Startseite Foren Halle (Saale) Bernburger Straße- für Radfahrer gefährlich

Dieses Thema enthält 558 Antworten und 29 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 2 Monate.

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  • #262438

    Wir Radfahrer kommen zwar überall durch, aber manchmal ist es auch gefährlich und das trifft für die Bernburger Straße zu. Ich bin nicht der Einzige, der das so sieht, bei „Sags uns einfach“ ist noch jemand dieser Meinung:

    „Für Fahrradfahrer ergibt sich in der Bernburger Straße ein zweifaches Dilemma.
    In Richtung Innenstadt mündet der Radweg hinter dem Reileck quasi unvermittelt auf der Straße. Jeder Übergang täglich stellt hier eine Lebensgefahr für jeden Radfahrer dar, da viele Autofahrer nicht auf die Einmündung achten. Nicht erst einmal wurde ich von der Straße in die parkenden Auto gedrängt.

    In stadtauswärtiger Richtung befinden sich noch Markierungen eines (alten?) Radwegs auf dem Fußweg, jedoch die Schilder für einen Radweg wurden entfernt. Das heißt für mich, dass ich dort nicht mehr mit dem Rad fahren darf. Davon abgesehen wäre die Beschaffenheit des Gehwegs für einen Führung des Radwegs nicht geeignet. Heute rief mich ein Straßenbahnfahrer per Außenlautsprecher auf, von der Straße zu weichen.

    Ich hoffe, Sie sehen den eklatanten Verbesserungsbedarf in beiden Fällen.“

    #262440

    „Heute rief mich ein Straßenbahnfahrer per Außenlautsprecher auf, von der Straße zu weichen.“

    Ist ja wohl der Oberhammer.

    #262446

    Ist ja wohl der Oberhammer.

    Es wird Zeit, dass der Terrorismus eingedämmt wird.

    #262451

    Hach ja, das ist mal wieder ein schönes Thema, um durch gekonnte sprachliche Ausschmückungen grundlos übertriebene Panik zu verbreiten. Alles ist immer gefäääährlich, alles muss immer reguliert werden, der Staat muss seine Bürger immer vor allen Eventualitäten schützen.

    Ich bin dort auch schon oft mit dem Fahrrad langgefahren und noch nie „in die parkenden Autos gedrängt“ worden. Ich schwebte auch noch nie in Lebensgefahr, wenn ich dort auf der Straße fuhr; das passiert mir eher, wenn ich auf dem Fußweg gehe und von Fahrradfahrern – die durch das Gefälle in Richtung Altstadt ein ordentliches Tempo draufhaben können – fast umgefahren werde. Es scheint hier also eher ein Problem mit der Einstellung zum Leben und zur Umwelt vorzuliegen als ein echtes Sicherheitsproblem.

    Wer sich nicht traut, mit dem Fahrrad auf einer (zumal mäßig frequentierten) Straße zu fahren, der hat immernoch die Möglichkeit, abzusteigen und sein Fahrrad auf dem Gehweg zu schieben. Niemand wird gezwungen, Fahrrad zu fahren. Wenn man aber fahren will, dann sollte man sich das auch zutrauen (und eine entsprechende Körpersprache an den Tag legen).

    #262453

    Ja, stadtauswärts sollte man schon zügig fahren, um die Straßenbahn nicht zu behindern. Oder eben den – nicht mehr benutzungspflichtigen – Radweg benutzen. Den gibt es nämlich noch, im Gegensatz zu dem stadteinwärts.

    #262454

    Ich würde das entspannt sehen. Gibt es eine Richtgeschwindigkeit für Radfahrer? Nein! Gibt es dort einen Benutzungszwang für den Radweg? Nein! Die Radwegmarkierung ist ohnehin kaum noch zu erkennen.

    #262475

    Es gibt dort keinen Radweg mehr. Das, von dem ihr sprecht, ist Teil des Gehweges.

    Das obere Ende der Bernburger Straße ist wirklich eine Ecke, wo man als Radfahrer etwas nach das Nachsehen hat. Da man tempobedingt aus der Reilstraße nicht vor den Autos an der Stelle ankommt, wo durch parkende Autos die Straße verengt wird, hat man da zwei Möglichkeiten. Mutig rüber ziehen oder halt anhalten. Die Wahl entscheide ich oft durch einen frühzeitigen Blick auf den Gegner.

    Anhupen oder Angepöbel durch Autofahrer gehört zum Radfahrer-Alltag leider dazu. Wer das nicht wahrhaben will, lebt in einer anderen Welt. Die Sache mit dem Straßenbahnfahrer wäre schon ziemlich hart. Aber Vorsicht, in der stadtauswärtigen Vielleicht war das Ziel des Straßenbahnfahrers nur, die oder den Fahrer/in in diesen zugegeben nicht angenehmen Raum zu befördern.

