Startseite Foren Halle (Saale) Nix mit Radweg

Dieses Thema enthält 25 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Schulze vor 2 Jahre, 9 Monate.

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  • #261376

    Das Verwaltungsgericht in Halle hat den Denkmalstatus der sogenannten Halle-Hettstedter Eisenbahn bestätigt. Ich fasse es nicht. Was ist denn besser? Eine Radtrasse für lebende Menschen oder eine Trasse für nicht vorhandene Eisenbahnen?

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 Jahre, 10 Monate von  farbspektrum.
    #261401

    Ich wundere mich ja auch sehr, welchen besonderen Denkmalwert die Bahnstrecke denn haben soll. Es kann doch nicht jedes ehemalige Gleis oder jeder Feldweg ein Denkmal sein.

    Wobei auch die Hafenbahntrasse unter Denkmalschutz steht und da bekanntlich ein Radweg ist. Die Schlussfolgerung der MZ ist also nicht so ganz richtig.

    #261418

    Die Bahnstrecke ist nun mal Bahnstrecke, die Entwidmung wurde nicht genehmigt.
    Unter den Voraussetzungen überhaupt einen Radweg ins Spiel zu Bringen ist nach meinem Dafürhalten Makulkatur und Populismus.
    Es fehlen einfach die rechtlichen Voraussetzungen dafür. Wir sind in Deutschland mit seinem ganzen komplizierten Verwaltungsrecht und nicht bei „Wünsch Dir was“ irgendwelcher Lokalpolitiker.

    Zuerst muss das Eisenbahnbundesamt diese Strecke entwidmen, dann erst gelten Eigentümerrechte an dieser Strecke.
    Wobei dieses durch das neue Gerichtsurteil, welches nun den Musealen Charakter dieser Eisenbahnstrecke bestätigt hat, eine weitere hohe Hürden, nein gar Steinwall gegen das Begehr im Wege liegt.
    Meines Erachtens nach ist der Radweg jetzt Geschichte.

    #261505

    Es ist kein großes Problem, einen Radweg parallel zur Straße durch die Heide zu bauen.

    #261517

    Dazu müßte aber der politische Wille da sein, und ohne Fluthilfe? beides eher nicht… eben keine Daseinsvorsorge…

    #261528

    Hat nicht die Landesregierung gerade ein Radwegeprogramm aufgelegt?

    #261719

    Die Stadt hat einen Projektantrag an die Investitionsbank des Landes gestellt, um aus dem Landesfördertopf Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur-Touristische Infrastruktur“ (GRW) Mittel in Höhe von 10,1 Mio € für den weiteren Ausbau der Rad-und Wasserwege gestellt. In den Antrag ist aber der Radweg von Nietleben nach Dölau nicht enthalten.
    Dagegen sollen Abschnitte des Saale-und Elsterradwanderweges näher an die Flüsse gerückt werden.So etwa auf 1540 m zwichen Wasserwerk Beesen und der Röpziger Brücke und auf 1140 m am Böllberger Ufer.
    Zudem sollen neue Radwege am Holzplatz, der Kaiserlauterer Straße und Regensburger Straße entstehen.
    Noch sind die in dem Antrag aufgeführten Objekte nur ein kommunaler Wunschzettel, der noch durch entsprechende Dokumentationen mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung untersetzt werden muß, so z.B.für den ufernahen Bypass-Saaleradwanderweg am toten Böllberger Ufer, wo erhebliche Eingriffe in private Ufergrundstücke zu erwarten sind.

    #261741

    Wolli.
    Es ist schon nicht so einfach, wenn du dir das Gelände mal anschaust. Eingriff in Fläche und in die Topografie in einem FFH-Gebiet, puh ….
    Rat mal, warum alle den Radweg auf der Gleisstrecke bauen wollen.

    #261746

    Ich kenne das Gelände, technisch ist das doch kein Problem, da werden doch ganz andere Berge versetzt.
    Aber die Gleistrasse ist natürlich einfacher, sie als Denkmal erhalten zu wollen, ist doch ein Schildbürgerstreich.

    #261787

    @HansimGlück,
    wo ist denn da ein FFH-Gebiet. Ich muß Wolli Recht geben. Man hat bisher keine anderen Varianten untersucht und sich nur auf die Gleistrasse konzentriert.Warum bleibt man zur Vermeidung einer Gleiskreuzung am Bahnübergang nicht auf der Heideseite neben der Bahntrasse und danach neben der Heidesraße bis zur Heideklause?

