Startseite Foren Halle (Saale) Stockschnippe

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  • #434548

    Kennt jenand das Kinderspiel Stockschnippe, das im Freien mit zwei Mannschaften gespielt wird?

    #434549

    Aber sicher: „Stockschnippe“ ist ein einfaches Geschicklichkeitsspiel, das oft von Kindern gespielt wird. Es erfordert nur einen Stock und ein Ziel, das oft eine Dose oder eine Flasche ist.

    Das Spiel wird normalerweise im Freien gespielt, da es viel Platz benötigt. Die Spieler stellen sich in einem Abstand von etwa drei Metern vor dem Ziel auf und versuchen abwechselnd, den Stock so zu werfen, dass er das Ziel trifft. Der Stock wird dabei wie ein Speer gehalten und mit einer schnellen Handbewegung in Richtung des Ziels geschleudert.

    Wenn ein Spieler das Ziel trifft, darf er erneut werfen. Wenn er es verfehlt, ist der nächste Spieler an der Reihe. Das Spiel kann so lange fortgesetzt werden, bis ein Spieler eine vorher festgelegte Anzahl von Treffern erreicht hat oder bis alle Spieler einmal dran waren.

    Das Spiel ist eine unterhaltsame Möglichkeit für Kinder, ihre Hand-Augen-Koordination und ihre Wurftechnik zu verbessern. Es kann auch in einer Wettbewerbsform gespielt werden, bei der die Spieler um die meisten Treffer oder die schnellste Zeit konkurrieren.

    #434562

    Ein Stock gehört dazu, aber hier fehlt die Schnippe. Öffentliche Spielplätze mit Spielgeräten gab es zu meiner Kinderzeit nicht, jedenfalls nicht in Mücheln(Geiseltal) wo ich groß geworden bin. Die haben wir auch gar nicht vermisst. Wir haben stundenlang STockschnippe gespielt.

    #434697

    Vergleicht man Schulkinder von heute mit denen um die 50er/ 60er Jahre mit heute, kann ich nur sagen, dass wir damals, Spiele im Freien betreffend, eindeutig zu den beneideenswerten gehörten.
    UNS gehörten die Plätze, Straßen, Höfe, sogar der Hof der Moritzburg und das Gelände des Leopoldina- Geländes. Stockschnippe kenne ich nicht, aber Verstecke, Hasche, Schlitten fahren, Baumhasche, Kanalhasche, Ballspiele, Spiele mit Murmeln ( die aus Glas und auch Knetscher ( große), auch solche aus Metall – und die hatten unterschiedliche Wert, da musste man rechnen- Humpeln…Sofort würde ich alles liegen lassen, könnte ich irgendwo wieder so spielen wie damals.
    Aber es stimmt, was einer sagte, dass alles abhängig ist von Zeit, Ort und Bedingung.
    Heute wird drinnen am Computer gespielt, allein oder zu zweit, draußen zu spielen ist nicht möglich. Unsere damaligen Spielplätze
    ( Plätze und Straßen) sind voll von geparkten Autos. Der WOHLSTAND
    reegiert. Wir gingen im Sommer beim Spielen barfuß, blöd war nur, wenn man auf eine Glasscherbe trat. Och, Blut abspülen in einer Pfütze…ph…weiter, weiter, verlieren ist viel blöder…
    Wir g i n g e n auch zu Fuß zur Schule, 10 oder 15 Minuten Fußweg. Unsere Eltern hatten kein Auto.
    Und wie REICH waren wir Kinder mit den Möglichkeiten für Spiele an der f r is c h e n hallischen Luft! Die war ja sprichwörtlich gut.
    Und von Drogen ….was issen das?

    #434698

    B2B

    In der Stadtplanung nach den 90ern wurde die Jugend vergessen. Es bleibt, sich an der Bushaltestelle treffen.