    #262480

    Nenn man dann das Nötigung, was die Straßenbahn macht?

    #262487

    Als Radfahrer müsst ihr euch vergewissern, das kein Auto/keine Straßenbahn hinter euch kommt. Schließlich begeht ihr einen „Fahrbahnwechsel“. Ist genauso, als wenn man mit dem Auto von einer Spur in die andere wechseln wollt.
    Also müsst ihr als Radfahrer den Autos/der Straßenbahn Vohrfahrt gewähren. Wer das nicht begreift und munter weiterradelt, darf sich nicht beschweren, wenn dann ein Autofahrer hupt, bzw. der Straßenbahnfahrer klingelt.

    #262498

    Also müsst ihr als Radfahrer den Autos/der Straßenbahn Vohrfahrt gewähren.

    Also wenn Du schon mit solchen Reglen kommst, dann sieht die Sache an der Stellle für mich so aus: 2 Fahrspuren verengen sich auf eine. Und da gilt meines Wissens das Reißverschlussprinzip, also immer ein rad, ein Auto abwechselnd.
    Noch leichter wird die Sache, wenn man einfach etwas Rücksicht nimmt auf beiden Seiten.
    Ich hatte bisher auch noch nie Probleme in der Bernburger, aber an der Ecke Händelstraße sehe ich die Kritik als berechtigt an. Da verschwindet der Radweg mal wieder im Nichts bzw. wird er einer Parkspur geopfert. Die Radfahrer werden hängengelassen.

    #262512

    Es gibt in der Bernburger keinen Radweg mehr.

    #262517

    Und da gilt meines Wissens das Reißverschlussprinzip, also immer ein rad, ein Auto abwechselnd.

    Falsch, der jenenige, dessen Fahrspur endet muss sich vergewissern, das er fahren kann/darf.
    Bei einem Reissverschlussverfahren gibt es ein entsprechendes Zeichen.
    Ausnahmen gelten nur, wenn es sich deswegen staut, dann wird das Reissverschlussverfahren auch angewendet.

    Sicherlich schaue ich auch, wie sich ein Radfahrer verhält, aber die meisten brettern einfach weiter, ohne zu gucken. Und wenn das dann eben 2m vor mir passiert und ich wegen solch einem Vollpfosten eine Vollbremsung machen muss, dann hupe ich auch.

    #262525

    Anonym

    Da verschwindet der Radweg mal wieder im Nichts bzw. wird er einer Parkspur geopfert.

    Der Radweg wurde nicht der Parkspur geopfert sondern den Fußgängern.

    Am Ende des Radwegs sind doch Fahrbahnmarkierungen. Sieht aus wie eine Redwegefurt. Gibt’s da nicht auch noch was zu beachten?

    #262540

    Wenn du an der Stelle wegen eines lebensmüden Radlers eine Vollbremsung machen musst, dann bist du nicht vorausschauend gefahren, denn dieses Fehlverhalten ist absehbar.

    (Außer morgens gegen Acht, da steht der Brotfahrer auf der Straße und die Beteiligten sehen sich erst an der Konfliktstelle – das ist dann wirklich gefährlich.)

    Und da gilt meines Wissens das Reißverschlussprinzip, also immer ein rad, ein Auto abwechselnd.

    Falsch, der jenenige, dessen Fahrspur endet muss sich vergewissern, das er fahren kann/darf.
    Bei einem Reissverschlussverfahren gibt es ein entsprechendes Zeichen.
    Ausnahmen gelten nur, wenn es sich deswegen staut, dann wird das Reissverschlussverfahren auch angewendet.

    Sicherlich schaue ich auch, wie sich ein Radfahrer verhält, aber die meisten brettern einfach weiter, ohne zu gucken. Und wenn das dann eben 2m vor mir passiert und ich wegen solch einem Vollpfosten eine Vollbremsung machen muss, dann hupe ich auch.

    #262542

    Warum steht an besagter Stelle nicht dieses Zeichen?

    #262554

    Anonym

    Bist du dir sicher, dass dort kein solches Schild steht?

    Mit Markierung und „Furt“ meine ich übrigens die dickeren Striche, die auf die Fahrspur für Autos reichen:

    #262556

    Xsaras Ansicht ist ein interessanter Fall.
    Sie geht davon aus, dass Autos immer die dominanten Verkehrsteilnehmer sind und sich alle anderen unterordnen müssen.
    Die kurze Strichellinie auf dem Bild verdeutlicht, das sie falsch liegt. Die Radspur endet nicht.
    Hier bekommt der Radfahrer sogar gestrichelten Schutz zum Einfädeln.
    Eigentlich müssten die Autos den Fahrrädern genügend Abstand geben, ihre Fahrt fortsetzen zu können. Das funktioniert in der Realität nur nie, weil es zu viele Xsaras gibt. Auf dem Foto kann man sehen, dass an der Stelle die Straße insgesamt auch noch schmaler wird, für Autos und Fahrräder zusammen, was den Konflikt noch etwas verschärft.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 1 Monat von  HansimGlück.
    #262561

