Stadtmarketing-Chef fordert mehr Hotelbetten

16. Dezember 2014 | Wirtschaft | 19 Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) braucht mehr Hotelbetten und vor allem größere Hotels. Zu dieser Einschätzung kommt Stadtmarketing-Chef Stefan Voss in der Beigeordnetenkonferenz. Derzeit gebe es in Halle 39 Betriebe mit insgesamt 2.539 Betten.

Magdeburg beispielsweise habe zwar nur 38 Hotels, diese verfügen aber über 3.848 Betten. In Leipzig sind es sogar 155 Betriebe mit 14.525 Betten.

Problem von Halle sei die kleinteilige Hotellandschaft mit relativ wenig Betten. Dadurch sei es kaum möglich, Kongresse nach Halle zu holen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte zu, sich intensiv mit dem Thema Kongresse befassen zu wollen. „Das soll ein weiterer Schwerpunkt der Stadt werden.“

Gut entwickelt habe sich nach Angaben von Voss die Zahl der Übernachtungen. Sie lag im vergangenen Jahr bei 357.540, gegenüber dem Jahr 2003 sind das 45 Prozent mehr. Im laufenden Jahr rechnet Voss sogar mit 370.000 Übernachtungen. Zum Ende des dritten Quartals lag die Zahl bei 287.404.

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  • #128931

    Die Stadt Halle (Saale) braucht mehr Hotelbetten und vor allem größere Hotels. Zu dieser Einschätzung kommt Stadtmarketing-Chef Stefan Voss in der Bei
    [Der komplette Artikel: Stadtmarketing-Chef fordert mehr Hotelbetten]

    #128932

    Wie hoch ist die Auslastung der Betten in Halle?

    #128933

    nach dem artikel zu urteilen: 40%
    370.000 Übernachtungen / (2.539 Betten * 365 Tage)

    #128934

    Um die 40% habe ich auch in Erinnerung. Und da wollen die noch ein großes Hotel bauen? Da sind Strategen am Werk.

    #128935

    Bei 40% ist noch jede Menge Luft drin, da wird sich kein ernsthafter Investor mit Verlustgeschäften abgeben, denn die Billigjobberei ist ja auch vorbei…

    #128952

    Man kann nicht Hochklassige Veranstaltungen anbieten, und die Künstler immer nach Leipzig karren.
    Kein Wunder, das die immer denken, sie sind in Leipzig zu Gast.
    Sind sie ja dann auch.
    Die normative Nutzungsdauer des Interhotels ist abgelaufen, da bietet sich doch der Neubau eines hochklassigen Hotels an.
    Das würde auch die Umgebung aufwerten.
    Vossi hat schon Recht!

    #128954

    Steht doch im Artikel, das Problem ist das die Hotels die vorhanden sind als solche zu klein sind um eventuel größere Tagungen oder Kongresse in die Stadt zu holen.
    Der Ansatz Tagungshotel taucht doch glaub ich im neuen Strategieplan zum Riebeckplatz auf, dort ist doch ein Tagungs- und Kongresshotel geplant.
    Das Problem ist aber, welcher Investor geht in Vorleistung, von den vorhandenen wird es keiner sein sonst wäre da längst was gekommen.
    Und selbst wenn es ein Konzept gäbe würde es von den Bedenkenträgern in der Bürgerschaft und im Rathaus zerredet.
    Zum anderen ist die Quote schon okay, muss man sich doch die Art der Übernachtungen ansehen, ein großteil werden Geschäftsreisende sein die alleine unterwegs sind.
    Die meissten Hotels bieten Doppelzimmer an, wenn ich in ein Hotel Mit 50 Doppelzimmern gleich 100 Betten nur 50 Vertreter schicke ist das Hotel von den Zimmern her zwar ausgelastet von den Betten aber nur bei 50 Prozent.
    Was denke ich fehlt ist eine Analyse wer übernachtet in den vorhanden Hotels, klassische Urlaubsübernachtungen von Familien dürften da in der Minderheit sein.

    #128955

    So ist es eben ohne Planwirtschaft.

    #128956

    Wenn schon Leipzig, dann richtig. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte zu, sich intensiv mit dem Thema Kongresse befassen zu wollen. “Das soll ein weiterer Schwerpunkt der Stadt werden.” Im Wahlkampf zur OB-Wahl sagte Wiegand mal: „Für die Förderung und Unterhaltung der Kleingärten werde ich mich verstärkt einsetzen.“ Was rausgekommen ist: Halles Kleingärtner bekommen 2015 eventuell 10000,- € als Förderung. Für Leipzig las es sich im Maßnahmeplan für die Kleingartenkonzeption 2013 so:
    Für die im Maßnahmeplan einzeln aufgeführten Maßnahmen werden 98.196,20 Euro aus dem Ergebnishaushalt ausgereicht. Nicht einzeln im Maßnahmenplan ausgewiesen sind die jährlichen Sachkostenzuschüsse in Höhe von rund 126.000 Euro für die Pflege und Gestaltung der öffentlich zugänglichen Grünflächen und die Betreibung, regelmäßige Wartung und Unterhaltung der öffentlich nutzbaren Kinderspielplätze in den Kleingartenanlagen.
    Wissenschaftlich bewiesen ist dass nicht. Der Herr OB sollte sich erst mal um die vorhandenen „Baustellen“ kümmern.

