Programmankündigung des MDR: “Rassistisch motivierte Gewalttaten in der DDR – Warum kamen die Täter davon?“

13. November 2017 | Politik | 40 Kommentare

In der DDR wurden ausländische Arbeiter und Studenten vielerorts Opfer von Gewalttaten – die Täter kamen oftmals ungesühnt davon. Wie die ausländerfeindlichen Verbrechen systematisch vertuscht und verdrängt wurden, thematisiert „Exakt – Die Story“ am Mittwoch, 15. November, um 20.45 Uhr, im MDR-Fernsehen.

Offiziell galt in der DDR das Prinzip der Völkerfreundschaft. Menschen aus den „befreundeten jungen Nationalstaaten“ wurden in die Arbeitskollektive eingegliedert, um Hand in Hand mit den einheimischen Werktätigen den Sozialismus aufzubauen. Zumindest stellte es so die DDR-Propaganda in den Medien dar. Die Realität sah vielerorts jedoch anders aus.

Im August 1979 starben Delfin Guerra und Raul Garcia Paret aus Kuba bei einer Hetzjagd in Merseburg. Die Kriminalpolizei forschte nach, verhörte Zeugen und fand Tatverdächtige. Doch dann erging von der obersten Staatsführung die Weisung: Ermittlungen einstellen. „Exakt – Die Story“ zeigt, dass es sich bei diesem Vorgehen nicht um Einzelfälle handelte, sondern um Vertuschung.

Der Historiker Harry Waibel forscht seit vielen Jahren zum Thema und hat entsprechende Stasi-Akten ausgewertet. Demnach forderten rassistisch motivierte Gewalttaten mehrere tausend Verletzte und sogar Todesopfer.

Den Spuren mehrerer Fälle folgt „Exakt – Die Story“ und fragt: Warum kam es zu diesen Verbrechen? Warum wurde so viel vertuscht und verdrängt? Welche Konsequenzen hat das bis heute, und warum lehnt die Staatsanwaltschaft Halle neue Ermittlungen ab?

(Quelle: MDR)

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Dieses Thema enthält 40 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  teu vor 3 Tagen.

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  • #301877

    In der DDR wurden ausländische Arbeiter und Studenten vielerorts Opfer von Gewalttaten – die Täter kamen oftmals ungesühnt davon. Wie die ausländerfei
    [Der komplette Artikel: Programmankündigung des MDR: “Rassistisch motivierte Gewalttaten in der DDR – Warum kamen die Täter davon?“]

    #301878

    teu

    Ich muss kurz darauf hinweisen, dass genannte „Historiker“, Harry Waibel, Mitglied der NPD ist(war?).
    Na jedenfalls, saß er 1968 in Ba-Wü als NPD-Mitglied im Landtag.

    #301879
    #301880

    Warum wird in Halle eine Schule nach einem NSDAP-Mitglied (um)benannt?

    #301881

    teu

    @hei-wu: o.k. verlesen.
    Wunderte mich schon, weil wir Ex-DDR-Bürger ja eigentlich alle NPD-Mitglieder sind, lt. MDR.

    Zum Thema: Ich gestehe ,ich war damals in BUNA, und habe manchen Kubaner in der Nachtschicht geweckt.
    Weil mir dort so manches um Ohren geflogen ist, war dies kein Rassismus, sondern einfach nur eine Frage des Überlebens.

    #301882

    teu

    @Frau Halle: Weil Georg Wilhelm Friedrich Hegel unmöglich ein Vorbild für unsere Jugend sein kann,
    Schießlich war dieser kein FDP-Mitgled.

    #301883

    @teu: die Passage bei Wikipedia wars, stimmts?
    Das kleine Wörtchen „gegen“ überstolpert, und schon ist es passiert 🙂

    #301884

    teu

    Wenn Wessi-„Historiker“, DDR-Geschichte anhand der Stasiunterlagen rekonstruieren wollen, dann kriege ich Pickel.
    Kohl war ja auch „Historiker“.

    #301885

    Die anerkannten Quellen der Geschichtsforschung sind:

    1. Befragung von Zeitzeugen
    2. Schriftquellen
    3. Sachzeugen

    Alle drei Quellen stehen jedermann offen.

    #301894

    teu

    Nummer 4: Erinnerung.

