Startseite Foren Halle (Saale) Merseburger Straße: auch am Riebeckplatz nur noch einspurig?

Dieses Thema enthält 561 Antworten und 57 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  auaa vor 3 Jahre, 2 Monate.

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  • #133581

    Anonym

    Was diese grandiose Mehrspurigkeit bringt konnte ich mir schon mehrfach in Berlin ansehen: Parken in der zweiten Reihe.

    habe ich auf der Merseburger noch nicht beobachtet.

    #133583

    Anonym

    Generell könnte eine Lösung sein den Verkehr als Hauptweg über die Rudolph ernst Weise Str. zu führen (ggf. zusätzlich Raffeneriestr)und die Merseburge nur noch als „Abzweig“ zu führen. So leitet man schon in der Vorauswahl für Auswärtige und Schwerlaster den Verkehr „zwangsweise“ nach außen. Das habe ich schon in vielen anderen Städten gesehn. Nur dann muss eine bessere Anbindung an die Umgehung erfolgen und die Umgehung darf im Süden nicht an der Industriestr. enden, sondern wird fortgeführt an bis hinter die Handwerkskammer zur L170.
    Die einzelnen Abzweige machen ja eigentlich jeden Abschnitt im Süden gut erreichbar. Und auch dort ist dann nicht die Merseburgerstr. die Hauptstr. sondern immer die Zufahrt zur Umgehung.

    #133607

    @Campino,
    wo lebst du? Halle hat mit der Einengung und dem Stern „Riebeckplatz“ ein besonderes Merkmal. Es fehlen innere und äußere Ringe sowie ein äußeres Tangentensystem, sodaß dein Vorschlag mit der Rudolf-Ernst-Weise-Straße nicht funktionieren kann, weil die ja auch die B6 bedienen muß.
    Was erwartest du denn von der Umgehung (Osttangente)? Da ist nichts mehr zu verändern, auch im Süden nicht, obwohl eine Verlängerung über die Camillo-Irmscher-Straße zur L 170 „noch“ im FNP-Plan 1998 steht.

    #133616

    Die Auswirkungen, wenn mal eine Hauptverkehrsader gesperrt ist, habe ich gestern auf dem Böllberger Weg gemerkt. Ich hatte nicht an die Sperrung gedacht, bin die ausgewiesene Umleitung mit mehr Stop als Go gefahren und zum Termin zu spät gekommen.

    #133629

    <div class=“d4p-bbt-quote-title“>nix idee schrieb:</div>
    Da wäre es in der Tat Sinnvoll die StraBa mit den Autos abzustimmen statt ihnen überall Vorrang einzuräumen.

    Das wird in Halle nicht möglich sein. Dazu müsste man auf Haltestellen und Kreuzungen (abbiegende Straba) verzichten.

    Es geht um Abstimmen. Perfekt wird es sicher nicht werden. Auch kann man schauen ob jede Kreuzung Sinnvoll ist. z.B. die bei der Shell ist nicht wirklich Sinnvoll. Wenn man dann die Grünphasen mit allen Teilnehmern abstimmt dann kann man schon viel erreichen ohne das einer 3h an der Ampel stehen muss. Dazu vielleicht noch ein paar Maßnahmen zum aktiven Leiten (gab in Neustadt mal die Anzeige bei welcher Geschwindigkeit ich bei Grün über die Ampel komme). Langfristig vielleicht auch eine besser (Verkehrs-)Erziehung aller Teilnehmer am öffentlichen Verkehr.

    #133631

    Warum bestehen die Ängste, dass Halle einstürzt, wenn eine Straße baubedingt (also temporär) gesperrt ist oder eine andere auf eine Spur begrenzt ist?