    #444033

    So haben wir vor 70 Jahren Stockschnippe gespielt
    Stockschnippe ist ein Spiel für zwei Parteien, wobei jede aus einem oder mehreren Mitspielern besteht. Die Schnippe selbst ist ein ca. 3-4 cm dickes, etwa 12 cm langes, rundes Holzstück, das an beiden Enden angespitzt ist wie ein Bleistift. Der Stock sollte um die 70 cm lang sein. Da er in gewissem Maße biegsam, aber trotzdem stabil sein muss, empfiehlt sich ein Durchmesser von vielleicht 2 -4 cm. Weidenholz ist gut geeignet.
    Nun muss ja die Schnippe ins Spiel gebracht werden. Dazu benötigen wir eine selbstgekratzte Ritze im festen Erdreich oder eine Spalte im Straßenpflaster, die etwas breiter ist als der Durchmesser des Stockes. Quer über diese Ritze legt der Spieler die Schnippe. Nun stemmt er den Stock hinter der Schnippe in den Grund und versucht, die Schnippe möglichst weit (und kräftig) fortzuschleudern. Die gegnerische Mannschaft steht in einer vereinbarten Mindestentfernung von der Ritze und versucht die Schnippe aufzuhalten, möglichst sogar zu fangen. Drei Meter oder mehr sollten es schon sein. Nach dem Wegschnippsen wird der Stock quer über die Ritze gelegt. Gelingt es nicht, die Schnippe zu fangen, wird von dem Ort, wo sie liegen geblieben ist, mit der Schnippe nach dem Stock geworfen. Hat sie aber ein Spieler gefangen, so darf er eine (vorher vereinbarte) Anzahl von Schritten in Richtung Ritze vorgehen und von dieser Stelle werfen. Trifft der Werfer den Stock mit der Schnippe, so ist der, der geschnippst hatte raus. Trifft er den Stock nicht, darf der „Schnippser“ nun schlagen. Dazu schlägt er mit dem Stock auf ein angespitztes Ende der Schnippe. Diese sollte daraufhin etwas vom Boden hochfliegen. Der Schnippser versucht die in der Luft befindliche Schnippe nun möglichst weit wegzuschlagen. Am Landungsort der geschlagenen Schnippe wiederholt er den Vorgang. Er hat drei Versuche, die Schnippe in die Luft zu bringen. Die Entfernung vom Ort, wo die Schnippe nach dem dritten Versuch liegen geblieben ist bis zur Ritze wird gemessen, entweder in Schritten oder in Stocklängen. Dann kommt der nächste Spieler an die Reihe und danach die andere Mannschaft. Gewonnen hat die Partei, die in der Summe die höchste Entfernung erzielt hat.
    Natürlich kann man die Entfernung auch mit dem Bandmaß messen und mit dem Smartphone berechnen, aber so etwas hatten wir in meiner Kindheit nicht. Das Spiel ähnelt in gewisser Weise dem Kricket, nur mit einfachen Mitteln.
    Und Vorsicht! Bekommt man die Schnippe beim Fangversuch ins Gesicht, so kann das auch weh tun. Und beim Schlagen fliegt sie manchmal auch in ungewollte Richtungen, beispielsweise in Fensterscheiben oder gegen Autos!

    #444104

    Bravo, Stephan, genauso war es.

    #444779

    Jetzt wird es Frühjahr, da suchten hallische Kinder früher nach Peitsche und Kreisel und Roller, das waren Frühlingsbeschäftigungen im Freien, gehumpelt wurde später…

    #444781

    Zimtzicken mit Zöpfen hätten wir bei Stockschnippe nicht mitmachen lassen.

    #444786

    Elfriede hätte dir einen mit der Peitsche übergezogen.

    #445061

    Das hätte ich mit Sicherheit nicht. Ich hätte ihm erklärt, dass man das Wort „machen“ vermeiden soll, es gibt für jede Tätigkeit ein treffenderes Wort. Z.B. Ich öffne die Tür. Das hört sich doch besser an als: Ich mache die Tür auf.

    Aber du hast Vorlieben für Domina? ts, ts, ts

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monaten, 1 Woche von Elfriede.
    #445063

    Ich hätte ihm erklärt, dass man das Wort „machen“ vermeiden soll,

    Das ist falsch. Sonst gäbe es das Wort nicht.

    #445064

    Ich mache dir einen Einlauf mit Eisen- und Glassplittern, Elfriede.

    #445067

    Mache hin, Meinor.

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