    Zuzeiten, als der Erdgasspeicher Nähe Bad Lauchstädt eingerichtet wurde, war es so, dass viele jugoslawische(ich erkläre jetzt mal nicht, was das für ein Land war) Arbeiter hier arbeiteten und wohnten. Diese hatten natürlich auch mal Feierabend, und so gingen diese in Gaststätten der Umgebung. Dort trafen diese auf Frauen, also deutsche.
    So ergab es sich, dass eines Abends eine Frau und mehrere Männer die Baracken der „Ausländersiedlung“ aufsuchten um zu feiern.
    Dies hatte zur Folge, dass am frühen Morgen, besagte Frau, aus welchem Grund auch immer, im Gedränge einem Familienvater den Pimmel abbiss.
    Sie hieß daraufhin im Dorf Missis Beißly.
    Die Ärzte konnten es nicht ändern.
    Ich wüsste nicht, dass die Frau daraufhin ein rechtliches Problem hatte.
    Vermutlich hatte die Stasi keine Ersatzpimmel vorrätig.

    #301895

    Warst Du Sachzeuge oder Zeitzeuge?

    #301896

    teu

    Zur Zeugung kam es nicht.

    #301942

    Also ich war in dieser Zeit in dieser Gegend und hatte mit Kubanern, Algeriern, Ungarn und Russen zu tun. Weis also zumindest ein bissel etwas und kann die Behauptungen des Historikers nicht bestätigen. Ich weis z.B., dass das erste, was die Kubaner zu höhren bekamen, wenn sie aus dem Flugzeug stiegen: Wenn du ficken willst, dann geh dort hin.

    #301965

    Das h beim höhren steht für hin hören.

    #301968

    Ja, die Össis wurden ständig von ostdeutschen Frauen misshandelt!
    (flachgelegt)

    #301969

    teu

    Die Jungs von Vöest-alpine zahlten mit Westgeld.
    Dieses konnte man dann am heutigen H.D. Genscher-Platz ausgeben.

    #301991

    Unsere ungarischen und vietnamesischn Kollegen im Schwermaschinenbau waren jedenfalls gute Kollegen und voll integriert. Da gab es keinen Probleme

    #301993

    teu

    Natürlich gab es keine Probleme.
    Harry kann das ja alles in Ba-Wü einem desinteressierten Publikum erklären.
    Warum der MDR da mitmacht, weiß ich nicht.

    #301994

    Ich erinnere daran, wie interessierte Kreise den Tod zweier Kubaner infolge einer Merseburger Discoschlägerei erfolglos in einen Mord aus Fremdenfeindlichkeit umwandeln wollten.

    #301995

    Ich erinnere daran, wie interessierte Kreise am 14. November 2017 um 19:28 eine Geschichte fabulierten.

    #302000

    teu

    Ach Manno, ich wollte noch die Geschichte erzählen, wo mein Arbeitskollege und ich, völlig besoffen aus X50 herausfielen und wir uns via Straßenbahnschienen, als Leitmedium, in Richtung Merseburg-Nord fortbewegten, weil, da gab es damals für Männer eine besondere Gast-Stätte. Natürlich inoffiziell, …. „pruuuust“
    Da wollten wir hin!
    Nun, es kam uns eine Streife der sowjetischen Streitkräfte entgegen,die den Flugplatz bewachten.
    Dummerweise hatte mein Kollege wohl ein Bier mehr als ich, der warf sich auf die Gleise und markierte Maschinengewehrfeuer. „Rattatatatataam“
    Kurz gesagt: Man verbrachte uns beide in eine Straßenbahnhaltestelle.
    So eine Kalaschnikow ist respekteinflößend.
    Wir wurden gefilzt.
    Wie hieß der Schnaps zu 15 Mark? – ich habs vergessen – den hatten wir bei uns.
    Den nahmen sie uns ab, setzten sich sich neben uns, und stellten eine Flasche Wodka hinzu.
    So soffen wir.
    Frühmorgens kam dann eine Straßenbahn und nahm uns mit.

    #302016

    Das sind mal Zeitzeugenberichte. Danke dafür 🙂

    #302017
    #302020

    Aha, ein Professor aus Berlin weiß es genau und die Hofschranzen vom MDR greifen es dankbar auf.
    Das Wasser sei höchstens zwanzig, dreißig Zentimeter hoch gewesen. – Quelle: https://www.mz-web.de/28845796 ©2017
    Wie blöd muss man eigentlich sein, um das zu glauben?

    #302024

    Und wieder eine Sau, grunz, grunz, grunz.

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