Startseite Foren Halle (Saale) Unsere neue Sozialdezernentin

Dieses Thema enthält 14 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  MaxAnton vor 3 Jahre, 3 Monate.

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  • #197497

    Heute ist ein großes Interview mit unserer neuen Sozialdezernentin, Frau Katharina Brederlow, in der MZ.
    Die Redaktion von hallespektrum wünscht ihr im neuen Amt alles Gute und hofft, dass sie uns auch mal Fragen antwortet, ohne vorher Herrn Drago Bock um Erlaubnis zu bitten.
    Die Antworten im MZ-Interview finde ich erfreulich realistisch, sie macht keine unerfüllbaren Versprechungen.

    #197541

    Ist der Herr Bock ihr direkter Dienstvorgesetzter?

    #197551

    Nein, er möchte aber, dass alle Informationen an die Presse über seinen Tisch gehen.
    Aber die Beigeordneten können eigenständig agieren, und Frau Brederlow will sich ja lt. Interview „nicht die Butter vom Brot nehmen lassen“.

    #197554

    Sie hat wohl keinen Bock ?

    #197559

    Anonym

    er möchte aber, dass alle Informationen an die Presse über seinen Tisch gehen

    Aber weniger im Sinne einer Erlaubnis.

    Sie hat wohl keinen Bock ?

    Doch, hat sie. Es ist sogar ein Dr. Bock. 🙂

    #197561

    Gott is die dinne geworden.

    #197629

    Ich hoffe, ihr heute abend in natura im Ratshorf zu begegnen.

    #197687

    Die Zeiten, in den jeder irgendeinen Pressesprecher hat, sind vorbei.
    Es entsteht so etwas wie ein Kollektiv, oder Neusprech https://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity.

    Schon erstaunlich, was jetzt alles so möglich ist!
    Ich hoffe, dass das vererblich ist. 🙂

    #197823

    Anonym

    Ich möchte auf ein soziales Dilemma für die neue Sozialdezerenentin aufmerksam machen:

    Durch die staatliche geförderte Vernichtung von billigen Wohnraum, wird dieser zunehmend knapp. Mit dem Ergebnis, dass die Mieten steigen.

    Leider werden weder die HartzIV-Mietzuschüsse (kommunal) noch die Wohngeldsätze (Bund?) angepasst. Mit dem Ergebnis, dass der bezahlbare Wohnraum gerade für die sozial Schwachen im Innen- und Altstadtbereich immer geringer wird und sozial Schwache entsprechend aus diesem Bereich verdrängt werden.
    Obwohl sicher gut gemeint, wird der geplante Mietnotfond der HWG genau diese Verdrängung der sozial schwachen an die Peripherie weiter befördern.

    Schaut man sich das Interview aber genauer an, so werden vor allem Investitionen in Schulen/Kindergärten im Innenstadtbereich getätigt. (rühmliche Ausnahme: die neue IGS in der Rigaer Straße). Das heißt diese Investitionen kommen vor allen den sozial Bessergestellten zugute, welche sich eine Wohnung in der Innenstadt leisten können. Die Absicherung der sozialen und pädagogischen Infrastruktur in den Randgebieten und sozialen Brennpunkten wird dagegen nicht thematisiert.

    Und so wird die soziale Schieflage und soziale Ghettoisierung in der Stadt perspektivisch auch kommunal gefördert. Ich hoffe, die neue Sozialdezernentin findet genug Mittel diese Entwicklung auszubremsen. Gelesen habe ich davon in der MZ aber leider nichts.

    #197824

    Anonym

    Leider werden weder die HartzIV-Mietzuschüsse (kommunal) noch die Wohngeldsätze (Bund?) angepasst.

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/01/2016-01-06-wohngeld.html

    #197826

    Anonym

    @Sagisdorfer8
    danke, das war mir bislang entgangen. endlich mal eine gute Nachricht, auch wenn seit 2009 schon viel wasser die Saale runtergeflossen ist. Nur leider nicht für die AlGII-Bezieher.

    #197830

    Es mag zwar so sein, dass der Stadtrat dem Oberbürgermeister zu seiner Unterstützung Beigeordnete zur Seite stellt. Aber ab dem Zeitpunkt, an die gewählten Beigeordneten ihre Ernennungsurkunde annehmen sind sie Wahlbeamte der Stadt. Die Betonung liegt eindeutig auf „Beamte“. Somit sind sie laut Kommunalverfassungsrecht dem OB – und nur dem OB – untergeordnet. Er ist in allen Fragen ihre Dienstvorgesetzter. In allen Fragen. Und wenn er anweist, dass Presseerklärungen aller Beigeordneten über das Büro des Pressesprechers zu gehen haben, dann ist dass eben so. Wenn die neue Sozialbeigeordnete eine Presseerklärung abgibt, dann gibt sie diese nicht in ihrem eigenen Namen ab, oder auch nicht im Namen des Stadtrates und auch nicht im Namen ihrer Partei ab. Sondern im Namen der Stadt Halle (Saale). Und der politische und juristische Verantwortlicher der Stadt Halle (Saale) ist eben der Oberbürgermeister. Und er kann und darf entscheiden, was die Stadt an öffentlichen Erklärungen raushaut. Bzw. er kann dies auf den Pressesprecher delegieren.

    #197839

    Dann braucht ja eigentlich keiner mehr Erklärungen abzugeben, wenn der OB das alles allein machen will. Willkommen in der Meinungsdiktatur…

    Und nein, ein Dezernent gibt die Erklärung immer nur in eigenem Namen ab, er ist ja der Verfasser. Für die Stadt Halle etwas abzugeben, ist er wohl nicht prädestiniert, nur eben für die Stadtverwaltung(!). Ich als Bürger dieser Stadt pflege meine Erklärungen selbst abzugeben, andere Bürger sehen das gewiss auch so. Und dazu brauche ich weder OB, noch Pressedings, noch Dezernenten. Sie sind von mir nicht ermächtigt, irgendwelche erklärungen in meinem Namen und dem anderer Bürger abzugeben. Das wollen wir doch mal hier klarstellen.
    „WIR sind Halle!“ (Alle anderen nur Angestellte der Verwaltung oder des Rates)

    #197843

    Anonym

    Nur leider nicht für die AlGII-Bezieher.

    Doch, für die auch. Sowohl der Regelsatz wird regelmäßig erhöht, als auch die Kosten der Unterkunft. Vor 9 Tagen erst wieder.

    #197853

    Die liebe Frau Brederlow weiß doch schon längst, dass ihr überhaupt keine Butter zugestanden wird, also kann ihr auch niemand die nicht vorhandene Butter vom Brot nehmen. Insoweit ist ihre Aussage superkorrekt und vor allem wahr.

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