Neue verschärfende Corona-Maßnahmen beschlossen

15. Oktober 2020 | Politik, Soziales | 1 Kommentar

Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts meldeten die Gesundheitsämter heute morgen den Rekordwert von 6.638 Neuinfektionen. Zweifellos steigen also auch hierzulande täglich die Infektionszahlen. Aufgrund dieser Problematik traf sich Kanzlerin Merkel bereits gestern mit den Ministerpräsidenten der Länder im berliner Kanzleramt. Bei dem Treffen wurde über ein landesweit einheitliches Vorgehen im Bezug auf die Corona-Maßnahmen beraten und zusätzliche und verschärfende Regeln wurden beschlossen.

So gilt in Landkreisen und Städten mit 35 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche künftig eine Maskenpflicht an stark belebten öffentlichen Plätzen. Außerdem sollen dann nur noch Feiern von maximal 25 Teilnehmern im öffentlichen und 15 Teilnehmern im privaten Raum erlaubt sein.

Steigt die Zahl dann auf mehr als 50 Neuinfektionen, wird es eine Sperrstunde in Bars und Restaurants ab 23 Uhr  geben. Private Feiern werden dann auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum sowie auf höchstens zehn Teilnehmer aus höchstens zwei Hausständen im privaten Raum begrenzt werden.

Beim dem umstrittenen Beherbergungsverbot gab es dagegen keine Einigung. Ein weiteres Treffen diesbezüglich wurde auf den 8. November verschoben. Jedes Bundesland entscheidet folglich zunächst auch weiter für sich, wie es mit der Regelung umgehen will.

Nach Angaben des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff haben die neuen Regeln jedoch derzeit noch keinen Einfluss auf das Leben der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt. Das liege vor allem daran, dass es im Moment bei uns im Land noch keine Corona-Hotspots gebe. „Sollten die beschlossenen kritischen Marken aber überschritten werden, haben wir jetzt ein einheitliches Instrumentarium.“

Damit die Corona-Zahlen in Sachsen-Anhalt auch weiterhin niedrig bleiben, appellierte Haseloff zusätzlich an seine Amtskollegen, die Beschlüsse knallhart umzusetzen: „Momentan ist der Erfolg der anderen, in den Hotspots, entscheidend dafür, dass wir unsere Lage weiterhin so gut im Griff behalten!“

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