Startseite Foren Halle (Saale) Nach Mindestlohn-Einführung: bislang kaum Taxi-Abmeldungen in Halle

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  • #137015

    Im Vorfeld der Einführung des Mindestlohns gab es auch von Seiten des Taxigewerbes heftigen Widerstand. Die Rede war von massiven Entlassungen und Bet
    [Der komplette Artikel: Nach Mindestlohn-Einführung: bislang kaum Taxi-Abmeldungen in Halle]

    #137016

    Es kommt wie beim Flaschenpfand: Trotz aller an die Wand gemalter Horrorszenarien wird die Wirtschaft nicht zusammenbrechen.

    #137017

    Die Taxigebühren wurden doch recht drastisch erhöht. Damit müsste man eine geringere Auslastung und höhere Standzeiten abfangen können.

    #137018

    wenn man sich überlegt, dass der mindestlohn kaum zum leben reicht, darf man sich wundern, warum sich das taxigewerbe für seinen pawlowschen aufschrei nicht schämt, zumal der untergang des gewerbes bislang ausblieb.

    #137021

    zusammenbrechen wird sie natürlich nicht. Wir werden es einfach alle bezahlen, das Leben wird teurer und im Endeffekt bleibt alles beim Alten. Jeder Versuch einer künstlichen Regulierung des Marktes ist zum scheitern verurteilt, du kannst den Menschen austricksen nicht die Zahlen

    #137022

    an farbspektrum gerichtet, sorry, vergessen zu schreiben

    #137027

    Beobachter schrieb:“Wir werden es einfach alle bezahlen“
    Und wieviel bezahlen wir jetzt über unsere Steuer Stütze an die Sklavenlöhner?

    #137036

    @ farbspektrum
    Wieviel kann ein arbeitsloser Nichtleistungsempfänger, der im (Mini)Job nächtelang Taxi fährt,
    um die 400 € oder mehr (mit Mindestlohn) verdient, von der Agentur für Arbeit oder von dem sog. Hartz IV – Jobcenter erwarten? 0,nix, weil ihn der Ehepartner versogt. (versorgen muss). Wieviel Steuern bezahltst du dafür? 0,nix.

    #137043

    Die Taxiunternehmer werden nicht gleich im ersten Monat den Bettel hinschmeissen. Das Sterben dauert etwas, schließlich sind die Kutschen angeschafft, die Bezinpreise etwas gesunken und die Hoffnung auf Besserung ist noch nicht verloren….

    #137049

    Anonym

    Und wieviel bezahlen wir jetzt über unsere Steuer Stütze an die Sklavenlöhner?

    1. Was zahlst du als Rentner an Steuern, die nennenswert sind?
    2. Würdest du solche Dienstleistungen öfter in Anspruch nehmen, würde dir das nicht passieren:

    Ich hatte nicht an die Sperrung gedacht, bin (…) zum Termin zu spät gekommen.

    und die Hoffnung auf Besserung ist noch nicht verloren

    Zumal von den über 80 Unternehmen ein großer Teil „Einzelkämpfer“ ohne Angestellte sind.

    #137051

    Beobachter schrieb:”Wir werden es einfach alle bezahlen”
    Und wieviel bezahlen wir jetzt über unsere Steuer Stütze an die Sklavenlöhner?

    egal wieviel. jede Gehaltserhöhung schlägt mal zurück, wenn sie nicht wirtschaftlich belegt ist. was bringen dir deine 8.50, wenn du dafür nicht mehr kaufen kannst als heute für 5.60?

    #137070

    „Was bringen dir deine 8.50, wenn du dafür nicht mehr kaufen kannst als heute für 5.60?“

    Dieses Argument wurde längst wiederlegt. Natürlich führt die Anhebung zu einem gewissen Preisanstieg. Aber eben auch zu einer Senkung von Steuerausgaben für Arbeitslosengeld und Hartz IV.

