und Deutschland sind mit knapp 5 Millionen exportierten ahrzeugen die weltweit größten Autoexporteure, “ (bundespresseportal)

    #368994

    Tatsache ist, dass es schon eine Generation braucht, um solche großen Projekte umzusetzen. Alles andere ist Populismus.

    Deshalb muss man ja jetzt loslegen.

    #368996

    Loslegen ja, aber nicht mit der Brechstange.

    #368998

    Loslegen ja, aber nicht mit der Brechstange.

    Wenn man eine Aufgabe, die naturgemäß mit jedem Monat schwieriger und größer und dringender wird, 30 Jahre lang liegen lässt, dann wird es am Ende natürlich hart.

    Aber das kannst du doch nicht denen anlasten, die seit 30 Jahren fordern, endlich anzufangen.

    Jeder Monat, den wir jetzt noch weiter so laufen lassen (vor allem diese unglaublich dumme Verschwendung durch Kohlekraftwerke), macht die Aufgabe NOCH viel schwerer.

    Dann kommt statt der Brechstange der Wrecking Ball.

    Im Prinzip ist die Aufgabe jetzt schon durch Prokrastination so groß, dass es eine Mobilisierung wie in den USA im 2. WK braucht.

    #369583

    Wenn Dummheit mal ordentlich weh tun würde…

    „Vahrenholt veröffentlichte 2012 ein Buch, das breit diskutiert – und scharf kritisiert wurde: „Die kalte Sonne“ – er misst dem Sonnenzyklus eine besondere Bedeutung zu und erwartet dadurch eine weit weniger dramatische Erderwärmung, da auch Schwankungen der Sonnenaktivität und ozeanische Meereszyklen zum Klimawandel beitragen würden.

    Klimaexperten zerpflückten das Werk, auch der Weltklimarat misst der Sonne einen sehr geringen Einfluss auf den aktuellen Klimawandel bei.“

    Die Sonne hat nur einen geringen Einfluss auf den Klimawandel.
    Das nenn ich eine These welche an Dummheit nicht zu überbieten ist. Die Sonne hat den meisten Einfluss auf unser Klima.

    #369597

    Die Sonne hat nur einen geringen Einfluss auf den Klimawandel.

    Das nenn ich eine These welche an Dummheit nicht zu überbieten ist. Die Sonne hat den meisten Einfluss auf unser Klima.

    Wenn man immer nur die Skala mit den Jahrmillionen anschaut, ja. Aber die geringen Schwankungen der Intensität und Energie der Sonnenstrahlung der letzten 150 Jahre (übrigens seit 10 Jahren wieder deutlich nach unten) erklären nicht die unglaublich hohen Energiemengen, die gerade die Erde aufheizen.

    Im Gegensatz dazu erklären die CO2-Konzentrationen die Erwärmung sehr genau. Alles tausendfach untersucht und belegt. Die Sonne kühlt im Moment, aber der Treibhauseffekt ist viel stärker als die verringerte Sonnenstrahlung.

    #369599

    Anonym

    Stadt_für_Kinder schrieb:

    Die Sonne hat nur einen geringen Einfluss auf den Klimawandel.

    Das nenn ich eine These welche an Dummheit nicht zu überbieten ist. Die Sonne hat den meisten Einfluss auf unser Klima.

    Wer noch nicht einmal den Unterschied zwischen dem Wort Klimawandel (=Veränderung des Klimas) und dem Klima selbst kennt, der sollte lieber die Klappe halten, anstatt andere zu beschimpfen und der Dummheit zu bezichtigen.

    #369624

    Eigentlich schaue ich nicht solche mit Politschwätzern angefüllte Runden Gestern bei „Fakt ist“, bin ich aber hängengeblieben, weil mit Prof. Thomas von Unwerth und Andreas Keßler zwei Fachleute in der Runde saßen.
    Und es war wirklich hörenswert, was diese sagten.
    Amüsiert habe ich mich über den Moderator, als er den Norwegenkenner fragte. Offenbar hatte der Moderator den Auftrag bekommen, die Norweger als klug darzustellen, weil sie so viele E-Autos kaufen. Es passte ihm offensichtlich nicht, als der Norwegenkenner meinte, dass es an der Kostengestaltung liegt, dass in Norwegen ein E-Auto günstiger ist.

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