Startseite Foren Halle (Saale) Kein Bier bei rechter Gesinnung?

Dieses Thema enthält 22 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Riosal vor 6 Monate, 1 Woche.

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  • #305335

    https://www.mz-web.de/halle-saale/rache-nach-rauswurf–hunderte-hallenser-kontern-rechten-shitstorm-gegen-irish-pub-29447188

    Im „Anny Kilkenny Irish Pub“ werden Gäste mit rechter Gesinnung nicht bedient. Da freuen sich auf facebook viele, aber wenn die nicht bedienten Gäste klagen, sehen die Betreiber alt aus, denn in eine öffentliche Gaststätte können alle einkehren, eine Gesinnug gleich welcher Art reicht nicht aus, um das Betreten oder die Bedienung zu verweigeren. Das Hausrecht kann da keine Anwendung finden. Den Betreibern kann meines Wissens die Gewerbeerlaubnic entzogen werden.

    #305337

    Falls diese Gäste eine Belästigung oder eine Gefahr für Deine anderen Gäste sind, kannst Du sehr wohl von Deinem Hausrecht Gebrauch machen. So ähnlich gehen wir hier auch im Forum vor. Außerdem warum gehen die Jungs nicht ins Burschenschaftshaus. Das ist gleich um die Ecke und die Biervorräte sollen dort immer reichlich vorhanden sein oder dürfen sie da auch nicht mehr….?

    Haben die Überdeutschen ein Bierproblem?, fragt sich Riosal

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #305338

    Ein Schild raushängen, „geschlossene Gesellschaft“, fertig. Die ausgeschlossenen 1% werden sicher durch reichlich Zulauf sympathischer Normalmenschen ausgeglichen. Nazis sind nun mal nicht gesellschaftsfähig.

    #305339

    Es geht weder um Gefahr noch Belästigung, sondern nur um die Gesinnung.
    Wenn eure Meinung rechtens wäre, könnte ein Gastwirt jeden rausschmeißen mit der Bemerkung, dass ihm die Gesinnung des Gastes nicht gefällt.
    Sowit ist es aber gottlob noch nicht bzw. noch nicht wieder in Deutschland.

    #305340

    Der Gastronom ist frei. Er darf sogar kleine Kinder und Hunde rauswerfen, wenn er will.

    #305341

    Da lass Dich mal aufklären. Ich wurde belehrt als eine Diskothek in Halle sich weigerte, Ausländer reinzulassen, da hat der Gastwirt auf der Grundlage des Gewerberechts den kürzeren gezogen.

    #305342

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.“
    In diesem Sinne hat der Wirt sowohl richtig gehandelt, als auch Leute, die seine Meinung offen bekämpfen nicht bedient. Es gibt offenbar doch immer noch Menschen, die aus der Vergangenheit gelernt haben.

    #305343

    Und welche die nichts gelernt haben.

    #305346

    Ich darf dich als Nicht-Historiker auf den eigentlich Jedem bekannten sein sollenden Fakt hinweisen, dass „die Juden“ im deutschen Faschismus nicht wegen ihrer individuellen politischen Meinung verfolgt worden sind. Diesbezügliche Vergleiche sind nicht nur geschmacklos und die faschistische Barbarei verharmlosend, sie sind auch schlichtweg historisch falsch.

    #305347

    Juhu! Gewagter Nazivergleich gleich auf der ersten Seite.

    #305348

    Also ich mein den von Wolli. Fractus hat es richtig ausformuliert.
    Ich hab nix gegen Wolli und seine konservative Seele, er verkörpert damit eine sehr große Bevölkerungsgruppe dieses Landes. Manchmal ist es zugegeben lustig. Aber ab und zu, und auch da ist in dieser älteren, konservativen Bevölkerungsgruppe leider nicht die Ausnahme, haut er vielleicht sogar unüberlegt solche Dinger raus. Da schleicht sich in die Mischung aus „Recht und Ordnung muss sein“ „Alles ist gut/wird gut“, was ja so nicht zu beanstanden ist, leider auch etwas ein, was dann doch keine Ausrutscher sind.

    #305352

    Das war kein Ausrutscher, sondern das Donnergrollen der „konservativen Revolution“

    #305353

    Ich stehe dazu, dass in öffentlichen Gaststätten zu öffentlichen Öffnungszeiten niemand wegen seiner Gesinnung vom Besuch ausgeschlossen werden darf und ich bin überzeugt, dass das Gewerberecht auf meiner Seite ist.

    #305356

    teu

    Ich besuche Gaststätten, in denen AfD-Wahlkampf-Veranstaltungen stattfanden, grundsätzlich nicht mehr.
    Ich vermute, da bin ich nicht der Einzige.
    Ansonsten:
    Eine Gaststätte ist grundsätzlich ein privater Gewerbebetrieb. Der Inhaber des Betriebes ist Inhaber des Hausrechtes. Er kann entscheiden, wer den Betrieb als Gast aufsuchen darf und wer nicht bzw. wer ihn eventuell verlassen muß.
    http://www.anwaltshotline.org/Recht-Beratung/Gewerbebetrieb-Hausrecht.htm

    #305358

    Ich dachte immer, wolli repräsentiert die deutsche Leitkultur!
    Und dann beim Ausländer saufen wollen?
    Einfach inkonsequent!

    #305359

    Die Antwort bezieht sich auf die Benutzung der Toilette in der Gaststätte von Leuten, die nicht Gäste der Gaststätte sind. Sie trifft auf die hier diskutierte Problematik nicht zu.

    #305361

    Was soll denn eine öffentliche Gaststätte sein? HO-Gaststätten habe ich schon ne Weile nicht mehr gesehen.

    Damit ihr nicht noch weiter durch die Nebelkerzen stolpert:

    Hausrecht & Diskriminierung

    #305362

    Danke Hansimglück, das meine ich. Das Hausrecht bedeutet nicht, dass der Wirt nach Gutdünken entscheiden kann, wenn er reinlässt oder bedient.

    #305364

    Ne, du musst das auch lesen hinter dem Link.

    #305366

    Das wär schön, wenn man jedem Menschen die Gesinnung von außen ansehen
    könnte.Aber so? Dann müsste er schon rechte Parolen von sich geben, dann
    wäre es in Ordnung, ihn nicht zu bedienen und zum Gehen aufzufordern.

    #305367

    teu

    Halle ist eine Kleinstadt.
    Man kennt sich.

    #305375

    Die Welt ist ein Dorf, stimmt. Aber ich kenne dich nicht.

    #305382

    @wolli gelbe Karte und ich muß leider prüfen, ob Dein Vergleich mit den Juden nicht auch in sonstiger Form irgendwie verfolgbar wäre, nimm es bitte selbst raus! Shoa-Relativierungen sollten in ganz Deutschland nicht benutzt werden. Das wirft zudem ein ganz übles Licht auf dieses Portal.

    Riosal

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

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