    #137084

    Im Analogieschluß könnte man folgern, daß wir alle nur auf Einkommen verzichten brauchten, damit die Preise sinken…

    #137094

    🙂 🙂 🙂

    #137172

    @wunderlich Kannst du belegen, daß jeder Taxifahrer einen Ehepartner hat? Und dieser über so viel Einkommen verfügt, daß er den Taxifahrer mitversorgen kann?

    Schon echt krass, mit was für hahnebüchenen „Fakten“ hier hantiert wird.

    #137181

    @ Gucki
    Wenn der Taxifahrer einen Partner hat, bekommen entweder beide Hartz IV, oder verfügen in Sippenhaft über ein zu hohes Familieneinkommen. Dann bekommt der Geringverdiener nichts vom Amt und kann nicht „aufstocken“. Sein unliierter Kollege kann zum „Amt“ gehen und aufstocken. Das ist krass.

    #137189

    Anonym

    Was ist daran krass? eine Ehe ist (wie auch eine Lebenspartnerschaft) eine Versorgungsgemeinschaft. warum sollte der Staat da eingreifen?
    im Extremfall wurde der Partner eines Millionärs ansonsten auch Sozialleistungen beziehen. welchen Sinn macht das?
    oder man könnte das gesamte Eigentum und Vermögen auf einen Ehepartner umschreiben und für den anderen Sozialleistungen abgreifen.

    #137256

    @ eissportler
    Das hat Hartz IV auch zu mir gesagt. (Wegen Krebs ausgesteuert). Jetzt mache ich einen Mini-Job, (selbstgesucht) weil die Ämter keinen Arbeitsplatz hatten.
    Am Monatsende habe ich 300 €. Mein Kollege auch, 300 €. Vom Arbeitgeber für die geleistete Arbeit.
    Aber die Vergütung der Arbeitsleistung meines Kollegen stockt der Staat noch etwas auf, weil er nicht liiert ist. Das ist krass.

    #137316

    @wunderlich Du stellst in #137036 die Behauptung auf, daß jeder Taxifahrer vom Ehepartner mitverpflegt wird und deshalb amoralisch niedrige Taxi-Gehälter nicht durch den Staat ausgeglichen werden und somit keine Steuern für Billigöhne ausgegeben werden. Dieser Behauptung habe ich widersprochen und widerspreche ich auch weiterhin vehement. Du hast ja in #137181 selbst ausgeführt, daß Stütze in Anspruch genommen wird.

    #156612

    „Menschen fahren trotz Preiserhöhungen kaum weniger Taxi“
    http://www.mz-web.de/wirtschaft/taxipreise-gestiegen-menschen-fahren-trotz-preiserhoehungen-kaum-weniger-taxi,20642182,30884892.html“

    Die SPD kann sich zur Nahles in der Spitze gratulieren. Endlich werden wieder sozialdemokratische Themen angepackt. Sie hat es nicht leicht. Die Gegner sind Medienmogule oder finanzstarke Wirtschaftsverbände.

    #156648

    Es gibt sicher genügend Tricks, um die Mindestlohnregelung zu umgehen.

    #156679

    Nur sind diese inzwischen auch schon bekannt, und veröffentlicht. Außerdem wird keiner freiwillig auf Lohn, der ihm zusteht, verzichten…

    Achja, eine Möglichkeit hätte ich dann noch: Cheffe kann sogar 24 Stunden am Stück im Taxi sitzen für lau…

    #156699

    Henry Ford hat es ganz gut formuliert: „Die Menschen, welche den Großteil der Waren verbrauchen, sind diejenigen die diese Waren herstellen. Diese Tatsache sollte nicht vergessen werden. – Sie ist das Geheimnis unseres Wohlstandes.