    #261800

    Ähm, die ganze Heide. Schon ziemlich lange. Da bin ich jetzt etwas enttäuscht von dir Kenno.

    http://www.natura2000-lsa.de/natura_2000/front_content.php?idart=188&idcat=33&lang=1

    Sicher könnte man auch einen Radweg etwas weiter weg von der Straße legen.
    Westlich der Straße gibt es heute den nächsten Nord-Süd verlaufenden Weg erst recht weit weg. Da sollten außerdem der südliche und nördliche Anschlusspunkt dann ein Problem werden. Nicht unbedingt wegen der beiden Sportplätze vielleicht, aber das Gleis nutzt halt die einzige Lücke an der Semmelweisstraße. Ohne das Gleis geht es auf beiden Seiten wohl nur bis zum Heidebahnhof und dann neben der Straße.
    Östlich der Straße ist es recht steil hügelig und teilweise sandig. Da müsstest ihr irgendwo durch, es sei denn vom Heideweg auf den Berg hoch ist eure Alternative.
    Ziel ist aber, so hab ich das immer verstanden, kein Waldweg, sondern ein asphaltierter Radweg.

    #261807

    Die Stadt hat, als die Einstellung der S-Bahn ab Nietleben bekannt wurde, verpasst, Nägel mi Köpfen zu machen. Die Freunde der HHE waren schneller.
    Hinter Lieskau, Richtung Benkendorf, waren andere wesentliche schneller. Schon vor Jahren waren die Schienen raus. Ich dachte, dass da ein Radweg werden soll und hab bei der Gemeinde angefragt. Die wussten nix. Dann las ich, dass die Schienen geklaut worden waren.

    #261831

    @HansimGlück,
    im Bauwesen ist nichts unmöglich, man muß nur wollen und auch mal abwägen.Ich will ja nicht das gesamte FFH-Gebiet durchschneiden. Wenn man auf der Ostseite der Bahntrasse mal richtig ausholzen würde, dann wäre mittels Spundwänden die bergige Stelle abzustützen (siehe Radweg unterhalb der Bergschenke)und auch die sandige Strecke wäre zu beherrschen.

    #261832

    Anonym

    Wie steht’s um Mindestabstände und sonstige Sicherheitsvorschriften bei einem Verlauf so nah an der Bahnstrecke?

    #261833

    Mindestabstand für Begehung ist 1,50 ab der letzten Schiene. Kann man auch auf Bahnsteigen am weißen Streifen sehen. Wie es mit Eigentumsverhältnissen aussieht, ver mag ich in D nicht zu sagen. Ich kenne die Entfernung von 5m ab der Gleisachse als Bahngelände von anderen Bahnverwaltungen

    #261834

    Spundwände!!!

    Es soll ein Radweg werden, ein ganz normaler Radweg, ohne allzu großen Aufwand.
    Ihr regt euch doch sonst immer über Verhältnismäßigkeiten auf.

    #261835
    #261836

    Was denkt ihr, wieviel der Rad-und Fußweg auf der Hafenbahntrasse mit der „Scheingleis“-Neuverlegung auf Betonschwellen der Stadt gekostet hat?
    Mit einem einfachen und billigen Radweg ist hier an der Heide nichts zu machen!

    #261837

    Anonym

    Ich kenne das Gelände, technisch ist das doch kein Problem, da werden doch ganz andere Berge versetzt.

    Dann wird es Zeit für eine private Initiative! Wenn „die da oben“ nicht zu Potte kommen – selber machen.

    Ist die problemlose technische Umsetzung eigentlich auch finanziell problemlos? 🙂

    #261838

    @ronny,
    Wie du bestimmt bisher gelesen hast, ist die Karre verfahren und wenn die Stadt hier weitere Schildbürgerstreiche alá Hafenbahntrasse verzapfen will, dann wünsche ich ihr viel Glück und Erfolg!

    #261858

    Anonym

    Gerade, weil die „Karre verfahren“ ist – und der Stadt die Schuld daran gegeben wird – erwähnte ich die Notwendigkeit einer privaten Initiative.

    Es wurde behauptet, die technische Umsetzung wäre einfach. Nun sind ein paar Spundwände und Erdbodenabtragungen und -aufschüttungen sicher kein Hexewnerk. Soweit richtig. Aber einfach bedeutet auch, es wäre „mal schnell gemacht“.

