Startseite Foren Halle (Saale) Stadtplan: neue Stadtviertel, alte Namen werden wiederbelebt

Dieses Thema enthält 18 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  roter stern09 vor 3 Jahre, 3 Monate.

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  • #199743

    Der Stadtplan in Halle (Saale) wird künftig vielfältiger, zumindest in Bezug auf die Stadtteile. Denn historische Gebietsnamen werden mit aufgenommen.
    [Der komplette Artikel: Stadtplan: neue Stadtviertel, alte Namen werden wiederbelebt]

    #199744

    Man solle sich doch nix vormachen; es sind keine „neuen“ Stadtviertel, sondern nur die alten bisherigen, denen man einen neuen Namen verpaßt hat.
    Mithin also alter Wein in neuen Schläuchen…

    #199745

    Die Stadtteilnamen oder Stadtviertelnamen auf der Stadtkarte sind zwar schön und gut. Aber schön wäre auch, wenn man an den Grenzen dieser Stadtteile auch mit einem Schild darauf hinweisen würde, in welchem Stadtteil man sich gerade befindet.

    #199746

    Wie wäre es denn nicht nur mit Schildern, sondern auch noch mit STADTVIERTELFÜHRERN?!

    #199748

    Anonym

    Bebelviertel! Was zum … ?

    #199751

    Wurde etwa die Kompottsiedlung vergessen?

    #199752

    Willy Brandstraße gehört sicher zum Bebelviertel!

    #199753

    Anonym

    Kompott heißt Leuchtturm.

    Und das „Bebelviertel“ wird wahrscheinlich nach der Anowhnerparkgenehmigung so genannt. Die gilt allerdings bis zum Botanischen Garten.

    Klingt auf jeden Fall scheiße. Dann doch bitte mit August vorne dran.

    #199775

    Ob der Name des Reilecks in diesem Zuge auch in den Amtlichen Stadtplan aufgenommen wird, bleibt abzuwarten…

    #199779

    Nö. Reileck ist kein Viertel und auch kein Straßenname. Also, nö.
    Manche Dinge sollten einfach Umgangssprache bleiben und nicht immer „veroffizialisiert“ werden. Schlimm genug schon offizielle Namen wie „Stadtcenter Rolltreppe“. „Bebelviertel“ ist auch so ein schlechtes Konstrukt. „Friedrich(straßen)viertel“ hätte mir da besser gefallen. Man könnte ja auch „Augustviertel“ sagen, das liegt irgendwie auch besser auf der Zunge.

    #199789

    Straße der Gefallenen des 30. Februar..

    #199800

    Die Benennung der Stadtviertel ist meiner Meinung nach richtig. Die gesamte nördliche Innenstadt beispielsweise hatte bisher keine Bezeichnung. Ein Unding.
    Wenn man von Trotha, Büschdorf oder Kröllwitz redet, weiß jeder (Hallenser) sofort, wo dies anzusiedeln ist.
    Zwischen Moritzburgring und Trotha ist da bisher „Niemandsland“. Ehrlich gesagt habe ich mich schon immer über die fehlenden Stadtviertelnamen auf Halles Stadtplan gewundert.

    #199802

    Die Stadtteilnamen finde ich auch gut. Die Gemeindestrukturreform hat auf dem Land teutschen Schwachsinn hervorgebracht. Anstatt die Ortsnamen identitätsbildend bestehen zu lassen, wurden Flächenmonster geschaffen. Es hätte genügt, eine verwaltungsinterne Bezeichnung für einen Zusammenschluss zu kreieren. Wenn man nach einigen Ortsnamen in GoogleMaps sucht, bekommt man quadratkilometergroße Pampa angeboten.
    Wie identitätsstiftend die lokale Bezeichnung des Wohngebietes ist, hat man mit den Stadtteilnahmen erkannt. Übrigens auch mit dem hervorkramen alter Autokennzeichen.

    #199806

    Wenn man von Trotha, Büschdorf oder Kröllwitz redet, weiß jeder (Hallenser) sofort, wo dies anzusiedeln ist.