    Nehmt mal den Blick nach Osten, in geraumer Entfernung liegt Leipzig. Die dort mit Abstand beliebsteste und lebendigste Straße ist die Karl-Liebknecht-Straße vom Zentrum gen Süden. Zu DDR-Zeiten vierstreifig mit Halteverbot und erlaubten 60km/h, danach 50km/h, danach schlich sich Parken ein (Anwohnerdruck), dann fingen die Bürger an Rad zu fahren, ein Teilabschnitt bekam Radstreifen und Querungshilfen und hatte nur noch eine Spur. Die mit Abstand schlimmste Katastrophe tobte sich in den Leserbriefen der ortsüblichen Gazette aus, die Realität vor Ort blieb schmerzfrei. Dann wurde das nächste Stück gleichermaßen markiert, seit dem ist die KarLi die radfahrstärkste Straße (rund 12.000 Radelnde täglich). Am südlichen Ende baute man eine Blocklänge vierstreifig, nach einigen Jahren erkannte man die Unnötigkeit und markierte dort Stellplätze und Radstreifen. Immer noch kein Chaos. Jetzt werden die verbliebenen 1,5 km zum Zentrum hin analog dessen umgebaut, selbst während der Baumaßnahmen drohte kein Weltuntergang, nach wie vor strömen Menschen zu Tausenden durch diese Straße. Immerhin erkannten selbst hartnäckige Leserbriefoppositionelle, dass breite Fußwege der ansässigen Handelswirtschaft mehr helfen als 4 Fahrspuren.

    Weiterhin: Für den Bereich Süden – Zentrum gibt es noch 2 weitere Hauptstraßen. Davon ist eine ohnehin schmal und einstreifig, die andere wurde baulich ebenfalls auf eine Spur, Radstreifen und Parkierung umgebaut. Das z.B. ist die baulich schönste Straße in Leipzig. Diese beiden Alternativen werden nur spärlich vom MIV befahren, das war vor 15 Jahren noch anders, da walzten auf allen drei Schneisen die Kolonnen entlang.

    Die 4streifige B2 gibt es seit 1977, ist gut gefüllt (ca. 40k /d), ist also weder vorher noch nachher anders genutzt worden.

    Wie passt dieses Bild einer der am besten situierten Stadtteile in den Kanon der Ängste und Befürchtungen zur Merseburger Straße? Nur weil ein anderer Name am Ortschild steht, ändert sich ja am Verhalten der Menschen nichts.

    #133632

    Ich hatte nicht an die Sperrung gedacht, bin die ausgewiesene Umleitung mit mehr Stop als Go gefahren und zum Termin zu spät gekommen.

    Ach Gottchen, da hast du aber einen harten Schicksalsschlag erleiden müssen.
    Und wie oft kommt sowas vor? Und deswegen soll überall eine Ersatzspur/-trasse vorgehalten werden? Dann können wir Halle gleich ganz abreißen.

    #133633

    Anonym

    gab in Neustadt mal die Anzeige bei welcher Geschwindigkeit ich bei Grün über die Ampel komme

    Gibt’s auf dem Zollrain immer noch.

    Langfristig vielleicht auch eine besser (Verkehrs-)Erziehung aller Teilnehmer am öffentlichen Verkehr.

    Ja, da gibt es erheblichen Bedarf!

    Auch kann man schauen ob jede Kreuzung Sinnvoll ist

    Mit Kreuzungen meinte ich Straßenbahnen, die „kreuzen“ – wenn die Linienführung also nicht mehr parallel zum Kfz-Verkehr verläuft. Die Rotphasen wurden an mehreren Stellen verlängert, damit die drei, die trotzdem bei dunkelrot fahren, die Kreuzung verlassen haben und eben nicht in die Straba einrasten bzw. dieser im Weg stehen. Da kommt verständlicherweise Frust auf, wenn sich an der Kreuzung sekundenlang gar keiner bewegt.

    #133639

    Und deswegen soll überall eine Ersatzspur/-trasse vorgehalten werden?

    Auf den Hauptverkehrsadern sollte es schon zweispurig sein. Oder dort wo Anlieferungen sind. Z.Bsp. am Edeka in der LuWu.

    Dann können wir Halle gleich ganz abreißen.

    Dafür muss nichts abgerissen werden. Einfach die Zweispurigkeit dort lassen, wo sie schon ist.

    #133645

    Warum bestehen die Ängste, dass Halle einstürzt, wenn eine Straße baubedingt (also temporär) gesperrt ist oder eine andere auf eine Spur begrenzt ist?

