Von wegen „geht nicht“: 3 von 4 neuen Wohngebäuden wurden 2021 mit erneuerbaren Energien zum Heizen geplant

15. März 2022 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Erneuerbare Energien durch die Verwendung von Wärmepumpen sind in Sachsen-Anhalt mit Abstand die am stärksten genutzte Heizenergie beim Neu-bau von Wohngebäuden. 2017 wurde erstmals die 50-Prozent-Marke beim Ein-bau von Wärmepumpen überschritten. Nur 4 Jahre später war in 3/4 aller neuen Wohngebäude die Beheizung mittels Geo-, Umwelt- und Solarthermie vorgesehen. Diese Aussagen traf das Statistische Landesamt im Rahmen einer Auswertung der vorläufigen Zahlen zu Baugenehmigungen und Freistellungsverfahren des Vorjahres.

Die Verwendung von Wärmepumpen stieg auf einen Anteil von 75,0 %. Am häufigsten kam beim Wärmepumpeneinsatz die Gewinnung von Umweltthermie (86 %) zum Tragen. Geothermie hatte einen Anteil von 13 % bei der Nutzung von Wärmepumpen, während Solarthermie mit 1 % Anteil nur eine untergeordnete Rolle spielte. Der Einsatz von Gas nahm seit 2014 kontinuierlich ab.

Mit lediglich 19,3 % Anteil im Wohnungsneubau wurde 2021 ein neuer historischer Tiefstand erreicht. Unter den erneuerbaren Energien erreichte noch Holz mit 1,0 % einen relevanten Anteil, während Biomasse und Biogas im Wohnungsneubau keine nennenswerte Rolle spielten. Bei den konventionellen Energien bildete Strom mit 1,4 % einen beachtlichen Part. Die früher wichtigen konventionellen Heizenergien Heizöl, Koks oder Kohle waren nur noch marginal vertreten. Darüber hinaus ist in der Kategorie „sonstige“ auch die Beheizung mittels Fernwärme enthalten.

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