„Die Hälfte der nächsten Landesregierung muss aus Frauen bestehen!“

8. März 2021 | Politik | 1 Kommentar

Schon im März 1911 wurde in mehreren Ländern Europas und in der USA der erste Internationale Frauentag organisiert. Seit 1921 findet dieser jährlich statt. Damals prägte noch das aktive und passive Wahlrecht der Frau in der Gesellschaft die politischen Forderungen; heute ist es die geschlechterbezogene Quotenregelung bei der Besetzung von Gremien oder Stellen in bisher eher von Männern dominierten Bereichen.

Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages forderte die SPD-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl und Fraktionsvorsitzende Katja Pähle daher: „Die nächste Landesregierung von Sachsen-Anhalt muss zur Hälfte aus Frauen bestehen!“

Hintergrund hierzu ist konkret, dass der aktuelle Landtag von Sachsen-Anhalt mit nur 21,8 Prozent Frauen den geringsten Anteil weiblicher Abgeordneter aller deutschen Landesparlamente aufweist. „Damit ein Parlament wirklich die gesamte Bevölkerung repräsentiert und damit auch die Interessen von Frauen wirksam vertreten werden können, müssen mehr Frauen die Chance haben, gewählt zu werden. Leider nehmen nicht alle Parteien diese Aufgabe ernst.“, kritisierte Pähle und verwies des Weiteren insbesondere auf die äußerst niedrige Zahl von Frauen auf den oberen Listenplätzen bei der CDU.

„Derzeit sind von zehn Kabinettsfunktionen nur drei mit Frauen besetzt. Das wollen wir ändern! In Sachsen-Anhalt tragen Frauen überall in Beruf und Gesellschaft hohe Verantwortung – gerade jetzt in der Corona-Krise. Es ist völlig aus der Zeit gefallen, dass an der Spitze des Landes ganz überwiegend Männer entscheiden. Auch am Kabinettstisch muss das 21. Jahrhundert Einzug halten.“, so Pähle abschließend.

Doch auch die Frauenunion der CDU in Sachsen-Anhalt meldete sich zu diesem aktuellen Thema zu Wort und erklärte, Frauenemanzipation sei eindeutig nicht nur ein Männerthema. Frauen selbst müssten daher ihre Verantwortung, Außenwirkung, Solidarität und ihr Selbstverständnis ändern. In der Presseerklärung heißt es außerdem weiter: Wir sind in Bewegung und müssen für uns und eine gemeinsame gleichberechtigte Zukunft den Mut und die Kraft aufbringen, weiter zu kämpfen.

Die Landesvorsitzende der Frauen Union Sachsen-Anhalt, Sabine Wölfer, erklärte zudem: „Wir alle sind es wert füreinander und miteinander zu kämpfen – jede Frau auf Ihre Art und an Ihrem Platz. Wir alle sind Superheldinnen – mutig, einzigartig und stark in unserem Business als Mutter und erwerbstätige Frau.“

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