Parade der Vielfalt

24. März 2019 | Veranstaltungen | 24 Kommentare
  • Als Abschlussveranstaltung der Bildungswochen gegen Rassismus fand heute, 24. März, ab 13 Uhr am Riebeckplatz eine „Parade der Vielfalt“ statt. Diese Veranstaltung ist als Demonstration für eine offene Gesellschaft gedacht. Der Demonstrationszug endet am Peißnitzhaus.

Wie angekündigt, zog sich ein bunter, lauter und fröhlicher Trupp durch die Stadt. Am Leipziger Turm, auf dem Opernplatz und anderen Stellen wurde Pause gemacht, es gab Tanzaktionen oder Kaffeepausen. Nach einer Zählung des HalleSpektrums kurz vor Erreichen des Opernplatzes waren etwa 250 Demonstranten gegen Rassismus und für Vielfalt in Halle unterwegs. Am Riebeckplatz waren zunächst 120 Menschen gestartet. Die Zahl der ankommenden Teilnehmer am Peißnitzhaus wird sich sicher noch etwas erhöhen.

Rap zum Auftakt der Bildungswochen

Die Veranstalter (s. unten) erklären zu ihrer Aktion: „Halle hat Probleme mit Ausgrenzung, sozialer Ungerechtigkeit, Rassismus und Rechtsextremismus. Aber wir wissen auch, dass es in Halle sehr viele Menschen gibt, die sich gegen soziale Spaltung, gegen rassistische Gewalt und für eine Stadtgesellschaft der Vielfalt und Solidarität engagieren. Menschen, die ihre Kräfte aufbieten, um das Leben hier lebenswert zu machen. Für eine Stadt, in der es nicht darauf ankommt, wo man herkommt, wie man aussieht oder wie man liebt, in der man nicht auf seine angebliche Identität festgenagelt wird. Für eine Stadt, in der jeder einzelne Mensch ohne Angst verschieden sein kann.

Deshalb rufen wir Institutionen, Vereine, Verbände und alle Menschen dieser Stadt auf: Lasst uns gemeinsam am 24. März auf der Straße zeigen, wer wir sind und wie wir leben wollen. Kommt mit uns auf die Straße! Tragt alle Farben des Regenbogens! Seid fröhlich! Seid laut!

Gemeinsam sind wir mutig, kreativ und bunt. Wir setzen entschlossen ein Zeichen für Weltoffenheit und Solidarität und für die offene Gesellschaft. Lasst uns das Leben feiern und für ein Halle für alle demonstrieren!“

„PARADE DER VIELFALT“ – DEMONSTRATION FÜR EINE OFFENE GESELLSCHAFT
Datum: Sonntag, 24. März 2019 zum Abschluss der Bildungswochen
Beginn: 13.00 Uhr, Treffpunkt: Riebeckplatz, Ende der Route: Peißnitzhaus

Veranstalter: Ein gemeinsames Projekt von
Anwohner*innen-Initiative Adam-Kuckhoff-Straße
Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage

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Dieses Thema enthält 24 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Schulze vor 3 Monate, 3 Wochen.

Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 25)
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    Beiträge
  • #341107

    Als Abschlussveranstaltung der Bildungswochen gegen Rassismus fand heute, 24. März, ab 13 Uhr am Riebeckplatz eine „Parade der Vielfalt“ statt. Diese
    [Der komplette Artikel: Parade der Vielfalt]

    ¡Hay arte! ¡Hay poesía!… Debe haber cielo. ¡Hay Dios!
    Rosalía de Castro

    #341108

    Es war ein bunter Haufen. Am Peißnitzhaus kamen tatsächlich etwa 300 Leute an.

    #341109

    Schöne Aktion, die unsere Stadt wohltuend von Chemnitz abhebt.

    #341110

    Aber möchten diese Veranstalter nicht auch ausgrenzen? Sie wollen ja Menschen mit gegenteiliger Meinung aus den Häusern Kicken, das würde ich ausgrenzen nennen. Dummer weise gehören Verbohrte Meinungen so verblendet sie auch sind auch zur Vielfalt ob es einem nun gefällt oder nicht.

    #341111

    Das sollte bedächtig und seriös klingen. Ärgerlicherweise fehlt es dem kurzen Text gänzlich an belegbarem Inhalt, dafür enthält er eine beachtliche Menge von orthographischen und grammatikalischen Fehlern.

    #341112

    Den Unterschied zwischen selbst verantwortetem Denken und unbeeinflussbarer Herkunft scheint nicht jedem hier im Forum geläufig zu sein. Zumindest angesichts eines schrägen Vergleichs.

    Schöne Aktion.

    #341118

    Sie wollen ja Menschen mit gegenteiliger Meinung aus den Häusern Kicken, das würde ich ausgrenzen nennen.

    Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Nazis sind nicht nur Leute mit einer anderen Meinung, sondern wollen unsere Freiheit abschaffen. Es sind Leute mit einer verbrecherischen Gesinnung.

    #341122

    Was ist aus dem Selbstverständnis der Identitäten verbrecherisch? Bitte die Quelle zitieren.