    Oder:

    „Wo Menschen am längsten arbeiten und damit die geringste Freizeit haben, kaufen sie die wenigsten Güter.“

    Selbst die fleißigen BWLer und Volkswirtschaftler lernen den asozialen Kapitalismus und beschweren sich mittlerweile, dass sie nicht einmal die Geschichte des asozialen Kapitalismus aus der Vergenganheit gelehrt bekommen!

    Die Sache mit dem Mindestlohn ist erst einmal eine gute Sache, denn wenn das Volk mehr verdient, bleibt auch mehr um auszugeben und das erhält und sichert ersteinmal Arbeitsplätze. Einzig der Staat darf nun den Fehler nicht begehen, den Mindestlohn zu nivelieren, sonst schafft er Platz für die Arbeitgeber, um Umzuverteilen, außer der Staat entlastet nun durch Mehrwertsteuer oder Lohnnebenkosten, dann erleben wir Stück für Stück, wie reich wir wieder werden.
    So wie es aber derzeit aussieht, verteilt der Staat von 8,50 € runter zu Netto 4,20 € inklusivem Mietwucher, Inflation usw.

    Da sieht man mal wieder wie unnötig es ist, eine politik, philosophie und Germanistikstudentin mit 20 Semestern mit dem Berufswunsch, Hausfrau oder Bundeskanzlerin ohne ökonomischem Wissen in das Arbeitsministerium zu werfen. Die haben da Oben einfach keinen Plan vom Nivelieren des Arbeitsmarktes. Sie sollte dahingehend mehr auf ihren Mann hören, der scheint da mehr Ahnung zu haben.

    Mir scheint auch mit dem Tarifeinheitsgesetz der Verdacht, dass ihr der Sturz auf den Kopf bei ihrem Autounfall nicht sonderlich gut getan hat.

    Aber das ist wie immer alles meine Ansicht und deckt sich meistens nicht, dem Einheitsbrei!

    #156726

    „Die Sache mit dem Mindestlohn ist erst einmal eine gute Sache, denn wenn das Volk mehr verdient, bleibt auch mehr um auszugeben und das erhält und sichert ersteinmal Arbeitsplätze.“

    Nach dieser Theorie sollte man den Mindestlohn noch viel weiter anheben.

    #156732

    “Die Sache mit dem Mindestlohn ist erst einmal eine gute Sache, denn wenn das Volk mehr verdient, bleibt auch mehr um auszugeben und das erhält und sichert ersteinmal Arbeitsplätze.”
    Nach dieser Theorie sollte man den Mindestlohn noch viel weiter anheben.

    Wie hoch der Mindestlohn erst einmal ist, spielt doch keine Rolle. Entscheidend ist doch Einzig und allein, wie der Staat Geld an die Reichen verteilt und wie an den Armen…
    Mit dem Mindestlohn hat der Staat doch einfach die Steuereinnahmen angehoben und den Nominallohn an die Unternehmer verteilt, denn Zeitgleich steigen auch die Lebenshaltungskosten, da die Unternehmer erst einmal alles was sie mehr bezahlen an den Endverbraucher weiter geben, was ja ihr tägliches Geschäft ist!

    Zahlt der Unternehmer also mehr Lohn, verbucht er dies als Mehrausgabe (Passiva/Aktiva usw.) und der Preis für Produkte steigen einfach erst einmal. Würde der Staat endlich mit seinen Steuern herunter gehen, aber Zeitgleich auch der Lohn steigen, könnten die Lohndrücker, Sklavenhändler und wie die Unternehmer noch alle heißen erst einmal nicht anziehen und hier muss der Staat dann anschließend den gesetzlichen Mindeslohn ansetzen und die Lohnnebenkosten und Einkommenssteuern drücken.

    Das könnte der Staat aber erst dann machen, wenn er Gerechter mit seinen Exporten wäre, denn der Staat macht es erst einmal möglich, dass deutsche Arbeit zum Ramschpreis verscherbelt werden, was Übrigens auch für die Griechenlandkriese verantwortlich ist usw.

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