Außenhandel des Landes stark gewachsen, viel Ware kommt aus Russland

8. Januar 2019 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Sachsen-Anhalts Wirtschaft exportierte im Zeitraum Januar bis September 2018 nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik Waren im Wert von 12,4 Mrd. EUR, das waren 6,5 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Zeitgleich wurden nach Sachsen-Anhalt Waren im Wert von 14,2 Mrd. EUR importiert, das entsprach einem Zuwachs um 20,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Wie das Statistische Landesamt in Halle (Saale) weiterhin mitteilt, wurden 70,1% aller Ausfuhren an die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union versandt, darunter gingen 37,8 % aller Ausfuhren in die Euro-Länder. Die wichtigsten Ausfuhrländer Sachsen-Anhalts waren in den ersten neun Monaten 2018 Polen mit 1,3 Mrd. EUR (+ 20,0 %) und das Vereinigte Königreich mit 1,0 Mrd. EUR (-5,6 %). Waren im Wert von jeweils 0,8 Mrd. EUR wurden in die Tschechische Republik (+31,6 %), Österreich (+13,3 %), Frankreich (+7,3 %) und die Niederlande (+1,6 %) ausgeliefert. Außerhalb Europas waren die wichtigsten Exportländer die Volksrepublik China (0,6 Mrd. EUR, +4,9 %) und die Vereinigten Staaten (0,6 Mrd. EUR, -0,2 %).
Bei den Einfuhren bezog Sachsen-Anhalt mit einem Anteil von 51,9 % mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens der Warenverkehre aus den Ländern der Europäischen Union, darunter kamen 32,5 % aller Einfuhren aus den Euro-Ländern. Die bedeutendsten Einfuhrländer waren von Januar bis September 2018 die Russische Föderation mit 3,7 Mrd. EUR (+49,6 %), die Niederlande mit 1,3 Mrd. EUR (+12,7 %), die Volksrepublik China mit 1,1 Mrd. EUR (+28,0 %) und Polen mit 1,1 Mrd. EUR (+8,3 %). Aus den Vereinigten Staaten wurden waren im Wert von 0,1 Mrd. EUR (+21,0 %) eingeführt.
In der Außenhandelsstatistik nach Bundesländern werden aus erhebungstechni-schen Gründen die Ausfuhr im Spezialhandel und die Einfuhr im Generalhandel dargestellt. Aufgrund der unterschiedlichen Abgrenzung von General- und Spezial-handel ist eine Saldierung der Einfuhr- und Ausfuhrergebnisse aus methodischen Gründen nicht vertretbar.

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