Startseite Foren Halle (Saale) Montblanc-Affäre – hallesche MdB nicht betroffen

Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 33)
  • Autor
    Beiträge
  • #265164

    BILD veröffentlicht heute die Liste der Bundestagsabgeordneten, die sich teure Montblanc Füller aus ihrer Bürokostenpauschale gekauft haben, und das noch kurz vor Legislaturende.
    Hallesche Parlamentarier sind nicht unter denen, die sich mit mehreren Montblanc-Füllern für je 600 Euro ausgestattet haben.
    Offenbar ist die Pauschale viel zu hoch.

    #265166

    Der eigentliche Skandal ist doch, dass die Listen vernichtet wurden, bevor die BILD ihre Entscheidung vollstrecken konnte. Aber nun sind sie doch da, quasi über Umwege aufgetaucht. Es wäre schön, wenn wir jetzt endlich auch wissen würden, wer alles auf dem Mont Blanc war. Ich bin mir nicht sicher, ob hallesche Abgeordnete nicht doch schon auf dem Mont Blanc gewesen sind.

    #265176

    Wer möchte da noch Volksvertreter sein, wenn die Verwendung der Bürokostenpauschale nachgerechnet wird.

    #265182

    Wie kann man denn guten Gewissens das Volk vertreten, wenn man selbst Wein trinkt während man seinem Arbeitgeber Wasser predigt?

    #265183

    Und mit Füllern für 600 Euro schreiben nur arme Teufel, da gibt es noch ganz andere Montblanc-Schreibgeräte:
    http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_sacat=0&_nkw=montblanc+f%C3%BCller&_sop=16

    #265196

    Anonym

    Fun fact:

    Mont Blanc bedeutet „Weißer Berg“. Den haben wir hier auch.

    Der Name der ehemaligen Siedlung Böllberg ist höchstwahrscheinlich auf die (ur-)slawische Bezeichnung für „weiß“ (vgl. poln. bialy, russ. белый, tsch. bílá) zurückzuführen, was sich wiederum auf den dort zu findenden weißen Wörmlitzer Sandstein bezieht.

    Waren denn alle Abgeordneten aus Halle wenigstens schonmal in Böllberg? Dort gab’s mal einen großen Schreibwarenladen. Der führte u.a. auch Füller. 🙂

    #265198

    Bedenkt bitte, dass unsere Abgeordneten die BESTEN der BESTEN sind! Also sollen sie auch das beste Werkzeug haben. Ihr seid doch bloß Neider.

    #265200

    Wenn man nichts findet, dass sich die Abgeordneten über unerlaubte Kostenstellen bereichert haben, müssen eben erlaubte Kostenstellen herhalten. Wer kennt es nicht, es war schon zu DDR-Zeiten üblich, dass Geldtöpfe leer gemacht wurden, einfach aus dem Grunde, damit sie leer waren.

    #265201

    Anonym

    Bedenkt bitte, dass unsere Abgeordneten die BESTEN der BESTEN sind!

    Nicht ganz. Es sind (fast) alle die MEISTEN der GEWÄHLTEN. Nach Qualifikation hat da noch keiner seinen Job bekommen. 🙂

    #265205

    Ich denke, das Geld wäre für eine Reise auf den Mont Blanc besser ausgegeben worden. Als Büroausflug hätte man das locker verbuchen können.

    #265210

    Vielleicht haben die Mitarbeiter dieser MdB ohne Wissen ihrer Chefs die teuren Füller etc. bestellt und verkloppen die Füller bei ebay.

    #265211

    Anonym

    ohne Wissen ihrer Chefs

    Dann sind es aber schlechte Chefs. Gerade auf Leute wie (Ronny 🙂 ) Pofalla wirft es ein eher schlechtes Licht, wenn man nicht weiß, was die eigenen Mitarbeiter tun.

    #265214

    Warum soll es unseren geschätzten Volksvertretern nicht vergönnt sein, geplante Mittel auszuschöpfen?

    Das Ganze erinnert mich an ein Vorkommnis zu DDR- Zeiten. Ich arbeitete in einem Großbetrieb im Rechnungswesen und verfügte an meinem Arbeitsplatz nicht über eine Rechenmaschine. Nix. Null.Nicht einmal ein Taschenrechner. Ich war die Letzte, die eingestellt worden war. Vielleicht ist das die Erklärung.
    Da kam mir zu Ohren, dass die Delegierten des soundsovielten Parteitages der SED (es muss vor 1986 gewesen sein) auf ihrem Platz im Palast der Republik vor Tagungsbeginn einen Taschenrechner und eine Armbanduhr vorgefunden hätten. Zufällig hatte ich beim Sekretär der Abteilungsparteiorganisation etwas zu erledigen und nutzte das zur Nachfrage. Es muss sich wohl so verhalten haben. Ich klagte über meine Misere am Arbeitsplatz. Die Bemerkung des APO- Sekretärs klingt mir noch heute in den Ohren:“ Ja denkst du, die Abgeordneten wischen sich den Arsch damit?“ und sollte wohl bedeuten, dass die Dinge sicher nicht zweckentfremdet verwendet würden.
    Diese Antwort hat sehr dazu beigetragen, meine Meinung zur Partei zu festigen. Leider habe ich den APO-Sekretär nie mehr wieder gesehen nach der Wende. SEIN GLÜCK.

