Startseite Foren Halle (Saale) Katja Pähle: „Gymnasiallehrer für den Dienst an Sekundarschulen gewinnen“

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  • #377413

    Mitteilung der Pressestelle des SPD-Landesverbandes Sachsen-Anhalt zum Thema „Sekundarschulen stärken“: Die SPD-Landtagsfraktion bekräftigt ihre Kriti
    [Der komplette Artikel: Katja Pähle: „Gymnasiallehrer für den Dienst an Sekundarschulen gewinnen“]

    #377414

    Neue Lecks, damit das Schiff länger schwimmt?

    #377415

    Interessant, der Vorschlag klingt fast wie die DDR-Lehrerausbildung, die für POS / EOS eine gemeinsame war. (EOS gab es zumeist, mit wenigen Ausnahmen erst ab Kl.11) Schließlich muss ein Lehrer Kinder unterrichten können, egal ob sie von ihren Eltern auf eine Sekundarschule, Gesamtschule, Gemeinschaftsschule oder ein Gymnasium geschickt werden.

    An der grundlegenden Ungerechtigkeit wird das aber nichts ändern. In der Bundesrepublik gibt es an der Sekundarschule in der Regel die Besoldungsgruppe A12 und oft viele schwierige Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern, am Gymnasium gibt es dagegen zumeist die A13 mit deutlich mehr Unterstützung durch an Bildung ihrer Kinder interessierte Eltern. Auch der (psychischen) Lehrergesundheit ist so ein Gymnasium oftmals zuträglicher als die Sekundarschule.

    Eine Gleichstellung von Sekundar- und Gymnasialschullehrer wäre wohl ein weiterer, nötiger Schritt gegen ein Zweiklassen-Schulsystem.

    #377416

    „Gymnasiallehrer für den Dienst an Sekundarschulen gewinnen“

    Die Idee halte ich für falsch. Es wäre angebrachter, mehr Sekundarschüler für Gymnasien zu gewinnen. Das deutsche Bildungssystem ist – weltweit betrachtet – von unten nach oben am wenigsten durchlässig.

    #377417

    SfK schrieb:

    „Es wäre angebrachter, mehr Sekundarschüler für Gymnasien zu gewinnen.“

    Ich wäre dafür, die IGS als Regelschule einzuführen, und eine Selektion der Schüler frühestens ab der 8. Klasse durchzuführen. Damit würde sich das Problem der Bildungsgerechtigkeit eleganter lösen lassen.

    #377418

    So wäre es mir auch recht.

    #377419

    @hei-wu will die DDR wieder haben, soweit ist die SPD schon….

    #377420

    @hei-wu will die DDR wieder haben, soweit ist die SPD schon….

    Die Forderung, Gesamtschulen als Regelschulen einzurichten, ist bildungspolitisches Programm der SPD seit den 1970er Jahren. Also nix mit DDR zurückhaben wollen.

    Und was die Trennung der Kinder nach dem Grundunterricht betrifft, würde ich mir ja schon wünschen, dass sich Deutschland an dem orientiert, was schon lange in Europa selbstverständlich ist.

    Nirgendwo in Europa werden Schüler nach der 4. Klasse auseinandergerissen. Das ist ein Klassenbildungssystem, bei dem der soziale Status der Eltern entscheidet.

    Das habe ich selber an meinen Klassenkameraden erlebt, es schadet nämlich auch den Kindern “ höherer“ Schichten, deren Eltern lediglich mittelbegabte Kinder aufs Gymnasium geschickt haben, und die dann kläglich gescheitert sind. Die sind dann trotz teurer Nachhilfe jämmerlich gescheitert, was als große soziale Schande betrachtet wurde.

    #377424

    Diese SPD-Positionen sind ja maßgeblich von W. Klafki beeinflusst. Ich fand es immer faszinierend, wie nahe inhaltlich sich Klafki und grundlegende Pädagogik-Lehrbüchern der DDR standen. Das ging hin bis zum Ansatz einer polytechnischen Bildung.

    Im Nachgang erwies sich das DDR-Bildungssystem dann ja auch als sozial durchlässiger als das jetzige mit seiner für viele Kinder allzufrühen Separation.

    #377451

    Nicht umsonst haben skandinavische Länder ihre Schulformen, nebst entsprechenden Lehrmaterialien, bei uns abgeschaut. Und sooo schlecht war ja nun die polytechnische Bildung und Erziehung nicht. Wir jedenfalls haben noch die Wirkungsweise von Arbeit und ihrem tieferen Sinn kennengelernt, und auch frühzeitig erfahren, was man später absolut nicht beruflich machen wollte…

    #377454

    Warum macht man nicht kaputt, was kaputt macht?

    #377456

    Weil es schon kaputt ist.

    #377457

    Gut. Dann ist schon mal der Anfang gemacht.

    #377502

    Das Jugendliche und deren Eltern die IGS wünschen zeigt das Anwahlverhalten jedes Jahr aufs Neue. Es hat trotzdem ein paar Jährchen gedauert bis es eine 2. und nun eine 3. gibt. Das ist auch dem Biss von Herrn Senger zu verdanken.

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