Leopoldina berät G20-Gipfel

9. Februar 2017 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

LeopoldinaWenn die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg zum jährlichen Gipfeltreffen zusammenkommen, wird im G20-Prozess erstmals die Wissenschaft beteiligt sein. Im Vorfeld des Gipfels finden thematisch ausgerichtete Dialogforen mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel statt, um den Dialog mit unterschiedlichen Gruppen der Zivilgesellschaft zu stärken. In diesen Foren werden gemeinsam mit den internationalen Partnern Empfehlungen für die Präsidentschaft erarbeitet.

Im Zuge des Dialogforums „Science20“ steht zum Thema Gesundheitspolitik unter Federführung der Leopoldina der Umgang mit chronischen Krankheiten sowie Infektionskrankheiten im Mittelpunkt. Die Plattform soll wissenschaftsbezogene Fragen im intensiven Austausch miteinander erörtern und gemeinsame Empfehlungen geben. Konkret sollen Ansätze zur Bekämpfung von nicht-übertragbaren Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Zusammenhänge zwischen chronischen Krankheiten und Infektionskrankheiten erörtert werden.

Um die unterschiedlichen Perspektiven aus dem Kreis der G20-Staaten zu bündeln, trafen sich über 40 Wissenschaftler bereits Ende Januar am Hauptsitz der Leopoldina in Halle. Während den Diskussionen wurden Themen wie die Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems sowie der Einfluss sozialer und ökonomischer Faktoren auf eine gesunde Lebensführung diskutiert.

Das Dialogforum „Science20“ wird am 22. März 2017 an der Leopoldina in Halle gestaltet. Die im Diskurs mit den G20-Nationalakademien als wesentlich identifizierten Problemfelder werden an diesem Tag von renommierten Wissenschaftlern vorgestellt und diskutiert. Anschließend übergeben die Präsidenten der G20-Akademien die gemeinsame Stellungnahme offiziell an Bundeskanzlerin Merkel.

 

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