    Das liegt daran, dass Trotha, Büschdorf oder Kröllwitz jahrhunderte alte Siedlungen sind während zwischen Halle und Trotha tatsächlich bis zur Industrialisierung „Niemandsland“ war (abgesehen davon ist das nicht ganz richtig, denn es gibt noch Giebichenstein und die Siedlung Neumarkt). Die ganzen Wohnquartiere sind erst während der Expansion Halles und als reine Vorstädte entstanden. Da war nix mit historisch überlieferten Viertelnamen. Und der Name „Bebelviertel“ ist auch nicht historisch, sondern einfach nach der Hauptstraße durch das Viertel benannt und die hieß vorher „Friedrichstraße“.

    #199831

    Als ich die Vorschläge für die neuen Stadtviertelnamen las, war ich besonders bezüglich meines Stadtteils empört. Seit fast 30 Jahren wohne ich in Halle-Neustadt. Ich würde nicht behaupten, dass mein Wohlbefinden sehr an diesem Namen hängt, aber dass ich zukünftig in Halle-Passendorf wohnen soll, lehne ich entschieden ab. Angeblich wurden die Hallenser hierzu befragt, ich allerdings habe davon nichts mitbekommen. Welche Neustädter wollen denn auf einmal den alten Namen Passendorf? Vom alten Dorf existiert bis auf die Kirche und dem Passendorfer Schlösschen kaum noch etwas, 99 Prozent der Gebäude in der südlichen Neustadt wurden zu DDR-Zeiten oder später gebaut. Das ganze Gebiet nach diesem verschwundenen Dorf umzubenennen, ist völliger Kokolores und führt zumindest bei mir überhaupt nicht zu größerer Identitätsstiftung, im Gegenteil.
    Was die anderen Stadtteile angeht, sollen die Betroffenen entscheiden. Überhaupt würde ich einen Volksentscheid in jedem betroffenen Stadtteil befürworten, die Bürgerbeteiligung von 202 Hallensern kann wohl kaum als repräsentativ angesehen werden. Mich würde schon interessieren, wie viele Leute dabei für Passendorf gestimmt haben.

    Ökodepaso - Blog für eine humanistische Gesellschaft

    #199837

    Sei doch froh, daß Neustadt endlich Identität bekommt. Da ist ein historischer Name allemal besser als „Block 234“ oder wie die auch immer hießen.
    Wenn man zu jedem Namen einen Volksentscheid startet sind 5 Jahre nötig. So wichtig sind Stadtteilnamen dann auch nicht.

    #199851

    Anonym

    Für Neustadt gibt’s doch noch WK I bis WK VIII. Südpark und Saaleaue haben’s auch nicht in die Auswahl geschafft.

    Und das weberlutz gerade DAS Alleinstellungsmerkmal von Ha-Neu ablehnt. Kann nur ein Neu-Olvenstedter sein.

    #199886

    Die Benennung der Stadtviertel ist meiner Meinung nach richtig. Die gesamte nördliche Innenstadt beispielsweise hatte bisher keine Bezeichnung. Ein Unding. Wenn man von Trotha, Büschdorf oder Kröllwitz redet, weiß jeder (Hallenser) sofort, wo dies anzusiedeln ist. Zwischen Moritzburgring und Trotha ist da bisher „Niemandsland“. Ehrlich gesagt habe ich mich schon immer über die fehlenden Stadtviertelnamen auf Halles Stadtplan gewundert.

    noch nie in halle gewesen?

    #200151

    Sei doch froh, daß Neustadt endlich Identität bekommt. Da ist ein historischer Name allemal besser als „Block 234“ oder wie die auch immer hießen.

    Für mich hat Neustadt eine „Identität“, wenn man das überhaupt braucht und so nennen kann. Wenn ich gefragt werde, in welchem Stadtteil von Halle ich wohne, dann würde ich antworten: Halle-Neustadt. Ich wohne nicht in Passendorf. Passendorf ist nicht besser als „Block xyz“ oder Südpark.

    Wenn man zu jedem Namen einen Volksentscheid startet sind 5 Jahre nötig. So wichtig sind Stadtteilnamen dann auch nicht.

    Eben! Die Stadtteilnamen sind völlig unwichtig und sollten deshalb, zumindest was Neustadt und die Innenstadt betrifft, nicht geändert werden, wenn es nicht eine erheblich Zahl von Bewohnern gibt, die das dringende Bedürfnis danach verspüren. Und es sollten den Bewohnern von Stadtteilen keine absurden Namen von oben oder im Namen einer anonymen Minderheit aufgedrückt werden!

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