Heute Streik im Einzelhandel: IKEA, Kaufland, Obi, Amazon, Aldi…

14. Juli 2017 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Am heutigen Freitag streiken in Leipzig die Beschäftigten von Amazon, Mitarbeiterinnen aus mehreren OBI-Märkten in und um Leipzig, Dresden und aus Sachsen-Anhalt, aus den Leipziger H&M Märkten und aus mehreren netto Märkten sowie die „Kaufländer“ und ALDI-Mitarbeiter/Innen.

„Durch die gemeinsame Streikkundgebung und der anschließenden Demonstration durch die Leipziger Innenstadt wollen wir besonders auf die schwache Tarifbindung im Einzelhandel hinweisen. Tarifverträge müssen für alle gelten“, so ver.di Streikleiter Thomas Schneider.

„In Erfurt vereinigen sich vor dem OBI-Markt Erfurt Süd die Streikenden von OBI mit den Streikenden von IKEA und H&M“, so ver.di Streikleiterin Bettina Penz. „Uns ärgert die Verweigerungshaltung von OBI. Die Beschäftigten im Einzelhandel, egal ob mit oder ohne Tarifbindung, stehen zusammen. Sie wollen für ihre gute Arbeit fair bezahlt werden. Wir fordern echte Einkommenssteigerungen und eine Tarifbindung für alle.“

Die Ilmenauer „Kaufländer“ setzen ihren Streik ebenso fort wie die Beschäftigten aus dem Marktkauf Sonneberg und die „Kaufländer“ aus Gera-Lusan, den Arcaden und aus Bieblach-Ost.

„Die Streikbereitschaft nimmt weiter zu. Der Verhandlungstermin wurde auf den 2. August verschoben, weil die Arbeitgeber sich nicht in der Lage sehen, am 18. Juli ein verbessertes Angebot auf den Tisch zu legen. Mit Miniangeboten von 1,5 % in 2017 und 1 % in 2018 lassen wir uns nicht abspeisen“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago.

„Wir fordern deutliche Einkommenssteigerungen für den Einzel- und Versandhandel. Der mörderische Wettbewerb im Einzel- und Versandhandel darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden,“ appelliert der Gewerkschafter an die Gegenseite.

Zum 31. Mai 2017 wurden die Gehalts- und Lohntarifverträge für den Einzel- und Versandhandel gekündigt. Die ver.di Forderungen sind:

· Anhebung der Gehälter und Löhne um 6 % zum 1. Juni 2017

· 50 € Vorweganhebung in den beiden unteren Gehalts- und Lohngruppen

· 100 € höhere Ausbildungsvergütungen

· ver.di – Mitglieder sollen zusätzlich 300 € jährlich bekommen

· Die Tarifverträge sollen für alle gelten.

· Der Tarifvertrag soll für 12 Monate abgeschlossen werden.

Print Friendly

Kommentar schreiben