Startseite Foren Halle (Saale) Wird Halle schon 2017 eine "Blaue Umweltzone" aufgedrückt?

  • Dieses Thema hat 137 Antworten und 21 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 9 Monaten von Anonym.
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  • #257581

    Wenn es heißt, dass es 35.000 Todesfälle durch Feinstaub gibt, heißt das ja nicht, dass die Leute 100 Jahre alt werden, die dem Feinstaub entgangen sind, die Chance ist groß an einer anderen Krankheit zu sterben. Es wäre meine Empfehlung nach Hongkong zu ziehen, dort ist die Lebenserwartung höher als in Deutschland.

    Was bedeutet das jetzt alles auf Dich angewendet?

    #257583

    Was bedeutet das jetzt alles auf Dich angewendet?

    Nichts, absolut gar nichts, ich lebe mit dem Feinstaub. Aber dir rate ich dringend in den Wald zu ziehen. Ganz tief, Feinstaubfrei. Da ist gerade was frei geworden, seitdem Hänsel und Gretel dort nicht mehr gefangengehalten werden.

    #257738

    Also unser Japaner kommt aus Frankreich.

    Ich dachte aus Brexitanien?
    Ich hatte auf eine Ansiedlung in Halle Ost gehofft?

    #257847

    Anonym

    Da die Tabelle mit den Todesursachen ja ohne erkennbaren Zusammenhang gepostet wurde, hier eine kleine Ergänzung:

    Krankheitskosten bei Erkrankungen der Atemwege (gesamt):

    2002: 218.768
    2004: 224.970
    2006: 236.524
    2008: 254.280

    jeweils in Millionen(!) Euro.

    Diese Kosten werden von der Solidargemeinschaft getragen, vor allem von arbeitenden/einzahlenden Gesunden. Das nur mal so in Richtung Kettenraucher, BUNA85-Nachtraurer und „Coal Roller“. 🙂

    Aber auch zur Todesursache Luftverschmutzung gibt es durchaus beeindruckende Zahlen:

    Das reicht von 3,7 Mio Tote pro Jahr:
    http://www.welt.de/gesundheit/article142625734/Feinstaub-toetet-jedes-Jahr-3-7-Millionen-Menschen.html

    bis zu 7 Mio pro Jahr
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/smog-toetet-laut-who-studie-sieben-millionen-menschen-pro-jahr-a-960559.html

    Aber da meist Ausländer betroffen sind, gibt es keinen Grund, auch nur im Ansatz darüber nachzudenken. 🙂

    P.S.: Es sind auch patriotische Europäer betroffen:

    http://www.welt.de/gesundheit/article138055752/430-000-Europaeer-sterben-jaehrlich-an-Feinstaub.html

    #257849

    Feinstaub macht gesund !

    #257850

    Leider gibt es noch keine Zahlen zu den Todesfällen in Deutschland oder besser noch in Halle, die nicht nur auf Feinstaub sondern neuerdings angesichts der Absicht der Einführung einer Blauen Umweltzone auf Stickstoffdioxid zurückzuführen sind.
    Ich erinnere nochmals an meine Bitte um euere Vorschläge, wie wir von den sehr hohen an der Paracelsustraße gemessenen Stickstoffdioxidwerten herunter kommen wollen.

    #257851

    Anonym

    Wir geben die steuerliche Begünstigung von Dieselkraftstoff auf. Den Rest erledigt unser guter Freund, „der Markt“. 🙂

    #257855

    Moment, dann aber auch die Kfz-Steuer entsprechend an die Benziner anpassen… und mal schnell schauen, wie sich der Transportgewerbemarkt mit den Einzelhandelspreisen daran orientiert. Es gibt nämlich kaum LKW, die Super schlucken. Traktoren und Landmaschinen übrigens, wie auch Arbeitsmaschinen, gar nicht…
    Auch bei den Rettungsdiensten und Kommunalbetrieben, einschließlich unserer Bunten Wehr, würde das wohl zu Kostensteigerungen führen, die wir alle, ob betroffen oder nichtbetroffen, einfach mal so mit abdrücken müßten…

    Also Vorsicht mit solchen Wunschträumen…

    @kenno
    Wir hausen die Paracelsusstr. von Dessauer Platz bis Wasserturm und dann auch die Volkmannstr. ein… Die Abluft könnte dann gefiltert werden…
    Alternativ wäre auch eine Tunnellösung vorstellbar…

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Jahre, 10 Monaten von Schulze.
    #257857

    @Schulze,
    und am Ende der Einhausungen oder Tunnel kommen dann die Kraftfahrer benebelt und vergiftet heraus.
    Das ist keine denkbare Lösung!!!

    #257858

    Anonym

    @schulze

    Dafür gibt es Ausnahmegenehmigungen und/oder Steuererleichterungen für die entsprechenden Gewerke und Gefährte. Grüne Kennzeichen gibt’s ja heute auch schon. Wenn das Transportgewerbe andere Lösungen findet, wär das ja auch nicht schlecht.

    Traktoren und Land- und Arbeitsmaschinen sind sowohl von ihrer Zahl als auch von ihrer Einsatzzeit nicht mit Privat-PKW zu vergleichen.

    Übrigens erfüllt der am häufigsten in LKW, Bussen und Landmaschinen verbaute OM47x bzw. OM93x (sog. „Weltmotor“) die Abgasnorm EURO 6 und die noch strenger EPA-Norm und bekäme eine blaue Plakette. Ob mit oder Software-„Hilfe“, weiß ich aber nicht.

    wir alle, ob betroffen oder nichtbetroffen, einfach mal so mit abdrücken

    Wie gesagt, alle Erkrankungen bzw. Behandlungskosten und sonstigen Schäden tragen wir auch alle, ob betroffen oder nicht, ob Mitverursacher oder nicht.

