Ausstellungen, Plastikmüll und ein Liebessymposium

21. Juni 2019 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Am Mittwoch bereits mit dem „Museum of the Moon“ und Gewittersturm gestartet, wurde das Silbersalz-Festival gestern von Oberbürgermeister Wiegand offiziell eröffnet. Für uns der Anlaß, einige Höhepunkte des heutigen Tages für unsere Leser heraus zu suchen. Das vollständige Programm ist hier zu finden. So gibt es zum Beispiel zahlreiche Ausstellung zum Festival im Kunstmuseum in der Moritzburg. Den ganzen heutigen Tag laufen Vorträge im Zoo. Und, und, und…  Unsere heutigen Tipps wären:

Auf der Ziegelwiese ist weiterhin bis 0 Uhr „Museum of the Moon“ zu bestaunen: Kinder legen sich träumend auf den Boden, Erwachsene starren im Stehen nach oben: Luke Jerrams Mond-Modell hat schon in vielen Städten Leute fasziniert. Mit Fotos der NASA hat er einen originalgetreuen sieben-Meter-großen Ballonmond gebaut. Jeder Zentimeter im Modell entspricht fünf Kilometern im Original.

Installation / Luke Jerram / Großbritannien / 2016

Von 10 bis 22 Uhr gibt es im Lichthaus Plasticity: Our Changing Oceans als Ausstellung zu sehen. Jacquelyn Whitman lässt ihr Publikum durch ein Tunnelsystem gehen, an dessen Wände sie Korallen und Fische projiziert. Ein Gefühl, wie in einem Aquarium – wäre da nicht der Müll, den Whitman auch zeigt und der die Installation ausmacht: Das gesamte Kunstwerk besteht aus weggeworfenen Folien.

Installation / JD Whitman / USA / 2018

Spannend erschien uns auch Theater trifft Wissenschaft: The Science of Love – ein Liebessymposium und zwar von 18:00 – 19:30 Uhr im WUK-Theater. Studierende der Theaterpädagogik an der Hochschule Merseburg und Jugendliche entwickeln gemeinsam ein Theaterstück zum Thema „Wissenschaft und Liebe“.

SILBERSALZ by Youth, Theater trifft Wissenschaft: The Science of Love – ein Liebessymposium

Und natürlich ist das Silbersalz-Festival auch an der heutigen Féte de la Musique beteiligte und zwar ab 20:10 Uhr im Lichthaus mit SILBERSALZ – Groovy Doovy: Ist es Funk? Ist es Prog? Ist es Jazz? So ganz wird diese Frage wohl nie beantwortet werden können, doch die unterschiedlichen musikalischen Prägungen der insgesamt fünf Musiker garantieren auf jeden Fall eines: Abwechslung! Groovige Basslines, funkige Gitarrenriffs, tasty Trompetenlinien und ein tightes Rhythmusfundament ergeben den Sound, der sich in keine Schublade pressen lässt. Felix Fischer am Schlagzeug, Albert Schulthess am Bass, Tim Rabanus-Wallace und Robert Griese an den Gitarren, Daniel Kötter an der Trompete.

Konzert / Groovy Doovy / Felix Fischer, Albert Schulthess, Tim Rabanus-Wallace, Robert Griese, Daniel Kötter

Für die, die spät zu Bett gehen, läuft im Zazie um 22:30 Uhr der Film Elizabeth Harvest: Wer sich mit den Folgen von Technologie beschäftigt, kann in Abgründe schauen. Umso mehr gilt das für die Erforschung dunkler Ehe-Geheimnisse. Sebastian Gutierrez kombiniert beide Themen zu einem Psychothriller mit Mordfällen völlig neuer Dimension. Für Wissenschaftsfans mit starken Nerven.

Filmgespräch: Über den Reiz die Grenzen des Möglichen zu verschieben. Eine bioethische und philosophische Perspektive auf die moralischen Konflikte mit denen Wissenschaftler konfrontiert sind.

Science-Fiction / Sebastian Gutierrez / USA / 2018 / 95 Min / OvmU / FSK: 16

 

 

 

 

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