Mitteldeutschland wächst durch MDV-Norderweiterung enger zusammen

18. August 2020 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

 

Seit Dezember 2019 gehören die Zugstrecken im südöstlichen Sachsen-Anhalt endlich auch zum Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV). Fahrgäste können seither in allen S-Bahnen und Regionalzügen nach Dessau-Roßlau und in die Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld zum Tarif des MDV verkehren.

„Die Verbunderweiterung im Dezember 2019 hat entscheidend dazu beigetragen, die flächendeckende Vernetzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Metropolregion Mitteldeutschland weiter voranzutreiben. Die Fahrgäste haben die daraus resultierenden Vorteile erkannt und die Veränderung gut angenommen.“ betont der Geschäftsführer des MDV, Steffen Lehmann.

Vor allem Pendler können nun flexibler ihren Arbeitsplatz ganz ohne Auto erreichen. Aber auch Reisende gelangen durch die Verbunderweiterung zum MDV-Tarif an zahlreiche Ausflugsziele in der Region. Das hat der MDV nunmehr zum Anlass genommen und eine Broschüre mit zahlreichen Ausflugstipps inklusive Anfahrtsempfehlungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erarbeitet. Mit dabei sind beispielsweise das Bauhaus Dessau, Lutherstadt Wittenberg und das technische Freilichtmuseum Ferropolis im MDV Nord.

Die Fahrkarte für den nächsten Ausflug können Fahrgäste im MDV-Gebiet ganz einfach und bargeldlos per App kaufen. Seit Juni kann man mit dem DB Navigator, der Mobilitäts-App der Deutschen Bahn, im Verbundgebiet
nicht mehr nur Zugfahrten planen, sondern auch gleich Tickets – für S-Bahn, Bus und Tram – kontaktlos buchen. Auch mit der neuen App MOOVME erhalten Fahrgäste verbundweite Ticket- und Verbindungsauskünfte sowie Störungsmeldungen in Echtzeit. Daneben lässt sich für ausgewählte Verbindungen jederzeit der aktuelle Fahrtverlauf nachvollziehen sowie schnell erreichbare Alternativverbindungen finden.

Mit der Integration des Zugangebotes in den MDV-Tarif wurde ein erster sichtbarer Schritt in Richtung eines flächendeckenden vernetzten ÖPNV-Systems getätigt. Langfristiges Ziel ist es jedoch, alle Verkehre der Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg sowie der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau in den MDV-Tarif einzubinden, um allen Fahrgästen im nördlichen Verbundgebiet zukünftig weitere Mobilitätsvorteile durch ein vollumfängliches Nahverkehrsangebot bestehend aus S-Bahn, Tram und Bus bieten zu können. Dazu steht der MDV weiterhin in engem Austausch mit den beiden Landkreisen und der Stadt Dessau-Roßlau.

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