    Nehmt mal den Blick nach Osten, in geraumer Entfernung liegt Leipzig. Die dort mit Abstand beliebsteste und lebendigste Straße ist die Karl-Liebknecht-Straße vom Zentrum gen Süden. ….

    Nur das die Karl-Liebknecht-Straße einige Paralellstraßen Richtung Süden hat. Das kann somit auf Halle nicht übertragen werden, weil im Süden, bedingt durch den Bahndamm, nur drei Querungen sind.

    #133646

    Anonym

    Die Karl-Liebknecht in L mit der Merseburger Str. in HAL ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen. Nimm mal eher den Dietrichring und den Martin-Luther-Ring von der Bedeutung her.
    Karl-Liebknecht Str. kann von der Wundtstr. kompensiert werden, die ist meines Wissens 4 – spurig. K-L geht mitten durch das Szeneviertel von Leipzig. Wer nach Connewitz oder Markleeberg will muss da nicht lang. Die B2 ist auch eine Alternative. Die Straße hat vielleicht die Bedeutung der Beesener Str. oder der LuWu

    #133648

    ^^ das habe ich doch extra erläutert, dass die Parallelstraßen wie auch die KarLi selbst, einspurig bestens funktionieren und so gerade erst die Lebensqualität herstellten, welche das ganze Quartier (auch wirtschaftlich) enorm voran bringen.

    Böllberger Weg, Paul-Suhr-Straße, Beesener Straße, Europachaussee sind wohl allesamt nichts?

    @Pinollek
    Das nennt sich Räumzeit und Zwischenzeit, muss beim Erstellen des Ampelprogramms nachgewiesen werden. Dazu gibt es einschlägige Richtlinien, wie lang bei welchen Parametern diese Sekunden sein müssen. Der Preis ist i.d.R. die Todesstraße, in den seltensten Fällen überleben die Treffer den Aufprall.

    #133650

    Das nennt sich Räumzeit und Zwischenzeit, muss beim Erstellen des Ampelprogramms nachgewiesen werden. Dazu gibt es einschlägige Richtlinien, wie lang bei welchen Parametern diese Sekunden sein müssen.

    Daran habe ich ganz schlechte Erinnerungen. Bei der Ampelberechnung in der Diplom-Prüfung versagt. War Gott sei Dank nicht Vertiefungsrichtung 🙂

    #133655

    @Campino

    Klar, die B2 nimmt viel auf. Doch das nahm sie schon seit knapp 40 Jahren, dennoch hat sich der PKW-Strom auf den Quartiers-Hauptstraßen massiv verringert.

    Der Innenstadtring in seiner Verteilfunktion kommt hier der Bereich ab Riebeckplatz nahe, von dort aus wird innerstädtisch verteilt.

    #133670

    @nix idee

    Eine Grüne Welle hat nicht nur Vorteile.

    Erst mal danke für die Zeitergänzungen der Pulkgrößen. Jetzt bin ich selbst erstaunt, dass diese praktisch gleich schnell sind, zumindest im theoretischen Überschlag. Was jedoch wichtig ist, bleibt der Praxisbezug. Jeder kleine Einfluss auf der Strecke vergrößert die Unterschiede vom ersten zum letzten Fahrzeug. Die Ersten fahren drauflos, die folgenden vergrößern sukzessive die Abstände. Der Pulk, gleich welchem Tempo, wird lang und länger. Beobachte das mal im Alltag. Gibt bestimmt einen Begriff auf Schlau dafür.

    Egal wie dieser lautet, nach zwei drei Ampeldurchfahrten einer hypothetischen Grünen Welle ist der Pulk so lang, dass die nötige Grünphase für die gleiche Menge Autos unzumutbar lange dauert. Dann ist es sinnvoller, abzubrechen und einen neuen kompakten Pulk aufstauen zu lassen. Ein Grünband macht also nur einige Ampeln entlang Sinn, wenn überhaupt dieser Strategie gefolgt wird.

