Startseite Foren Halle (Saale) Werbung auf städtischen Autos

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  • Dieses Thema hat 43 Antworten und 11 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Jahre von geraldo.
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  • #236469

    Unser Stadtkämmerer nutzt alle Möglichkeiten zur Aufbesserung der Stadtkasse, auch mit den städtischen Autos erzielt er mit Werbung Einnahmen.
    Hier ein Auto aus dem städtischen Fuhrpark:

    #236470

    Anonym

    auch mit den städtischen Autos erzielt er mit Werbung Einnahmen

    Eher nicht. Die Anbieter solcher rollenden Litfaßsäulen erwirtschaften über die Werbung Kosten und (meist sehr üppigen) Gewinn und stellen das Fahrzeug kostenlos zur Verfügung.

    #236471

    D.h. die Stadt bekommt solche Autos kostenlos und bezahlt nur den Sprit?

    #236563

    Anonym

    Das ist zumindest ein gängiges Modell bei solchen Sponsorings.

    #236579

    Wenn es so ist, spart die Stadt auch Geld.

    #236581

    Anonym

    Durchaus. Lediglich die Diskrepanz zwischen den Werbeeinnahmen und den tatsächlichen Kosten bzw. die teilweise exorbitanten Gewinne der Werbeunternehmen steht hin und wieder in der Kritik.

    #236582

    Verkauft die Stadt da nicht ihre Seele für ein Butterbrot?
    Bin prinzipiell gegen solche „Geschäfte“, weil da immer irgendwelche Abhängigkeiten entstehen.

    #236586

    Würde gerne mal wissen, welche dieser Firmen in vertraglichen Beziehungen zur Stadt steht.

    #236589

    Anonym

    Wahrscheinlich keine. Jedenfalls nicht über das übliche Maß hinaus. Die meisten versprechen sich einfach nur Werbung und zahlen (meist viel zu viel) dafür.

    #236592

    Diese Spenden müßten dann wegen Korruptionsverdacht auch vom OB und bei über 1000 Euro durch den Stadtrat genehmigt werden. Davon habe ich aber noch nichts gehört.

    #236593

    Einfach nur Werbung draufpappen ist zu einfach. Ohne Vertrag geht auch das nicht. Ich will ja nicht sagen, dass mit diesen Verbraucherinformationen Einfluss auf städtische Entscheidungen genommen wird, aber man macht sich erstmal bekannt mit der Folge, wenn es halberwege reibungslos abgelaufen ist, beim nächsten mal wieder angefragt zu werden. Und sich Entscheider irgendwann erinnern: Wir brauchen das und das oder wir möchten dieses oder jenes machen: Da war doch eine Firma, die genau das anbietet. Und dann haben wir genau diesen Abhängigkeitseffekt.

    #236595

    Anonym

    OK, nochmal langsam: Der Handwerker, Händler und Apotheker schließt mit einer Werbefirma einen Vertrag. Die Werbefirma beklebt daraufhin ein Auto mit dieser Werbung. Die Werbefirma überlässt das Auto (hier:) der Stadt Halle kostenlos.

    Das ist im Unterschied zu einer Spende ein so genanntes Sponsoring. Ob da die gleichen Korruptionsbekämpfungsvorschriften greifen, erfährt wolli sicher von seinen angeblich gut unterrichteten Quellen. Ein Vertrag kommt also höchstens zwischen Stadt und Sponsor zustande.

    Wir brauchen das und das oder wir möchten dieses oder jenes machen: Da war doch eine Firma, die genau das anbietet. Und dann haben wir genau diesen Abhängigkeitseffekt.

    Was du hier beschreibst, ist der gewöhnlich erhoffte Effekt einer Werbung. Wo da Anhängigkeiten entstehen sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber vielleicht beruhigt dich, dass ab gewissen Auftragsvolumen Ausschreibungen notwendig sind und Entscheidungen für die Auftragsvergabe zugunsten der günstigsten Anbieter erfolgt.

    #236596

    Das Problem ist anders, die Stadt nimmt verbilligte bzw. kostenlose Autos von einer verlaihfirma und begibt sich damit evtl. in Abhöngigkeit bzw. in Korruptionsverdacht.
    Wenn mein Förderverein der Stadtbibliothek einen Kugelschreiber schenkt, müssen wir das vom OB genehmigen lassen, was natürlich Blödsinn ist, aber unsere schlauen Landtagsabgeordneten haben das so beschlossen. Da ist doch die Inanspruchnahme von kostenlosen Autos eine ganz andere Größenordnung.