    Weiter wurde behauptet, es wären ein „paar“ Ausholzungen nötig und schon ließe sich der Rest (noch einfacher) umsetzen. Nun sind „ein paar“ Ausholzungen sicher technisch ebenso unproblematisch aber weder leicht noch schnell realisierbar. Der bewaldete Teil der Heidestraße/Salzmünder Straße ist 2,0 km lang. Das ist auch nicht mal eben so an einem Nachmittag erledigt. Vom FFH-Status ganz zu schweigen.

    Und zum „Schildbürgerstreich“ Hafenbahntrasse: Die Stadt hat nicht vor, einen Radweg zu errichten, zu unterstützen oder sont itgendwie voranzubringen. Jedenfalls nicht, solange Der Eigentümer der Grundstücke selbst nicht tätig werden kann.

    Gibt es denn überhaupt größeren Bedarf? Stehen viele hundert Radfahrer täglich im Stau auf dieser Strecke? Soll heißen: Können Investitionen (seitens der Stadt) überhaupt gerechtfertigt werden?

    Hier werden Pferde scheu gemacht und hypothetische Möglichkeiten angesprochen, die sehr weit von der Realität entfernt sind.

    #261862

    Anonym

    Das wäre doch eine Alternative:

    #261863

    @ronny,
    wir sind hier kein Projektierungsbüro für einen Radweg zwischen Nietleben und Dölau. Wenn die Stadt einen solchen will, dann muß sie sich selber um die Vorbereitung und Realisierung kümmern.
    Wie schlecht die Karten dabei stehen hat @knetterwilly im Beitrag vom 27.07., 12:06 Uhr, ausführlich erläutert.Daran kann auch keine private Initiative etwas ändern.
    Da hier noch gerichtliche Verfahren anhängig sind, werde ich mich hüten, weitere Empfehlungen zu geben und bin hier raus.

    #261866

    @ronny
    im Gleisbereich gibt es hein FFH, das fängt erst dahinter an, wie ich bereits beschrieb…
    Also könnte der Eigentümer da holzen ohne Ende, natürlich vorher erstmal ausmessen und kennzeichnen…

    #261871

    Anonym

    Wenn die Stadt einen solchen will, dann muß sie sich selber um die Vorbereitung und Realisierung kümmern.

    Ich bin mir sicher, die Stadt wird genau das tun. Inwieweit sie sich da von Vorschlägen in Internetforen leiten lässt, ist fraglich! 🙂

    Aber offensichtlich habe ich eine anders lautende Meldung verpasst! Nach meinem Kenntnisstand bemüht(e) sich die Stadt(verwaltung), den gewünschten Radweg auf dem vorhandenen Bahndamm errichten zu können. Genau genommen soll aufgrund von Anträgen im Stadtrat erstmal geprüft werden, ob dieses (genau dieses, also auf dem Bahndamm) Vorhaben überhaupt umsetzbar ist.
    Nirgends war die Rede, neben dem Bahndamm oder sonstige Alternativrouten zu bauen oder irgendwas abzuholzen oder irgendwo aufzuschütten. Das sind alles Ideen, die hier im „Projektierungsbüro hallespektrum“ aufgekommen sind. 🙂

    Das Vorhaben bzw. die Prüfung kann erstmal dahinstehen, da es in absehbarer Zeit keine Möglichkeit gibt, den Bahndamm für andere Zwecke als den Eisenbahnverkehr zu nutzen. Etwaige Alternativen wurden gar nicht in Erwägung gezogen. Wahrscheinlich schon aus Kostengründen.

    @schulze (falls du noch „drin“ bist) Gemäß LAU ist die Dölauer Heide in ihrer Gesamtheit (zzgl. Lindbusch) FFH-Gebiet. Jedenfalls lassen sich in den Karten und Beschreibungen keine Ausnahmen oder Aussparungen erkennen.

    http://www.lau.sachsen-anhalt.de/naturschutz/natura-2000/gebiete/

    Aber vielleicht hast du da andere Informationen.

    Und ob es diese Ausnahmen aufgrund der Eigentümerstellung gibt, wage ich unabhängig davon zu bezweifeln. Sonst wäre der Bau der A143 nicht am FFH-Gebiet „Unteres Saaletal“ gescheitert. Denn ich nehme an, die Grundstücke, auf denen die Autobahn langführen soll, wechseln in das Eigentum des Bundes oder Landes, sofern nicht schon geschehen.

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