    #257859

    Wer Erkrankungen der Atemwege auf Luftverschmutzung zurückführt, kann sicher nachweisen, dass es im vorindustriellen Zeitalter keine Lungenentzündung gab.
    Bei all den erschröcklichen Zahlen an Toten durch Umweltverschmutzung, immer daran denken, wer dem Smog entgeht, entgeht nicht unbedingt einer anderen Todesursache.
    Ach ja, um wieviel ist die Lebenserwartung in den letzten Jahren gestiegen? Und wo ist sie am höchsten?
    Die Luftverschmutzung ist auch eine Folge unseres hohen Lebensniveaus, welches uns länger leben lässt.

    #257863

    Anonym

    Umweltschutz und Luftqualität mag für einige wenige Verblendete unwichtig erscheinen und egal sein. Wer aber die (Industrie-)Geschichte der letzten 7 Jahrzehnte kennt, weiß, dass das die falsche Einstellung ist.

    Anhand der Wasserqualität ist es vielleicht einfacher nachzuvollziehen. Wer kann sich nicht noch an die wunderschönen Schaumkronen auf der Saale erinnern? Oder die hervorragende Badequalität des „Silbersees“ dank freundlicher Unterstützung durch die Filmfabrik und ihrer Abfallprodukte!

    Wer natürlich nur ND gelesen und Aktuelle Kamera gesehen hat, kann davon nichts wissen. 🙂

    Die kristallklare mitteldeutsche Luft, die unter anderem für die so sympathische Patina auf hiesigen Fassaden verantwortlich war, müsste wenigstens dem Ostseeurlauber bei der Rückkehr aufgefallen sein. 🙂

    #257864

    Um die Umweltverschmutzung zurückzudrängen bedarf es keiner populistischer Aktionen von Politikern mit Fokus auf die nächste Wahl. Da bedarf es Augenmaß und keine Hetze gegen diejenigen, die die Wirtschaftsleistung tragen.

    #257867

    Er soll noch Menschen geben, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß ihre Arbeit aufsuchen und etwas „erwirtschaften“. Im Übrigen ist es ohnehin so, dass Arbeitende auf Kosten der Arbeitslosen leben.

    #257869

    Fährt denn Frau Dalbert mit Fahrrad und ÖPNV zu ihren Terminen?

    #257873

    Anonym

    Verzichteten sämtliche Umweltminister der Welt auf ihre mit fossilen Brennstoffen angetriebenen Fahrzeuge, die Auswirkungen wären wahrscheinlich nicht mal messbar.

    Ließen sämtliche Rentner ihr Auto stehen (vor allem sonntags), die Welt würde aufatmen. Wenn dann noch die Fernseher wenigstens beim Essen ausblieben…
    🙂

    #257876

    Frau Dalbert nicht, SfK schon

    #257877

    Die Daten überraschen nicht wirklich. Wer es als Kommune 26 Jahre nicht schafft den Durchgangsverkehr wirksam zu beschränken und noch dazu nicht einmal ein Verkehrskonzept = Idee dafür hat braucht sich nicht zu wundern. Jetzt wird in den nächsten 2-3 Jahren die Osttangente fertig und dann stimmen auch die Messwerte wieder. Zumindest in der P-Straße. Dann freuen sich die Anwohner auf dem Dautzsch.

    #257878

    Man haz es auch über 26 Jahre verpasst, Halle wirklich attraktiv für Radfahrer zu machen.

    #257882

    Es geht bei Frau Dalbert um das Prinzip: „Wasser predigen und Wein trinken.“
    Unter veränderten Lebensumständen entdecken die Grünen auf einmal, dass es doch einen Bedarf an individueller, schneller und komfortabler Mobilität gibt. Da gilt das Credo der Grünen, dass Autofahren so teuer gemacht werden muss, dass es unattraktiv ist, nur noch für das gemeine Volk.
    Da gibt es auf einmal Gottgleiche, deren Zeit so kostbar ist, dass sie in tonnenschweren Luxuskarossen durch die Gegend rasen müssen, während Zeitverbrauch zur Fortbewegung für das gemeine Volk nicht zählt.

    #257883

    Man haz es auch über 26 Jahre verpasst, Halle wirklich attraktiv für Radfahrer zu machen.

    Man hat es auch über 26 Jahre verpasst, Halle wirklich attraktiv für Autofahrer zu machen.

    #257884

    Wer es als Kommune 26 Jahre nicht schafft den Durchgangsverkehr wirksam zu beschränken und noch dazu nicht einmal ein Verkehrskonzept = Idee dafür hat braucht sich nicht zu wundern.

    Wer es in 26 Jahren nicht schafft, Mittel selbst zu erwirtschaften, um den Durchgangsverkehr zu beschränken, sondern immer nur auf Fördergelder angewiesen ist, muss sich nicht wundern.
    Wiegand zum OB zu wählen war ein Fehler, man hätte Halle Pleite gehen lassen sollen. Vielleicht wären dann die Investorenhasser etwas zurückhaltender geworden.

    #257885

    Man haz es auch über 26 Jahre verpasst, Halle wirklich attraktiv für Radfahrer zu machen.

    Man hat es auch über 26 Jahre verpasst, Halle wirklich attraktiv für Autofahrer zu machen.

    Deine Logik wieder. Willst wohl noch mehr Feinstaub in der Stadt?

    #257889

    Anonym

    Und ich hatte kurz Hoffnung, der Meinungsausstausch kehrt dauerhaft zu einem gewissen Niveau zurück. Schade.

    #257898

    Anonym

    🙂

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