    #341124

    „Ideologisch vertreten die Identitären einen Ethnopluralismus. Er geht von einer biologisch begründeten Einheitlichkeit einer Volks- und Abstammungsgemeinschaft aus und strebt die kulturelle „Reinhaltung“ der Gesellschaft von äußeren Einflüssen an, die als „fremd“ oder gar „feindlich“ definiert werden“

    Jedenfalls möchten weder meine Freunde, Lebenspartner oder ich selbst unsere Daseinsberechtigung hier biologisch-abstammungsmäßig begründen müssen.

    #341129

    Das kann man ablehnen, aber verbrecherisch ist das nicht.

    #341131

    Hei-wu,stell dir vor, wie das in der DDR war: Da wollten die Andersdenkenden nicht nur deine Freiheit beschneiden, die waren alle für den Imperialismus und Krieg!

    #341133

    @hei-wu Wenn es ein Verbrechen wäre, so würde der Staatsanwalt auf der Matte stehen. Solange ist das nur eine Meinung, die man beileibe nicht teilen muss. Andere Meinungen zu tolerieren, sollte eigentlich der Ansatz eine „Woche der Vielfältigkeit“ sein.
    Wenn dann heute Abend jemand mit anderer Meinung, die sicherlich nicht rechtsextrem ist, einfach niedergebrüllt werden soll, so ist das einfach nur intolerant.

    #341135

    Kritisch begleitet wurde in der DDR auch schon. Die Einfalt feiert.

    #341195

    teu

    @peter: Mit solchen Einfaltspinseln, wie du einer bist, wollte vor der Nikoleikirche niemand etwas zu haben.
    Ich war dort, es wäre mir aufgefallen.

    Höchstens die, die auf den Dächern der umliegenden Häuser standen, um uns zu fotografieren.

    #341204

    Das kann man ablehnen, aber verbrecherisch ist das nicht.

    Was bitte ist denn daran nicht verbrecherisch, wenn man die Mehrheit der Menschen als minderwertig deklariert?

    Denn nur durch die Minderwertigkeit der Anderen ergibt die Idee einer (höherwertigen) Homogenität Sinn. Und ohne das eigene Überheben über andere Menschen (und die damit verbundenen Abwertung der nicht dazugehörenden) ist das ganze identitäre Gesülze ohne Sinn.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 3 Wochen von  fractus.
    #341207

    Die Veranstalter erklärten sie sind gegen „rassistische Gewalt“. Ich bin gegen jegliche Gewalt. Für welche Gewalt sind denn nun die Veranstalter ?

    #341215

    @peter: Mit solchen Einfaltspinseln, wie du einer bist, wollte vor der Nikoleikirche niemand etwas zu haben.
    Ich war dort, es wäre mir aufgefallen.

    Höchstens die, die auf den Dächern der umliegenden Häuser standen, um uns zu fotografieren.

    Erzählen kann hier jeder viel. Frag so einige DEFA – Regisseure.

    #341216

    teu

    @peter: Ich muss niemanden fragen.
    Ich war dort.
    Du verstehst?

    #341217

    Das hast du jetzt zich mal hier behauptet. Na und? Das soll dann heißen, in der DDR wurden bestimmte Aufführungen nicht von SED – Kadern begleitet? Mach dich doch nicht lächerlich.

    #341218

    Du hast ja förmlich einen Narren an der Nikolaikirche gefressen. Der Höhepunkt deines Lebens?

    #341219

    teu

    @peter:

    Der Narr

    Der Narr macht seine Reverenz,
    Der gute derbe Geselle!
    Ihr hörtet wohl von weitem schon
    Das Rauschen seiner Schelle.

    Als alter Hausfreund bin ich ja
    Notwendig bei dem Feste;
    Denn hörtet ihr die Klapper nicht,
    Euch fehlte doch das Beste.

    Ein tücht’ger Kerl hat seinen Sparrn!
    Das ist unwiderleglich;
    Und hat das Haus nicht seinen Narrn,
    So wird es öd und kläglich.

    Hier war ich manchen guten Tag
    Gastfreundlich aufgenommen;
    Heil diesem vielbeglückten Haus,
    Wo auch der Narr willkommen!

    Theodor Storm

    #341222

    Super!

    #341223

    Ich bin gegen jegliche Gewalt. Für welche Gewalt sind denn nun die Veranstalter ?

    Ich bin zum Beispiel für das Gewaltmonopol des demokratischen Staates, solange nicht eine Situation eintritt, in der Artikel 20.4 GG seine Wirksamkeit entfaltet.

    #341241

    Ich auch.
    20.4 GG bezieht sich auf die Situation wo dem demokratischen Staat die Macht entglitten und Widerstand über den rechtsweg nicht mehr möglich ist.
    Wenn ein undemokratischer Staat bereits die Macht ergriffen hat, gibt’s 20.4 GG nicht mehr.

    #341250

    Stimmt, wolli, aber dann mußt du nach Schlesien zurückwandern… Willst du das?

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