    Es müsste keine Konflikte geben, wenn der Radfahrer versucht, mit dem Autofahrer Augenkontakt herzustellen, bevor er links rausschwenkt. Gilt auch umgekehrt für den Autofahrer: Schau, was der Radfahrer machen will, schau ihn an! Und schau erst einmal, ob da nicht ein Radfahrer neben dir fährt!
    Schwierig wird es, wenn der von hinten kommende Radfahrer den noch wartenden Autofahrer überholt und dann vor ihm einschwenken will: Spätestens da würde ich zuvor den Blickkontakt suchen und eine erkennbare Reaktion des anderen abwarten, bevor ich mich oder andere möglicherweise gefährde. Unabhängig davon, wer da im Recht ist bzw. etwas falsch macht. (Aber Radfahrer, denk mal darüber nach.)

    #262564

    Ich fahre dort stadteinwärts ab Mühlweg auf dem Fußweg!

    #262565

    Anonym

    Das sieht wie ein Beschleunigungsszreifen fürbrasler aus…Damit müssten sie vor dem herausfahren sicher gehen, dass frei ist.

    Am ende greift aber wie immer Paragraph 1

    #262566

    Aha, man muss also Radfahrern, die auf die Fahrbahn wechseln, die Vorfahrt gewähren.
    Es wird immer komplizierter im Straßenverkehr. Kein Wunder, dass die Autofahrer genervt sind. Ich stelle für mich fest, dass ich es manchmal kaum schaffe, alle Gefahren im 360°-Winkel zu checken. Wenn ich mit den 360° fertig bin, kann ich gleich wieder von vorn anfangen.

    #262579

    Farbspektrum, in dem Fall sind die Radfahrer schon mit dir auf der Fahrbahn.

    Schön Wolli, dass du immer deine Verfehlungen hier benennst.

    #262580

    Schön Wolli, dass du immer deine Verfehlungen hier benennst.

    … weil es eine kluge Entscheidung ist. (Es sei denn, der Fußweg ist voll und die Straße leer.)

    #262581

    Klug ist sie nicht.
    Denn dann wäre auch klug mit dem Auto auf dem Gehweg rumzufahren (wenn zB Stau ist)

    #262582

    Hier bekommt der Radfahrer sogar gestrichelten Schutz zum Einfädeln.
    Eigentlich müssten die Autos den Fahrrädern genügend Abstand geben, ihre Fahrt fortsetzen zu können. Das funktioniert in der Realität nur nie […]

    Soll ich dir (oder euch allen) mal was sagen? Das funktioniert in der Realität nahezu immer, denn ich habe noch von keinem Unfall im Zusammenhang mit dieser Stelle gehört. Und wenn ich dort vorbeikomme (was relativ häufig ist), dann sehe ich da mindestens eines von drei Dingen:

    1) eine leere Straße (was den fließenden Verkehr angeht)
    2) Radfahrer, die einen Schulterblick machen und ungestört auf der Straße fahren
    3) Autofahrer, die vorausschauend die Radfahrer im Blick haben und entweder hinter ihnen herfahren oder sie überholen.

    Wer auf dieser Straße Probleme hat, der sollte mal wirklich eine psychologische Eignungsprüfung zur Teilnahme am Leben durchführen. So dumm kann man sich doch gar nicht anstellen, dass man sich dort in „Lebensgefahr“ begibt?

    Ich fahre dort stadteinwärts ab Mühlweg auf dem Fußweg!

    Es mag ja sein, dass du das als zivilen Ungehorsam betrachtest, aber es ist nichts, auf dass du stolz sein solltest. Selbst wenn der Gehweg leer genug ist und du langsam an Fußgängern vorbeifährst, so bist du doch einfach ein schlechtes Vorbild für andere Menschen (vor allem auch Kinder). Und ich finde das genauso wenig akzeptabel wie die lahmen Ausreden der Muttis mit Kind auf dem Kindersitz (oder im Anhänger), die wegen der (gefühlten) Sicherheit ihrer Kinder nicht auf der Straße (oder gar auf einem straßenbündigen Fahrradweg) fahren wollen. Das ist die gleiche Mentalität, wie Kinder mit dem Auto zum Kindergarten oder in die Schule zu bringen und es auf den „vielen Straßenverkehr“ zu schieben, der teilweise von ihnen selbst verursacht wird.

    Ich sage es nochmal, extra für dich, wolli: Du darfst stadteinwärts ab Mühlweg sehr gerne absteigen und dein Fahrrad auf dem Fußweg schieben, wenn du Angst hast, wie jeder andere auch am Straßenverkehr teilzunehmen.

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