    #236597

    Anonym

    Deswegen erstmal klären ob „Sponsoring“ das Gleiche wie „Spende“ ist und ebenso behandelt werden muss.

    #236598

    Sponsoring ist wohl der Oberbegriff, so dass Wollis Einwendungen durchaus beachtlich sind.

    #236599

    Anonym

    OK, alles andere wäre wohl auch unlogisch. Die begriffliche Unterscheidung zwischen Spende und Sponsoring in der Verwaltunsvorschrift irritiert da etwas.

    #236600

    Na h den Bestimmungen muss sogar Sponsoring ausgeschrieben werden.

    #236601

    Das kann ich aus einer Schule bestätigen, wo Anschaffungen aus gesammeltem Spenden (hier eine Schulküche) zunächst ausgeschrieben werden müssen.

    #236602

    Anonym

    Hier mal der Runderlass:

    Gem. RdErl. des MI, der StK und der übr. Min. vom 5.3.2012

    Anschaffungen aus gesammelten Spenden ist aber wieder was anderes.

    #236636

    Die Stadtverwaltung hätte da schon seit Jahren Geld sparen können, indem sie am car-sharing teilnimmt. Das geht sicher nicht für die Spezialfahrzeuge die die Stadt wohl auch hat, aber für alles was PKW ist.

    Wenn die Stadt PKW besitzt, fahren die ja meistens nicht am Wochenende. Aber der Besitz kostet am Wochende trotzdem. Diese Kosten könnten vermieden in dem die Stadt manches Fahrzeug abschafft und durch car-sharing ersetzt. Leider hat da bis jetzt kein Weg hingeführt. Autos abschaffen, das geht eben gar nicht.

    Weitere Kosten könnten per car-sharing dadurch gespart werden, in dem die Stadt die Autos entsprechend der Aufgaben bestellt. Fahrten ohne großes Gepäck gehen ja auch mit kleinen Autos. Und die sind billiger.

    #236637

    Die Fahrzeuge der Stadt sind aber meistens (oder sogar alle) geleast und da gibt es -wie man erfährt- Sonderkonditionen.
    Für eine Stadt, die immer was zu fahren hat, ist car-sharing m.E. viel zu umständlich.

    #236641

    Ich sehe auf dem Auto lauter hallesche Firmen. Wo ist also das Problem?

    Sponsoring in dem Sinne sehe ich auch nicht. Stadt will x Auto(x), möglichst preisgünstig. Händler sagt: ok, kannste haben, wenn Du in Kauf nimmst, dass die Autos etwas bunter sind. Stadt schaut, ob inakzeptable Firmen dabei – nö, alles klar. Deal gefixt. Die Stadt hat keinerlei Vertragsbeziehung mit einer der werbenden Firmen.
    Sponsoring wäre nach meinem Verständnis, wenn Stadt x Auto(s) kaufen will und Firma XY sagt: ok, geb ich Dir 10.000 Euro für den Einkauf, dafür haust Du meine Werbung auf die Autos.

    Und mal nebenbei: Sponsoring und Spende werden steuerrechtlich ganz klar unterschieden. Eine Spende ist eine Zuwendung, <bold>ohne</bold> dass eine irgendwie geartete Gegenleistung erwartet wird. Beim Sponsoring hingegen wird die Gegenleistung klar vertraglich fixiert.

    Weitere Kosten könnten per car-sharing dadurch gespart werden, in dem die Stadt die Autos entsprechend der Aufgaben bestellt.

    Und jetzt bitte die Personalkosten für die Bestellung plus eventuelle Wegstrecken zu den jeweiligen Standorten gegenrechnen.
    (Privat bin ich Teilauto-Fan – ob das aber bei einer Behörde funktioniert … ich hab da meine Zweifel. Wenn mich nicht alles täuscht, betreiben die so eine Art innerbetriebliches car-sharing.)

    #236650

    Die Stadt zwar keine Beziehungen zu den werbenden Firmen auf den Autos, aber zum Verleiher der Autos.

    #236656

    aber zum Verleiher der Autos.

    … und dieser wiederum sponsort nix, sonst wär ja seine Werbung drauf. Und der OB würde beim Joggen eine Jacke mit Rückenaufdruck tragen.

    #236657

    Wenn der OB beim Joggen eine Jacke trägt, dann ist er die Marke.

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