    Diese Strategie nämlich fußt auf der höheren Attraktivität für den MIV. Rad/Fuß und Tram/Bus können ja schwerlich diesem Grünband folgen. Damit behindert man ausgerechnet die Verkehrsträger, welche in dicht bebauten Städten wesentlich geeigneter wären. Höhere Attraktivität sorgt auch für vermehrte Nutzung. Der MIV steigt also an. Der Mehrverkehr kann aber nicht überall im Netz aufgenommen werden, Rückstau und Überfüllung fallen also defintiv auf die Füße, ggf. „nebenan“ im Stadtgebiet. Ist das gewollt?

    #145671

    Das Zeug trägt den Namen Fördermittel aus der letzten verbliebenen Quelle und scheint bei dem Berufsstand tatsächlich eine gewisse Wirkung zu haben.

    #145673

    Anonym

    @nachrichtenticker
    Das ist falsch, dies ist nicht die einzig verbliebene Quelle. Ich zitieren mal aus der Antwort (auf meine Anfrage) des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur:

    „Die anteilige Finanzierung durch den Bund im Rahmen des GVFG-Bundesprogramms ist beschränkt auf Vorhaben nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 GVFG. Der Bund ist bei der Förderung von Verkehrswegen der Straßenbahn im Programm gemäß § 6 Abs. 1 GVFG u. a. an die Voraussetzung eines besonderen Bahnkörpers gebunden. Straßenbündige Bahnkörper sind im Rahmen des Bundesprogramms nach § 6 Abs. 1 GVFG nicht förderfähig.

    Unabhängig davon steht es dem Land Sachsen-Anhalt im Rahmen der eigenen Zuständigkeit jedoch frei, solche Streckenabschnitte beispielsweise durch den Einsatz von originären Landesmitteln, Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz oder dem Regionalisierungsgesetz zu finanzieren. Eine Entscheidung darüber obliegt allein dem Land Sachsen-Anhalt.“

    #145674

    Danke aber Du lebst doch auch im Land Sachsen-Anhalt oder ?

    #145687

    @daniel, dann musst du nur mal zwei Beiträge über dir lesen.

    #145706

    Nehmt mal den Blick nach Osten, in geraumer Entfernung liegt Leipzig. Die dort mit Abstand beliebsteste und lebendigste Straße ist die Karl-Liebknecht-Straße vom Zentrum gen Süden.

    Dieser Vergleich ist wirklich absurd. Die Merseburger Straße ist eine alternativlose Hauptverkehrsroute durch Halle. In Leipzig würde auch niemand den Innenstadtring einspurig bauen.

    Ich finde die Entwicklung der Straßenbahn- und Fahrradfreundlichkeit in Halle dramatisch. Überall müssen die Autofahrer darunter leiden. Es fängt bei akutem stadtweitem Parkplatzmangel an, geht über daraus resultierende Strafzettel-Abzocke in Kombination mit Sinnlos-Straßenreinigungen und endet jetzt vermutlich in der Einspurigkeit der verkehrsreichsten Straße in Halle. Unglaublich!

    #145715

    Stellt euch vor, die Maximilianallee nur zweispurig… bis zur Prager Str…und weiter…

    #145727

    Warum kann man die Straße an dieser Stelle nicht so lassen wie sie ist? Solch einen Schwachsinn scheint nur in Halle möglich zu sein! Wenn ich schon diesen Blödsinn höre wie „regelkonformer Ausbau“! Am Rosengarten wird die Einengung der Merseburger Straße weggenommen, was nur vernünftig ist und an der Stelle, wo der Verkehr aus mehreren Richtungen auf die Merseburger Straße führt wird sie eingeengt. Das soll man doch hoffentlich nicht verstehen! Ich denke mal, dass die Entscheidungsträger auch nicht im Süden der Stadt wohnen und die Straße nur selten fahren.

    #145728

    Die einspurige Führung hätte einen gewaltigen erzieherischen Effekt. Zwei Spuren werden von gewissen Personen schnell mit einer Autobahn verwechselt.

    #145730

    Die einspurige Führung hätte einen gewaltigen erzieherischen Effekt. Zwei Spuren werden von gewissen Personen schnell mit einer Autobahn verwechselt.

    Deshalb bin ich auch gegen zwei Spuren für Radfahrer.

    #145731

    Die Merseburger ist in diesem Bereich heute schon zu schmal für 4 Spuren. Große LKW überfahren regelmäßig die Spurmarkierungen.

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