Falsch geringelt: Was macht der AHA eigentlich so?

20. Februar 2017 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Lange haben wir nichts vom „AHA“ berichtet. Unter anderem, weil es sonst zu viel wird. Nun aber: Der Umweltzverband verschickte einen langen Bericht über eine Radexkursion zu den Pulverweiden, gespickt mit Bemerkungen und Forderungen. Immerhin waren die Hobby-Naturschützer am Samstag vier Stunden unterwegs, da kommt so Einiges zusammen.  Die erste Station: der asphaltierte Saaleradwanderweg zwischen Hafentrasse  bis Sophienhafen in Augenschein. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, das Entsetzen des Verbandsvorsitzenden Liste zu teilen: für Kleinlebewesen und Kleinsttiere ist der Radweg ein unüberwindbares Hindernis.

26-Rabeninsel-Nordostteil-Forstmeisterweg-Blick-Auf-Märchenwiese-Nach-SüdostenAm Holzplatz freute man sich darüber, dass der Verband vor nunmehr 20 Jahren schon die Idee hatte, einen verschütteten Saalearm wieder freizulegen.

Dafür aber  „stellten Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer mit Unverständnis und Entsetzen flächendeckende –insbesondere am Holzplatz und in den Pulverweiden- massive Ausweitung der Abholzungen fest. “

Nicht Bilderberger, sondern Bohnefeld Elektro

8-Halle-Pulverweiden-Südwestteil-Geringelte-Bäume-Eschenahorn-Blick-Nach-Nordosten

Ein geringelter Eschen-Ahorn. Foto: AHA

Die umweltbewegten Ausflügler wurden schließlich in eine Verschwörung großen Ausmaßes eingeweiht: „Ferner fordern sie die Strafverfolgungsbehörden und die Kommunalaufsicht des Landes Sachsen-Anhalt auf, die strafrechtliche Relevanz der in Kumpanei von Stadtverwaltung Halle (Saale) und der Elektro Bohnefeld GmbH durchgeführten flächendeckenden, massiven Zerstörungen und Verwüstungen in der Saaleaue der Pulverweiden zu prüfen und ggf. zu ahnden.“

Und so war man sich einig: „Dieser Zerstörungs- und Vernichtungspolitik der Administration des halleschen Oberbürgermeisters Dr. Bernd Wiegand an Natur, Landschaft und Umwelt muss mit aller Konsequenz nun endlich Einhalt geboten werden !“

Massenvernichtung des Eschenahorns: falsch geringelt.

„Insbesondere aus dem Blickwinkel, dass ein Zurückdrängen des Eschenahorns kaum umsetzbar erscheint und somit der Aufwand den Nutzen eindeutig überschreitet. Ferner stellten die Exkursionsteilnehmerinnen und Exkursionsteilnehmer fest, dass einzelne Bäume neue Rindenbrücken gebildet hatten, was den Sinn und Zweck dieser vollkommen inakzeptablen Ringelungen auch aus dieser Sicht in Frage stellen.“ Ein Skandal, der Konsequenzen haben muss, nämlich mindestens die:

„dass der Landesrechnungshof und das hallesche Rechnungsprüfungsamt die Möglichkeit der unsachgemäßen Verwendung von Steuergeldern prüfen und transparent in der Öffentlichkeit darstellen soll“

Und so weiter. Immer wieder wurde angehalten, Katastrophen „mit Empörung zur Kenntnis“ genommen, oder aber auch das Positive „mit Genugtuung“ aufgenommen (etwa, dass die Kopfweiden beschnitten wurden. Weniger gut aber, dass man die Zweige nicht als Steckhölzer wiederverwendet hat)..

Mehr davon?

Bitte ! 

 

 

 

 

 

 

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