    #128958

    In das Loch an der Spitze sollte ja ursprünglich ein Hotel, weil die Teilnehmer großer Kongresse heutzutage ohne viel Wege gleich ins Hotel wollen. So hat uns OB Rauen damals aufgeklärt und da wird er wohl Recht gehabt haben.

    #128996

    Für Kongressteilnehmer gäbe es doch z. B. das Maritim (fast 300 Zi.,) das Mercure (Peißen), das Dorint, jeweils mit hunderten von Betten.

    PS:
    Ein Hotel im Loch hätte der Innenstadt sicher mehr gebracht, als der Klotz von Finanzamt.

    #128997

    Und weil die dann alle so schön in der Stadt verteilt sind haben wir den Stau der Shutle Fahrzeuge die die dann zum Veranstaltungsort bringen.
    Sinn und Zweck der Übung wäre es Veranstaltungsort und Hotel sind eins, das wäre das Ideal.

    #129002

    Ein Hotel im Loch hätte der Innenstadt sicher mehr gebracht, als der Klotz von Finanzamt.

    aber dann hätte vielleicht ja nicht pappenburg bauen dürfen…

    #129075

    Wie kommt man vom Hotel auf Kleingartenanlagen? Sollen die Gäste in Halle Zelten?

    wolli hat schon richtig aufgezeigt, wie lang das Problem in Halle vor sich her geschoben wird!

    Wird Zeit, dass das mal Chefsache wird.

    #129104

    Die Messe Dresden macht knapp 2 Mio Miese im Jahr. Erfurt will sich auch über den ICE-Knoten zur Kongressstadt entwickeln. Wenn alle das Gleiche mit mäßigem Erfolg machen, sollte man vielleicht nach intelligenteren Lösungen suchen. In Kooperation mit Uni und Leopoldina eine Nische für kleine, hochrangige Veranstaltungen?

    #129107

    Anonym

    Sinn und Zweck der Übung wäre es Veranstaltungsort und Hotel sind eins, das wäre das Ideal.

    Dann ist es aber egal, wo das Hotel steht. Verkehrsgünstig gelegen für die Teilnehmer, billige(re)s Bauland für den Investor. Das wird beides nichts in der Innenstadt.

    #129123

    Wie vielleicht andere schon geschrieben haben: das Hotel neben die Händelhalle. Doch da haben ja unsere Laienspieler in Stadt und Land einen Neubau für das Finanzamt (wertet natürlich jede Innenstadt auf) platziert.

    #129126

    bei gerade mal 40% bettenauslastung vorhandener hotels würde mir als letztes ein mangel an hotels auffallen.

    #129135

    Gibt es eine Analyse welche Art von Übernachtungen in Halle überwiegt, Geschäftsläute sind häufig alleine unterwegs übernachten aber trotzdem in Doppelzimmern.

    Genau so dürfte es sich bei Kongressbesuchern aussehen, die kommen alle alleine und belegen jeder für sich ein Zimmer, der Hauptteil der angebotenen Zimmer sind aber Doppelzimmer.

    @Zikadian, von der Auslastung von 40 % pauschal auf Leerstehende Hotels abzuleiten funktioniert so nicht.
    Man muss die Art der Übernachtung mit betrachten.

    Nimm z.B. das Konsul Hotel, die haben nur 2 Bett Zimmer in 3 Kattegorien, das ist ein Typisches Vertreterhotel, dort steigen Vertreter und Geschäftsläute auf der Durchreise ab. Der ein oder andere Techniker verschiedenster Wartungsunternehmen auch. Die kommen aber weitestgehend alleine. Du hast also Zweibettzimmer die nur von 1 Person genutzt werden.

    Ich hatte es schon oben beschrieben alle Zimmer sind belegt aber nur 50 Prozent der Betten. Da würde man nicht auf die Idee kommen zu behaupten das Hotel steht halb leer.

    #129138

    Ich hatte es schon oben beschrieben alle Zimmer sind belegt aber nur 50 Prozent der Betten. Da würde man nicht auf die Idee kommen zu behaupten das Hotel steht halb leer.

    Tut es aber.

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