    Ansonsten kennt ihr doch die Redewendung “ An der Quelle saß der Knabe“?

    Es hat sich nichts geändert………
    Aber wir regen uns hier über Kleinigkeiten auf und die größeren Dinge vergessen wir. Was ist mit den Unsummen, die aus Steuergeldern zur Bankenrettung vom Staat ausgegeben wurden? Das würde sich doch gehören, dass die von den Banken wieder erstattet werden? Es waren doch sozusaen eigentlich Kredite vom Staat.
    Still ruht der See……

    #265215

    Pofalla war für mich ein Politiker der übelsten Sorte.

    #265217

    Elfriede meint : „Es hat sich nichts geändert………“

    Doch, doch Elfriede, die Verhältnissde haben sich geändert, die Menschen allerdings nicht,

    Es wurde schon zu DDR-Zeiten fremdes Büromaterial gestohlen und zweckentfremdet und wenn ungenügend kontrolliert wird, wie das bei den Bundestagsabgeordneten der Falle zu sein scheint, geschieht das heute auch noch. Wenn es was umsonst gibt, scheint in uns Menschen das Umsonstgen anzuspringen.

    Im speziellen Fall der teuren Uhren, Bleistifte etc. scheint es ja noch nicht mal verboten gewesen zu sein.

    #265220

    Wemmer ald is…noch was:

    Als Kind musste ich am Religionsunterricht teilnehmen. Die Lehrerin forderte uns auf, wir sollten uns immer bei jeder Handlung fragen:Was würde Jesus dazu sagen? Das habe ich nicht vergessen, aber nie danach gehandelt.
    Bei solchen Sachen wie der Füllhaltergeschichte ect. lohnt sich’s aber, sich selbst einmal die Frage zu stellen: Wie würde ICH mich verhalten, wenn ich die Möglichkeit hätte, so günstig zu einem begehrten Stück zu kommen(zumal ich ein Faible für exquisites Papier und Schreibgeräte habe!!)? 🙂 Seid ehrlich!!

    #265223

    Vielleicht würden die meisten denken: Einen Füller für 600 Euro (oder 300…) – brauche ich nicht, der kann nicht besser schreiben als einer für 100 Euro. Für ein 600-Euro-Ding muss ich mich nur verteidigen (- das könnte ich mich nicht einmal vor mir selber).
    Also, ich glaube: Viele würden NEIN sagen.
    Ich glaube auch nicht an das Umsonst-Gen, sondern mehr an das Haben-Wollen-Gen. Zumindest ist nur das bei Kindern ausgeprägt.

    #265225

    Ein guter Füller mit Goldfeder kostet 120 -150 Euro, einen solchen hätte ich mir geleistet, wenn genügend Geld auf dem Bürokonto ist.

    #265226

    Anonym

    Ein guter Füller mit Goldfeder kostet 120 -150 Euro

    Oh! Wo denn? Hast du einen Geheimtipp? Alle Füller mit Goldfeder, die ich kenne, fangen nicht unter 200 an. Und „gut“ sind davon auch nicht alle.

    #265230

    Okay, dann sind Federn vermutlich nur vergoldet, Marke Pelikan.

    #265231

    Hier eine Diskussion zur Goldfeder – ohne abschließende Klärung, ob Gold Vorteile bringt.
    http://www.penexchange.de/forum_neu/viewtopic.php?f=6&t=4959

    #265237

    Anonym

    Okay, dann sind Federn vermutlich nur vergoldet, Marke Pelikan.

    Schade. Vergoldet ist leider kein wirklicher Gewinn hinsichtlich der Schreibqualität. So gesehen ist die Wahl des Montblanc sogar nachzuvollziehen. 🙂

    @gondwana
    Eine gute Feder ist eine gute Feder, unabhängig vom Material. Es gibt aber sehr viel mehr (sehr) gute Federn, die aus Gold sind.

    #265238

    Es ist schon seltsam, dass man die Bestellung der Marke Montblanc jetzt unersagt hat. Was wäre damit:

    #265242

    @gondwana
    Eine gute Feder ist eine gute Feder, unabhängig vom Material. Es gibt aber sehr viel mehr (sehr) gute Federn, die aus Gold sind.

    Kannst du das belegen? 😉 Nein, es interessiert mich eigentlich nicht… Und ja, selbstverständlich gilt dein erster Satz – genau so selbstverständlich ist es, dass Gold unbegründeterweise teurer ist als Stahl.

    #265246
Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 33)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.